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Veröffentlicht am 14.03.2025

Der bisher beste Teil der Serie mit einem charismatischen Helden gekrönt- einer hocherotischen Love Story, die ans Herz geht gewürzt und eine Handlung die Spannung pur verströmt!

Die Macht der Angst
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Während die Familie McCloud, besonders Sean, Kevs Zwillingsbruder, noch viele Jahre später um den viel versprechenden Bruder trauert, weilt Kev trotz schwerer äußerlicher und seelischer Narben, tatsächlich ...

Während die Familie McCloud, besonders Sean, Kevs Zwillingsbruder, noch viele Jahre später um den viel versprechenden Bruder trauert, weilt Kev trotz schwerer äußerlicher und seelischer Narben, tatsächlich noch unter den Lebenden.
Kev geriet einst in die Hände einer grausamen und eiskalten Forschungstruppe, die sich auf Experimente in der Hirnforschung spezialisiert hatte. Bei seinem Fluchtversuch wurde Kev im Haus des reichen Finanziers dieser Forschungstruppe, Parrish, eingefangen und begegnete dabei auch einem kleinen Mädchen, Kevs Engel, der in zukünftigen finsteren Zeiten, sein seelischer Rettungsanker werden sollte.

Nachdem Kev für große Schwierigkeiten im Haus von Parrish gesorgt hatte, sollte er von Dr. Ostermanns Schergen zum Schweigen gebracht werden, doch ein Mann, der zufällig Zeuge dieser Begebenheit wurde, Tony Ranieri, griff beherzt ein und rettete Kev in letzter Sekunde.
Und in den dunklen Jahren der Verwirrtheit, des Gedächtnisverlustes und der Schmerzen, wuchsen dieser Mann und seine Familie Kev ans Herz.

Ausgerechnet viele Jahre später sorgt ein Ereignis bei dem Kev fast ums Leben kommt, dafür, dass er sich wieder bruchstückhaft an frühere Dinge und Namen von Personen erinnern kann. Er beginnt fieberhaft mit Nachforschungen und stößt dabei auch zufällig auf Edie Parrish, eine junge Comiczeichnerin, deren Romanheld beträchtliche Ähnlichkeit mit seiner Person aufweist und dessen Vita mit Kevs auf unheimliche Art übereinstimmt. Woher weiß eine ihm unbekannte Frau soviel über sein Leben?

Kev beschließt, Edie persönlich aufzusuchen und zur Rede zu stellen. Besonders, nachdem er erfahren hat, dass Edie, die Tochter des Finanziers Parrish ist, der einst Dr. Ostermanns Forschungen unterstützte.
Als Edie und Kev aufeinander treffen, ist es, als ob sich zwei verlorene Seelen wieder finden würden, zudem entpuppt sich Edie als das kleine Mädchen von einst, nun knapp dreißig Jahre alt und zu einer attraktiven jungen Frau herangewachsen. Was Kev und Edie zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht ahnen, ist, dass beide in großer Gefahr schweben, denn durch Edies und Kevs besondere Fähigkeiten, gerät das Pärchen in den Fokus von skrupellosen Killern…

Meine Zusammenfassung:

Man sagt ja immer Vorfreude wäre die schönste Freude, doch im Fall von „Die Macht der Angst“, dem lange ersehnten Teil der McCloud Reihe, der sich mit Seans tot geglaubten Zwillingsbruder Kev beschäftigt, muss ich sagen, dass das Lesen von Kevs Geschichte die Vorfreude um Längen überwogen hat. Nach einer paar Romanen der Reihe, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten, auch wenn ich sie dennoch gut fand, toppt die Autorin, bisher alles Dagewesene im positiven Sinne und bringt so viel Spannung, tiefschürfende Charaktere und knisternde Erotik in den 7. Teil der Serie mit ein, dass sich die ersten 580 Seiten des Romans wie im Flug lesen lassen und „Die Macht der Angst“ zu meinem bisherigen Lieblingsteil der Reihe avancierte.

Dann jedoch empfand ich es so, als ob die Autorin die Geschichte künstlich in die Länge ziehen wollte. Sicher, das Showdown zwischen Kev und Ava, war unglaublich spannend beschrieben und auch das actionreiche Finale ließ keine Wünsche übrig, doch irgendwie ertappte ich mich dennoch dabei, dass ich am liebsten einige Seiten überblättert hätte, da auch Kevs und Edies Liebesszenen, so hot sie auch sein mögen, eindeutig etwas Überhand nahmen.

Während Kevs Brüder allesamt ziemlich harte Alpha-Männer sind, entpuppte sich Kev dann als viel sensibler, feinfühliger und auch sympathischer beschrieben. Zudem ist er trotz seiner seelischen und äußerlichen Verletzungen kein jammernder, rachezerfressener „tortured hero“, sondern ein Romanheld, der mit Köpfchen agiert und seine Männlichkeit nicht so zur Schau stellt, was mir besonders gut gefallen hat.

Edie dagegen, nun, sie war mir, trotz ihrer Vorgeschichte eine Spur zu passiv in manchen Situationen und hat sich von ihrer Familie meiner Meinung nach einfach zu viel bieten lassen. Zwar fand ich es wieder mal sehr sensibel und klasse geschildert, wie es der Autorin gelingt, Edie von einer schüchternen Person in eine selbstbewusste Frau zu verwandeln, wenn sie mit Kev zusammen ist, doch ehrlich gesagt konnte ich Edies Rückschritte, wenn sie danach auf ihre Familie traf, nicht so wirklich nachvollziehen. Zumal sie ja auch beruflich schon recht erfolgreich war.
Auch diesmal hat das Heldenpaar in jeder noch so brenzlichen Situation Sex, was ich in meinen Rezensionen zu den Vorgängerbänden bereits bemängelte, da es schon ein wenig unglaubwürdig wirkte. Doch in diesem Fall dient der Sex zwischen Kev und Edie auch als eine Art Trost und beide versuchen damit ihre Ängste zu verdrängen, so dass ich diesmal eigentlich weniger Probleme damit hatte, die Beweggründe des Paares zu verstehen.

Die Familienzusammenführung der McClouds lässt dagegen sehr lange auf sich warten und wer befürchtet, dass sie allzu rührselig ausfallen könnte, braucht in dieser Hinsicht nichts zu befürchten. Diese Situation ist recht typisch für die harte „McCloud-Bande“ geraten.

Trotz gewisser Längen, der Roman hätte meiner Meinung nach gut 200 Seiten kürzer sein können und kleiner Kritikpunkte, haben mich die ersten 580 Seiten jedoch so gut unterhalten, dass ich einfach nicht weniger als 5 Punkte für „Die Macht der Angst“ vergeben möchte. Zudem ist Kev McCloud einfach ein rundum gelungener Romanheld, dessen Geschichte einfach anrührt.

Fazit: Der bisher beste Teil der Serie mit einem charismatischen Helden gekrönt- einer hocherotischen Love Story, die ans Herz geht gewürzt und eine Handlung die Spannung pur verströmt!

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Ein Roman der leisen Töne, der berührt und unter die Haut geht;

In einer heißen Sommernacht
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Ist ein Happy End zwingend erforderlich? Diese Frage stellte sich mir, als ich beim Lesen der ersten Seiten des neuen Sandra Brown Romans erkannte, dass die Geschichte nicht mit einem herkömmlichen Happy ...

Ist ein Happy End zwingend erforderlich? Diese Frage stellte sich mir, als ich beim Lesen der ersten Seiten des neuen Sandra Brown Romans erkannte, dass die Geschichte nicht mit einem herkömmlichen Happy Ending für das Liebespaar ausgehen würde. Für “In einer heißen Sommernacht” hat Sandra Brown einen etwas anderen Weg des Schreibens für sich erwählt, was mich sehr überrascht hat. Der Roman ist so völlig anders, als das; was man sonst von Sandra Brown gewohnt ist, denn die Autorin steht normalerweise für knallharte Suspense und prickelnde Liebesszenen in ihren Romanen.
Diesmal ist sogar das Setting ungewohnt, denn die Story spielt sich Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts ab; in einer Zeit als es den Menschen sehr schlecht ging und die Weltwirtschaftskrise selbst den Farmern schwer zu schaffen machte.

In Gilead, einer Kleinstadt in den USA, lebt Ella Barron zusammen mit ihrem autistischen Sohn Solly und betreibt dort eine kleine Pension. Der Arzt des Städtchens bittet sie eines Tages darum, seinem entfernten Verwandten für eine gewisse Zeit ein Zimmer zu vermieten, da dieser an einer unheilbaren Krankheit leidet und nicht in einsamer Umgebung sterben möchte. Ella nimmt David Rainwater auf und im Laufe der Zeit kristallisiert sich immer mehr heraus, dass er ein Händchen für ihren autistischen Sohn hat, der noch nicht einmal Ella richtig an sich heran lässt.

Aber nicht nur die anderen Bewohner der Pension schließen David schnell ins Herz, da er das verkörpert, was man einen Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle nennt, auch Ella fühlt sich plötzlich zu ihm hingezogen. Ein Satz in dem Roman hat mich dabei sehr berührt. Ella und David unterhalten sich über ein Buch von Hemingway, das traurig endet und zu diesem Zeitpunkt ist beiden auch schon insgeheim klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Aus rechtlichen Gründen gebe ich an dieser Stelle nur die Romanstelle an, wo ihr besagten Satz finden werdet. (Seite 229 1. Abschnitt)

Dieser Satz sagt eigentlich alles aus und hat mir tatsächlich ein paar Tränchen in die Augen getrieben. Er hat mich aber auch in anderer Hinsicht nachdenklich werden lassen. Bislang gehörte ich immer zu den Lesern, die eigentlich Bücher mit Happy Ending bevorzugen, doch diese bittersüße Liebesgeschichte zwischen Ella und David hat mich am Ende dann doch packen können und mich eines Besseren belehrt. Sicherlich es ist eine sehr traurige Liebesgeschichte, doch am Ende ist Davids Tod (ohne dass ich jetzt mehr darüber verraten möchte) nicht vergebens.

Der Roman dürfte besonders Leser von Inspirational Historicals anprechen, denn in diese Richtung tendiert Sandra Browns “In einer heißen Sommernacht” sehr. Nebenbei erzählt die Autorin aber auch eine Geschichte über Rassismus, Vandalismus und der Ohnmacht der Kleinstädter gegen die sogenannte Obrigkeit und ihrem anschließenden gemeinsamen Kampf dagegen.

Obwohl es die Autorin in dieser Hinsicht sicherlich gut gemeint hat, fand ich es sehr schade, dass Sandra Brown bei diesem Thema nur an der Oberfläche gekratzt hat. Andererseits umfasst dieser Roman gerade einmal 287 Seiten und wahrscheinlich wäre es wegen der begrenzten Seitenzahl auch gar nicht möglich gewesen noch viel mehr in die Tiefe zu gehen, da ja auch der Autismus von Solly eine große Rolle in dem Buch spielte und nebenbei die Liebesgeschichte von Ella und David genug Raum zur Entfaltung benötigte. Dennoch, ich fand schon, dass die Autorin hier ein wenig Potential verschenkt hat. Der Roman hätte meiner Meinung nach gut und gerne 100 Seiten mehr vertragen können. Obwohl die Liebesgeschichte sehr romantisch erzählt wird, darf man diesmal nicht auf eventuelle prickelnde Liebesszenen hoffen. Diese fallen äußerst züchtig aus und anders hätte es zu dieser Art von Roman auch nicht gepasst, denke ich.

Fazit: Sandra Browns “In einer heißen Sommernacht” hat mein Denken was Happy Endings in Romanen angeht tatsächlich ein wenig verändert. Ein Roman der leisen Töne, der berührt und unter die Haut geht; auch wenn ihm, was die Nebenhandlung angeht, hier und da ein wenig mehr Tiefe gut getan hätte. Meine Bewertung: 4.0 und meine Empfehlung beim Lesen eine Großpackung Taschentücher bereit zu halten.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Ein anspruchsvoller historischer Roman über die Völkerschlacht bei Leipzig und Napoleons unrühmliche Seite!

1813 - Kriegsfeuer
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Henriette flieht während einer Plünderung ihres Elterhauses zusammen mit ihrem Bruder. Zuvor hat sie den verantwortlichen französischen Soldaten jedoch getötet, wie sie glaubt. Obwohl diese Tat lediglich ...

Henriette flieht während einer Plünderung ihres Elterhauses zusammen mit ihrem Bruder. Zuvor hat sie den verantwortlichen französischen Soldaten jedoch getötet, wie sie glaubt. Obwohl diese Tat lediglich aus Notwehr geschah, nimmt sie sich „diesen Mord“ sehr zu Herzen. Für Ablenkung sorgen dann ein paar Tage nach erfolgreicher Flucht, ihre Verwandten, die sie erleichtert in die Arme schließen und Henriette und ihren Bruder aufnehmen. Ihr Onkel betreibt einen kleinen Buchladen und betätigt sich als Buchdrucker. Doch auch für ihn sind die Zeiten mehr als gefährlich, da er die Sache der Franzosen keineswegs unterstützt. Napoleon kämpft derweil gegen die Preußen und das Zarenreich; seine Verbündeten: die Sachsen, deren Oberbefehlshaber jedoch mehr und mehr an Napoleon zu zweifeln beginnt. Die Schlachten fordert unermesslich viele Todesopfer und verlangen auch von Henriette und ihre Familie große Opfer…

Meine Einschätzung:

Sabine Eberts aktueller historischer Roman erzählt über ein in diesem Unterhaltungsgenre bislang noch recht wenig behandeltes Thema der deutschen Geschichte. Sie hat sich für ihren Roman 1813- Kriegsfeuer, an die Aufarbeitung der Völkerschlacht bei Leipzig gemacht. Obwohl sie neben historisch belegten Personen auch einige fiktive Romancharaktere eingebunden hat, die die Zeitzeugen dieser Schlacht darstellen und dem Leser einen unbeschönigten Blick auf das Grauen der damaligen Zeitepoche ermöglichen, sollte man sich dennoch darüber im Klaren sein, dass dieses Buch in erster Linie einen sehr detailliert geschilderten geschichtlichen Rückblick auf die damaligen Kriegsereignisse bietet.

Wer also eher einen „gemütlichen“ historischen Schmöker erwartet, in dem etwa auch die Liebe nicht zu kurz kommt, sollte vorgewarnt sein. Zwar darf man sich als romantisch veranlagter Leser auf Henriettes Liebesgeschichte freuen, doch ist diese eigentlich zweitrangig, da die Autorin zwischendurch immer wieder wahnsinnig viele Fakten und Wissenswertes über die politischen Strategien der beteiligten Befehlshaber und deren ausführenden Kräfte einstreut. Man sollte also ein natürliches Interesse daran besitzen, wenn man zu diesem Buch greift. Es ist keine leichte Lektüre, auch wenn Sabine Eberts Schreibstil sehr eingängig ist, doch wenn man sich dessen bewusst ist und der Geschichte eine Chance gibt, wird man mit vielen unter die Haut gehenden Romanpassagen und einer neuen Sicht auf die historischen Geschehnisse von einst, belohnt. Mir persönlich wurden manche Schilderungen der Kriegstrategien zwar etwas zu ausführlich geschildert, doch in Hinsicht auf die akribische Recherche, die die Autorin im Vorfeld betrieben haben muss, ziehe ich dennoch meinen Hut.

Fazit: Ein anspruchsvoller historischer Roman über die Völkerschlacht bei Leipzig und Napoleons unrühmliche Seite!


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Veröffentlicht am 14.03.2025

Ein Krimi der zum Nachdenken anregt, aufwühlend und unter die Haut gehend!

Morgengrauen
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In ihrem bereits 4. Fall ermittelt das Bremer Ermittlerduo Navideh Petersen und Frank Steenhoff in einem zunächst besonders rätselhaften Fall. Kurz hintereinander werden alte Männer ermordet. Diese erhielten ...

In ihrem bereits 4. Fall ermittelt das Bremer Ermittlerduo Navideh Petersen und Frank Steenhoff in einem zunächst besonders rätselhaften Fall. Kurz hintereinander werden alte Männer ermordet. Diese erhielten kurz vor ihren Tod Postkarten aus Litauen, die sie an eine
ungesühnte Schuld erinnern sollten. Auch der Vater eines Kollegen von Petersen und Steenhoff hatte mit diesen Männern etwas gemeinsam. Doch dieser stirbt, bevor der Mörder ihn erwischen kann. Dafür gerät nun Petersens und Steenhoffs Kollege ins Visier des Mörders. Und auch ein bislang noch unbekannter Mann, der im 2. Weltkrieg ebenfalls zur Gruppe der Ermordeten gehörte, muss unbedingt ausfindig gemacht werden, bevor der Killer erneut zuschlagen kann…

Ich habe mich bei der Zusammenfassung des Inhalts bewusst zurückgehalten um nicht im Vorfeld zuviel zu verraten. Dennoch möchte ich noch anmerken, dass es der Autorin hier sehr gut gelungen ist, ihre Leser bezüglich der Mördersuche auf eine falsche Fährte zu führen.
Sehr eindringlich und unter die Haut gehend geschildert, empfand ich die Romanpassagen in denen die Kriegsverbrechen von einst geschildert werden und auch die Art und Weise, wie Rose Gerdts Täter und Opfer (in Rückblenden geschildert) zu Wort kommen lässt. Es ist ein Roman der zum Nachdenken anregt, aufwühlt und dennoch nebenher eine packende Kriminalhandlung bietet. Auch der Polizeialltag wird erneut auf eine realistisch wirkende Art und Weise geschildert, wobei Navideh Petersen und Frank Steenhoff auch diesmal wieder im Fokus des Geschehens stehen. Während Navideh eine kleine Sinneskrise durchläuft und nicht so recht weiß, wie es mit ihr in Sachen Liebesleben weitergehen soll, gerät Franks Weltbild ins Wanken, als er glauben muss, dass ein enges Familienmitglied ebenfalls ein schreckliches Geheimnis vor allen verbarg…

Fazit: Ein Krimi der zum Nachdenken anregt, aufwühlend und unter die Haut gehend!


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Veröffentlicht am 14.03.2025

Eine würdige Fortsetzung, die mit noch komplexeren Para-Elementen aufwartet, welche mich aber leider nicht ganz so begeistern konnte, wie Em’s Story

Die Versuchung der Zeit
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aus Menschen, die mit den unterschiedlichsten paranormalen Fähigkeiten gesegnet sind, zueinander fanden, blieben noch viele Rätsel ungelöst. Zwar konnte am Ende Kalebs Vater gerettet werden, doch gelang ...

aus Menschen, die mit den unterschiedlichsten paranormalen Fähigkeiten gesegnet sind, zueinander fanden, blieben noch viele Rätsel ungelöst. Zwar konnte am Ende Kalebs Vater gerettet werden, doch gelang es nicht Jack zu fassen und das rächt sich nun in der Fortsetzung der Geschichte, denn es entstehen plötzlich immer mehr Zeitrisse, die auch zu weitreichenden Folgen für die Hour Glass Gemeinschaft führen.

Und wieder steht Jack im Mittelpunkt des Geschehens, doch auch der undurchsichtige „Poe“ macht ihnen allen zu schaffen und stellt ihnen am Ende allen ein Ultimatum. Gelingt es ihnen nicht, seine Forderungen zu erfüllen, wird unter anderem an Emerson ein Exempel statuiert. Während Kaleb mit seinen Freunden fieberhaft versucht hinter Jacks Geheimnis zu kommen und seiner habhaft zu werden, lernt er Emersons beste Freundin Lilly kennen. Zunächst steht ihre Bekanntschaft unter keinem guten Stern, da Lilly Kaleb für einen ziemlichen Weiberhelden hält, doch nach und nach kommen sie sich näher. Wird Kaleb seine unglückliche Verliebtheit für Emerson zugunsten von Lilly überwinden können?

Meine Einschätzung:

Nachdem Myra McEntire die Messlatte in Sachen spannender Zeitreiseroman mit ihrem ersten Teil der Serie „Die Stunde der Zeitreisenden“ ziemlich hoch angelegt hatte, war ich im Vorfeld sehr gespannt darauf, ob sie den ersten Band überhaupt noch würde toppen können. Und tatsächlich beginnt auch der Roman um Kaleb, der nun nicht nur im Fokus des Geschehens steht, sondern zudem auch noch die Story in „Ich-Form“ aus seiner Sicht erzählt, ansprechend und witzig. Denn Kaleb trifft auf Lilly, Ems Freundin und diese verdreht dem armen Kaleb ziemlich den Kopf, weil sie ihn erstmal ordentlich abblitzen lässt.

Doch obwohl Kaleb der Empath im Großen und Ganzen genauso charismatisch charakterisiert wurde wie Em, stiehlt Lilly Kaleb meiner Meinung nach ein wenig die Show, da sie einfach noch vielschichtiger, geheimnisvoller und interessanter wirkt, als die eigentliche Hauptfigur dieser Geschichte.
Ich hätte es daher besser gefunden, wenn der Roman aus Lillys Sicht geschildert worden wäre und nicht aus Kalebs.
Auch wirkt Em durch Kalebs Augen gesehen, in vielen Situationen völlig kindisch und zickig, was ich sehr schade fand, da ich Em im Vorgängerband so sehr ins Herz geschlossen hatte. Ihr beherztes aber ziemlich unüberlegtes Eingreifen in einer sehr gefährlichen Situation führt dann auch zu einem Schockerlebnis für den Leser. Zugegeben, ich fand diese erwähnte Situation ziemlich spannend beschrieben, zudem sorgte sie für eine ungewisse neue Ausgangssituation, doch zu Em passte diese unüberlegte Art eigentlich so gar nicht.

Die paranormalen Elemente sind in diesem Band um einiges umfangreicher und zugegebenermaßen auch verwirrender angeordnet und man muss schon sehr aufmerksam die Story verfolgen, will man nicht plötzlich den Faden verlieren.
Und wie auch im ersten Teil der Serie endet auch dieser zweite Teil mit einem sehr offenen Ende und einem Cliffhanger, der schon neugierig auf den dritten Teil macht.
Zumindest erfährt man gegen Ende bereits Näheres über den geheimnisvollen Jack, was mich ein wenig trösten konnte.

Fazit: Eine würdige Fortsetzung, die mit noch komplexeren Para-Elementen aufwartet, welche mich aber leider nicht ganz so begeistern konnte, wie Em’s Story.

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