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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2020

Mirella, die junge tierliebe Vampirin

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
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Mirella Manusch ist fast zehn Jahre alt und hat gerade ihren neuen Eckzahn bekommen. Dabei stellt sich heraus, dass sie ein Vampirmädchen ist und die Sprache der Tiere verstehen kann. Sie hat auch einen ...

Mirella Manusch ist fast zehn Jahre alt und hat gerade ihren neuen Eckzahn bekommen. Dabei stellt sich heraus, dass sie ein Vampirmädchen ist und die Sprache der Tiere verstehen kann. Sie hat auch einen eigenen Beschützer, ihren Kater Lancelot. Da sie bisher nur einen neuen Eckzahn hat, erstmal nur nachts, später dann auch tagsüber. Dabei erfährt sie, was das kleine Zwergflusspferd und die traurige Giraffe bedrückt. Da ihr Vater Tierarzt ist, will sie ihm das sagen – aber er darf nichts davon erfahren, dass sie eine Vampirin ist…

Es ist eine spannende Mischung aus Realität und Fantasy-Welt, in der Mirella sich wiederfindet. So kann die junge Leserin sich sehr schnell in diese Welt hineindenken und Mirellas Abenteuer verfolgen. Die junge Vampirin ist sehr sympathisch geraten. Ihre Überlegungen, wie sie den Tieren im Zoo helfen kann, sind sehr überzeugend erzählt. Die Geschichte ist humorvoll, spannend und geheimnisvoll und macht Lust auf weitere Erlebnisse mit Mirella. Die lustigen Illustrationen passen bestens zum Text.

Dieses Buch spricht Mädchen im Grundschulalter an, ich empfehle sie sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Im Rausch der Liebe

City of Girls
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Die junge Vivian wird aus der Provinz nach New York geschickt. Sie findet sich wieder in den turbulenten Vierzigern in einem Rausch von Möglichkeiten, die sie bisher für sich nie sah – die allerdings auch ...

Die junge Vivian wird aus der Provinz nach New York geschickt. Sie findet sich wieder in den turbulenten Vierzigern in einem Rausch von Möglichkeiten, die sie bisher für sich nie sah – die allerdings auch ihre Eltern nicht für sie wollten. Unbekümmert entdeckt sie Liebe und Leidenschaft, hungrig nach dem Leben. Doch dann passiert ihr ein Fehler, der ihr ganzes Leben umkrempelt…

Den Rausch, den Vivian in der Welt der Bohémienne entdeckt, erlebt der Leser durch die Augen der Protagonistin mit. Die Autorin Elizabeth Gilbert beschreibt lebhaft Vivians Lebensweg, von der jungen, unbekümmerten Frau mit dem begnadeten Talent der Schneiderei bis ins hohe Alter hinein. Als Brief geschrieben an eine andere junge Frau, erzählt dieses Buch aus Vivians Blickwinkel die Zeit des Zweiten Weltkriegs bis in die Siebziger Jahre hinein. Manches davon wirkt ziemlich langatmig, während andere Passagen wie im Fieber dahinfliegen. Eingefangen ist dabei die Sicht einer Frau, die ihrer Zeit unbedingt voraus war.

Die Geschichte ist eher unüblich erzählt, das hat mir gut gefallen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Eine Geschichte vom Abschiednehmen

Kostbare Tage
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Dad Lewis steht am Ende seines Lebens, er hat die endgültige Diagnose Krebs erhalten. So beginnt nun sein letzter Sommer in der Kleinstadt Holt, die er nie verließ. Seine Tochter Lorraine kehrt nach Hause ...

Dad Lewis steht am Ende seines Lebens, er hat die endgültige Diagnose Krebs erhalten. So beginnt nun sein letzter Sommer in der Kleinstadt Holt, die er nie verließ. Seine Tochter Lorraine kehrt nach Hause zurück, um die Eltern zu unterstützen; zum Sohn Frank gibt es keinerlei Kontakt mehr. Während Dad Lewis sich krankheitshalber immer mehr aus den Geschehnissen der Kleinstadt zurückzieht, geht das Leben für die Anwohner weiter…

Es ist eine traurige Geschichte vom Abschiednehmen, wenn Dad Lewis sich nach einem erfüllten Leben zunehmend auf seine Kleinfamilie zurückzieht und auf die Nachbarschaft, er, der immer ein offenes Ohr und ein weites Herz für die Anliegen seiner Mitmenschen hatte. Szenen seines Lebens tauchen vor ihm auf, Erlebnisse, die ihn geprägt haben. Manchmal allein, manchmal zusammen schließt er mit seinem Leben ab. Dem Autor Kent Haruf gelingt es, sowohl die Atmosphäre dieser fiktiven Kleinstadt aufleben zu lassen wie auch dem Schmerz um den Abschied genau den richtigen Raum zu geben.

Dies ist bereits die dritte Geschichte, die ich von Kent Haruf gelesen habe, und wie alle davor hat auch diese mich berührt und nachdenklich hinterlassen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Spannung pur

Die Dornen des Bösen
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Der freiberufliche Profiler Ibsen Bach erhält einen Anruf aus Moskau: General Sorokin engagiert ihn dafür, die Mörder seiner Tochter Leonela Sorokin zu finden. Ibsen hatte vor einiger Zeit mit Leonela ...

Der freiberufliche Profiler Ibsen Bach erhält einen Anruf aus Moskau: General Sorokin engagiert ihn dafür, die Mörder seiner Tochter Leonela Sorokin zu finden. Ibsen hatte vor einiger Zeit mit Leonela zusammen gearbeitet, sehr gerne lässt er sich auf diesen Auftrag ein, vor allem weil er vermutet, dass Leonela noch lebt. Bei den Ermittlungen hilft ihm diesmal seine Partnerin Pola Kamorow. Wie gefährlich dieser Auftrag jedoch ist, ahnen beide noch nicht…

Dieses Buch schließt nahtlos an „Die Akte Rosenrot“ an, und es empfiehlt sich unbedingt, die erste Geschichte vorneweg zu lesen, am besten sogar zeitnah. Bei mir war es schon etwas länger her mit der Lektüre, und ich brauchte ziemlich lange, um mich mit all den Figuren des Buches wieder zurechtzufinden. Dann jedoch erwartet den Leser eine Geschichte voller Verschwörungen und Geheimnisse, ganz im Stil der Autorin Astrid Korten: Spannung bis zur letzten Seite, gespickt mit überraschenden Wendungen und unvorhergesehenen Verwicklungen, die immer wieder neue Perspektiven auf die Geschichte eröffnen, dazu jede Menge Action und zum Schluss ein furioser Showdown. Das lässt auf eine spannende Fortsetzung der Reihe hoffen.

Sehr gerne empfehle ich die Reihe weiter und vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.08.2020

Überraschend anders als erwartet

DUNKEL
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Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir steht kurz vor der Verrentung. Überraschend soll sie sogar noch früher in den Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Einen letzten Fall darf ...

Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir steht kurz vor der Verrentung. Überraschend soll sie sogar noch früher in den Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Einen letzten Fall darf sie noch bearbeiten; sie sucht sich dafür den Tod einer jungen Russin an, die vor einem Jahr als Asylantin in einem Heim untergebracht war und dann spurlos verschwand. Hulda möchte diesen Tod unbedingt aufklären…

Dies ist der erste Teil einer Trilogie, die rückwärts erzählt wird, d.h. die anderen beiden Bände liegen chronologisch vor den Ereignissen dieses Buches. Die privaten Probleme der Ermittlerin werden mit den Recherchen zu diesem Fall verbunden. Düster ist die Atmosphäre des Buches, ein Rennen gegen die Zeit. Die Kommissarin ist einsam auf ihren letzten Ermittlungen, wobei die Einsamkeit sie bereits seit einer Weile begleitet. Der Schreibstil ist so rasant, dass das Buch umgehend zum Pageturner wird. Unerwartet war für mich das Ende dieser Geschichte, und dennoch ist es äußerst passend.

Dieses Buch hält einige Überraschungen bereit, man muss sich darauf einlassen können. Wer das mag, darf sich auf einen spannenden Krimifall mit einer besonderen Ermittlerin freuen. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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