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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2019

Eher schwach - konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen

Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine
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Sarah hat einen Buchladen in einem kleinen US-amerikanischen Ort, in dem alles sehr geruhsam vor sich geht. Da erreicht sie von ihrer Buchhändler-Freundin Sophie aus Paris das Angebot ihre Stellen für ...

Sarah hat einen Buchladen in einem kleinen US-amerikanischen Ort, in dem alles sehr geruhsam vor sich geht. Da erreicht sie von ihrer Buchhändler-Freundin Sophie aus Paris das Angebot ihre Stellen für sechs Monate zu tauschen.
Auch wenn sie ihren Freund Ridge wohl sehr vermissen wird, sagt Sarah Hals über Kopf zu und stürzt sich in das Abenteuer Paris.
Doch der Alltag in der kleinen Buchhandlung an der Seine bettet sie nicht auf Rosen. Der Start ist eher holprig…


Meine Meinung:
Aufgrund des zauberhaft gestalteten Covers und des Klappentextes hatte ich mir von dem Roman einige schöne Lesestunden versprochen.
Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Die Erzählweise ist zwar einigermaßen flüssig, aber die Personen bleiben seltsam blass und vor allem sehr steif. Sarah lässt sich von ihrem „Freund“ Ridge immer wieder vertrösten und hinhalten und steht nicht wirklich auf eigenen Beinen. Ich finde ihre Entwicklung ganz und gar nicht stimmig und sie ist mir als Person auch im Laufe der Handlung nicht sympathisch geworden.

Auch die Entwicklung des Buchladens in Paris wird nicht glaubwürdig gezeichnet. Es gibt immer wieder Schwierigkeiten, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen oder schon immer da waren, und keine stimmigen Ansätze, diese zu lösen.
Die Handlung plätschert vor sich hin und hat leider keinen wirklichen Spannungsbogen.

Gut gefallen hat mir, dass das Flair der französischen Hauptstadt gut rauskommt und zum Beispiel die kulinarischen Köstlichkeiten sehr authentisch beschrieben werden. An einigen Stellen habe ich beim Lesen regelrecht Hunger bekommen und kann total gut nachvollziehen, dass die Franzosen solch einen Wert auf gute Lebensmittel legen.


Fazit:
Leider fand ich die Handlung und die Personen des Romans wenig überzeugend, so dass für mich neben dem schönen Cover leider wenige Punkte auf der Habenseite zu verbuchen sind. Die Lektüre habe ich fast als Zeitverschwendung empfunden…

Veröffentlicht am 08.07.2019

Ganz witzig, aber mehr auch nicht

Der Löwe büllt
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Nico Schnös, der im Controlling bei Toyota arbeitet, wird von seinem Chef in Zwangsurlaub geschickt, weil er völlig überarbeitet zu sein scheint und im Büro schon mal einen Ausraster hatte.
Während Nicos ...

Nico Schnös, der im Controlling bei Toyota arbeitet, wird von seinem Chef in Zwangsurlaub geschickt, weil er völlig überarbeitet zu sein scheint und im Büro schon mal einen Ausraster hatte.
Während Nicos Frau Mia einen Meditationsworkshop nach dem anderen macht, hat seine Mutter nichts Besseres vor, als ihren Sohn in den Urlaub zu begleiten. Denn sie ist seit dem Tod ihres Mannes vor weniger als einem Jahr allein und meldet sich sowieso zu jeder Kleinigkeit bei ihrem Sohn.
So brechen Nico und seine Mutter in den gemeinsamen Urlaub in einem Ferienclub auf den Kanaren auf, und Nico hat das klare Ziel, sich auf jeden Fall zu erholen…


Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Tommy Jaud aufgrund ihres unverkrampften und manchmal fast schmerzhaften Humors sehr gerne. Auch in diesem neuen Roman blitzte an einigen Stellen dieser coole Humor durchaus auf – und es gab einige Szenen bei denen ich schmunzeln musste. Auch einige Sprüche haben mir sehr gut gefallen, denn sie waren so herrlich war über das Wesen des Urlaubs, den deutschen Urlauber und auch Cluburlaube im Besonderen. So sagt ein sehr weiser Mann einmal zu Nico, dass sich die meisten Gäste am allermeisten durch die anderen Gäste gestört fühlen. Nicht das Wetter, nicht das Essen… vermiesen den Urlaub, sondern die anderen Urlauber. Wie wahr, wie wahr!
Insgesamt ist der Roman gewohnt flüssig und sehr flapsig erzählt. Nico Schnös und seine Mutter Rosi Schnös sind Jaud-typisch überzogen gezeichnet, so dass ich mich an vielen Stellen fremdgeschämt habe.
Letztlich hatte ich mir jedoch etwas mehr von dem Roman versprochen, sowohl in Bezug auf die Handlung als auch in Bezug auf die Charaktere und den Humor. Er ist zwar ganz nett und ganz witzig, aber mehr auch nicht.


Fazit:
Wer Tommy Jauds Bücher mag, kann auch mit diesem nicht viel falsch machen. Es gibt aber einige Bücher aus seiner Feder, die mir noch viel besser gefallen haben (z.B. Hummeldumm). Manchmal nutzen sich bestimmte Witze auch ab…

Veröffentlicht am 08.07.2019

Konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen trotz einer Steigerung im Laufe des Buches

Schwestern für einen Sommer
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Die Halbschwestern Cassie und Julie haben seit Jahren keinen Kontakt mehr, obwohl sie früher die besten Freundinnen waren und wundervolle Sommer im Standhaus ihrer Großmutter in den Hamptons verbracht ...

Die Halbschwestern Cassie und Julie haben seit Jahren keinen Kontakt mehr, obwohl sie früher die besten Freundinnen waren und wundervolle Sommer im Standhaus ihrer Großmutter in den Hamptons verbracht haben. Als ihre Großmutter stirbt, hat sie nur noch einen letzten Wunsch: Julie und Cassie sollen noch einmal den Sommer gemeinsam in ihrem alten Haus am Strand verbringen.
Werden die beiden sich der Vergangenheit stellen und den Wunsch der Großmutter erfüllen?


Meine Meinung:
Die Erzählung beginnt ruhig mit kurzen Kapiteln aus der wechselnden Perspektive von Cassie und Julie, die sich bis zum Ende des Buches durchzieht. Ich habe erst einmal etwas gebraucht, bis ich mit den handelnden Personen und der Erzählweise warm wurde, und das Buch auch einmal für längere Zeit weggelegt.
Anfangs fand ich es schlicht langweilig, langatmig und zu wenig spannend. Zum Glück hat die Spannung im Laufe des Romans ein klein wenig zulegt, als man mehr über die Vergangenheit der beiden Halbschwestern erfahren hat. Nichtsdestotrotz fand ich die beiden handelnden Personen bis zum Ende nicht völlig authentisch und manchmal arg gekünstelt.
Aus dem Stoff der Erzählung hätte man sicherlich mehr machen können.
Auch die Umgebung bleibt viel zu blass, ich hätte mir auch hier mehr Lokalkolorit für die Hamptons gewünscht.


Fazit:
Eine sehr schöne Idee für einen Roman, allerdings hätte man meines Erachtens deutlich mehr daraus machen können und müssen. Man verpasst nicht viel, wenn man das Buch nicht liest.

Veröffentlicht am 08.07.2019

Solider Krimi vor der spannenden Kulisse Cornwalls

Nachts schweigt das Meer
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Ben ist Detective Inspector bei der Londoner Polizei und hat sich gerade eine Auszeit genommen, um sich in Cornwall auf seiner Heimatinsel zu erholen und auf andere Gedanken zu kommen. Doch bereits kurz ...

Ben ist Detective Inspector bei der Londoner Polizei und hat sich gerade eine Auszeit genommen, um sich in Cornwall auf seiner Heimatinsel zu erholen und auf andere Gedanken zu kommen. Doch bereits kurz nach seiner Anreise stellt sich heraus, dass ein 16jähriges Mädchen dort gewaltsam zu Tode gekommen ist, und Ben meldet sich freiwillig, um die Ermittlungen zu übernehmen.
An Verdächtigen mangelt es nicht, auch wenn Ben sich das bei manchen von ihnen, die er sein Leben lang kennt, so gar nicht vorstellen kann…


Meine Meinung:
Der Krimi ist in einem relativ konstanten, ruhigen Erzähltempo geschrieben, bei dem man den Fortgang der Ermittlungen als Leser(in) gut mitverfolgen kann. Es gibt keine übermäßig spannenden oder unheimlichen Verläufe und auch der Charakter des Ermittlers Ben wird eher gemäßigt beschrieben.
Der Fall an sich ist schon recht glaubwürdig und in sich stimmig konstruiert, wenngleich er nicht mit bahnbrechenden Überraschungen aufwartet. Er plätschert eben auch vor sich hin, Schritt für Schritt, in sich recht logisch.
Sehr gut gefallen hat mir hingegen das Setting des Romans. Da ich selbst in diesem Jahr zum ersten Mal im schönen Cornwall in Urlaub war, waren mir viele der Orte vertraut. Auch die Besonderheiten der Landschaft, der Menschen etc. kommt im Roman gut raus.
Sicherlich hätte man insgesamt noch mehr aus dem Fall machen und das Buch insgesamt spannender gestalten können, aber es ist insgesamt ein ordentlicher Krimi.


Fazit:
Ich empfehle das Buch besonders denjenigen Lesern, die sich für ein schönes Setting in Cornwall interessieren. Der Fall an sich war für mich eher schwächer, aber das Flair hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 07.07.2019

Unterhaltsamer kleiner Roman mit einer schönen Botschaft

Nachtflug
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Ein Flug von Berlin nach New York bringt zwei ganz unterschiedliche Personen zusammen: Jakob ist erfolgreicher Anwalt und junger Familienvater, der für einen Job regelmäßig nach New York pendelt, und Ingrid ...

Ein Flug von Berlin nach New York bringt zwei ganz unterschiedliche Personen zusammen: Jakob ist erfolgreicher Anwalt und junger Familienvater, der für einen Job regelmäßig nach New York pendelt, und Ingrid ist in den mittleren Jahren und fliegt zum allerersten Mal. Sie will ihren ersten Mann, ihre große Liebe, in New York besuchen, nachdem sie ihn über 30 Jahre nicht gesehen hat, da er damals die DDR verlassen hat.
Als das Flugzeug in Turbulenzen gerät, öffnen sich die beiden sich gegenseitig und es kommt zu überraschenden Erkenntnissen und neuen Entwicklungen…


Meine Meinung:
Ich habe das kurze Buch im Flugzeug gelesen, was natürlich sehr passend war. Dank der kurzweiligen Erzählweise und den abwechslungsreichen Abschnitten, die aus der Sicht von Jakob und von Ingrid erzählt werden, war ich recht schnell im Geschehen und hatte das Buch auch relativ zügig ausgelesen.
Es hat mir ein paar unterhaltsame, aber auch nachdenklich stimmende Stunden beschert, denn die Zusammenhänge, die nach und nach hinsichtlich der beiden Personen herauskamen, hatten es zum Teil schon in sich. Es gibt witzige Szenen, weil zum Beispiel Ingrid nicht so weltgewandt ist und bestimmte „neumodische“ Lebensmittel oder technische Gadgets nicht kennt, aber eben auch Tiefgründigeres, wo man sich auch als Leser(in) fragt, was eigentlich im Leben wirklich wichtig ist.
Das Ende ist dann sehr stimmig und passend und versöhnlich.
Schließlich fand ich auch das Cover und den Satz sehr liebevoll gestaltet, so dass das Lesevergnügen zusätzlich noch unterstrichen wurde.


Fazit:
Ich empfehle diesen sehr netten Roman allen, die kurzweilige und doch etwas tiefgründige Unterhaltung suchen und einmal für ein paar Stunden einen schönen Kurzurlaub machen wollen.