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Veröffentlicht am 26.04.2021

Chance vertan

Mord auf Provenzalisch
3

Der Roman "Mord auf provenzalisch" gleicht einem Baguette - locker und leicht kommt er daher, bei näherer Betrachtung fehlt ihm jedoch die Substanz.
Das Autorenduo, das unter dem Pseudomym Serena Kent ...

Der Roman "Mord auf provenzalisch" gleicht einem Baguette - locker und leicht kommt er daher, bei näherer Betrachtung fehlt ihm jedoch die Substanz.
Das Autorenduo, das unter dem Pseudomym Serena Kent schreibt, lässt ihre Protagonistin Penelope in der malerischen Kulisse der Provence ermitteln. Dorthin hat es die Mitfünfzigerin nach der Trennung von ihrem Mann verschlagen. Schon zum zweiten Mal muss sie in einem Mordfall in ihrer Umgebung ihre Kenntnisse aus ihrer früheren Tätigkeit als Sekretärin eines Gerichtsmediziners einsetzen. Im vorliegenden Fall wird sie bei einem Besuch einer Vernisage Zeugin, wie ein ausstellender Künstler vergiftet zusammenbricht. Einige Tage später verstirbt er im Krankenhaus.
Eigentlich hätte alles für eine vergnügliche Lektüre angerichtet sein können, aber leider zeigt der Krimi handwerkliche Schwächen, welche das Lesevergnügen schmälern. Die handelnden Figuren sind nicht sauber genug ausgearbeitet und daher fehlt ihnen die Tiefe, um sich mit ihnen identifizieren zu können. Auch die eigentliche Krimihandlung ist nicht durchgängig stringent. Die Auflösung des Falles erscheint eher willkürlich und passt auch nicht zum eigentlichen Charakter des Buches. Logische Brüche erschweren das Lesevergnügen und die gesetzten Cliffhanger für einen möglichen dritten Band erscheinen arg gewollt.
Hier wäre eindeutig mehr möglich gewesen.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung