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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

ich bin absolut zufrieden mit diesem Buch

Dreams Lie Beneath
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„Als Magierin hatte ich beschlossen, nie zu träumen.“ (S. 33)

Clementine und ihr Vater sind Hüter in Hereswith, im Schatten der „Festung in den Wolken“, die dem Herzogtum Seren angehört. Seit der Herzog ...

„Als Magierin hatte ich beschlossen, nie zu träumen.“ (S. 33)

Clementine und ihr Vater sind Hüter in Hereswith, im Schatten der „Festung in den Wolken“, die dem Herzogtum Seren angehört. Seit der Herzog von Seren vor über 100 Jahren von seinem eigenen Hof verraten wurde, ist das Reich von Azenor verflucht. In jeder Neumondnacht werden die Alpträume wahr und wandeln durch die Straßen. Die Hüter haben die Aufgabe, die Menschen vor den Alpträumen zu beschützen und diese mit Hilfe von Magie zu zerstören.
Als zwei Magier nach Hereswith kommen und Clem und ihren Vater herausfordern, ist sich Clem sicher: Wenn sie verlieren, dann nicht nur ihre Positionen als Hüter, sondern auch das Cottage, in dem sie aufgewachsen ist, und die Stadt, in der sie ihre Heimat hat.

Schon die ersten Seiten dieses Buches haben mich gefesselt. Clementine ist 17 Jahre alt und etwas stürmisch, manchmal etwas kurzsichtig und impulsiv, aber das hat mich kein bisschen gestört. Ihre Herangehensweisen sind etwas unkonventionell, aber ich habe mich bis zur letzten Seite großartig unterhalten gefühlt.
Die Charaktere in diesem Buch sind, ebenso wie das Reich Azenor, wundervoll ausgearbeitet. Ihr Zusammenspiel ist interessant, jeder entwickelt sich weiter, und niemandem kann man trauen!
Neben der Magie gibt es auch den Neumondfluch, der die Handlung vorantreibt. Es gibt immer wieder Hinweise, wie der Flucht entstanden und wie er gebrochen werden könnte. Doch Clementine konzentriert sich auf ihre Rache an den beiden Magiern, die sie entwurzelt haben.

Dreams Lie Beneath ist nicht nur ein ziemlich hübsches Buch, sondern auch ein abgeschlossener Einzelband mit einer phantastischen Geschichte. Ich mochte alles an diesem Buch, die Charaktere, den Fluch, vor allem aber das Ende. Ich bin mit dem Ende so richtig zufrieden.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Nicht so meins

Kumara
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„Heimat war der Ort, an dem das Herz nach Hause kommt, an dem es liebt, leidet und Freunde findet.“ (Kapitel 1, 3%)

Kumara scheint ein Paradies auf Erden: tropische Inseln im Meer, auf denen die Menschen ...

„Heimat war der Ort, an dem das Herz nach Hause kommt, an dem es liebt, leidet und Freunde findet.“ (Kapitel 1, 3%)

Kumara scheint ein Paradies auf Erden: tropische Inseln im Meer, auf denen die Menschen im Einklang mit der Natur leben. Jeder Bewohner Kumaras hat ein Aweiku, ein Seelentier, nach dessen Eigenschaften sie leben.
Lani lebt nach den Eigenschaften der Schildkröten („Die Schildröte. Weise und immer heimatverbunden. Auch nach einem langen Leben weiß sie immer, woher sie kommt“ Kapitel 17, 60%) und ist die Tochter der Anführerin der Insel. Als Nachfolgerin soll sie den Sohn des Anführers einer Nachbarinsel heiraten, doch am Tag nach dem Kennenlernen stellt sie fest, dass sie gegen die erste Weisung der Götter verstoßen hat und eigentlich den Tod verdient. Allerdings hofft sie auf die Milde ihrer Mutter und ist enttäuscht, als sie sie nicht erhält.

„Verstehe doch. Es heißt entweder du oder das Wohl der gesamten Insel.“ (Kapitel 3, 13%)

Warum Lani auf Vergebung von ihrer Mutter gehofft hat, habe ich nicht verstanden, da sie immer wieder erwähnt hat, dass ihre Mutter grundsätzlich das Wohl der Insel über das Wohl des Individuums stellt und sich streng an die fünf Weisungen der Götter hält. Sie ist eine gerechte Anführerin, warum sollte sie ihre eigene Tochter also verschonen, wenn sie sich selbst auch nicht verschonen würde.
Gut gefallen hat mir der Zusammenhalt zwischen Lani und ihren Freunden und auch die Entwicklung mit Elokai. Nicht so gut gefallen hat mir dagegen die ständige Wiederholung. Ich habe verstanden, dass Lani tief auf ihrer Insel und in ihrer Familie verwurzelt ist und auch, dass die drei Freunde füreinander alles tun würden. Trotzdem wurde beides immer und immer wieder betont.

Die Flucht war überstürzt und dafür haben sich alle gut geschlagen. Doch bis zum Ende des Buches gab es keinen richtigen Plan. Erst geht es in die eine Richtung und dann wieder zurück, obwohl das eine wirklich dumme Idee ist. Obwohl alles mehrere Wochen dauern soll, hatte ich eher das Gefühl von wenigen Tagen. Daher wirkten Lanis Entscheidungen sehr wankelmütig. Und die ganze Flucht einfach ziellos.

Am Ende wurde ich vom Plottwist nicht so richtig überrascht, da ich schon eine Ahnung hatte. Das hat die ganze Geschichte um Kumara weder verbessert noch verschlechtert. Sie hat mir einfach die ganze Zeit nicht so richtig gefallen (vor allem die Schildkröten! Wenn du es gelesen hast, weißt du, was ich meine.). Ich fand die erschaffene Welt von Kumara phantastisch, sehr atmosphärisch und mit einem starken Glauben der Menschen, nicht nur an die Götter, sondern auch an ihre Lebensweisen. Den Rest mochte ich nicht so.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Leseempfehlung

AETERNA
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Zu Beginn von Aeterna scheint es zwei Erzähl- und Themenstränge zu geben: auf der einen Seite Dr. Daniel Slovak, der auf einem hohen Berg das All sozusagen beobachten, um Teilchen des Urknalls aufzufangen. ...

Zu Beginn von Aeterna scheint es zwei Erzähl- und Themenstränge zu geben: auf der einen Seite Dr. Daniel Slovak, der auf einem hohen Berg das All sozusagen beobachten, um Teilchen des Urknalls aufzufangen. Sein Leben ist ziemlich eintönig und ständig geht ihm der Kaffee aus. Bis er eines Tages nicht nur ungewöhnlich viele Teilchen misst, sondern auch noch feststellt, dass sie aus der falschen Richtung kommen.
Auf der anderen Seite begleiten wir Isabella Cassini bei ihren Ermittlungen in Rom. Vergangene Nacht sollte sie sich mit einem Informanten treffen, der jedoch nie am Treffpunkt erschienen ist, sondern am nächsten Tag Tod aufgefunden wurde.
Schnell wird klar, dass beide Geschehnisse miteinander verbunden sind. Mikael Lundt schafft es in seinen Büchern immer wieder wunderbar, unterschiedliche Themengebiete völlig logisch miteinander zu verbinden. Dabei wird der Leser mitgerissen, überrascht, und am Ende war natürlich alles völlig klar!

Wer noch kein Buch von diesem Autor gelesen hat, sollte dies dringend nachholen, denn auch hier gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

phantastische Unterhaltung

Dragons in Secret - Jadeblut
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„Geschichte aus der Perspektive von Drachen, die die alte Zeit hautnah miterlebt haben, verwandelt einfaches Schwarz-Weiß in Grauschattierungen. Es ist nicht immer so simple, wie es von den Siegern eines ...

„Geschichte aus der Perspektive von Drachen, die die alte Zeit hautnah miterlebt haben, verwandelt einfaches Schwarz-Weiß in Grauschattierungen. Es ist nicht immer so simple, wie es von den Siegern eines Konfliktes für spätere Generationen niedergeschrieben wird.“ (Kapitel 19, 56%)

Ashley Evenas ist auf der Suche des Sinns ihres Lebens, denn die Arbeit in einem Fast-Food-Laden ist genauso wenig bereichernd wie alle anderen Jobs, die sie schon hinter sich hat. Als Waisenkind wurde sie von der Familie Evans adoptiert und ihr Adoptivbruder Zac ist ihr bester Freund. Sie leben über dem Buchladen der Familie, wobei Ashley mit ihrer Katze Buttercup eine eigene kleine Wohnung hat.
An ihrem 21. Geburtstag erhält sie ein geheimnisvolles Kästchen mit einem Schlüssel und einer Adresse für eine Privatbank. In der Hoffnung, etwas über ihre Eltern zu erfahren, fährt sie am nächsten Tag in die Bank. Beim Betreten ihres Schließfaches, ist sie maßlos enttäuscht. Ihre Eltern scheinen große Fantasy-Fans gewesen zu sein, anders kann sie sich die riesige Drachenfigur nicht erklären. Außerdem fällt sie in Ohnmacht, nachdem sie eine Drachenschuppe berührt hat. Missgelaunt und von einem Nervengift ausgehend, verlässt sie die Bank und wird prompt angegriffen.

Endlich mal ein Buch über Drachen, die nicht nur mächtig sind oder als Reittiere benutzt werden, sondern auch als Menschen unter uns leben. Die Gesellschaft der Drachen ist genauso vielschichtig und kompliziert, wie Menschen. Trotzdem ist es sehr spannend, über Dynastien und Clans zu lesen, ihre strengen Regeln zu erfahren und mitzuerleben, wie Ashley sich in dieser neuen Welt bewegt.
Mir gefällt das Erzähltempo, weil es konstant spannend ist, nichts unnötig in die Länge gezogen oder übereilt wird. Die Charaktere sind eigensinnig, ergänzen sich aber perfekt. Mich stört nicht mal die moderne Sprache (z.B. nice, oder hot), weil es nicht übertrieben häufig vorkommt.
Bis zum Ende habe ich mitgefiebert und nach dem Epilog erscheint mit der 4.11.2025 zu lange hin, bis der zweite Teil erscheint.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

die Liebesgeschichte nimmt Überhand und die eigentliche Handlung geht unter

To Shatter the Night (Die verfluchten Lande, Band 2)
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„Mein Blick glitt über die Gruppe von Menschen, die sich mit mir in den Tempel des Mondgottes gewagt hatte und ihr Leben riskierte, um die Sonne zurückzubringen.“ (Kapitel 30, 58%)

Kiara und Jack verlassen ...

„Mein Blick glitt über die Gruppe von Menschen, die sich mit mir in den Tempel des Mondgottes gewagt hatte und ihr Leben riskierte, um die Sonne zurückzubringen.“ (Kapitel 30, 58%)

Kiara und Jack verlassen die verfluchten Lande auf der Suche nach Jude; begegnen Göttern und Dieben, und am Ende sogar Freunden. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem Mondgott, um ihn zu bezwingen und den Tag zu retten. Dabei lernt Kiara eher ungewollt ihre Kräfte näher kennen, die sie immer häufiger in Eigenregie übermannen.

Ich weiß gar nicht, warum ich überhaupt die Hoffnung hatte, der zweite Band wäre anders als To Kill a Shadow. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Kiara und Jude entwickelt, erreicht ihren Höhepunkt bei ca 50% des Buches. Mitten im Feindesland, die Verbündeten könnten jeden Moment um die Ecke kommen, aber die beiden können sich berühren und tun es auch. Immer wieder verlieren die beiden sich ineinander und vergessen alles um sich herum. Das ist nicht nur furchtbar wiederholend, sondern auch langweilig. Da geht die ganze Geschichte drum herum verloren. Weswegen ich auch das Interesse an dem Ganzen verloren habe.

„Einfach war noch nie unser Ding, Kommandant“ (Kapitel 5, 14%)

Ich mag Liebesgeschichten, vor allem zwischen gleichstarken Charakteren. Doch in diesem Buch habe ich das Gefühl, Jude macht sich emotional nackig und Kiara verschwindet lieber in den Schatten. Das ist ziemlich langweilig und unnötig, zieht die ganze Liebelei unnötig in die Länge und unterbricht das eigentliche Abenteuer. Es fühlt sich an wie zu viele Werbeeinlagen.

Bei 59% hatte ich keine Lust mehr und habe das Buch abgebrochen.

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