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Veröffentlicht am 27.04.2026

Bildhaft-spannende Urlaubslektüre

Die Mallorca-Kommissarin - Schatten über Calvià
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Eine aufstrebende Künstlerin wird tot aufgefunden, ausgerechnet von Thea und ihre Freundin Becca. Schnell geht man von Fremdverschulden aus. Aber wer sollte der jungen Frau, die von allen als freundlich, ...

Eine aufstrebende Künstlerin wird tot aufgefunden, ausgerechnet von Thea und ihre Freundin Becca. Schnell geht man von Fremdverschulden aus. Aber wer sollte der jungen Frau, die von allen als freundlich, zuverlässig und überaus talentiert beschrieben wird, Übles wollen? Bevor sie ihre Nase all zu tief in diesen Fall stecken kann, wird sie von Sargente David ermahnt, sich nicht schon wieder in einen seiner Fälle einzumischen, schließlich ist sie noch in ihrem sabbatical und ohnehin auf Mallorca nicht zuständig. Wer Thea kennt, weiß, dass sie sich ganz bestimmt nicht daran halten wird. David hat aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, in Gestalt von Luca von der Sondereinheit UCO, der einer möglichen Gemäldefälschung auf der Spur ist, die in Junas Umfeld aufgetaucht ist. Der macht Thea unverdrossen zu seiner Dolmetscherin, falls nötig, denn wie Thea war Juna Deutsche. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig bis auf der Stelle tretend. Thea hat schnell ihre Verdächtigen ausgemacht und verfolgt teils recht abenteuerlich diverse Spuren, nicht ohne sich in Gefahr zu begeben. Sehr bildhaft geschrieben, man hat die diversen Locations, die im Zuge der Ermittlungen aufgesucht werden bildlich vor Augen. Man kann die Tapas, die da verspiesen werden, förmlich auf der Zunge spüren. Der Schreibstil ist ruhig, fließend und nicht ohne Humor. Die perfekte Urlaubs- und Strandlektüre für Krimifans wird versprochen. Das kann man unterschreiben.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Intensiv

Einsam wie der Tod
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Als Kinder haben sie Schreckliches erlebt, Elin und Sanna. Was die eine in die Akutpsychiatrie gebracht und die andere mit multipler Persöhnlichkeitsstörung ausgestattet hat, in der ab und an diese anderen ...

Als Kinder haben sie Schreckliches erlebt, Elin und Sanna. Was die eine in die Akutpsychiatrie gebracht und die andere mit multipler Persöhnlichkeitsstörung ausgestattet hat, in der ab und an diese anderen Persöhnlichkeiten das Ruder übernehmen. Nichts desto trotz arbeitet sie u.a. Teilzeit für einen Ex-Polizisten, der sich nunmehr als Privatdetektiv verdingt und den sie beauftragt, der Story eines True-Crime Podcasters nachzugehen, wonach ihr Vater, der sie vor 15 Jahren nach dem Mord an seiner Frau mit ihrer Schwester entführte, um erweiterten Suizid zu begehen, dabei aber über Bord gegangen und ertrunken sein soll, noch am Leben sei. Man habe damals eine mögliche andere Version der Ereignisse nicht verfolgt, weil der Sohn einer einflussreichen Persönlichkeit involviert war. Die folgende Suche und Recherche, das nicht Vorankommen, das unüberlegte Vorpreschen der Schwester, das sich selbst in höchste Gefahr bringen, wird eindringlich und temporeich erzählt, abwechselnd mit Retrospektiven auf die damaligen Ereignisse untermauert und mit einem überraschenden Plot abgeschlossen. Wie schon Kalt wie die Nacht sehr intensiv.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Urlaubslektüre

Totentanz
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Merkwürdige Dinge tragen sich in Südtirol zu. Ein Holzklotz wird auf einer kurvenreichen Straße platziert, was einen Motorradunfall verursacht mit einer Toten und einem Schwerverletzten. Merkwürdigerweise ...

Merkwürdige Dinge tragen sich in Südtirol zu. Ein Holzklotz wird auf einer kurvenreichen Straße platziert, was einen Motorradunfall verursacht mit einer Toten und einem Schwerverletzten. Merkwürdigerweise wird diesem Holzklotz keine Bedeutung beigemessen, obwohl im Bild dokumentiert. Man lässt ihn einfach liegen, woraufhin er verschwindet. Dann wird ein Juwelier getötet und die Leiche eines Spediteurs, grotesk inszeniert, aufgefunden. Immer am Puls des Geschehens, die Journalistin Marie Pichler, die einen Zusammenhang vermutet, mit dieser Idee aber auf taube Ohren stößt. Sie tut sich mit ihren Recherchen schwer, findet keine Anhaltspunkte, aber nach einem Hinweis von dem ehemaligen Journalisten und Freund Tom Bauer versteigt sie sich in eine abenteuerliche Theorie rund um ein Plauser Kunstwerk. Aber auch hier nimmt sie niemand ernst. Eine merkwürdige Geschichte, sehr verwickelt und am Schluss ohne klare Motivlage. Eher ruhig erzählt, liest sich mehr wie ein Bericht. Ein bisschen Reiselektüre, bei der man viel aus seinen eigenen Südtirol Besuchen wieder erkennt, bis auf das titelgebende Kunstwerk, das sich sicher einmal zu besuchen lohnt. Eigentlich eher weniger ein Thriller. Das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Lohnende Urlaubslektüre aber allemal.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Nervenaufreibend

Bachelorette Party
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Ein nervenaufreibender Krimi, aus der Sicht einer der Teilnehmerinnen an einer Junggesellinnenabschiedsparty geschildert, mit vielen Rückblicken auf Geschehnisse vor zehn Jahren durchsetzt. Sechs Freundinnen ...

Ein nervenaufreibender Krimi, aus der Sicht einer der Teilnehmerinnen an einer Junggesellinnenabschiedsparty geschildert, mit vielen Rückblicken auf Geschehnisse vor zehn Jahren durchsetzt. Sechs Freundinnen verabreden sich zu eben dieser Party für ein ganzes Wochenende auf einer abgelegenen Schäreninsel, die jahrelang unbewohnt war, jetzt aber ein Yoga- und Wellness Retreat anbietet, das erst in einigen Wochen eröffnet wird und so den Freundinnen ganz zur Verfügung steht. Nur Tessa weiß, dass hier vor zehn Jahren vier Frauen spurlos verschwunden waren. Man glaubte damals sie seien mit einem kleinen Boot offenbar betrunken in die Schären gefahren, über Bord gegangen und ertrunken. Das Boot wurde später an Land getrieben. Und Tessa weiß, dass die Gastgeberin des Retreats die Schwester einer der Vermissten ist. Tessa will herausfinden, was damals geschah und daraus eine Story machen. Sie glaubt, das könne sie aus ihrer derzeitigen, verfahrenen Situation retten. Dabei sollte sie es eigentlich besser wissen. Was harmlos beginnt verdichtet sich immer mehr zum Horror. Das kleine Boot, das für Notlagen zur Verfügung steht, treibt plötzlich weitab im Meer, eine Teilnehmerin ist weg, vermeintlich abgereist. Tessa versteigt sich in wildeste Theorien und Verdächtigungen. Die Wahrheit ist allerdings noch weit furchtbarer. Eine Story voller Wendungen, rasant erzählt, sehr düster und unheimlich.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Törtchen Undercover

Inselmord & Sahnewölkchen
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Auch dieser Band ist locker-leicht geschrieben. Ruhrpott-Urgestein Siggi – inzwischen schon sehr heimisch auf Sylt – steckt Ihre Nase wieder einmal in einen Mordfall, ahnt schon, dass ihr das wieder Ungemach ...

Auch dieser Band ist locker-leicht geschrieben. Ruhrpott-Urgestein Siggi – inzwischen schon sehr heimisch auf Sylt – steckt Ihre Nase wieder einmal in einen Mordfall, ahnt schon, dass ihr das wieder Ungemach mit Inselkommissaar Christiansen einbringen wird, jedoch, oh wunder, der fährt in Urlaub, überlässt den Fall einer Kieler Kollegin. Und die gilt als streng und ganz nach Vorschrift agierend. Siggi muss also vorsichtig das Umfeld des Toten, der an einer vergifteten Praline starb, abtasten. Denn die gerade erst kennengelernte neue Bekannte Katharina, fast Ex des Verstorbenen, die mit diesem vor Zeugen einen heftigen Disput hatte und sich gerade einen Namen als Herstellerin selbstgemachter Kreationen handgefertigter Pralinen macht, gilt als Hauptverdächtige. Ihre Freundinnen stehen ihr in diesem Fall nicht zur Seite, dafür aber ein Privatdetektiv, den sie aus einem früheren Fall kennt, der auf der Insel im Auftrag des Verstorbenen weilt und nun, da der Auftraggeber verstorben ist, einfach weiter ermittelt, eben in diesem Mordfall. Und – die Krönung dieser Geschichte – Törtchen im Undercover-Einsatz. Ruhig geschrieben, mit derbem ruhrpöttischen Charme, norddeutscher Gelassenheit und verstecktem Humor wird die verzwickte Geschichte zum Ende getragen, einem recht überraschenden, auf den nicht nur Siggi zunächst nicht kam und schon aufsteckte, sondern die ermittelnde Kommissarin aus Kiel vor Rätsel stellte.

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