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Veröffentlicht am 15.09.2016

Ich bin hin und weg!

Lillian 3: Zum Glück gibt's die Erinnerung
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Immer mehr verstrickt sich Lillian in dem Doppelleben, das sie führt. Während sie immer mehr Zeit im Vincent verbringt, umgeben von ihrem Volk, dem sie sich doch nicht zeigen darf, leidet ihre Beziehung ...

Immer mehr verstrickt sich Lillian in dem Doppelleben, das sie führt. Während sie immer mehr Zeit im Vincent verbringt, umgeben von ihrem Volk, dem sie sich doch nicht zeigen darf, leidet ihre Beziehung zu Luca und auch zu ihrer Ersatzfamilie. All ihre Geheimnisse beginnen langsam, sie zu ersticken. Doch sie ist nicht die Einzige mit Geheimnissen und plötzlich muss sich Lillian nicht nur vor ihren Verfolgern in acht nehmen, sondern auch ihre engsten Freunde beschützen. Als wäre das nicht genug, beginnen die Menschen um Summerville, Jagd auf die Wölfe zu machen, und bringen so alle in Gefahr.


Band 3 der Lillian-Reihe lässt mich atemlos zurück. Die Geschichte um Lillian und Luca geht in rasendem Tempo weiter und lässt die eine oder andere Bombe platzen.

Lillian erfährt im Vincent, der Bar voller Mitglieder ihres Volkes, immer mehr über ihre Familie und Vergangenheit, während ihre Beziehung zu Luca gleichzeitig leidet und zu zerbrechen droht. Nicht nur Juliet ist Dauerstreitpunkt bei den beiden, sondern auch Baco, Lillians neu gewonnener Freund aus ihrem Rudel. Während dieser Zeit geht Lillian einen interessanten Wandel durch, der mir sehr gut gefallen hat.
Luca ist und bleibt ein Traumtyp, dennoch hätte ich ihn stellenweise ohrfeigen können. Er scheint einfach nicht zu begreifen, was Sache ist, und dass seine Zuneigung zu Juliet Lillian ernsthaft verletzt.
Zwischendurch hatte ich Tränen in den Augen, denn Lillian's Ersatzfamilie ist einfach ein Traum. Ich habe sie alle fest in mein Herz geschlossen. Besonders Dean, der grosse starke Krieger, der so viel verbergen muss und alles tut, um seine Geliebten zu beschützen, ist ein wunderbarer Charakter.Endlich erfahren wir auch, was genau in der Nacht passiert ist, als Lillian's Eltern gestorben sind. Die Geschichten über ihr Volk fand ich ganz besonders interessant.

Das Ende von "Zum Glück gibt's die Erinnerung" kam rasend schnell, und völlig überraschend. Ich kann dazu nur eines sagen: Ach.Du.Meine.Güte!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Soo schön

Lillian 2: Zum Glück gibt's die Hoffnung
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Lillian ist überglücklich, sie hat ihre Ersatzfamilie überreden können, in Summerville zu bleiben - bei Luca, bei all ihren neuen Freunden. Doch dann taucht eine alte Freundin von Luca auf - Juliet - die ...

Lillian ist überglücklich, sie hat ihre Ersatzfamilie überreden können, in Summerville zu bleiben - bei Luca, bei all ihren neuen Freunden. Doch dann taucht eine alte Freundin von Luca auf - Juliet - die irgendwie mehr ist, als nur eine Freundin und zugleich lernt Lillian in einer Bar eine ganze Horde ihrer eigenen Leute kennen. Ihr Leben gerät völlig durcheinander, als sie zwischen diesen Welten, zwischen ihrer Familie, Luca und den neu entdeckten Freunden hin- und her-gerissen wird.


Band 2 der Lillian-Reihe hat mich wieder von Beginn an in seinen Band ziehen können. Die Autorin schafft eine wunderbare Welt, aus der ich so schnell nicht wieder auftauchen möchte.

In "Zum Glück gibt's die Hoffnung" lernt der Leser mehr über Lillian's Leute, über ihre Vergangenheit und auch über ihre Ersatzfamilie. Im Vincent, einer Bar, tummeln sich eine Menge anderer Werwölfe und Lillian wird sofort mit offenen Armen empfangen - auch wenn sie ihre wahre Identität verheimlicht. Die Geschichten, die sie dort hört, bringen ihr ihr Volk und ihre Eltern etwas näher und Lillian muss sich das erste Mal überhaupt mit der Politik ihrer Leute auseinandersetzen.

Mit Luca indes scheint alles in Ordnung, bis diese alte Freundin Juliet auftaucht, die so ekelerregend perfekt ist: sie arbeitet für wohltätige Organisationen, bereist die ganze Welt und hilft armen und in Not geratenen Menschen - ein richtiger Engel eben. Juliet scheint grosses Interesse an Luca zu haben und Lillian muss zum ersten Mal erfahren, was Liebeskummer bedeutet. Ich habe richtig mit ihr gelitten.

Auch das Leben in der Schule und Zuhause ist nicht immer so, wie sich Lillian das wünscht. Ersatzvater Dean besteht darauf, dass Lillian ein hartes Training absolviert, damit sie sich selber verteidigen kann.Und auf der Schule taucht ein neuer Lehrer auf, der Lillian sofort auf dem Radar hat.

Der zweite Teil dieser grossartigen Romantasy-Reihe war etwas gemütlicher als sein Vorgänger. Weniger Action, mehr Hintergrundinformationen. Genau die richtige Mischung für den Mittelteil einer Trilogie. Nun bin ich gespannt auf das Ende!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein schwacher zweiter Teil

Touched, Die Schatten der Vergangenheit
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Die junge Heilerin Remy findet sich langsam in ihrem neuen Leben zurecht, als ihr Grossvater Franc sie bittet, ihn in San Francisco zu besuchen. Trotz Asher's Zweifeln, packt Remy ihre Sachen und reist ...

Die junge Heilerin Remy findet sich langsam in ihrem neuen Leben zurecht, als ihr Grossvater Franc sie bittet, ihn in San Francisco zu besuchen. Trotz Asher's Zweifeln, packt Remy ihre Sachen und reist zu ihm. Franc führt sie in eine für sie neue Welt ein, als er Remy mit anderen Heilerinnen bekannt macht - einer ganzen Gemeinde voll! Doch als eine der Heilerinnen ermordet aufgefunden und Asher entführt wird, beginnt Remy langsam zu zweifeln. Sie bittet Asher's Bruder Gabriel um Hilfe. Gemeinsam kommen sie dunklen Machenschaften auf die Spur - und sich immer näher.
Die Hauptprotagonistin Remy macht weiterhin Fortschritte als Heilerin - und gleichzeitig wird ihr Charakter immer schwächer und weinerlicher, was mich teilweise schon recht genervt hat. Ihr Selbstvertrauen ist trotz ihrer grossartigen Fähigkeiten gleich null, und obschon sie mit Asher ein tolles Paar abgibt, scheint auch ihre Liebe nicht mehr so gross, wie sie sich vielleicht einredet.Asher versucht natürlich immer wieder, Remy zu beschützen, manchmal ist er gar überfürsorglich und gegen Ende hin ist er teilweise nicht auszustehen.Gabriel hingegen taut so langsam etwas auf, lässt Remy näher an ihn ran und gibt ihr eine Chance.Dass sich hier eine Art Dreiecksbeziehung herauskristallisiert war ja klar, scheint in Jugendbüchern einfach dazu zu gehören.Grossvater Franc ist zu Beginn ein netter Mann, aber schon bald war er mir nicht mehr ganz geheuer und ich an Remy's Stelle wäre viel früher weggelaufen.

Die Geschichte war wieder gut verständlich, trotz der vielen verschiedenen Charakteren. Für mich war es aber alles ein Bisschen zu viel des Guten. Zu viel Drama, zu viel Schicksalsschläge, zu viele Bösewichte und vor allem zu viele "Nicht schon wieder!"-Momente.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hat meine Erwartungen nicht erfüllt

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Mare's Welt wird von den Silbernen beherrscht; Menschen mit silbernem Blut und besonderen Fähigkeiten - übernatürlichen Kräften. Wer wie Mare rotes Blut hat, lebt nur, um zu arbeiten, zu dienen oder als ...

Mare's Welt wird von den Silbernen beherrscht; Menschen mit silbernem Blut und besonderen Fähigkeiten - übernatürlichen Kräften. Wer wie Mare rotes Blut hat, lebt nur, um zu arbeiten, zu dienen oder als Soldat an der Front zu kämpfen. Mare selbst steht kurz davor, in die Armee einberufen zu werden, doch dann soll sie plötzlich in der Sommerresidenz des Königs als Bedienstete arbeiten. Als sie bei einem Fest des Königs in Gefahr gerät, rettet sie sich selbst - mit übernatürlichen Kräften. Sie, das rote Mädchen, das sich seinen Lebensunterhalt als Diebin verdient hat, wird nun zur Tarnung bei den Silbernen aufgenommen und mit einem Prinzen verlobt. Doch auch wenn sie nun zu den Silbernen gehört, hat sie ihre Herkunft nicht vergessen und schliesst sich heimlich der Roten Rebellion an.

"Die rote Königin" ist der Auftakt zu einer mehrteiligen Reihe, das im Moment sehr stark gelobt und gehypet wird. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, ist aber nicht aussergewöhnlich. Nach der Inhaltsangabe hätte ich ein High Fantasy-Werk erwartet und wurde dann in eine Art Dystopie gerissen, was mir anfänglich wirklich Mühe bereitet hat.

Die Charaktere sind einigermassen gut gelungen, jedoch teilweise ziemlich klischeehaft. Mare ist das schwarze Schaf der Familie,eine kleine Diebin, aufmüpfig und uneinsichtig. Während ihre Brüder alle an der Front dienen und ihre Schwester als Näherin arbeitet, treibt sie sich den ganzen Tag auf der Strasse herum. Als sie jedoch bei den Silbernen aufgenommen wird, verliert sie irgendwie ihren Kampfgeist und verhält sich für ihren Charakter oft untypisch.
Die Prinzen Cal und Maven sind wie Licht und Schatten, beide auf ihre Art mächtig und eigensinnig, aber meines Erachtens nicht unbedingt interessant. Natürlich entsteht eine Art Dreiecksbeziehung, wobei die in diesem Jugendbuch mal nicht so präsent ist, was ich sehr geschätzt habe.
Auch sonst trifft man Charaktere an, die sämtliche Klischees erfüllen - die Königin ist die böse Stiefmutter, Mare's Leibwächter entpuppt sich als eine Art Vaterfigur, ihr Lehrer Julian bringt ihr (als Einziger unbeaufsichtigt!), Dinge bei, die er vielleicht nicht sollte, Cal's Verlobte ist das böse Biest und Anführerin einer Art Clique etc., etc.

Die Welt an sich ist gut aufgebaut, vor allem die Städte der Silbernen sind Hochburgen der Überwachung und Machtdemonstration und haben einen gewissen Eindruck hinterlassen. Die ganze Darstellung hat mich aber stark an die "Juliette - Shatter Me"-Reihe von Tahereh Mafi erinnert - nur dass diese sehr viel spannender aufgezogen war. Die Einteilung der Adligen in Häuser war auch nichts wirklich Neues, wobei mir die ganze Rumreiterei auf ihre Kleidungsfarben (jedes Haus hat natürlich seine Farben) teilweise sehr genervt hat.

Viele Teile und Situationen waren vorhersehbar und haben mich nicht wirklich überrascht. Spannung kam erst auf den letzten 200 Seiten etwas auf. Trotz allem war es eine einigermassen interessante Geschichte, wobei ich ehrlich gesagt nicht weiss, ob ich Band 2 dann auch lesen werde.

Dank einer einzigen wirklich überraschenden Wendung gegen Ende hin, bekommt das Buch 3,5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hätte detaillierter sein dürfen

Spiegelsplitter (Die Spiegel-Saga 1)
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Nach dem Tod ihres Vaters zieht Cat zu ihrer Haushälterin nach Irland, wo sie sich ein neues Leben aufbauen möchte. Als der gutaussehende Finn bei ihr auf der Arbeit auftaucht, wird ihr Leben so richtig ...

Nach dem Tod ihres Vaters zieht Cat zu ihrer Haushälterin nach Irland, wo sie sich ein neues Leben aufbauen möchte. Als der gutaussehende Finn bei ihr auf der Arbeit auftaucht, wird ihr Leben so richtig auf den Kopf gestellt. Denn Finn ist eine Fantasie und wie er hat auch Cat eine Verbindung zur magischen Welt Scathan, sie muss sie nur erst verstehen...

Der Schreibstil liest sich im Grossen und Ganzen gut, auch wenn er manchmal durch unnötig lange Sätze und plumpe Dialoge auffällt. Auch die besonders emotionalen Stellen im Buch haben etwas unbeholfen gewirkt. Die Kapitel werden abwechslungsweise aus Cats und Finns Sicht erzählt, wobei dadurch zu Beginn der Kapitel immer eine Wiederholung entsteht. Am Anfang des Buches hat mich dies nicht gestört, gegen Ende hin fand ich es aber dann doch etwas lästig, zumal die Wiederholungen sich ziemlich gezogen haben.
Die erste Hälfte des Buches hat mir im Allgemeinen besser gefallen, im zweiten Teil fühlte ich mich etwas gehetzt und einige Stellen waren mir zu rasant und unausgereift.

Die Charaktere fand ich etwas flach. Zwar haben sie alle ihre Vergangenheit und Geheimnisse, doch ich konnte mir die meisten nicht wirklich vorstellen und ihre Beweggründe waren mir nicht immer klar.
Cat ist eine junge Frau, gerade dabei ein neues Leben aufzubauen. Ihre Trauer um den Verlust des Vaters sowie die Wut über ihre Mutter, die sie so früh verlassen hat, kommen nicht wirklich zur Geltung und werden nur nebensächlich thematisiert. Dabei sollten genau diese beiden Aspekte ihre Hauptantriebskraft sein. Cat gibt sich sehr schnell geschlagen und lässt sich ebenso schnell überzeugen, was mich etwas genervt hat.
Finn ist ein hunderte Jahre alter Gestaltwandler, der den Ruf als Womanizer hat und sich dann doch plötzlich super sicher ist, das Cat die einzig Wahre ist und er nie mehr ohne sie sein will. Das obschon er sie kaum kennt. Magie halt. Was mich an ihm besonders gestört hat, ist dass er sich oft wie ein Teenie verhält, obwohl er eigentlich sehr viel älter ist.
Es tauchen einige sehr interessante Nebencharaktere auf, teils Menschen, Wesen oder auch Fantasien. Wirklich eine Bindung kann man zu ihnen leider nicht aufbauen, dazu lernt man sie viel zu wenig kennen.
Auch der Bösewicht der Geschichte kam hier etwas unglaubwürdig rüber. Was genau er sich von seinem Handeln verspricht habe ich noch nicht ganz begriffen. Ebensowenig, woher er genau von Cat gewusst hat und vor allem wie er sie in der realen Welt gefunden hat, hat sich mir nicht erschlossen.

Scathan, die Welt hinter den Spiegeln, hatte auf mich einen ganz besonderen Reiz. Es handelt sich um eine Art Parallelwelt (die wahrscheinlich mittelalterlich ist, da nirgends Technik o.ä. erwähnt wurde) in der die sogenannten Fantasien ihr Dasein fristen. Bei Fantasien handelt es sich um lebendig gewordene Hirngespinste der Menschen.
Hier wurde meiner Meinung nach unglaublich viel Potenzial verschenkt. Denn über Scathan selbst erfährt man viel zu wenig, nur wenige Male wird der Schauplatz dahin verlegt. So gerne hätte ich mit den Protagonisten diese Welt näher erkundet und all die Fantasien entdeckt, die sich da verstecken!

Trotzdem ist Spiegelsplitter eine tolle Geschichte - mit viel Luft nach oben! Anstelle der Sichtwechsel und dadurch entstandenen Wiederholungen hätte man hier besser einiges vertieft und eingehender behandelt, denn die Ideen dazu sind offensichtlich vorhanden und sie sind genial!