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Veröffentlicht am 18.11.2020

Fantastischer Auftakt

What if we Drown
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Laurie möchte nicht mehr das Mädchen mit der schlimmen Vergangenheit sein. Deswegen sieht sie von Toronto an das andere Ende des Landes, um in Vancouver Medizin zu studieren. Eigentlich wollte sie sich ...

Laurie möchte nicht mehr das Mädchen mit der schlimmen Vergangenheit sein. Deswegen sieht sie von Toronto an das andere Ende des Landes, um in Vancouver Medizin zu studieren. Eigentlich wollte sie sich voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Sam kennen und ihre Vergangenheit droht sie einzuholen.

So ein wunderschönes Cover. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht ein wenig Trist wirkt, passt es doch so gut zum Buch. Es ist in der Buchhandlung auf jeden Fall ein Hingucker!

Alle - wirklich alle haben sich auf einmal dieses Buch ins Regal gestellt. Der Klappentext klang auf den ersten Blick zwar gut, aber so ganz habe ich den Hype darum nicht verstanden.

Als ich dann die ersten Seiten des Buches gelesen habe, hatte ich auch so meine Zweifel, ob Laurie mir auf Dauer nicht zu anstrengend wird. Und dann kam Vancouver.

Die Atmosphäre hat mich gleich so gepackt, dass ich alles um mich herum ausgeblendet habe. Sogar Lauries scheinbar nervigen Charakter.

Mit der Zeit wurde sie mir immer sympathischer, auch wenn ich einige ihrer Entscheidungen nicht so recht nachvollziehen konnte. Sie schien mir doch eine starke junge Frau zu sein, die einfach nur ihr Leben leben möchte, ohne dass ihre Vergangenheit einen Schatten darauf wirft.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich alle anderen Charaktere so viel mehr ins Herz geschlossen habe. Allen voran Emmett. Am Anfang dachte ich, er wäre der klassische schwule beste Freund, aber da habe ich mich wohl getäuscht. Trotzdem strahlt er eine Ruhe und eine Warmherzigkeit aus, dass ich ihn am liebsten umarmen und gar nicht mehr loslassen würde.

Auch Sam hat mir sehr gut gefallen. Er war hier und da vielleicht ein wenig zu perfekt, das hat aber wunderbar in die Story gepasst.

Die Handlung hat mir super gefallen. Die vielen Einblicke in den Studienalltag, in das WG-Leben und das Privatleben der Charaktere hat in mir den Wunsch geweckt mich direkt auch nochmal für ein Studium in den USA oder Kanada einzuschreiben.

Es gab so viele unerwartete und nur wenige vorhersehbare Wendungen, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt habe und das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte.

Das hat aber auch am Schreibstil gelegen. Sarah Sprinz schreibt so fesselnd und gefühlvoll, dass man sich am liebsten in ihre Worte hineinlegen möchte.

Fazit:

Ein fantastischer Auftakt, der mich ungeduldig auf Band zwei warten lässt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

Für mich einer der Flops des Jahres

All das Ungesagte zwischen uns
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Morgan führt ein scheinbar perfektes Leben. Sie hat einen liebenden Ehemann und eine wundervolle Tochter. Als ein Schicksalsschlag ihre Familie auseinanderreißt droht Morgan daran zu zerbrechen und auch ...

Morgan führt ein scheinbar perfektes Leben. Sie hat einen liebenden Ehemann und eine wundervolle Tochter. Als ein Schicksalsschlag ihre Familie auseinanderreißt droht Morgan daran zu zerbrechen und auch Clara entgleitet ihr immer mehr. Was Morgan allerdings über ihre angebliche Bilderbuchbeziehung erfährt reißt ihr endgültig den Boden unter den Füßen weg.

Das Cover finde ich richtig schön. Es ist elegant, trotzdem farbenfroh und irgendwie auch dramatisch. Alles Attribute, die das Buch sehr gut beschreiben.

Ich habe vor kurzem erst "Verity" von Colleen Hoover gelesen und mich daran erinnert, was für tolle Bücher diese Frau schreiben kann. Da habe ich mich natürlich umso mehr auf dieses hier gefreut.

Leider kann ich jetzt schon sagen, dass ich ziemlich enttäuscht wurde. Wahrscheinlich schwimme ich mit meiner Meinung ein wenig gegen den Strom, aber so ist es nun mal.

Der Anfang hat mir noch gut gefallen, die Charaktere waren alle so unterschiedlich und haben doch so gut zusammengepasst. Morgan erschien mir da aber schon ein wenig langweilig.

Je mehr ich gelesen habe, desto genervter wurde ich von ihr. Sie ist einfach so furchtbar unselbstständig und abhängig von Chris und auch von Clara - so eine richtige Helikoptermutter.

Natürlich hatte ich Mitleid mit ihr, niemand sollte so jung schon so etwas durchmachen müssen, aber auch wie sie damit umgegangen ist, fand ich einfach...nervig.

Clara konnte ich noch ein wenig verstehen, sie ist erst 17 und mitten in der Pubertät, da ist es irgendwo noch nachvollziehbar sich daneben zu verhalten, wobei ich das bei ihr alles auch berechtigt fand. Ihre Mutter hat so viele Geheimnisse vor ihr und war nie offen, da ist es doch nur natürlich, dass man sich seine eigenen Geschichten zurechtlegt.

Leider gab es auch noch mehr Dinge, die mich an diesem Buch gestört haben: Zum einen der Verlauf der Geschichte, zum anderen das Setting.

Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass ich mich im Kreis drehe. Irgendwie ist nichts neues passiert, es war immer das selbe, nur anders verpackt oder an einem anderen Schauplatz. Ich habe mich ehrlich gesagt oft gelangweilt.

Und was den Schauplatz angeht: Ich habe es gehasst. Ich hatte so eine abgerockte texanische Kleinsdtadt vor Augen, voller Rednecks, Wohnwägen und runtergekommenen Wellblechhütten. Ich habe mich so unwohl gefühlt. wie bisher noch nie beim Lesen eines Buches,

Vom Schreibstil wurde ich glücklicherweise nicht enttäuscht. Er war der einzige Grund, warum ich trotzdem mehr oder weniger schnell durch das Buch gekommen bin, ohne es irgendwann resigniert wegzulegen.

Fazit:

Ich habe viel mehr erwartet und wurde leider enttäuscht. Für mich einer der Flops des Jahres.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

Wunderbar amerikanisch

New Beginnings
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Lena wollte ihr Au-Pair Jahr eigentlich im sonnigen Kalifornien verbringen. Wie immer kommt alles anders als man denkt und so landet sie im verschneiten Green Valley, Colorado. Zu allem Überfluss muss ...

Lena wollte ihr Au-Pair Jahr eigentlich im sonnigen Kalifornien verbringen. Wie immer kommt alles anders als man denkt und so landet sie im verschneiten Green Valley, Colorado. Zu allem Überfluss muss sie sich dort auch noch mit dem gefallenen Helden der Stadt rumschlagen, der ihr das Leben schwer macht. Nur langsam gewöhnen sie sich aneinander, bis ein gemeinsames Projekt alle Feindschaft vergessen macht.

Ich bin verliebt in das Cover. Die wunderschönen Pastellfarben mit dem dominanten Gold lassen schon eine süße Liebesgeschichte erahnen.

Das Buch hat schon lange genug auf meinem SuB gelegen und da es so wunderbar dünn ist, konnte ich es prima dazwischenschieben.

Ich habe gleich zu Beginn gut in die Geschichte hineingefunden, auch wenn Lena mir überhaupt nicht sympathisch war. Leider auch bis zum Schluss nicht.

Ich fand sie so furchtbar naiv, dass es fast schon wehgetan hat. Und irgendwie auch ein wenig selbstsüchtig. Vielleicht ist es das falsche Wort, aber sie hat einfach absolut alles auf sich bezogen, ohne daran zu denken, was in ihrem Gegenüber vielleicht vorgeht.

Zugegeben, Ryan war zu Beginn auch nicht die Ausgeburt an Freundlichkeit, aber immer noch besser als Lena.

Was mich aber wirklich ans Buch gefesselt hat, war das wunderbare Setting. Die verschneiten Rocky Mountains, Amerika zu Halloween, diese typische amerikanische Kleinstadtromantik - da hätte ich am liebsten gleich ein Ticket gebucht.

Die Geschichte an sich fand ich auch ziemlich süß. Immer neue Aktivitäten, neue Überraschungen und neue Stolpersteine. Am besten haben mir wohl die Ausflüge in Wills Berghütte und das Pumpkin-Fest gefallen. Das war so herrlich amerikanisch.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Flüssig und einfach zu lesen, sodass ich quasi durch die Seiten geflogen bin.

Fazit:

Ein sehr süßes Buch für Zwischendurch, auch wenn ich die Protagonistin sehr anstrengend und unsympathisch fand. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Green-Valley-Love-Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen

Verity
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Lowan weiß gar nicht wie ihr geschieht. Als ihr großes Idol, die Autorin Verity Crawford, ins Koma fällt und ihre beliebte Thriller-Reihe nicht beenden kann, soll ausgerechnet sie diesen Job übernehmen. ...

Lowan weiß gar nicht wie ihr geschieht. Als ihr großes Idol, die Autorin Verity Crawford, ins Koma fällt und ihre beliebte Thriller-Reihe nicht beenden kann, soll ausgerechnet sie diesen Job übernehmen. Und als wäre das nicht schon schwierig genug, sieht auch noch Veritys Mann Jeremy unverschämt gut aus. Doch vor allem Veritys Tagebuch lässt Lowan erschaudern, denn ihr Vorbild ist nicht die, die sie zu sein scheint.

Ich finde das Cover sehr schön, aber auch ein wenig irreführend. Wenn ich im Buchhandel daran vorbeigelaufen bin, habe ich mich nie näher damit beschäftigt, weil ich eine Story in die Richtung "Weil ich Layken liebe" erwartet habe.

Der Klappentext war vielversprechend, der Einstieg in das Buch hat meine Begeisterung ein wenig gebremst. Ich mag die Bücher von Colleen Hoover und bin es nicht gewohnt, dass mich schon der Anfang eines ihrer Bücher "enttäuscht".

Nach den ersten paar Kapiteln hat sich das Blatt aber wortwörtlich gewendet und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Lowan war mir zwar das ganze Buch über nicht sonderlich sympathisch, dennoch habe ich war ich gefesselt von den Erkenntnissen die sie gewonnen hat und wie es damit wohl weitergeht.

Jeremy fand ich von Anfang an super - ein Gentleman, der noch Manieren hat. Zwar hat sich meine Meinung über ihn im Laufe des Buches ein wenig geändert, dennoch hat er mir von allen am besten gefallen.

Und Verity...ich kann hier nicht viel über sie sagen, ohne dass ich zu viel verrate, aber ich bin geschockt.

Das Setting hat mir unglaublich gut gefallen, ich hatte das Haus wirklich gut vor Augen, auch die Aussicht und diese Beklemmung, die Lowan machmal gespürt hat.

Am meisten haben mir, ehrlich gesagt, die Auszüge aus Veritys Tagebuch gefallen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, ich wollte unbedingt wissen, was als nächstes passiert.

Das Ende hat allem nochmal das i-Tüpfelchen aufgesetzt, ich fand es grandios!

Wie auch in ihren anderen Büchern hat mich der Schreibstil von Colleen Hoover wieder aufs Neue begeistert - fesselnd bis zur letzten Seite.

Fazit:

Ein tolles Buch mit spannender Handlung und vielseitigen Charakteren - mehr davon!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

Definitiv ein Jahreshighlight

Don't LOVE me
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Kenzie möchte gerne Innenarchitektur an der UCL in London studieren. Als ihr vielversprechendes Praktikum in letzter Minute abgesagt wird, steht sie vor dem nichts. Glücklicherweise ist die Jugendfreundin ...

Kenzie möchte gerne Innenarchitektur an der UCL in London studieren. Als ihr vielversprechendes Praktikum in letzter Minute abgesagt wird, steht sie vor dem nichts. Glücklicherweise ist die Jugendfreundin ihrer Mutter Innenarchitektin in ihrer Schottischen Heimatstadt und bietet ihr kurzerhand eine neue Möglichkeit. Als sie bei ihrem ersten großen Projekt auf Lyall, den Erben einer großen Hotelkette trifft, überschlagen sich die Ereignisse und Kenzie muss sich entscheiden.

Ein schönes Cover, aber ehrlich gesagt nichts besonderes. Ich habe es schon ein paar Mal online gesehen und fand es nie so ansprechend, dass ich es für nötig gehalten habe auch den Klappentext dazu zu lesen. Klassischer Fall von "Don't judge a book by its cover"!

Als ich das Buch bekommen habe, hat sich schon ein kleiner Hype darum abgezeichnet, sodass ich beschlossen habe einfach mal ein wenig reinzulesen. Aus dem kurzen Reinlesen wurde dann ein ich-kann-es-nicht-mehr-aus-der-Hand-legen.

Kenzie war mir von Anfang an super sympathisch, was einer kleinen Sensation gleichkommt, der wer meine Rezensionen kennt, der weiß, dass ich an weiblichen Protagonistinnen fast nie ein gutes Haar lassen kann.

Kenzie ist aber anders. Sie ist entschlossen, sie weiß was sie will und sie möchte sich nicht anpassen, nur um es jemandem rechtzumachen.

Lyall habe ich auch schnell ins Herz geschlossen. Eigentlich hat er mir ziemlich leid getan, je mehr ich über seine Familie erfahren habe - das hatte fast schon mafiöse Strukturen.

Die Handlung hat mich sofort gefesselt. Alleine diese düstere schottische Highland-Atmosphäre hat mich richtig mitgerissen. Ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass mir die Sache zwischen Lyall und Kenzie irgendwann auf die Nerven geht, weil ich mich schnell langweile, wenn so viel um den heißen Brei geredet wird, aber hier sind ja immer neue Dinge ans Licht gekommen, die alles über den Haufen geworfen haben.

Auch den Schreibstil finde ich fantastisch! Das ist mein erstes Buch von Lena Kiefer und ich muss sagen: Ich bin fast ein bisschen sauer auf mich selbst, dass es so lange gedauert hat, bis ich so eine tolle Autorin entdeckt habe. Der Schreibstil ist so flüssig und mitreißend, dass ich schier durch die Seiten geflogen bin.

Fazit:

Ein fantastisches Buch und definitiv ein Jahreshighlight! Ich freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere