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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Weniger müssen, mehr Sein

Du musst gar nichts
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Dieses Buch war für mich eine richtig erfrischende Abwechslung zu den Romanen, die ich sonst lese. Du musst gar nichts von Martin Brunner ist kein klassischer Ratgeber und genau das hat mir so gut gefallen.

In ...

Dieses Buch war für mich eine richtig erfrischende Abwechslung zu den Romanen, die ich sonst lese. Du musst gar nichts von Martin Brunner ist kein klassischer Ratgeber und genau das hat mir so gut gefallen.

In vielen kurzen Kapiteln greift das Buch Gedanken auf, die einem im Alltag ständig begegnen. Man soll produktiver sein, mehr aus sich machen, an sich arbeiten. Und genau da setzt das Buch an und stellt ganz ruhig die Frage, wer eigentlich gesagt hat, dass man das alles muss. Beim Lesen habe ich mich oft dabei erwischt, wie ich innerlich genickt habe.

Der Schreibstil ist klar, direkt und trotzdem sehr angenehm zu lesen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer wieder Pausen machen kann, um über das Gelesene nachzudenken. Gleichzeitig liest sich das Buch unglaublich schnell weg, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Es regt eher dazu an, die eigenen Gedanken ein bisschen zu hinterfragen, ohne dabei belehrend zu sein.

Besonders mochte ich, dass das Buch keinen Druck aufbaut. Es sagt nicht, was man tun soll oder wie man sein Leben verbessern kann, sondern lässt einem einfach Raum. Und genau das fühlt sich beim Lesen sehr befreiend an. Für mich ist das ein Buch, das man immer mal wieder zur Hand nehmen kann. Es eignet sich meiner Meinung nach auch richtig gut als Geschenk, weil es so viele Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen anspricht.

Von mir bekommt es volle 5 von 5 Sternen. Ein ruhiges, kluges Buch, das genau zur richtigen Zeit kommt und lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Suchtfaktor garantiert

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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Ich habe durch Freida McFadden meine Liebe zu Thrillern entdeckt und jedes ihrer Bücher bestätigt mir das aufs Neue. Auch dieses hier habe ich wieder in einem Rutsch gelesen. Die kurzen Kapitel sorgen ...

Ich habe durch Freida McFadden meine Liebe zu Thrillern entdeckt und jedes ihrer Bücher bestätigt mir das aufs Neue. Auch dieses hier habe ich wieder in einem Rutsch gelesen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch „nur ein Kapitel“ lesen will und plötzlich ist das Buch durch.

Die Geschichte hat mich direkt gepackt und ich war sofort mitten drin. Sylvia, die dringend einen Job braucht, nimmt eine Stelle als Pflegekraft an und zieht dafür in ein abgelegenes Haus. Dort soll sie sich um Victoria kümmern, die nach einem Unfall stark eingeschränkt ist. Schon früh merkt man, dass in diesem Haus etwas nicht stimmt, und genau dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Buch.

Besonders mochte ich, wie schnell Spannung aufgebaut wird. Durch Victorias Tagebuch verschiebt sich der Blick auf die ganze Situation immer wieder, sodass ich ständig wissen wollte, was wirklich passiert ist. Auch wenn ich bei manchen Dingen schon eine Vermutung hatte, hat mich das überhaupt nicht gestört. Ich wollte trotzdem unbedingt weiterlesen.

Was ich an Freida McFaddens Büchern so mag, ist, dass sie sich unglaublich schnell lesen lassen und dabei trotzdem spannend bleiben. Für mich war auch dieses Buch wieder genau das Richtige für einen Abend, an dem man einfach abschalten und komplett in eine Geschichte eintauchen möchte. Es ist kein komplizierter Thriller, sondern einer, den man einfach verschlingt.

Das Buch ist im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin nicht mein Favorit, weshalb es keine vollen 5 Sterne geworden sind. Trotzdem ist es wieder ein sehr unterhaltsamer Thriller, den ich gerne gelesen habe. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen und ist eine klare Empfehlung für alle, die spannende Geschichten mögen, die sich schnell weglesen lassen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Witzig, weise und noch besser als Band 1

Frankie – Unter Menschen
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Aber im Leben isses nicht immer so, dass man ne Riesenmotivation hat. Manchmal gibt’s einfach nur keine Alternative. - S. 36

Frankie unter Menschen ist der zweite Band der Frankie-Reihe, deshalb sollte ...

Aber im Leben isses nicht immer so, dass man ne Riesenmotivation hat. Manchmal gibt’s einfach nur keine Alternative. - S. 36

Frankie unter Menschen ist der zweite Band der Frankie-Reihe, deshalb sollte man Band 1 vorher gelesen haben. Der Einstieg fällt aber trotzdem leicht, weil es am Anfang einen kurzen Rückblick gibt. Wenn Band 1 also schon etwas her ist, kommt man gut wieder in die Geschichte rein, da zu Beginn kurz aufgegriffen wird, wie der erste Teil geendet hat und worum es dort ging.

Unglück zieht Unglück an. Aber Glück zieht kein Glück an. - S. 126

Mir hat der zweite Band sogar noch besser gefallen als der erste. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen, weil es sich so angenehm lesen lässt und Frankie einfach eine großartige (sußer süße) Hauptfigur ist. Er ist witzig, klug und auf seine ganz eigene Art auch ziemlich weise. Gerade sein Blick auf die Menschen und die Welt ist wieder herrlich zu lesen.

Wenn Worte nicht rausdürfen, Gedanken und Fragen, da geht man innen drin kaputt. - S. 52

Besonders schön fand ich, dass das Buch trotz seines humorvollen Tons auch ernste Themen mitbringt. Zwischen all den lustigen und charmanten Momenten steckt viel Nachdenkliches. Dadurch ist es nicht nur unterhaltsam, sondern bleibt auch im Kopf. Gleichzeitig ist es genau die Art von Buch, die sich perfekt für zwischendurch lesen lässt. Auch als Geschenk finde ich die Frankie-Bücher ideal, besonders für Katzenbesitzer. Frankie ist einfach eine Figur, die man schnell ins Herz schließt und ich glaube, dass viele Leser an ihm ihre Freude hätten.

Und ich dachte, so ein Stern hat’s wirklich gut, der weiß einfach, wo er hingehört. - S. 72

Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen. Eine sehr gelungene Fortsetzung, die für mich sogar noch ein Stück stärker war als Band 1.

Jedenfalls, ich kann nur sagen, unhöfliche Menschen tragen eine große Hässlichkeit im Herzen, und mehr sag ich lieber nicht. - S. 108

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Süß für zwischendurch

Riding The High
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Ich habe Riding The High gelesen, ohne die ersten beiden Bände der Reihe zu kennen, und bin trotzdem gut in die Geschichte reingekommen. Die Bücher lassen sich nämlich problemlos unabhängig voneinander ...

Ich habe Riding The High gelesen, ohne die ersten beiden Bände der Reihe zu kennen, und bin trotzdem gut in die Geschichte reingekommen. Die Bücher lassen sich nämlich problemlos unabhängig voneinander lesen. Nach diesem Band haben es Teil eins und zwei auf meine Wunschliste geschafft, weil mir das Setting der Silver Pines Ranch-Reihe grundsätzlich gut gefallen hat.

Wir haben es anders gemacht als die anderen. Auf unsere Art. Und ich will gar nichts dran ändern. - S. 422

Die Geschichte rund um Cole und Ginger klang für mich eigentlich nach einer Romance, die genau meinen Geschmack treffen könnte. Small-Town-Vibes, spontane Ehe und eine gemeinsame Vorgeschichte bringen viel Potenzial mit. Beim Lesen hat mich das Ganze dann aber leider nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, sodass man schnell durch das Buch kommt. Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Vor allem konnte ich keine richtige Bindung zu Cole und Ginger aufbauen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihre Geschichte eher von außen beobachte, statt wirklich mit ihnen mitzufühlen. Auch die Beziehung der beiden konnte mich nicht richtig überzeugen. Zwar ist da von Anfang an eine gemeinsame Vorgeschichte spürbar, aber für mich ist der Funke nie ganz übergesprungen. Ich habe weder die emotionale Tiefe noch diese besondere Spannung zwischen ihnen gefühlt. Die romantischen Momente haben mich daher nicht so erreicht, wie ich es mir gewünscht hätte.

»Ich verspreche es. Du und ich, Cole, was könnte da schiefgehen?« - S. 103

Was mir dagegen gefallen hat, war das Setting rund um Silver Pines. Man merkt, dass hinter der Reihe eine größere Welt mit wiederkehrenden Figuren steckt und genau das hat neugierig auf die anderen Bände gemacht. Auch die Nebenfiguren haben dafür gesorgt, dass sich die Geschichte nicht komplett leer angefühlt hat. Deshalb haben Band eins und zwei nach diesem Buch trotzdem ihren Weg auf meine Wunschliste gefunden.

Ganz gleich, was in meinem Leben geschieht, ganz gleich, welchen Herausforderungen ich mich stellen muss, die sanften Hügel in Silver Pines und Sugarland Mountain schenken mir Frieden und Bodenständigkeit. So etwas findet man nirgendwo sonst. - S. 115

Insgesamt war es für mich eine Romance mit guter Ausgangsidee, die mich in der Umsetzung aber emotional nicht überzeugen konnte. Es ist also ein süßes Buch für zwischendurch, aber leider kein Highlight. Deshalb sind es am Ende 3 von 5 Sternen geworden.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Ehrlich, aber nicht ganz greifbar

Alt genug
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Ich war neugierig auf dieses Buch, vor allem wegen der Themen rund ums Älterwerden und die Lebensmitte. Der Einstieg fiel mir leicht, da sich der Schreibstil sehr angenehm lesen lässt und typisch für Ildikó ...

Ich war neugierig auf dieses Buch, vor allem wegen der Themen rund ums Älterwerden und die Lebensmitte. Der Einstieg fiel mir leicht, da sich der Schreibstil sehr angenehm lesen lässt und typisch für Ildikó von Kürthy ist. Er wirkt persönlich, direkt und immer wieder selbstironisch, wodurch man schnell durch die Seiten kommt.

Inhaltlich beschäftigt sich das Buch mit vielen Gedanken rund um das Leben, das Älterwerden, gesellschaftliche Erwartungen und die eigenen Zweifel. Es sind Themen, in denen man sich teilweise wiedererkennen kann und die durchaus zum Nachdenken anregen. Gerade diese Mischung aus humorvollen Beobachtungen und ernsteren Momenten hat mir grundsätzlich gut gefallen.

Trotzdem hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, dass vieles nur angerissen wird. Es werden viele Themen angesprochen, aber selten wirklich vertieft. Dadurch blieb für mich einiges eher oberflächlich und ich hätte mir gewünscht, dass manche Gedanken mehr Raum bekommen. So springt das Buch relativ schnell von einem Thema zum nächsten, ohne dass sich etwas richtig entfalten kann.

Auch emotional hat mich das Buch nicht vollständig erreicht. Obwohl es persönliche Einblicke gibt, konnte ich nicht immer eine richtige Verbindung dazu aufbauen. Es bleibt stellenweise etwas distanziert, obwohl eigentlich viel Potenzial für mehr Tiefe vorhanden gewesen wäre.

Insgesamt ist es ein gut lesbares Buch mit wichtigen und aktuellen Themen, das zum Nachdenken anregt, mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Für mich sind es daher 3 von 5 Sternen.

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