Profilbild von Hermione27

Hermione27

Lesejury Star
offline

Hermione27 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hermione27 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2025

Komplexer und fundiert recherchierter historischer Roman 

Der Krieger und die Königin
0

Zum Inhalt:
Dieser historische Roman spielt im Frühmittelalter im heutigen Bayern und Italien. Hauptpersonen sind der junge Krieger Garibald und die Langobarden-Prinzessin Waltrada.
Als sich die beiden ...

Zum Inhalt:
Dieser historische Roman spielt im Frühmittelalter im heutigen Bayern und Italien. Hauptpersonen sind der junge Krieger Garibald und die Langobarden-Prinzessin Waltrada.
Als sich die beiden zum ersten Mal begegnen, ist Waltrada eine Geisel der Franken und Garibald verhindert ihre Befreiung, ohne zu wissen, dass sie eine Geisel ist.
Später kämpft Garibald an der Seite der Ostgoten in Italien und Waltrada muss gegen ihren Willen den mächtigen Franken-König heiraten.
Doch die beiden können sich scheinbar nicht vergessen und ihre Wege kreuzen sich später wieder – was nicht nur ihre beiden Leben, sondern auch die Geschichte Deutschlands ändert.
 
 
Meine Meinung:
Mir fiel es zunächst schwer in die Handlung hineinzufinden, weil es von ungewöhnlichen und sehr ähnlich klingenden Namen von Personen nur so wimmelte, genauso wie von alten Ortsbezeichnungen rund um Flüsse, Regionen oder Städte.
Auch die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Handlungssträngen waren mir nicht so klar.
Das finde ich eher ungewöhnlich für einen Roman des Schriftstellerehepaars, die ich für ihre flüssige Erzählweise kenne und schätze.
 
Zum Glück hilft ein ausführliches Glossar ein wenig mit den ungewohnten Ortsbezeichnungen etc.
 
Ich bin dann im Laufe der Zeit besser in die Handlung gekommen, als ich mich ein wenig an das Setting und die Personen gewöhnt hatte. Vor allem Garibald war mir sehr sympathisch aufgrund seines aufrechten Charakters und seiner starken Werte.
Dennoch hätte ich mir das Leseerlebnis etwas flüssiger gewünscht, so wie ich es von den anderen Romanen von Iny Lorentz gewohnt bin.
Diese Komplexität und Sperrigkeit kenne ich von den anderen Romanen nicht.
Die Handlung zeichnet sich – wie es sicherlich für die entsprechende Zeit auch so richtig beschrieben ist – darüber hinaus durch eine große Brutalität aus, was mich beim Lesen etwas belastet hat.
 
Sicherlich ist die gründliche und fundierte Recherche hervorzuheben, die einem ermöglicht, sich gut vorzustellen, wie die Menschen zu der Zeit in Deutschland und Italien gelebt haben.
 
 
Fazit:
Insgesamt ein gut recherchierter historischer Roman. Vom Schreibstil her haben mir die vielen anderen Romane des Autorenpaares, die ich bisher gelesen habe, noch besser gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2025

Grandioser zweiter Teil und krönender Abschluss - fast noch emotionaler, spannender und berührender als Band 1

Little Germany - Der Geschmack von Freiheit
0

Zum Inhalt:
Lissi und Julia wagen wiederum einen Neuanfang in New York und eröffnen in Yorkville eine Konditorei, nachdem in der Brezelbäckerei in Little Germany nach dem tragischen Schiffsunglück keine ...

Zum Inhalt:
Lissi und Julia wagen wiederum einen Neuanfang in New York und eröffnen in Yorkville eine Konditorei, nachdem in der Brezelbäckerei in Little Germany nach dem tragischen Schiffsunglück keine rechte Freude mehr einkehren wollte. 
Mit ihren Freunden in einer eingeschworenen Gemeinschaft arbeiten sie hart für den Erfolg. 
Doch zwei Männer aus ihrer Vergangenheit lassen sie nicht los...
 
 
Meine Meinung:
Ich habe den ersten Teil von Little Germany verschlungen und liebe generell die wunderschönen Romane von Maria Nikolai. 
So war ich bei Band 2 auch von der ersten Seite an wieder mitten im Geschehen, das sich wirklich nahtlos an den ersten Teil anschließt. 
Der Roman ist aus den unterschiedlichen Perspektiven der handelnden Personen erzählt, die sich kapitelweise abwechseln. Nicht nur Julias und Lissis Perspektive können wir als Leser:innen verfolgen, sondern auch zahlreiche andere ebenso warmherzig und authentisch gezeichnete Personen. So bekommt man ein rundes Bild und möchte – auch dank des wahnsinnig flüssigen Schreibstils - immer weiter und weiter lesen. 
Da ich die Personen schon im ersten Teil sehr liebgewonnen hatte, habe ich mich über ein "Wiederlesen" sehr gefreut und habe mit ihnen gelitten und mich mit ihnen gefreut. 
 
Die Handlung ist gleichermaßen spannend und emotional und es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die ich so nicht vorhergesehen hatte. Besonders positiv fand ich den Aufbau der neuen Konditorei, den das Team gemeinsam stemmt und der sehr liebevoll und plastisch beschrieben wird.
Nicht zuletzt die glaubwürdig dargestellten Gefühle der handelnden Personen geben dem Roman eine Tiefe und Vielschichtigkeit, die ich sehr genossen habe.
 
Neben der berührenden und spannenden Handlung ist die genaue und fundierte Recherche hervorzuheben, die diesem Roman zugrunde liegt. Man kann sich nach der Lektüre sehr gut vorstellen, wie es den Menschen in New York zu der Zeit ergangen ist, welche Sorgen und Nöte, Träume und Hoffnungen sie hatten. Auch das Zusammenleben der verschiedenen Nationalitäten in diesem "Meeting Pot" kommt sehr gut zum Ausdruck.
Besonders berührt hat mich das Schicksal der Passagiere des Schiffes "Slocum", die Opfer einer großen Katastrophe wurden, als ein Feuer an Bord ausbrach und die nicht angemessenen Sicherungsmaßnahmen zu vielen Toten und Schwerverletzten geführt haben. Mich hat es richtig wütend gemacht, mit welcher Borniertheit die Verantwortlichen damit umgegangen sind. 
 
Abgerundet wird das Leseerlebnis durch weitere ausführlich und anschaulich beschriebene Hintergründe zu den historischen Schauplätzen, ein Glossar, Rezepte etc.
 
 
Fazit:
Schade, dass diese Reihe nur zwei Bände hat - ich hätte gerne noch mehr Zeit in dieser wundervoll erzählten Geschichte verbracht. Für mich ein absolutes Lesehighlight!
 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2025

Wunderschöner kuscheliger Weihnachtsroman nicht nur für Hundeliebhaber

Schneeflöckchen, Weißpfötchen
0

Zum Inhalt:
Elli und Xander sind schon seit ihrer Schulzeit beste Freunde. Doch als Fotograf und Fotokünstler Xander nach langen Auslandsaufenthalten und Blogger-Reisen in die alte Heimat im Rheinland ...

Zum Inhalt:
Elli und Xander sind schon seit ihrer Schulzeit beste Freunde. Doch als Fotograf und Fotokünstler Xander nach langen Auslandsaufenthalten und Blogger-Reisen in die alte Heimat im Rheinland zurückkehrt, ist irgendetwas anders und zwischen den beiden guten Freunden entstehen merkwürdige Momente.
Dann ist da noch Patrice, der smarte Anwalt, den Elli im Baumarkt kennengelernt hat und der sie zu vielen gemeinsamen Unternehmungen einlädt. Außerdem drängt sich die ausgesetzte weiße Schäferhündin Amara in Ellis Leben, was dieser gar nicht so recht ist, denn seitdem sie als Kind einmal von einem Hund angefallen wurde, hat sie Angst vor Hunden, vor allem vor großen.
Kann der Weihnachtsmann mit seinem Elfenteam hier helfen, so dass die großen Weihnachtswünsche aller Beteiligten in Erfüllung gehen?
 
 
Meine Meinung:
Die Weihnachtsromane von Petra Schier liebe ich sehr und ich lese jedes Jahr das neue Buch in der Regel vor der Adventszeit. Auch in diesem Jahr habe ich mich sehr auf das Erscheinen des neuen Romans gefreut und habe das Leseerlebnis sehr genossen.
Das Buch hat alle Zutaten, die ein schöner romantischer Weihnachtsroman haben muss. Mit Elli und Xander sind die Hauptfiguren zwei authentische Protagonisten, die ihre Ecken und Kanten haben und zwischen denen es von Anfang an in angenehmer Art und Weise funkt. Dies trägt gut durch die Handlung, zusammen mit dem Strang rund um die ausgesetzte weiße Schäferhündin Amara (die immer wieder auf zauberhafte Weise zu Wort kommt) und dem Handlungsstrang rund um Patrice, der ebenfalls um Elli wirbt.
Gut gefallen hat mir auch, dass es viele nette Begegnungen mit liebgewonnen Charakteren aus früheren Romanen gibt, insbesondere in dem kleinen (nicht näher genannten) Städtchen im Rheinland, in dem die Weihnachtsromane spielen, aber auch im fiktiven Lichterhaven (in dem die Sommerromane der Autorin spielen) und sogar mit Orten (Restaurants) aus „Agentin wider Willen“ von Mila Roth.
Es hat mir Spaß gemacht zu sehen, wie sich die Personen aus vorherigen Romanen weiterentwickelt haben, und man hat das Gefühl zu einem kleinen Klassentreffen dazu zu kommen.
 
Neben den Passagen mit den Gedanken von Amara (typisch für die Romane der Autorin) gibt es auch wieder Kapitel, in denen man den Weihnachtsmann und seine Elfen direkt begleitet.
So sorgt das Buch für Weihnachtsgefühle und regt die Vorfreude an. Hierzu haben auch die vielen weihnachtlichen Elemente beigetragen, die in der Handlung vorkommen – wie eine Back-Aktion, Besuche auf dem Weihnachtsmarkt, weihnachtliche Deko, Weihnachtsbaum-Kaufen o.ä.
Alles ist sehr schön und aus einem Guss beschrieben. Nicht zuletzt die gekonnt erzählten Dialoge und der feine Humor steigern das Lesevergnügen.
 
Wer mag, kann das Buch sogar als Adventskalender nutzen: Es gibt ein Kapitel für jeden Tag vom 1. bis zum 24. Dezember mit einem kurzen Bonus-Kapitel für den 1. Weihnachtsfeiertag.
 
 
Fazit:
Den neuen Weihnachtsroman von Petra Schier kann ich wieder wärmstens empfehlen. Er hat mir sehr schöne kuschelige und  unterhaltsame Stunden geschenkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Wieder ein packender Fall für das Miesbacher Ermittlerduo

Bodenfrost
0

Zum Inhalt:
Kreuthner wird verdonnert, sich beim Kindernachmittag der Polizei um die Kleinen zu kümmern. Doch ausgerechnet auf dem abgelegenen Gelände wird die Leiche von Unternehmer Vitus Zander gefunden, ...

Zum Inhalt:
Kreuthner wird verdonnert, sich beim Kindernachmittag der Polizei um die Kleinen zu kümmern. Doch ausgerechnet auf dem abgelegenen Gelände wird die Leiche von Unternehmer Vitus Zander gefunden, um dessen Ehe es nicht zum Besten gestellt war.
Seine Frau scheint unter einer teilweisen Amnesie zu leiden, was die Ermittlungen nicht gerade einfacher macht. 


Meine Meinung:
Von der ersten Seite an war ich von der Handlung gefangen und habe mit großer Spannung die Ermittlungen von Kommissar Wallner und Kreuthner verfolgt.
Der Krimi ist sehr geschickt aufgebaut und wird aus unterschiedlichen Perspektiven sowie zeitlich versetzt erzählt. 
Bis zum Schluss bleibt es daher hochspannend und ich habe dem Ende entgegengefiebert, an dem sich schließlich alle Fäden zu einer stimmigen und überraschenden Auflösung zusammenfügen. Auch dank das gut zu lesenden, extrem flüssigen Schreibstils konnte ich das Buch praktisch nicht aus der Hand legen.  

Neben der spannenden Handlung hat mir auch wieder der besondere Humor in der Erzählung gut gefallen, der sich u.a. aus der Unterschiedlichkeit der beiden Ermittler und der besonderen Schlitzohrigkeit von Kreuthner ergibt. So langsam sind mir die beiden schon ans Herz gewachsen. 

Darüber hinaus ist auch das Flair der Region Miesbach sehr authentisch beschrieben, nicht zuletzt durch Einflechten von bayerischer Sprache, bei der ich mich beim Lesen besonders konzentrieren musste. 


Fazit: 
Von mir eine unbedingte Empfehlung für diese Reihe spannender Regionalkrimis und auch für diesen neuen Band, den ich praktisch nicht aus der Hand legen konnte. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2025

Wunderschön gestaltetes Buch mit besonderen Rezepten und viel Flair

Provenzalischer Wintergenuss
0

Zum Inhalt:
Auf 200 Seiten bringt Sophie Bonnet mehr als 60 Rezepte, die in sieben große Abschnitte eingeteilt sind - angefangen vom Herbst über den Winter bis hin zu den Feiertagen und Neujahr. 
Das großformatige ...

Zum Inhalt:
Auf 200 Seiten bringt Sophie Bonnet mehr als 60 Rezepte, die in sieben große Abschnitte eingeteilt sind - angefangen vom Herbst über den Winter bis hin zu den Feiertagen und Neujahr. 
Das großformatige Buch ist reich bebildert und enthält darüber hinaus ein übersichtliches Register und einige Geschichten und Bräuche aus der Provence.


Meine Meinung:
Das Buch hat mir auf den ersten Blick aufgrund seiner hochwertigen Aufmachung und tollen Ausstattung extrem gut gefallen und schon beim Durchblättern der haptisch sehr angenehmen Seiten war ich ganz begeistert.
Durch die vielen zauberhaften Fotos war ich gleich inspiriert und habe Lust bekommen, das eine oder andere Rezept auszuprobieren. Besonders gut gefallen haben mir auch die vielen kleinen stimmungsvollen Fotos, die vorne und hinten in den inneren Umschlagseiten eingefügt sind. Sie vermitteln eine wunderbar gemütliche und kuschelige Stimmung für die kalte Jahreszeit.

Die Rezepte sind durchaus besonders und ungewöhnlich, dabei zum Teil auch recht anspruchsvoll. Es gibt zwar auch einfache Beispiele (warmer Orangensaft), aber die meisten Rezepte benötigen außergewöhnliche Zutaten und Zeit zum Vor- und Zubereiten. 
Dafür versprechen sie auch besondere Geschmackserlebnisse, wenn man es denn geschafft hat, sie nachzukochen. Französisch eben. 
Die Auswahl ist ansonsten sehr gut angepasst an die Jahreszeiten. Es gibt im Herbst leckere Gerichte mit Maronen, im Winter wärmende Eintöpfe und für die festlichen Tage Herzhaftes und Süßes, das für das Fest viel hermacht. 
Gut gefallen hat mir das Rezept für die Daube (eine Art Gulasch, hier mit Wild). 

Dabei sind die Beschreibungen sehr klar gehalten und das Buch macht mit seinem schönen Schreibstil und vielen Details in den Texten drumherum große Lust mehr von der wunderschönen Provence zu entdecken. Es ist alles sehr durchdacht, stimmig und hochwertig gehalten und macht beim Lesen und Durchblättern wirklich viel Freude. 


Fazit:
Mir macht das Schmökern in diesem inspirierenden Buch sehr viel Spaß und ich kann es mir auch sehr gut als Geschenk für alle vorstellen, die Frankreich, gute Küche und die kalte Jahreszeit lieben. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere