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Veröffentlicht am 15.09.2016

Irgendwie enttäuschend

Der magische Schlüssel 1
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Inhalt
In einer Welt, in der magisch Begabte gejagt und getötet werden, wächst die junge Hexe Isabeau behütet und von ihrer Pflegemutter Meghan beschützt in einem abgelegenen Tal umgeben von nichts als ...

Inhalt
In einer Welt, in der magisch Begabte gejagt und getötet werden, wächst die junge Hexe Isabeau behütet und von ihrer Pflegemutter Meghan beschützt in einem abgelegenen Tal umgeben von nichts als Natur auf. Doch als an ihrem 16 Geburtstag das Ritual beginnt, das sie zum vollwertigen Mitglied des Hexenkreises machen soll, tauchen Jäger auf und Isabeau und ihr Vormund müssen fliehen. Darauf vertraut Meghan Isabeau eine für die Zukunft der Hexen unglaublich wichtige Mission an, doch sie ahnt nicht, welch wichtige Rolle das Hexenkind dabei spielt...

Meine Meinung
Das Buch beginnt mit zwei Karten, die das Land Eileanan resp. Ausschnitte davon zeigen, was mein Herz sofort höher hat schlagen lassen. Denn Bücher mit Karten liebe ich besonders! Doch schon nach den ersten paar Seiten war ich verwirrt von den Fremdbegriffen. Ein Glück, dass es ein Glossar gibt... doch an alle, die das Buch noch lesen wollen: Hände weg davon! Denn das Glossar spoilert. Und so wusste ich nach wenigen Seiten bereits, was im Buch noch Wichtiges passieren wird. Sowas geht meiner Meinung nach gar nicht!

Mit dem Schreibstil wurde ich nicht so richtig warm. Mir waren es zu lange Sätze und zu lange Kapitel. Und eine Gliederung habe ich irgendwie auch vergebens gesucht. Die Dialoge ziehen sich teilweise ins Endlose und auch die wichtigen geschichtlichen Fakten waren lang gezogen und wollten nicht so recht mein Interesse wecken. So wirkt das Buch alles in allem etwas chaotisch und verwirrend.

Die Geschichte plätschert nur ein wenig vor sich hin, aber trotz ein paar actionreichen Szenen kam nicht wirklich Spannung auf. Die Flora und Fauna ist zwar liebevoll beschrieben, dafür büssen die Charaktere einiges an Sympathie ein, denn ihnen fehlt die Tiefe.

Setting und Charaktere
Das Land Eileanan hat mir wirklich gut gefallen. Die Welt wirkt (auch dank der Karten) durchdacht und kommt so glaubhaft rüber. Besonders der Wald, in dem Isabeau aufgewachsen ist, ist detailliert und liebevoll beschrieben und hat zumindest ein wenig Eindruck hinterlassen.

Die Wesen, die Eileanan bevölkern waren interessant, wenn auch nicht ganz klar war, was es denn für welche sind. Da das Buch mit 229 Seiten doch eher kurz ist, hätte hier die eine oder andere anständige Einführung in Flora und Fauna nicht geschadet.

Isabeau ist eine junge Hexe, die ihr Talent noch nicht so richtig enteckt hat, aber einiges schon ziemlich gut beherrscht. Doch als Protagonistin fand ich sie unangenehm. Sie ist naiv, hört nie zu und begehrt gegen alles auf. Dadurch ist sie mir mehr als einmal ziemlich auf den Nerv gegangen. Klar ist sie im Teenageralter, aber hier fand ich es störend, dass die Protagonistin mehr Schwächen als Stärken hat.

Meghan ist eine weise erfahrene Hexe, die mit den Tieren kommunizieren kann und mit der Natur in Einklang lebt. Sie ist sozusagen Isabeaus Pflegemutter, auch wenn mir das Mütterliche an ihr gefehlt hat. Auf Meghan lastet eine grosse Verantwortung, was sie irgendwie verbittert macht - und somit unnahbar und auch ein wenig unsympathisch.

Fazit
Ein Buch mit viel Potential, das leider nicht ausgeschöpft wurde, mit Charakteren, die etwas lieblos gewirkt haben und mit einem Cliffhanger, der mich doch nicht überzeugen konnte, Band 2 zur Hand zu nehmen. Obschon mir die Welt und das Konzept gut gefallen, werde ich die Reihe wohl nicht weiter verfolgen.

Knappe 3 Sterne

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine wunderschöne, berührende Geschichte

Die letzten Tage von Rabbit Hayes
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Inhalt
Seit bei Mia "Rabbit" Hayes Brustkrebs diagnostiziert wurde, kämpft die junge Mutter um ihr Leben. Dazu hat sie viele gute Gründe, allen voran ihre wunderbare Tochter Juliet und ihre verrückte aber ...

Inhalt
Seit bei Mia "Rabbit" Hayes Brustkrebs diagnostiziert wurde, kämpft die junge Mutter um ihr Leben. Dazu hat sie viele gute Gründe, allen voran ihre wunderbare Tochter Juliet und ihre verrückte aber liebenswerte Familie. Doch dann streut der Krebs und plötzlich wird Rabbit bewusst, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Diese verbringt sie in einem Hospiz, wo sie von Familie und Freunden besucht wird und sich langsam damit abfinden muss, dass sie den Kampf endgültig verloren hat...

Meine Meinung
Wunderschön, tragisch, traurig, liebevoll, hoffnungsvoll, humorvoll. All diese Worte kommen mir zu "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" in den Sinn. Der Leser begleitet Rabbit, ihre Tochter, ihre Eltern und ihre Geschwister auf den letzten neun Tagen in Rabbit's Leben. Schon nach wenigen Seiten hatte ich den ersten Kloss im Hals und die erste Träne verdrückt. Und obschon das Buch schwere Kost ist, hart zu ertragen ist und einen so richtig mitnimmt, spendet es doch Hoffnung und erzählt von Liebe, Familie und Zuneigung.

Ein gelungener Schreibstil, wunderbare und liebenswerte Charaktere, wechselnde Sichtweisen und Erinnerungen machen dieses Buch zu einem abwechslungsreichen, zum Nachdenken anregenden und äusserst bewegenden Werk, das man nicht aus der Hand legen kann und nicht so schnell vergessen wird. Und obschon die Thematik sehr traurig und belastend ist, schafft es die Autorin, am richtigen Ort die richtige Portion Humor einfliessen zu lassen. So dass man zwischendurch auch Tränen der Freude in den Augenwinkeln hat.

Setting
Die Geschichte von Rabbit's Abschied vom Leben spielt in Irland, wobei nicht viel über das Land und seine bezaubernde Landschaft gesagt wird. Die wichtigsten Orte waren hier das Hospiz, Rabbit's Zuhause sowie die Häuser von Rabbit's Eltern und älterer Schwester Grace.

Charaktere
Die Charaktere sind der Autorin rundum gelungen. Sie alle sind liebenswert und auf ihre Art kaputt - und daher glaubhaft. Ich habe so mit ihnen gelitten, mit Molly, der starken Mutter, die zu viel flucht, mit Jack, dem loyalen Vater, der seine Familie über alles liebt, mit Grace und Davey, den Geschwistern von Rabbit, die ein unterschiedlicheres Leben nicht führen könnten - Grace verheiratet und mit vier Kindern, Davey single und dauernd auf Tournee - und vor allem mit Juliet, der zwölfjährigen Tochter von Rabbit, die sich tapfer um ihre Mutter kümmert.

Fazit
Ein wundervolles, berührendes Werk, das einem zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben: Liebe, Familie, Hoffnung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wie der Titel sagt: sehr chaotisch

Chaoskuss (Die Chaos-Reihe 1)
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Inhalt
Die 17-jährige May ist kein gewöhnlicher Teenager. Als Junghexe aus einem Jahrtausende alten Hexen-Clan muss sie sich tagtäglich mit mürrischen Vampiren, kampflustigen Walküren und liebestollen ...

Inhalt
Die 17-jährige May ist kein gewöhnlicher Teenager. Als Junghexe aus einem Jahrtausende alten Hexen-Clan muss sie sich tagtäglich mit mürrischen Vampiren, kampflustigen Walküren und liebestollen Sukkuben herumschlagen. Gar nicht so einfach, denn nebenbei versucht sie ein ganz normaler Teenager zu sein, mit allem drum und dran. Als sie vom Schulschönling Noah auf eine Party eingeladen wird, wittert sie ihre Chance auf einen ganz normalen Abend. Doch alles kommt anders als geplant und plötzlich bricht das pure Chaos aus...

Meine Meinung
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Hexen, Magie, ägyptische Mythologie, das alles ist ganz nach meinem Geschmack!

Der Schreibstil der Autorin hat mir in "Rock'n'Love" schon gut gefallen und hat mich auch hier wieder überzeugen können. Locker leicht, mit genügend Humor versetzt. Ganz schnell war ich mitten im Geschehen - und damit mitten im Chaos. Die erste Hälfte des Buches lässt sich nämlich nur so beschreiben: chaotisch! Man wird regelrecht über den Haufen gerannt von Hexen, Vampiren, Walküren und allen anderen magischen Wesen, von Gottheiten aus sämtlichen Mythologien und dazu auch noch von "magischen Nebenprodukten" wie Hexentieren und Voodoopuppen. Dazu kommt noch, dass die Hexen praktisch alles beherrschen und so werden eine Menge Klamotten an den Körper, Äpfel in Flughundfinger und Herpes an böse Schülerinnen gezaubert. Es herrscht also ein ziemliches Durcheinander und so fehlte mir erstens etwas Übersicht und Ordnung und zweitens ein roter Faden (der dann in der zweiten Hälfte etwas präsenter war).

Leider habe ich einiges an "Chaoskuss" zu bemängeln. Nicht nur dieses "überflutet werden", sondern auch die Vorhersehbarkeit, die Logikfehler (Klamotten anzaubern geht, Make-Up jedoch nicht...) und natürlich auch die Hexen, die irgendwie alles und gleichzeitig nichts wirklich können. Dann kommt da noch May's Verhalten dazu, das ich nicht als Teenager-Verhalten sondern einfach nur als unreif abstempeln muss. An gewissen Stellen hätte ich mir auch mehr relevanten Inhalt gewünscht und weniger "sie trug dies" und "er sah sich diese Serie an".

Was mir gut gefallen hat waren die Einflüsse der ägyptischen Mythologie. Diese interessiert mich persönlich sehr und mir hat die Idee dahinter gut gefallen. Ich bin keine Expertin in Sachen Mythologie, deshalb kann ich nicht beurteilen, inwiefern die Einflüsse richtig oder falsch sind, dennoch haben mich besonders diese Stellen besonders gut unterhalten.

Weder die Familienbeziehung, noch die Romanze und auch nicht die Charaktere konnten mich überzeugen. Für mich wirkte alles eher oberflächlich und mutwillig. Vielleicht bin ich aber mittlerweile auch einfach zu alt für diese Art von Jugendbüchern.

Charaktere
May ist 17, Junghexe und mir alles andere als sympathisch. Ich habe sie als naiv, sturköpfig, nervig und mit einem ziemlich verdrehten Gerechtigkeitssinn ausgestattet empfunden. Irgendwie ist sie ein ziemlich überdrehtes Kind, und die Betonung liegt hier definitiv auf Kind, das planlos durch die Gegend läuft, obschon sie eigentlich als Hexe die Verpflichtung hat, andere Übernatürliche Wesen zu beschützen. Das tut sie aber dann nur indem sie Menschen Streiche spielt.

Noah ist der Schulschönling, der zu einem übernatürlichen Wesen wird und fortan an May klebt. Er ist eingebildet und unhöflich und war mir leider auch gar nicht sympathisch. Die "Streitereien" zwischen ihm und May empfand ich als ziemlich nervig. Und obschon ihn May eigentlich nicht (oder irgendwie doch) mag, liebt ihre Familie ihn auf Anhieb. Sogar die sonst sehr reservierte Mutter ist plötzlich eine Frohnatur. Eine der vielen Unstimmigkeiten in diesem Buch.

Weitere wichtige Personen in May's Leben sind ihre beste Freundin Viv, eine Voodoo-Hexe, die eigentlich ganz nett scheint, aber zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, ihre Mutter Harmony, halb Hexe, halb Vampir und ziemlich, wie sagt man? Awkward? und ein gewisser Seth, der sich irgendwie schräg verhält. Auch sonst tummeln sich eine Menge Charaktere und Wesen in dem Buch, die aber allesamt nur kurz auftauchen und oberflächlich bleiben.

Fan bin ich dafür von May's Hexentier, dem Nilflughund Kurt (benannt nach Kurt Cobain), der einfach zu knuffig ist und von Albert, Viv's Voodoo-Puppe, den ich sehr erfrischend fand.

Fazit
Eigentlich hätte "Chaoskuss" ein wirklich tolles Buch werden können. Der Geschichte fehlt es aber an Tiefe und Strukturiertheit, dafür hätte sie "ein bisschen weniger" gut vertragen. Wer Bücher voller verschiedenster Wesen, Gottheiten und Magiearten mag, ist hier sicherlich gut bedient, für mich war es leider zu chaotisch und undurchdacht.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbar ruhige Fantasy

Maresi
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Inhalt
Dies ist die Geschichte von Maresi, einem jungen Mädchen, das in einem Kloster auf einer abgelegenen Insel lebt, zusammen mit anderen Mädchen und Frauen, die vor der oft grausamen, und von Männern ...

Inhalt
Dies ist die Geschichte von Maresi, einem jungen Mädchen, das in einem Kloster auf einer abgelegenen Insel lebt, zusammen mit anderen Mädchen und Frauen, die vor der oft grausamen, und von Männern dominierten Welt geflohen sind. Hier lernt sie, für sich selbst und für andere zu sorgen, lernt, die Göttin zu ehren und lernt die Bedeutung von Freundschaft und Familie.
Als eines Tages Jai auftaucht, eingeschüchtert und ängstlich, ist es Maresi, die ihr Stabilität und Zuversicht vermittelt. Doch plötzlich sind die Novizinnen und Schwestern des Klosters in grosser Gefahr und Maresi muss über sich hinaus wachsen, um ihre Freunde und ihr Zuhause zu beschützen.

Meine Meinung
"Maresi" besticht nicht etwa mit grossen Schlachten und kriegerischen Helden, sondern mit seiner Ruhe und einer soliden, spannenden Geschichte um ein kleines Mädchen, das einen schwierigen Weg vor sich hat.

Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, und auch wenn wohl durch die Übersetzung aus dem Finnischen ein eher ungewohnter Zeitenwechsel entstanden ist, hat mich dieser zu keiner Zeit in meinem Lesefluss gehindert.

Das Leben auf der Insel und im Kloster ist interessant dargestellt und eine Weile lang geschieht nicht sehr viel, dennoch haben sich diese Passagen keineswegs gezogen oder wurden langweilig. Man lernt die verschiedenen Charaktere kennen, die allesamt überzeugend und sympathisch waren.

Ein paar wenige, gut platzierte Fantasyelemente verleihen der Geschichte etwas Besonderes, Magisches und so wird das Buch auch für Leser, die eher weniger Freude am Fantastischen haben, eine geeignete Lektüre sein.

Setting und Charaktere
Die Geschichte spielt auf der Insel Menos, im Roten Kloster. Die Insel ist eine Welt für sich und birgt so manches Geheimnis. Das Rote Kloster ist die Heimat der Schwestern und Novizinnen, bestehend aus verschiedenen Gebäuden, in denen der Alltag spielt. Das Setting empfand ich als sehr stimmungsvoll und realistisch, ich hatte immer mal wieder das Gefühl, wirklich dort zu sein.

Die Welt, in der "Maresi" spielt, ist eine fiktive. Es werden mehrfach andere Orte genannt, jedoch wird nicht weiter darauf eingegangen. Der Fokus liegt auf der Insel Menos und dem Roten Kloster. Man erfährt aber, dass die Welt teilweise eine grausame ist, es gibt Orte, an denen der Winter hart und kalt ist und wo Kinder verhungern, aber auch Orte, an denen Mädchen absolut keine Rechte haben und unter den Männern leiden müssen. Wer seiner Tochter Essen, Bildung und Sicherheit schenken will, schickt sie auf die Insel Menos, wo für die Mädchen gesorgt wird.

Die Schwestern und Novizinnen des Roten Klosters glauben an die Urmutter, die sich als Jungfrau als Anfang, als Havva, dem Jetzt und dem Sein und als Hagga, Odem des Todes und Hüterin des Wissens zeigt.

Allem voran handelt "Das Lied der Insel" von Maresi, 13 Jahre jung, aber schon sehr reif. Sie sorgt für die anderen, jüngeren Mädchen im Kloster und ist eine aufgeweckte, neugierige Person. Am liebsten verbringt sie aber Zeit in der Bibliothek, die sie "Schatzkammer" nennt, und wo sie stundenlang verweilen und lesen kann. Maresi ist ihre Herkunft und ihre Familie sehr wichtig, dennoch sieht sie das Rote Kloster als ihr Zuhause an. Sie ist eine sympathische, junge Protagonistin, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe.

Jai ist das Gegenteil von Maresi. Sie ist schüchtern und ängstlich und leidet furchtbar unter ihrer Vergangenheit und ihrem Geheimnis. Doch in Maresi findet sie eine gute Freundin und so ist sie der Charakter, der in der Geschichte die wohl grösste Wandlung durchmacht.

Fazit
Ein ruhiger, atmosphärischer Roman, der mich auf voller Linie überzeugen konnte. Die Geschichte um Maresi ist eine ganz besondere und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unglaubwürdig und unangenehme Zeitform

Essenz der Götter I
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Abgebrochen

Klappentext
Loreen hat nach dem Tod ihrer Eltern alles verloren. Sie wird aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, von ihrem Freund getrennt und in ein Waisenhaus gesteckt. Seitdem lässt das ...

Abgebrochen

Klappentext
Loreen hat nach dem Tod ihrer Eltern alles verloren. Sie wird aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, von ihrem Freund getrennt und in ein Waisenhaus gesteckt. Seitdem lässt das rebellische Mädchen mit den violetten Haaren niemanden mehr an sich heran. Bis sie Menschen begegnet, die so anders sind, wie sie selbst sich schon immer gefühlt hat. Zu ihnen gehört auch der geheimnisvolle und schweigsame Krieger Slash. Von ihm erfährt sie, dass sie direkt von den Göttern abstammt und eine besondere Gabe hat, welche für einen seit Jahrtausenden geführten Krieg gebraucht wird. Zuerst versucht sie, vor ihrer Bestimmung zu fliehen, doch dann erkennt Loreen, dass sie sich ihrem Schicksal stellen muss. Es könnte nur mittlerweile zu spät dafür sein…

Meine Meinung
"Essenz der Götter" beginnt mit einem etwas verwirrenden Prolog, der den Leser mitten ins Geschehen wirft. Weiter geht es dann mit einer Rückblende ins "Damals", wo die Autorin über die Waise Loreen berichtet, die gerade eine sehr schwere Zeit durchmacht, und über drei spezielle junge Erwachsene, die einen wichtigen Auftrag haben. Die vielen Perspektivenwechsel sind ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ebenso der Schreibstil der Autorin. Auf mich hat er irgendwie trivial und unreif gewirkt, ich konnte mich aber damit abfinden. Bis dann die Geschichte ins "Heute" gewechselt hat. Von da an ist die Geschichte im Präsens in der 3. Person gehalten. Dies ist die wohl einzige Kombination, die ich absolut gar nicht gerne lese. Und so ist mir dann auch recht schnell die Lust an der Geschichte vergangen.

Doch nicht nur der Schreibstil und die Zeitwahl haben mir nicht zugesagt, sondern auch die Geschichte an sich. Loreen verliert ihre Eltern und alles, was ihr wichtig ist, kommt in ein Heim und rebelliert auf ihre Weise ein wenig rum. So weit, so gut und ziemlich verständlich. Doch dann tauchen drei Fremde auf, die ihr recht schnell eröffnen, dass sie eine Divina ist, eine Nachfahrin der Götter, das sie natürlich ohne zu hinterfragen so hin nimmt. Dann erzählt sie das ihrem Freund, der das auch einfach so hin nimmt. Und obschon sie besagten Freund liebt, knutscht sie plötzlich mit einem der Fremden, den sie eigentlich nicht wirklich kennt. Und entschliesst, mit den Fremden mit zu gehen und ihren Freund zu verlassen. Und tut das dann doch nicht.
Alles in allem habe ich das als sehr unglaubwürdig empfunden. In einer Welt, in der keine Götter oder Magie offensichtlich bestehen, glauben zwei Teenies einfach so ein paar Wildfremden Menschen, dass es doch Götter gibt? Und ein Mädchen, das alles verloren hat, bis auf ihren Freund, betrügt ihn einfach und beschliesst ihn zu verlassen? Für mich nicht stimmig.

Was mich ein wenig verwundert hat, war die Einfallslosigkeit der Autorin. Slashious (genannt Slash) hat dunkle lange Haare und spielt Gitarre, seine Companions nennen sich Sky und Pure und Elderly. Die Dilogie heisst "Essenz der Götter", wobei Band 1 einfach "Essenz der Götter I" und Band 2 "Essenz der Götter II" heisst. Das alles zeugt nicht gerade von viel Einfallsreichtum, ist aber wohl Geschmackssache.

Fazit
Nach 100 Seiten habe ich das Buch zur Seite gelegt. Vielleicht ein andermal. Die gewählte Zeitform in Präsens und 3. Person und die Unglaubwürdigkeit haben mir den Lesespass diesmal ziemlich schnell verdorben.