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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2020

Solider Auftakt einer Reihe

Willkommen im Flanagans (Das Hotel unserer Träume 1)
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Die junge Hotelbesitzerin Linda Lansing feiert Silvester 1959 mit ihren Gästen. Sie betreibt das Luxushotel Flanagans im Herzen Londons, das sie vor zehn Jahren nach dem Tod ihres Vaters übernahm. Immer ...

Die junge Hotelbesitzerin Linda Lansing feiert Silvester 1959 mit ihren Gästen. Sie betreibt das Luxushotel Flanagans im Herzen Londons, das sie vor zehn Jahren nach dem Tod ihres Vaters übernahm. Immer noch schwelt der Streit mit ihren Cousins, die sie zum Verkauf des Hotels drängen wollen. Das neue Jahr beginnt für sie mit Laurence‘ Warnung, sie werde in diesem Jahr alles verlieren…

Eine starke Frau ist Linda, die so früh zur Halbwaisen wurde, um dann mit 21 Jahren auch den Vater zu verlieren. Sie erbt von ihm seine Anteile am Hotel Flanagans, allerdings hat er hinterlässt er ihr die Warnung vor den anderen Anteilseignern, ihren beiden Cousins und deren Mutter. Diese versuchen alles, um ihr immer wieder zu beweisen, dass sie als Frau das Haus nicht führen kann. Doch wider Erwarten gelingt es Linda, das Hotel wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Ganz zufällig findet sie dabei noch den Mann, der ihr Leben verändern wird. Die Erzählperspektive schließt dabei das Londoner Leben in den 1960er Jahren genauso ein wie auch einige Handlungsstränge zu den Beschäftigten des Hotels. Auch wenn das Buch damit eher in vorhersehbaren Bahnen bleibt, zeigt die Geschichte einen interessanten Verlauf, dem ich gerne gefolgt bin. Es bleibt spannend, welche weiteren Geschehnisse die Reihe noch erzählen wird.

Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 12.10.2020

Leichte Sommerlektüre

Nur noch ein bisschen Glück
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Stella hat Pech auf der ganzen Linie: Innerhalb eines Tages hat sie Job und Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Sie entschließt sich, in das Häuschen ihrer Großeltern in ...

Stella hat Pech auf der ganzen Linie: Innerhalb eines Tages hat sie Job und Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Sie entschließt sich, in das Häuschen ihrer Großeltern in der Provinz zu ziehen, das sie geerbt hat, dort will sie sich neu sortieren. Eigentlich wartet sie auf die Zusage einer Schule in New York. Doch zunächst muss sie sich mit den Widrigkeiten auf dem Land auseinandersetzen...

Während sich das geerbte Haus als Bruchbude entpuppt, findet Stella um so mehr Gefallen an ihrem Nachbarn, dem Bauern Thor, der so überraschend gut küssen kann. Die Geschichte lebt von der Annahme „Gegensätze ziehen sich an“, wobei die Leserin auch sehr gespannt nach den Gemeinsamkeiten der beiden suchen wird. Jaha, die gibt es… Ob allerdings die sehr ausführlichen Sex-Szenen in diesem Buch sein müssen, darüber könnte man sich durchaus streiten, im Zweifelsfall überliest frau sie einfach. Was nicht geht, sind die Bilder über die hochschwangere Freundin, die sich den Freuden des Alkohols hingibt – sorry, das ist einfach kein Spaß. So richtig glaubwürdig ist die Geschichte nicht, aber das darf man auch nicht wirklich erwarten.

So bleibt eine nette Geschichte für zwischendurch, mit einer Protagonistin, die sich sehr weiter entwickeln darf und dabei ihren Platz im Leben findet. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch als leichte Sommerlektüre weiter.

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Veröffentlicht am 09.10.2020

Kunterbunte Geschichtenvielfalt

Flo, der Flummi und das Schnack
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Ein Vorlesebuch für Kinder und Eltern, die sich nicht langweilen möchten, geschrieben von namhaften Schriftstellern, Musikern und Künstlern wie Juli Zeh, Olli Schulz, Paul Maar -eine solche Sammlung ergibt ...

Ein Vorlesebuch für Kinder und Eltern, die sich nicht langweilen möchten, geschrieben von namhaften Schriftstellern, Musikern und Künstlern wie Juli Zeh, Olli Schulz, Paul Maar -eine solche Sammlung ergibt eine kunterbunte Vielfalt von kleinen Geschichten für kleine Leute.

Geschrieben von verschiedenen Autoren ist so ein Sammelsurium entstanden, das verschiedene Schreibstile und unterschiedliche Themen wiederspiegelt. Allen gemeinsam ist aber, dass sie das Kind vor sich ernst nehmen, dass sie dessen Sichtweise übernehmen und daran eine Geschichte anknüpfen. Und manchmal kann man auch als Erwachsener einen Blick in das Land gewinnen, in dem Kinder so ganz anders auf unsere Welt schauen... Liebevoll illustriert ist das Buch von Martina Liebig, ein Bild zu jedem Märchen. Hilfreich ist es, dass jeder Geschichte eine Altersempfehlung und die Lesedauer vorangestellt wird.

Dieses Vorlesebuch für Kinder ab 9 Jahren empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.10.2020

Rätselhaftes Verwirrspiel in der kalten Arktis

Ein Fall für Peter Conrad / Die Ersten
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Peter Conrad ist Teil eines internationalen Grabungsteams in der kanadischen Arktis. Dort wurden in einer Wikinger-Siedlung gut erhaltene Eismumien gefunden. Allerdings sterben zwei Forscher unter mysteriösen ...

Peter Conrad ist Teil eines internationalen Grabungsteams in der kanadischen Arktis. Dort wurden in einer Wikinger-Siedlung gut erhaltene Eismumien gefunden. Allerdings sterben zwei Forscher unter mysteriösen Umständen, unerklärliche Ereignisse tauchen auf, und überhaupt gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschern teilweise eher schwierig. Und wurde bei all den Arbeiten etwas Böses aus den finsteren Legenden der Inuit geweckt?

Das Autorenduo Barry und Dana Stiller schickt seinen Archäologen Peter Conrad in diesem Band bereits zum zweiten Mal auf eine gefährliche Mission. Die Vorkommnisse werden sehr geheimnisvoll geschildert, mehr als einmal muss der Leser hier seinen Grips anstrengen. Doch das macht man gerne, ist doch der Fall recht verzwickt aufgebaut, man überlegt, was kann wie sein, sucht nach Verbindungen zwischen den Geschehnissen… Gut aufbereitet und verständlich erklärt sind die vielen archäologischen Hintergründe, so dass man die Geschichte auch ohne fachliche Vorkenntnisse gut lesen (und verstehen) kann. Wieder einmal ein rätselhaftes Verwirrspiel der Autoren, in dem Fakten und Mythen aufs Beste miteinander verbunden werden!

Diese spannende Verknüpfung von Archäologie und Krimi empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sternen.

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Veröffentlicht am 02.10.2020

Denkanstöße

Der Corona-Effekt – Zwischen Shutdown und Neubeginn: Was wir jetzt über uns lernen können
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Corona hat unser Leben, wie wir es kannten, völlig verändert. Von jetzt auf gleich hieß es, gesellschaftlich, ökonomisch, privat alles herunterzufahren. Die Welt, so quirlig sie vorher war, verfiel in ...

Corona hat unser Leben, wie wir es kannten, völlig verändert. Von jetzt auf gleich hieß es, gesellschaftlich, ökonomisch, privat alles herunterzufahren. Die Welt, so quirlig sie vorher war, verfiel in Stillstand. Was machte das mit uns, mit den Menschen, die plötzlich in den eigenen Wänden festsaßen, mit Homeschooling und Homeoffice und bestenfalls noch digitaler Freundschaftspflege. Wie verändert das unsere Gesellschaft, wie verändert es den einzelnen Menschen? Wird unsere Normalität, so wie wir sie bisher kannten, überhaupt je wieder zurückkehren?

Mit all diesen Fragen mussten wir uns seit Mitte März diesen Jahres auseinandersetzen. Keiner von uns hatte gelernt, mit einer solchen Situation umzugehen, weder der einzelne Mensch noch die Regierungen in aller Welt. Die Autorin Christine Eichel beschreibt sachlich die Situationen, die auf uns alle so plötzlich eingewirkt haben, sowie deren Wirkungen und Nebenwirkungen. In vielem davon erkennt sich jeder Leser wieder, manches davon hat man auch schon in einigen der vielen Sondersendungen im Laufe der Monate gehört. Hier werden diese Wahrnehmungen gebündelt, sie regen zum Nachdenken an, zum Überlegen darüber, was die weltweite Ausnahmesituation der letzten Monate bei uns im Einzelnen sowie im weltweiten Geschehen verändert hat.

Diese Zwischenbilanz über ein Phänomen, das noch vor kurzem niemand für möglich gehalten hatte, bietet einen nachdenklichen Überblick auf das bisherige Geschehen und seine weltweiten Auswirkungen. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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