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Haruka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Fesselnd ab der ersten Seite

Hurentochter - Die Distel von Glasgow
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"Hurentochter" von Tabea Koenig bietet einen eindrücklichen Einblick in das Leben im Schottland des 19. Jahrhunderts, in eine Gesellschaft geprägt von Standesunterschieden, Vertreibung von Bauern, Hierarchien, ...

"Hurentochter" von Tabea Koenig bietet einen eindrücklichen Einblick in das Leben im Schottland des 19. Jahrhunderts, in eine Gesellschaft geprägt von Standesunterschieden, Vertreibung von Bauern, Hierarchien, etc.
Ich habe sowohl bei Emilys Suche nach der Wahrheit, ihren Strapazen als auch bei der Liebesgeschichte stark mitgefiebert.
Die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen und Wendungen so zu platzieren, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Immer wieder gibt es Ereignisse, die die Handlung vorantreiben und emotional zuspitzen, ohne konstruiert zu wirken. Die Geschichte ist gekonnt in reale historische Begebenheiten eingebettet.
Für mich vereint dieser Roman alles, was ich an historischen Romanen liebe: starke Emotionen, Tragik, gesellschaftliche Konflikte und eine Liebesgeschichte, die nicht leicht und bequem ist, sondern unter schwierigen Vorzeichen steht. Ein Buch, das mich gepackt, bewegt und bis zum Schluss nicht losgelassen hat.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

interessanter historischer Krimi

Die weiße Nacht
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Die weisse Nacht von Anne Stern hat mich von den ersten Seiten an überzeugt. Die Beschreibungen setzen die Stimmung, ohne ausschweifend zu sein, und man findet sich unmittelbar in der Nachkriegszeit wieder. ...

Die weisse Nacht von Anne Stern hat mich von den ersten Seiten an überzeugt. Die Beschreibungen setzen die Stimmung, ohne ausschweifend zu sein, und man findet sich unmittelbar in der Nachkriegszeit wieder. Besonders gefallen hat mir der Perspektivenwechsel zwischen den Figuren. Er ist klar strukturiert, nie verwirrend und erlaubt unterschiedliche Einblicke in Denken, Handeln und Motivationen. Der Schreibstil der Autorin spricht mich sehr an, und ich werde mir ihre anderen Bücher definitiv ansehen.
Die Einbettung des Kriminalfalls in die Nachkriegszeit empfinde ich als grosse Stärke des Romans. Die gesellschaftlichen Umstände, das Misstrauen gegenüber Behörden und der Alltag dieser Zeit geben der Geschichte Gewicht und Tiefe. Es ist kein reiner Krimi, sondern ein Roman, in dem Atmosphäre, Zeitgeschichte und Figuren genauso wichtig sind wie der Fall selbst.
Insgesamt hatte ich durchgehend das Gefühl, etwas anderes als einen klassischen Krimi zu lesen. Für Fans historischer Romane und atmosphärischer, charaktergetriebener Geschichten ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Eine schöne und ruhige Liebesgeschichte

Stolz und Vorurteil
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Ich habe das Buch gern gelesen, auch wenn der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Manchmal kam mir das Ganze vor als würde ich einen zusammenfassenden Bericht lesen und keinen Roman, weil es mir ...

Ich habe das Buch gern gelesen, auch wenn der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Manchmal kam mir das Ganze vor als würde ich einen zusammenfassenden Bericht lesen und keinen Roman, weil es mir zeitweise an Beschreibungen und Tiefe fehlte.
Der Plot war allerdings überzeugend und es ist eine eher ruhigere Liebesgeschichte, die ohne intensive Emotionen und Tragik auskommt.
Das Buch kann ich allen weiterempfehlen, die nach einer angenehmen Lektüre suchen zum Entspannen und Abschalten.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Solide Fortsetzung

Brimstone - Königin der Finsternis. Krieger der Wölfe
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Brimstone hat mir insgesamt sogar ein bisschen besser gefallen als der erste Band.
Ich mag den Perspektivenwechsel zwischen Saeris und Kingfisher. Er verleiht der Geschichte Dynamik und erlaubt einen Einblick ...

Brimstone hat mir insgesamt sogar ein bisschen besser gefallen als der erste Band.
Ich mag den Perspektivenwechsel zwischen Saeris und Kingfisher. Er verleiht der Geschichte Dynamik und erlaubt einen Einblick in beide Figuren.
Ebenfalls positiv hervorzuheben ist, dass in diesem Band die Nebenfiguren deutlich mehr Raum bekommen und an Tiefe gewinnen.
Ein echtes Highlight war für mich Carrion. Ich habe ihn sehr ins Herz geschlossen: Er lockert die Atmosphäre immer wieder auf. Besonders die Kapitel mit Kingfisher und Carrion haben mir wegen ihrer Dynamik Spass gemacht zu lesen.
Leider fehlte mir eine klare Rahmenhandlung, die die Handlung trägt. Zudem gibt es kleine Plotholes.
Auch stilistisch gibt es kleinere Abzüge: Die teils sehr saloppe Sprache war nicht so meins, lässt sich aber aufgrund der Ich-Perspektive noch gut verzeihen. Schwieriger fand ich einzelne klischeehafte Momente und kitschige Dialoge.
Trotz dieser Kritikpunkte überwiegen für mich klar die Stärken. Brimstone bietet Spannung, starke Figuren und genug emotionale Intensität, um mich definitiv bei der Stange zu halten. Ich werde den nächsten Band auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

charmant und ruhig

Die Katze, die unsere Bücher rettete
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Es handelt sich hierbei um einen leisen, nachdenklichen Roman, der weniger durch Spannung als durch seine Botschaft wirkt. Die Geschichte ist fast märchenhaft und fabelartig, mit klaren Symbolen und einer ...

Es handelt sich hierbei um einen leisen, nachdenklichen Roman, der weniger durch Spannung als durch seine Botschaft wirkt. Die Geschichte ist fast märchenhaft und fabelartig, mit klaren Symbolen und einer grossen Liebe zu Büchern und dem Lesen selbst.
Besonders gefallen hat mir die Grundidee: Bücher nicht nur als Objekte, sondern als Träger von Gedanken und menschlicher Verbindung zu verstehen. Der Roman regt zum Nachdenken darüber an, wie und warum wir lesen und was verloren geht, wenn Bücher nur noch konsumiert oder auf ihren Nutzen reduziert werden. Gerade diese Metaebene fand ich sehr gelungen.
Emotional ist das Buch eher zurückhaltend, aber bewusst so angelegt. Es setzt nicht auf grosse Dramen, sondern auf leise Melancholie, Reflexion und Wärme. Einige Themen bleiben recht vereinfacht, und stellenweise hätte ich mir mehr Zwischentöne oder Komplexität gewünscht. Dennoch funktioniert das Buch als ruhige, kurze Lektüre sehr gut.
Insgesamt ist es ein charmantes, philosophisches Buch für alle, die Bücher lieben und sich gern mit ihrer Bedeutung auseinandersetzen.

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