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Veröffentlicht am 12.01.2021

Eine wahre und berührende Geschichte

Marta
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Selten hat mich ein Buch so abgeholt und mitgenommen wie „Marta“ von Monika Hürlimann. Der Leser begleitet eine Frau namens Marta, die Titelgebende, bei ihrer ganz persönlichen Reise durchs Leben mit all ...

Selten hat mich ein Buch so abgeholt und mitgenommen wie „Marta“ von Monika Hürlimann. Der Leser begleitet eine Frau namens Marta, die Titelgebende, bei ihrer ganz persönlichen Reise durchs Leben mit all den Irrungen, Wirrungen, Träumen und Lügen. Man lernt diese, für mich unglaublich kluge und taffe, Person von Kindesbeinen an kennen und durchlebt mit ihr Abschnitte ihres Lebens in drei verschiedenen Ländern. Beginnend in Polen, wo man als Leser die Lebenssituation von Martas Familie und vielen anderen Personen beschrieben bekommt, weitergehend zur Flucht nach Deutschland und schließlich endend in der Schweiz. Ich habe bis zur letzten Seite mit Marta mitgefiebert, denn ihre Mutter hatte wohl ein Geheimnis, welches nicht offenbart werden sollte... .

Monika Hürlimann schreibt sehr packend und authentisch zugleich, ohne, dass es schwer zu lesen ist. Ich habe mich persönlich sehr mit Marta identifiziert, da meine Familie Ähnliches in Bezug auf die Flucht aus der Ukraine durchgemacht hat und ich die Schulzeit von Marta und ihrem Bruder Tomek genauso durchlebt habe, ohne ein Wort deutsch zu können und stets um Anerkennung und gute Noten kämpfen, wo es anderen teilweise zugeflogen kam. Und auch ich wollte Ärztin werden ;) Mich haben auch sehr die Schilderungen aus der Psychiatrie begeistert.

Von mir gibt es für dieses Buch und die Autorin eine klare Empfehlung. Ich bin gespannt, ob sie noch weitere Bücher veröffentlicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2021

Jetzt sei doch nicht manoli =)

Das Café unter den Linden
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Nette Geschichte über die Zwanziger, Freundschaften, Filmgeschichte und (natürlich) die Liebe.
Ich habe die Autorin Joan Weng über eine Leserunde entdeckt und bin immer wieder begeistert und eingenommen ...

Nette Geschichte über die Zwanziger, Freundschaften, Filmgeschichte und (natürlich) die Liebe.
Ich habe die Autorin Joan Weng über eine Leserunde entdeckt und bin immer wieder begeistert und eingenommen von der Herzlichkeit und der Authentizität ihrer Charaktere, die auch in anderen Büchern von Frau Weng auftauchen und so sich immer weiter „entwickeln“.
In diesem Buch lernen wir Fritzi kennen, die alle Zelte abbricht und nach Berlin geht, um sich einen Traum zu erfüllen: sie möchte Drehbücher schreiben. Ein Job als Tippfräulein soll das erste Geld in die Kasse spülen, doch der ersehnte Arbeitgeber entpuppt sich nicht als reicher und angesehener Graf, sondern als ein chaotischer Träumer, der pleite ist. Und so landet Fritzi ohne jegliche Hoffnung auf einem gelben Sofa bei Wlad und Rosa, die sich ihrer annehmen. Die beiden sind nicht nur Künstler, sondern auch schwul... und so beginnt Fritzis Reise durch die Roaring Twenties im schillernden Berlin, wobei natürlich das Café unter den Linden nicht fehlen darf.
Amüsante und herzliche Lektüre!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 03.01.2021

Das Leben von Frida Kahlo

Frida Kahlo und die Farben des Lebens
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Überall, ob Mode oder Kunst oder auch politisch, trifft man auf sie – Frida. Viele Generationen von Frauen und Mädchen fühlten und fühlen sich durch die revolutionäre Gestalt der Malerin inspiriert. Wer ...

Überall, ob Mode oder Kunst oder auch politisch, trifft man auf sie – Frida. Viele Generationen von Frauen und Mädchen fühlten und fühlen sich durch die revolutionäre Gestalt der Malerin inspiriert. Wer hier eine reine Faktenbiographie erwartet und auf umfangreiche Erklärungen zu ihrer Kunst hofft, wird enttäuscht. Wer es jedoch zu schätzen vermag, dass Wahrheit und fiktion aufeinander treffen und einem den Sachverhalt unterhaltend nahebringen, wird dieses Buch und den Schreibstil mögen.

Der Roman macht an verschiedenen Stationen von Fridas Leben halt. Angefangen bei ihrer Schulzeit über ihren verhängnisvollen Unfall bis hin zu ihrer Ehe mit Diego. Ich habe das Buch an einem Tag gelesen und mich dazu bewegt gefühlt, mehr über die Künstlerin und die verschiedenen Personen in ihrem Leben zu forschen und mich letztendlich mehr mit ihrer Kunst zu beschäftigen. Für mich eine Lesereise, die bis heute andauert.

  • Cover
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Veröffentlicht am 03.01.2021

Spannung in Zeiten der Franco Diktatur

Wir sind für die Ewigkeit
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Wer viele historische Romane liest, dem begegnet die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg (und danach) oft über Geschichten von deutschen, polnischen oder russischen Familien. Astrid Töpfner greift diese Zeit ...

Wer viele historische Romane liest, dem begegnet die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg (und danach) oft über Geschichten von deutschen, polnischen oder russischen Familien. Astrid Töpfner greift diese Zeit in ihrem Roman auf spanischem Boden auf und nimmt den Leser mit und zwar so, dass man Seite nach Seite umblättert und teilweise die Luft anhalten muss.



Kurz zum Inhalt: Gleich am Anfang lernt man die junge 16jährige Mercedes bei einem Angriff auf ihr Dorf und der Verhaftung ihres Vaters kennen. Sie muss mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Felix vor den Angriffen fliehen und muss bereits jetzt erwachsen werden, denn die Flucht verläuft überhaupt nicht gut. Bald findet sie sich alleine in einem Lager mit mehreren Zehntausenden weiteren Flüchtlingen wieder und der Kampf ums Überleben beginnt. Dass ihr dabei nicht nur Freunde begegnen und liebe Menschen sich nicht nur zum Positiven entwickeln, diese Lektion muss sie bis zum Schluss des ersten Bandes immer wieder lernen... .

Mit diesem historischen Roman ist Astrid Töpfner ein wahrer, gut recherchierter und spannender Pageturner gelungen mit der ein oder anderen überraschenden Entwicklung und Verwicklung. Ich freue mich auf den bereits angekündigten zweiten Band der Spanien – Saga.

  • Cover
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Veröffentlicht am 03.01.2021

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Grace. Das Mädchen mit den weißen Handschuhen
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Der Titel der Rezension beschreibt mein Leseerlebnis sowie das Leben von Grace Kelly sehr gut.

Die Autorin greift in ihrem Roman das Leben einer der schillerndsten Figuren der damaligen Zeit auf, der ...

Der Titel der Rezension beschreibt mein Leseerlebnis sowie das Leben von Grace Kelly sehr gut.

Die Autorin greift in ihrem Roman das Leben einer der schillerndsten Figuren der damaligen Zeit auf, der Fürstin von Monaco: Grace Kelly. Der Leser durchläuft im Perspektivenwechsel zwischen „vor der Hochzeit „ und während der Ehe mit dem Fürst Rainier von Monaco„ einige Stationen im Leben von Grace. Einen großen Raum nimmt dabei ihr Weg zum Oscar ein. Man lernt einige (für mich sehr viele) Personen kennen, die für Grace während ihrer Ausbildung und auch danach eine Rolle spielen sowie einige ihrer Affären.Das Ganze wird eher nüchtern geschildert und Grace wirkt auf den Leser eher unnahbar und kühl und distanziert. Ich habe knapp über die Hälfte des Buches gebraucht, um mit Grace „warm zu werden“. Es war nicht uninteressant etwas über die Filme und die Regisseure zu erfahren, in denen Grace mitgespielt hat und mit denen sie zusammengearbeitet hat, voran über Hitchcock. Jedoch schien es eine ellenlang Wiederholung zu sein von Filmen, treffen, Affären etc. etc. Es ist eine Zeit lang für die Handlung des Buches einfach nicht viel passiert. Der Wendepunkt kam für mich mit der Oskarverleihung. Daraufhin lernt sie den Fürsten von Monaco kennen und stürzt sich damit wortwörtlich in ihr Unglück... .

Insgesamt war dieses Buch für mich ein guter Einstieg in das Leben von Grace Kelly. Der Schreibstil ist angenehm, jedoch habe ich das Gefühl, dass die Geschichte nur an der Oberfläche des Ganzen kratzt und ich sicher noch einige andere Bücher über sie lesen muss.

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