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Veröffentlicht am 23.03.2026

Leider nicht mein Fall

Summer Tides
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Scarlett bricht in London alle Zelte ab, um sich in Cornwall ihren Traum vom eigenen Kiosk zu erfüllen. Doch schon bei ihrer Ankunft hat sie mit ersten Hürden zu kämpfen und droht schneller zu scheitern ...

Scarlett bricht in London alle Zelte ab, um sich in Cornwall ihren Traum vom eigenen Kiosk zu erfüllen. Doch schon bei ihrer Ankunft hat sie mit ersten Hürden zu kämpfen und droht schneller zu scheitern als erwartet. Als sie den Rettungsschwimmer Jonah kennenlernt, scheint für sie wieder die Sonne, zumindest bis ihr Ex Eric auftaucht und die Geschehnisse sich überschlagen.

Das Cover ist ganz süß, es wäre aber ehrlicherweise keins, nach dem ich im Buchladen greifen würde. Dafür passt es aber sehr gut zur Story.

Ich bin extrem zwigespalten, was dieses Buch angeht. Einerseits finde ich die Geschichte rund um Scarlett, Jonah und die restlichen Bewohner von St. Ives richtig süß, andererseits bin ich furchtbar genervt.
Ich verstehe einfach nicht, warum man es immer für nötig hält eine weibliche Hauptperson so unfassbar naiv und, in diesem Fall leider auch einfach nur dumm, zu gestalten. Das macht sie weder süß, noch liebenswert, ja noch nicht einmal bemitleidenswert, sondern einfach nur nervtötend.
Die Art und Weise wie Scarlett sich selbst ständig runtermacht, ihr Egoismus, ihre kindische Weltsicht und dieses ewige Selbstmitleid haben das Buch ab etwa der Hälfte für mich nicht mehr wirklich lesenswert gemacht.
Das Setting und vor allem die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen, dafür habe ich auch die zwei Sterne vergeben, denn die haben für mich das Buch zumindest ein Stück weit gerettet.
Zu Jonah kann ich leider auch nicht allzu viel sagen, er ist in meinen Augen eine graue Begleiterscheinung, kaum präsent in meiner Erinnerung und so ganz ohne Feuer.
Der Schreibstil hat mir wiederum gut gefallen, sehr flüssig und angenehm zu lesen.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Dieses Buch hat mich so viel fühlen lassen!

Damnation
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Die Gefühlsachterbahn zwischen Vanessa und Thomas geht weiter: Nach dem fiesen Cliffhanger in Band 1, nähren sich die beiden einander wieder an und scheinen ihre Beziehung endlich wieder in geregelte Bahnen ...

Die Gefühlsachterbahn zwischen Vanessa und Thomas geht weiter: Nach dem fiesen Cliffhanger in Band 1, nähren sich die beiden einander wieder an und scheinen ihre Beziehung endlich wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Wäre da nicht Thomas Vergangenheit, die wie ein dunkler Schatten über den beiden schwebt und Vanessas Gegenwart, die alles noch schwieriger macht....

Ich liebe die Cover dieser Trilogie, eine Mischung aus fragiler Schönheit und düsteren Vibes - sie passen einfach perfekt zum Inhalt!

Nachdem ich Band 1 in einem Rutsch durchgelesen habe, konnte ich es gar nicht erwarten den zweiten Teil endlich in den Händen zu halten. Die Liebesgeschichte zwischen Vanessa und Thomas hat mich so aufgewühlt, dass ich von Freude über Trauer bis hin zu Wut beim Lesen so ziemlich alles gefühlt habe.
Wie auch im ersten Band konnte ich Vanessa nicht viel abgewinnen. Sie passt super in die Geschichte, keine Frage, ich finde sie allerdings einfach nur naiv, blauäugig und am Ende des Tages auch nur noch toxisch. Klar, Thomas ist auch kein Kind von Traurigkeit, aber bei ihm sehe ich die Bemühungen um die Beziehung, die am Ende von Vanessa nur zerstört werden. Seinen heftigen Reaktionen kann ich natürlich trotzdem nichts abgewinnen, das ist kein gesunder Umgang miteinander aber ich schätze genau dieses toxische Verhalten macht den ganzen Charme der Story aus.
Ich bin immer noch begeistert von Corvallis und dem Setting der Geschichte, ich fühle mich dort richtig wohl und habe mittlerweile auch alle Schauplätze richtig deutlich vor Augen. Neben der ganzen Gefühlsachterbahn zwischen den Protagonisten, gefallen mir die ganzen feinen Details, die die Autorin subtil im ganzen Buch verteilt und die sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Puzzle zusammensetzen. Auch die Nebencharaktere fand ich wieder super, toll ausgearbeitet, wobei ich es besonders mochte wie Logan immer wieder wie ein Damoklesschwert über dem Paar auftaucht, das hat alles nochmal spannender gemacht.
Zwar hat mich Vanessas Scheinheiligkeit immer wieder in den Wahnsinn getrieben, der Anspruch, dass Thomas ihr gegenüber immer ehrlich ist, während sie ein Geheimnis nach dem nächsten hütet, aber ich habe das auf und ab zugegebenermaßen auch richtig genossen. Und am Ende fand ich Tiffanys Rat perfekt, um Vanessa wieder aus dem Loch zu holen.
Nun bin ich endlos gespannt auf das Finale der Reihe und kann den Mai kaum erwarten!

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Einmal Schottland, immer Schottland?

My Highland Heart
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Summer kämpft stark gegen die Trauer und das Loch, das der plötzliche Tod ihres Bruders Owen in ihrem Leben hinterlassen hat. Als sie den Brief einer Frau findet, die behauptet sie hätten einen gemeinsamen ...

Summer kämpft stark gegen die Trauer und das Loch, das der plötzliche Tod ihres Bruders Owen in ihrem Leben hinterlassen hat. Als sie den Brief einer Frau findet, die behauptet sie hätten einen gemeinsamen Sohn, klammert sie sich an den rettenden Strohhalm und bricht in einer Nacht-und-Nebel Aktion nach Schottland auf, um Tristan kennenzulernen. Dort entwickeln sich die Dinge aber nicht wie erwartet und auch Highlander Duncan macht die ohnehin schon komplizierte Situation nicht unbedingt einfacher.

Das Cover sagt mir ehrlich gesagt nicht sonderlich zu, ich finde es etwas zu kitschig und zu überzogen. Wenn ich es so im Buchladen sehen würde, würde ich eher einen Rosamunde Pilcher Roman erwarten, als diese schöne Geschichte hier.

Ich mochte Summer eigentlich von Anfang an. Auch wenn der Teil ihres Lebens, in dem sie sich auf das Geld ihres Stiefvaters verlässt nicht so ganz nach meinem Geschmack ist, hat sie dennoch in meinen Augen eine beachtliche Entwicklung durchlebt.
Offensichtlich geht ihr der Tod ihres Bruders sehr nah, daher fand ich es umso schöner, dass sie an seiner Stelle nach Schottland fährt, quasi ins Ungewisse, um seinen Sohn kennenzulernen.
Auch die Art und Weise, wie sie dann in die ganze Nanny-Kiste reingerutscht ist, fand ich sehr unterhaltsam und gut gelöst, es hat einfach perfekt in die Geschichte gepasst.
Duncan mochte ich auch von Anfang an, etwas grumpy, aber mit dem Herz am rechten Fleck. Umso schöner fand ich dann, dass auch sich im Laufe des Buches immer weiter geöffnet hat und die Mauer, die er so sorgfältig um sich herum gebaut hat, gefallen ist.
Insgesamt fand ich die ganze Familie MacKenzie super sympathisch und einfach ein toll eingespieltes Team, das man einfach gernhaben muss!
Als riesen Schottland-Fan habe ich mich natürlich auch Hals über Kopf in das Setting verliebt, das diesen magischen Ort einfach super in Szene setzt und richtig Lust darauf macht, auf die Isle of Skye zu reisen.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, gut und flüssig zu lesen und super auf den Inhalt abgestimmt!

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Leider gar nicht mein Fall

Pleasure and Pain - Fessle mein Herz
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Violets Job bei einem Lifestyle-Magazin steht auf der Kippe. Die Verkäufe bleiben aus, eine große Story muss her. Kurzerhand beschließt sie, sich in den BDSM-Club Pleasure & Pain als Tänzerin einzuschleusen, ...

Violets Job bei einem Lifestyle-Magazin steht auf der Kippe. Die Verkäufe bleiben aus, eine große Story muss her. Kurzerhand beschließt sie, sich in den BDSM-Club Pleasure & Pain als Tänzerin einzuschleusen, um exklusiv über die Exzesse und Mitglieder zu berichten. Womit sie jedoch nicht gerechnet hat: Ihre große Liebe Elijah, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat, ist einer der Geschäftsführer des Clubs und so beginnt für Violet ein Drahtseilakt zwischen der Sicherung ihrer Existenz und ihren Gefühlen zu Elijah.

Das Cover finde ich an sich ganz schön, es ist nichts besonderes, passt aber gut zum Setting.

Der Klappentext hörte sich vielversprechend an, das war es dann aber auch schon. Zwar gefällt mir hier der Schreibstil sehr gut, ich bin durch die Seiten geflogen, die Story an sich konnte mich aber überhaupt nicht fesseln.
Alles geschieht furchtbar schnell, erst reden alle davon wie sehr sie die Vergangenheit verletzt hat und wie schlimm das alles war, nur um dann alle Geschehnisse in einem Gespräch auf zwei Seiten aufzuarbeiten und danach ist wieder alles gut.
Keiner der Charaktere hat in meinen Augen wirklich Substanz, sie sind alle langweilig, obwohl man aus dem Thema BDSM wirklich viel rausholen könnte.
Violet finde ich nicht nur naiv und stellenweise auch einfach dumm, sondern auch egoistisch und dieses Selbstmitleid, dass sie ständig an den Tag legt hat mich nur noch aufgeregt.
Obwohl ich bisher eigentlich immer großer Fan der düsteren Dark Romance Boys war, hab ich Elijah nicht viel abgewinnen können. Bei ihm hat mir einfach das Feuer gefehlt, das Umwerben und schließlich die Jagd, die ein gutes Buch dieses Genres für mich ausmacht.
Alles in Allem eine super Idee, leider mangelhaft umgesetzt.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Ayla hat mal wieder gezaubert

Royal Clair Club 1: Her First Hunt
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Inez wächst im Elendsviertel Westcliff auf, wo Verbrechen und Zwielicht Hand in Hand gehen. Als ihre Großmutter Zooza ihr Geld vermacht, um am renommierten St. Clair College zu studieren, überschlagen ...

Inez wächst im Elendsviertel Westcliff auf, wo Verbrechen und Zwielicht Hand in Hand gehen. Als ihre Großmutter Zooza ihr Geld vermacht, um am renommierten St. Clair College zu studieren, überschlagen sich die Ereignisse. Sie rutscht als Teilnehmerin in die Spiele rund um den Royal Clair Club und auch immer mehr in den Fokus von Prinz Calix, der mehr als deutlich Anspruch auf sie erhebt. Aber warum? Rund um Inez werden die Geschehnisse immer geheimnisvoller, düsterer und gefährlicher und schon bald beginnt ein Wettbewerb um Leben und Tod!

Wie schön ist bitte dieses Cover? Als wäre der Buchumschlag nicht schon schön genug, lohnt sich ein Blick darunter. Durch die Maserung wirkt das Buch richtig edel und Dank des Wappens und der goldenen Inschrift habe ich das Gefühl ein Lehrbuch des St. Clair College in den Händen zu halten - mega gemacht!

Ich bin ja ein riesen Fan von Ayla Dade, jedes Buch, das ich bisher von ihr gelesen habe, hat mich kompromisslos in seinen Bann gezogen. Mit dieser Story hat sie sich in ein neues Genre gewagt und ich bin ihr, ohne mit der Wimper zu zucken, gefolgt!
Fantasy ist ja eigentlich eher nicht so meins, die Mischung mit Dark Romance hat mich dann aber doch gereizt und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Stimmung hat mir sehr gut gefallent, richtig düster und geheimnisvoll, genau das was ich mir nach dem Klappentext erhofft habe. Zwar war ich ein paar Mal verloren, bei den ganzen Orten, die auf den ersten Seiten genannt werden, da war mir allerdings die Karte am Anfang eine große Hilfe. Auch die Zeichnungen, die sich immer wieder zwischen den Seiten verstecken finde ich toll, sie machen die Story für mich nochmal greifbarer, da ich, grade am Anfang, noch Schwierigkeiten hatte mir die Charaktere bildlich vorzustellen, auch wenn sie wirklich toll beschrieben waren!
Calix, der wilde, verdorbene Prinz, der sich nimmt was er will vs. Inez, die entschlossene Kämpferin, die sich nichts gefallen lässt. Zwei Welten prallen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so gut zueinander passen. Die Nebencharaktere haben mir auch alle gut gefallen, jeder auf seine eigene Art, die einen habe ich direkt ins Herz geschlossen, die anderen haben mir einen eiskalten Schauer über den Rücken gejagt - aber alle wurden mit so viel Leidenschaft und Liebe zum Detail geschaffen, dass ich einfach nur begeistert bin.
Nachdem ich ja sehr gerne Dark Romance lese, bin ich nicht allzu zart besaitet, dennoch finde ich den Hinweis, dass das Buch ab 18 ist, nicht verkehrt, einige Szenen sind doch recht heftig, auch wenn sie hervorragend in die Story passen.
Ich muss auch ehrlich gestehen, ich beneide Ayla um ihre Fantasie...sich solche Plots auszudenken ist ja fast schon eine Gabe! Immer wenn ich dachte, es kann nicht noch schlimmer oder noch geheimnisvoller kommen, setzt sie einen drauf.
Der Schreibstil hat mir auch wieder sehr gut gefallen, ich konnte, und wollte, das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Ich habe beim Lesen so viele Emotionen durchlebt, so oft den Atem angehalten und mitgerätselt, die Twilight-Parallelen genossen und mich komplett mitreißen lassen, dass ich den Cliffhanger am Ende umso fieser finde und nun natürlich wie gebannt auf die Fortsetzung warte!

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