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Helen_Elli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2018

Eine nette Liebesgeschichte à la Cinderella

Nothing Like Us
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Lena Winter sucht ihr Glück in New York. Für ihren Traum macht sie ein Praktikum in der Küche des noblen WEST Hotel & Residences.<br />Doch aller Anfang ist schwer und so begreift sie, dass sie viele andere ...

Lena Winter sucht ihr Glück in New York. Für ihren Traum macht sie ein Praktikum in der Küche des noblen WEST Hotel & Residences.<br />Doch aller Anfang ist schwer und so begreift sie, dass sie viele andere Aufgaben zuerst erledigen muss, bevor sie die Chance bekommt in der Küche zu lernen.<br />Bei einem ihrer Aufträge wird ihr die Unterstützung eines weiteren Praktikanten zugesichert. Doch wie es der Zufall so will, begegnet sie nicht diesen, sondern den Sohn des Hotelbesitzers, Sander West, und verdonnert ihn gleich zu seiner Mithilfe. Jedoch nichts ahnend, wer da eigentlich vor ihr steht.<br />Ein kleines Verwechslungsspiel beginnt, welches Sander keineswegs gedenkt so schnell aufzuklären, denn irgendetwas reizt ihn an Lena.<br /><br />Dies ist der erste Band einer Reihe, wobei ich finde, dass dieser auch gut alleine stehen kann. Aber wer weiß, vielleicht sind in den Folgebänden andere Protagonisten im Vordergrund.<br />Die Geschichte liest sich recht flüssig, selbst durch die zwei Erzählstränge hat man nicht das Gefühl, etwas würde ins Stocken geraten oder unnütz wiederholt werden. Wir lesen sowohl aus Lenas Sicht, als auch aus Sanders, wobei dies klar dargestellt wird, indem der Name oben auf der Seite zu lesen sind. Verwechslungsgefahr ist somit ausgeschlossen.<br />Mir hat der Wechsel von Lena zu Sander sehr gut gefallen und gerade zu Anfang für humorvolle Momente gesorgt. Denn wir als Leser wussten von Anfang an, dass Sander kein Praktikant ist, aber Lena muss erst noch darauf kommen.<br />Bei der Vielzahl von Büchern oder Filmen auf den Markt, ist es natürlich sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich, das Rad neu zu erfinden, und so kommt einem das Setting bekannt vor. Reicher Hotelerbe trifft gutbürgerliches Mädchen. Eine kleine Cinderella Story. So findet man auch hier gewisse Klischees oder ahnt schon, welche Probleme auftreten könnten etc. Für mich muss dies aber nicht gleich negativ sein, wenn eine Geschichte gut verpackt wurde und die Charaktere etwas an sich haben, was mich dazu verleitet, dass ich es weiterlesen möchte.<br />So war es hier auch. Ich fand es sehr schön zu lesen, wie Lena sich in New York einlebt und quasi von null anfängt. Sie kennt nichts und niemanden und erlebt quasi alles neu. Sie schließt neue Freundschaften, lernt neue Orte kennen und versucht in ihrem Praktikum weiterzukommen.<br />Doch gerade zum Ende hin gab es etwas, was ich unglaubwürdig fand und mir Lena, wie ein 15-jähriges und nicht wie 19-jähriges Mädchen erschienen lies.<br />Ich habe einfach mit einer gewissen „Reife“ gerechnet, aber da habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt. Dinge wie naiv, unbesonnen und vorschnell gingen mir durch den Kopf.<br />Das hat es für mich etwas kaputt gemacht.<br />Es war eine ganz nette Story, die aber anders hätte verlaufen können. „Probleme“ hätten anders angegangen und Reaktionen anders verlaufen können, ohne an ihrem Alter zu zweifeln.<br />Nichtsdestotrotz besticht dieses Buch auch durch seine Charaktere und darum kann ich mir auch gut vorstellen, dass ihre neuen Freunde, in den weiteren Band/Bänden ihre großen Auftritte bekommen.<br />Ob die Reise für mich weitergeht, wird sich noch zeigen...

Veröffentlicht am 04.04.2018

Verschenktes Potenzial

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Durch einen Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch das hält sie nicht davon ab, wie geplant ihr Studium am Harkness College zu beginnen. Dort begegnet sie am Tag ihres Einzugs ...

Durch einen Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch das hält sie nicht davon ab, wie geplant ihr Studium am Harkness College zu beginnen. Dort begegnet sie am Tag ihres Einzugs ihren neuen Nachbarn Adam Hartley. Dieser wurde ebenso wie sie, dem barrierefreien Wohnheim zugeteilt, als er sich einen Beinbruch zugezogen hat.<br />Die beiden scheint gleich etwas zu verbinden, stellen sie sich doch gemeinsam den täglichen Herausforderungen auf dem College mit Krücken und Rollstuhl.<br /><br />Die Beschreibung des Buches war vielversprechend. Finden wir hier doch mal eine Protagonistin die mit einem Handicap zu kämpfen hat und ihre Lebensplanung ändern muss. Ihren Traum auf dem Eis muss sie aufgeben und so etwas Simples wie Hauseingänge werden auf einmal zur Herausforderung, wenn sie nur Treppen haben.<br />So begleitet man sie bei den täglichen Hindernissen, erleben aber auch die sozial emotionalen „Schwierigkeiten“, die sie ausgesetzt ist.<br />Trotz dieses doch ernsten Themas sprüht dieses Buch auch von Witz, was mit Sicherheit auch an Adam liegt, der sie gleich unter seine Fittiche nimmt und mit ihr alles erlebt.<br />Die Beiden verbringen sehr viel Zeit miteinander und doch erfährt man von Adam, oder Hartley wie er eigentlich immer im Buch genannt wird, sehr wenig.<br />Die Geschichte wird zwar aus Coreys und Adams Sicht erzählt, doch wird sein eigenständiges Leben kaum erwähnt. Es steht eindeutig Coreys Leben im Vordergrund und dennoch wäre es schön gewesen, auch ein bisschen mehr über Adam zu erfahren.<br />Es treten im Laufe des Buches auch gewisse Ungereimtheiten zu seiner Person auf, diese werden aber erst ganz am Ende des Buches aufgeklärt und dies auch noch sehr zügig, so dass das alles auf mich ein wenig gehetzt wirkte. <br />Coreys Krankengeschichte und dessen Auswirkungen sind zwar fester Bestandteil dieses Buches, aber es wurden bestimmte Sachen für mich nicht ausreichend erklärt, so dass ich beim Lesen öfter stutzte und ernsthaft überlegte, ob ich so etwas wissen muss. Aber nein, das gehört nicht alles zur Allgemeinbildung, hätte also ein bisschen mehr erklärt werden können.<br />Dann gab es noch die Vater-Tochter Beziehung, über die bereits zu Beginn des Buches gesagt wird, dass sie unter dem Unfall gelitten hat. Später erfährt man auch eventuelle Gründe dafür. Diese werden zwar quasi gezeigt, aber nicht näher beachtet und da frage ich mich schon, warum erst erwähnen, wenn es nicht weiter berücksichtig wird.<br />Alles in allem fand ich die Geschichte unterhaltsam und auch witzig, aber ich hätte gerne noch mehr über die Charaktere erfahren. Auch die „Nebencharaktere“ wie die Mitbewohnerin oder verschiedene Mitstudenten die Corey trifft, werden eigentlich nur kurz erwähnt und wirken so ein wenig zu blass. Vielleicht ist es auch den Zeitsprüngen im Buch zu verschulden, weil die Geschichte mehrere Monate abhandelt, aber es wirkte so alles ein wenig zu oberflächlich und auch unvollständig. Das fand ich alles sehr schade. Ein paar Seiten mehr hätten da Abhilfe schaffen können.<br />Das Buch hatte einen angenehmen, leichten Schreibstil, der passend für die Geschichte des Buches ist und sich schnell lesen lies. Doch ist ein angenehmer Schreibstil und eine gute Idee nun einmal nicht alles. Die Geschichte hatte so viel Potenzial, was aber leider nicht ausgeschöpft wurde.