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Veröffentlicht am 17.01.2026

Ein solider Abschluss mit Luft nach oben

Diamond Empress. One Heist
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"Wir werden allein geboren, und wir sterben allein. Alles dazwischen ist die Flucht vor dem Unausweichlichen." - S. 31

Nachdem ich Band 1 und 2 der Stolen Dreams-Reihe verschlungen habe, musste nach Erscheinen ...

"Wir werden allein geboren, und wir sterben allein. Alles dazwischen ist die Flucht vor dem Unausweichlichen." - S. 31

Nachdem ich Band 1 und 2 der Stolen Dreams-Reihe verschlungen habe, musste nach Erscheinen auch direkt Band 3 bei mir einziehen. Band 2 habe ich im letzten Sommer in passender Kulisse am Strand gelesen und erinnere mich noch gut an die Handlung. Doch auch wenn der zweite Band schon etwas her ist, hatte ich mit dem Einstieg in den dritten Band keine Probleme. Die Geschehnisse aus Band 2 werden aufgegriffen und auch die Rollen der einzelnen Charaktere innerhalb der Gruppe noch einmal in Erinnerung gerufen, sodass ich schnell wieder in der Geschichte angekommen bin und direkt zurück an Bord der Diamond Empress war.

"Hätte ich die Menschen in meinem Umfeld nicht von Zeit zu Zeit ausgeblendet, hätte ich längst einen Mord begangen. Es war bemerkenswert, wie viel unbrauchbaren Bullshit die meisten Leute tagtäglich von sich gaben." - S. 43

Im Fokus der Reihe stehen insgesamt drei Paare, deren Geschichten über die drei Bände hinweg erzählt werden. Jeder Band beleuchtet dabei ein anderes Paar, während die übergreifende Handlung rund um den Raub weiter voranschreitet. In diesem finalen Band stehen Zoe und Seraphina im Mittelpunkt. Auf ihre Geschichte habe ich mich im Vorfeld sehr gefreut, konnte letztlich aber leider nicht ganz warm mit den beiden werden.

Zoe und Seraphina kennen sich seit ihrer Kindheit und teilen eine lange gemeinsame Vergangenheit. Diese wird durch Rückblicke immer wieder aufgegriffen, was die Beziehung grundsätzlich nachvollziehbarer macht und der Geschichte an einigen Stellen auch Tiefe verleiht. Trotzdem blieb die emotionale Verbindung für mich eher auf Distanz. Gerade im Vergleich zu den vorherigen Paaren konnte mich ihre Liebesgeschichte nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte.

"Wie viele Geheimnisse passten in ein Lächeln? Wie viele Lügen in einen Blick? Hätten sie mich wenigstens vorgewarnt. Aber ich war ja nur ein unwissendes Kind gewesen. Ein Kind, das in einer einzigen Nacht gezwungen worden war, erwachsen zu werden." - S. 31

Deutlich spannender fand ich weiterhin die Handlung rund um die Diamond Empress selbst. Die Planung, Durchführung und die Dynamik innerhalb der Crew haben für mich den größten Reiz der Reihe ausgemacht. Auch in Band 3 mochte ich das Zusammenspiel der Figuren, das Gefühl von Zusammenhalt und Vertrauen sowie die Atmosphäre auf dem Kreuzfahrtschiff. Hier lag für mich ganz klar die Stärke des Buches.

Da mich die Liebesgeschichte weniger abgeholt hat und sich die Spannung für mein Empfinden stellenweise zog, habe ich länger an diesem Band gelesen als an den vorherigen Teilen und ihn auch parallel zu einem anderen Buch beendet. Als Abschluss der Reihe funktioniert Band 3 inhaltlich solide, emotional blieb er für mich jedoch hinter Band 1 und 2 zurück.

Die Stolen Dreams-Reihe eine interessante Romantic-Suspense-Reihe mit einem starken Setting und einer spannenden Grundidee. Der finale Band konnte mich nicht ganz überzeugen, schließt die Geschichte aber schlüssig ab.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Einfach lesbar

Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten
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Die Geschichte ist spannend, lustig und genau richtig gruselig für Kinder. Schon die erste Begegnung mit dem schleimig grünen Gespenst im Keller sorgt für Nervenkitzel, ohne zu unheimlich zu sein. Tom ...

Die Geschichte ist spannend, lustig und genau richtig gruselig für Kinder. Schon die erste Begegnung mit dem schleimig grünen Gespenst im Keller sorgt für Nervenkitzel, ohne zu unheimlich zu sein. Tom ist eine Figur, mit der sich Kinder schnell identifizieren können, und Hedwig Kümmelsaft bringt mit ihrer besonderen Art viel Humor in die Handlung.

Das Buch ist einfach für Kinder ab 8 Jahren und sehr gut lesebar. Auch Kinder mit wenig Leseerfahrung kommen problemlos durch die Geschichte. Die neuen Illustrationen und zusätzlichen Farbseiten lockern den Text auf und machen das Lesen noch attraktiver.

Wir haben das Buch auch zusätzlich verschenkt und beim Beschenkten kam es ebenfalls sehr gut an. Ein gelungener Klassiker, der Kindern Spaß macht und Lust auf weitere Gespensterjäger Abenteuer weckt. Cornelia Funke hat uns erneut überzeugt.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Gefangen im System

To Cage a Wild Bird
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To Cage a Wild Bird hat mich positiv überrascht und daran erinnert, wie stark dystopische Geschichten sein können, wenn sie ein klares, düsteres Konzept verfolgen. Die Idee eines Gefängnisses, in dem Inhaftierte ...

To Cage a Wild Bird hat mich positiv überrascht und daran erinnert, wie stark dystopische Geschichten sein können, wenn sie ein klares, düsteres Konzept verfolgen. Die Idee eines Gefängnisses, in dem Inhaftierte nicht nur ihrer Freiheit beraubt werden, sondern zur Unterhaltung der Reichen gejagt werden können, ist schockierend und gleichzeitig erschreckend greifbar.

Raven als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie ist hart, entschlossen und bereit, moralische Grenzen zu überschreiten, um ihren Bruder zu schützen. Gerade dieser innere Konflikt macht sie interessant. Ihre Entwicklung hin zu mehr Vertrauen und ersten Bindungen innerhalb einer Gruppe fand ich glaubwürdig umgesetzt. Auch Vale als Gegenpart bringt Spannung in die Geschichte, vor allem durch seine ambivalente Rolle und die Dynamik zwischen Pflicht und Mitgefühl. Die romantische Ebene funktioniert für mich solide, auch wenn sie nicht der stärkste Aspekt der Geschichte ist.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Die Handlung ist größtenteils temporeich und hält die Spannung konstant hoch. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen mehr Hintergrund zum World Building gewünscht. Die gesellschaftlichen Strukturen, die Entstehung des Systems und die größere politische Dimension bleiben noch recht oberflächlich, was stellenweise Fragen offenlässt.

Trotz dieser Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten. Die Brutalität wird nicht beschönigt, die Ungerechtigkeit des Systems klar aufgezeigt, und das Ende macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung.

Insgesamt ein spannender Auftakt mit einer starken Hauptfigur, düsterem Setting und viel Potenzial nach oben.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Eine Geschichte über Mut und Selbstakzeptanz

Mo & Moritz
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Mo & Moritz erzählt eine Liebesgeschichte, die stark in der Lebensrealität Jugendlicher verankert ist und sich mit Themen wie Herkunft, Religion, Familie und Identität auseinandersetzt. Im Mittelpunkt ...

Mo & Moritz erzählt eine Liebesgeschichte, die stark in der Lebensrealität Jugendlicher verankert ist und sich mit Themen wie Herkunft, Religion, Familie und Identität auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht Mo, der zwischen den Erwartungen seiner Familie und seinen eigenen Gefühlen hin- und hergerissen ist. Gerade dieser innere Konflikt wirkt sehr glaubwürdig und macht ihn zu einer Figur, mit der man gut mitfühlen kann.

Mo wird nicht idealisiert dargestellt, sondern zeigt Unsicherheiten, Angst vor Ablehnung und den Wunsch, dazuzugehören. Besonders die familiären Situationen machen deutlich, wie groß der Druck ist, unter dem er steht. Auch Moritz bleibt nicht bloß der Love Interest, sondern bringt eine eigene Perspektive und Geschichte mit ein, was die Beziehung zwischen den beiden greifbar macht.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich nachvollziehbar, ohne künstliche Dramatik. Sie steht dabei nie losgelöst vom restlichen Leben der Figuren, sondern ist eng mit Fragen von Zugehörigkeit, Mut und Selbstakzeptanz verbunden. Gerade das macht die Geschichte glaubwürdig und relevant.

Der Schreibstil ist klar und gut lesbar und richtet sich eindeutig an ein jugendliches Publikum ab 14 Jahren. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Raum für einzelne Konflikte und Nebenfiguren gewünscht, da manche Entwicklungen recht schnell abgehandelt werden.

Eine berührende Geschichte über Liebe, Familie und den Mut, zu sich selbst zu stehen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Sehr zu empfehlen!

Leos wilde Abenteuer – Mond-Fieber
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Mond-Fieber ist ein richtig gelungenes Kinderbuch, das sowohl beim Vorlesen als auch beim Selberlesen viel Freude macht. Die Geschichte ist spannend, humorvoll und kindgerecht erzählt, ohne dabei zu überfordern. ...

Mond-Fieber ist ein richtig gelungenes Kinderbuch, das sowohl beim Vorlesen als auch beim Selberlesen viel Freude macht. Die Geschichte ist spannend, humorvoll und kindgerecht erzählt, ohne dabei zu überfordern. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel und die gut verständliche Sprache, die sich ideal für Kinder ab etwa sechs Jahren eignet, die schon etwas sicherer lesen.

Die Figuren sind liebevoll gestaltet und schnell ins Herz geschlossen. Leo ist neugierig, mutig und ein toller Identifikationscharakter. Seine Tante Agnetha ist herrlich erfinderisch und bringt viel Witz in die Geschichte. Ein absolutes Highlight ist Haushaltsroboter Albert, der mit seiner Art immer wieder für lustige Momente sorgt. Auch kleine Nebenfiguren fügen sich schön in das Abenteuer ein.

Was das Buch besonders macht, ist die Mischung aus Unterhaltung und Wissen. Ganz nebenbei lernen Kinder etwas über den Mond, die Raumfahrt und historische Mondmissionen, ohne dass es sich belehrend anfühlt. Die Informationen sind gut dosiert und passend in die Handlung eingebettet.

Ein großes Plus sind außerdem die farbigen Illustrationen. Sie sind detailreich, witzig und unterstützen das Textverständnis sehr gut. Dadurch bleibt die Geschichte lebendig und motiviert auch weniger lesebegeisterte Kinder zum Dranbleiben.

Insgesamt ist Mond-Fieber ein rundum gelungenes Kinderbuch mit viel Humor und Spannung. Ideal für den Übergang vom Erstlesebuch zu längeren Geschichten und eine klare Empfehlung.

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