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Veröffentlicht am 24.08.2021

Hat mir leider nicht so gut gefallen

Das Reich der Asche - Die dunkle Heldin
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Inhalt:
In Coraynes Adern fließt das Blut eines Helden. Doch sie verabscheut ihre Herkunft und will nichts mit dem Vater zu tun haben, für den Heldentaten stets wichtiger waren als seine Tochter. Nun ist ...

Inhalt:
In Coraynes Adern fließt das Blut eines Helden. Doch sie verabscheut ihre Herkunft und will nichts mit dem Vater zu tun haben, für den Heldentaten stets wichtiger waren als seine Tochter. Nun ist er tot, gefallen durch die Hand seines eigenen Bruders. Um den Untergang ihrer Heimat zu verhindern, ist sie gezwungen, das Schwert ihres Vaters zu ergreifen. Zusammen mit nur sechs Gefährten, die ebenfalls keine strahlenden Helden sind, bricht Corayne auf, um eine Armee aus Aschekriegern zu bekämpfen. Doch wie soll sie eine Dunkelheit besiegen, gegen die sogar wahre Helden machtlos waren?

Meinung:
Corayne möchte nichts über ihren Vater und seine ruhmreiche Vergangenheit als Held wissen. Doch sie kann sich der Vergangenheit einfach nicht entziehen, denn dank einer Armee aus Aschekriegern ist es an Corayne und einer Gruppe ungleicher Gefährten das Land zu retten. Doch wie sollen sie die Aschekrieger besiegen, wenn vor ihnen schon ganz andere Helden an dieser Aufgabe gescheitert sind?

Bisher habe ich noch kein Buch von Victoria Aveyard gehört oder gelesen. Als ich den Klappentext zu ihrem neuesten Werk gelesen habe, war mir klar, dass dies eine Geschichte für mich sein könnte.

Ich muss sagen, dass ich aufgrund des Klappentextes doch eine etwas andere Geschichte erwartet habe. Denn zunächst lernt der Hörer in einem langen Prolog Coraynes Vater, dessen Bruder und die Entstehung der Aschekrieger kennen. Bis Corayne wirklich auf die, im Klappentext genannten, Gefährten trifft vergeht einige Zeit. Hier nimmt sich Autorin Victoria Aveyard wirklich viel Zeit und bringt uns die verschiedenen Perspektiven näher.

Denn die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Ich persönlich mag so etwas immer total gerne, da man dadurch in die verschiedenen Gedankengänge der Charaktere blicken kann und dadurch gut versteht, warum sie in manchen Momenten so agieren, wie sie dies tun. Bei gut ausgearbeiteten Geschichten ist für mich die Spannung, trotz der vielen Perspektiven, immer noch gegeben. Bei „Das Reich der Asche“ kam ich leider nicht umhin festzustellen, dass anhand der verschiedenen Perspektiven leider gehörig Fahrt aus der Geschichte genommen wurde. Dies fand ich furchtbar schade.

Die Geschichte ist allerdings ein ordentlicher Fantasy-Schmöker. Mit seinen über 600 Seiten und den fast 21 Stunden Hörzeit bietet sich dem Leser/dem Hörer eine tolle Fantasywelt mit vielen schönen Ideen und ansprechenden Ländern. Für mich war der erste Teil des Hörbuches dennoch etwas zäh. Ich verstehe, dass die Autorin gerne ihre Charaktere und die Welt mit all ihren Königreichen in Ruhe vorstellen wollte, dennoch hätte man hierfür nicht über 1/3 des Buches gebraucht, finde ich. Für mich wären weniger Seiten/weniger Hörspielzeit sinnvoller und spannender gewesen.
Der zweite Teil der Geschichte konnte mich dann deutlich mehr packen und ich bekam den so lange erwarteten Fantasy-Schmöker.

Gesprochen wird die Geschichte von Philipp Schepmann und an ihm hat es sicherlich nicht gelegen, dass ich mich so schwer mit der Geschichte getan habe. Ich finde er gibt wirklich sein Bestes, um all die verschiedenen Charaktere dem Hörer näherzubringen. Ich mag seine Stimme wirklich sehr und habe ihm daher gerne gelauscht.

Fazit:
Meine erste Geschichte von Victoria Aveyard lässt mich leider nicht in Jubelschreie ausbrechen. Für mich brauchte die Geschichte einfach viel zu lange um ordentlich an Fahrt aufzunehmen. Und so quälte ich mich durch die erste Hälfte des Hörbuches. In der zweiten Hälfte tritt dann endlich die so lange erwartete Spannung auf und lässt erahnen was für ein Potenzial sich noch in dieser Fantasywelt versteckt.
Ich für meinen Teil kann aber leider nicht mehr als 3,5 von 5 Hörnchen geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2021

Leider nicht mein Schreibstil zu poetisch und detailliert

Das Lied der Nacht
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Inhalt:
»Das Lied der Nacht« ist die Geschichte des in sich gekehrten Wanderers Weyd und der mutigen Bardin Caer, die gemeinsam vor einer fast nicht zu bewältigenden Aufgabe stehen: Feuer in einer Welt ...

Inhalt:
»Das Lied der Nacht« ist die Geschichte des in sich gekehrten Wanderers Weyd und der mutigen Bardin Caer, die gemeinsam vor einer fast nicht zu bewältigenden Aufgabe stehen: Feuer in einer Welt entzünden, in der Schatten, Albträume und Furcht regieren. Und die einzige Hoffnung, die sie in diesem Kampf haben, ist ein Lied ...

Meinung:
Der Wanderer Weyd und die Bardin Caer leben in der Region Schur in der Welt Erebu. Angst und Finsternis beherrschen das Land des Nachts, denn weder Mond noch Sterne sind am Firmament zu finden. Durch die Angst der Menschen haben sich Schatten der Finsternis erhoben, die alles zerstören was ihnen in den Weg gerät. Doch Weyd und Caer haben die Hoffnung nicht aufgegeben, denn es soll eine Waffe geben, um die Schatten aufzuhalten.

Schon seit längerer Zeit wollte ich gerne ein Buch von Autorin C. E. Bernard lesen. Denn ihre Palace-Reihe wurde in Leserkreisen sehr gelobt und gefeiert. Und da ich gerne in interessante und spannende Fantasy-Geschichten eintauche, wollte ich mich nun selbst einmal von dem besonderen Schreibstil der Autorin überzeugen.

In die Geschichte bin ich ohne Probleme hineingekommen, dennoch muss man als Leser gleich ab der ersten Seite gut aufpassen, damit man nicht den Faden verliert. Man merkt schnell, dass man hier kein Buch zum Abschalten vor sich hat, sondern die ganze Zeit konzentriert bei der Sache bleiben sollte. Also eigentlich perfekte Voraussetzungen für einen schönen Fantasyschmöker.

Leider merkte ich jedoch schon nach wenigen Seiten, dass der Schreibstil der Autorin einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat. Er war mir zu verspielt und poetisch. Viele Szenen werden sehr detailliert beschrieben und ich verlor immer mehr die Lust am Weiterlesen.
Dabei hat sich C. E. Bernard eine tolle Welt mit vielschichtigen Charakteren und interessanten Orten ausgedacht.
Die tolle Karte zu Beginn des Buches verrät dem Leser zudem immer in welcher Ecke des Landes Erebu man sich gerade aufhält.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven der einzelnen Protagonisten erzählt, aber auch ein allwissender Erzähler kommt ab und an zu Wort. Dieser Mix hat mir gut gefallen, da man sich so viel intensiver in die Gefühle der verschiedenen Charaktere hineinversetzen konnte. Und diese müssen in diesem Buch doch einiges erdulden und ertragen. Es gibt einige brutale Szenen, dies sollte einem jedoch bereits vor dem Lesen bewusst sein, da man schließlich keinen Liebesroman, sondern ein Fantasy-Buch liest, in dem natürlich auch ab und an gekämpft wird.

Eine tolle Idee ist es, dass man durch das Herunterladen der App „Dein AR Viewer“ in den Genuss von einigem Bonusmaterial zu diesem Buch kommt. So erhält man ein Video der Autorin und darf die Landkarte in Farbe betrachten. Auch die Spotify-Playlist von C. E. Bernard darf nicht fehlen.

Fazit:
Mein erstes Buch von C. E. Bernard hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Ich bewundere den Ideenreichtum der Autorin und empfand den Handlungsverlauf als sehr ansprechend. Dennoch hatte ich große Probleme mit dem sehr poetischen und detaillierten Schreibstil. So kam es, dass ich leider immer mehr die Lust am Weiterlesen verlor. Dennoch wollte ich wissen, wie dieser erste Band endet, sodass ich die Geschichte bis zum Ende gelesen habe.
Die Geschichte ist daher sicherlich nicht für jeden etwas. Ein Blick in die Leseprobe wird einem jedoch schnell klarmachen, ob man den Schreibstil mag oder eben nicht.
Von mir gibt es 3 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2021

Zu viel Liebesgeschichte, zu wenig Fantasy

Chroniken der Dämmerung, Band 2: Midnight Soul
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Inhalt:
Nie hätte die Nachtalbe Sheera gedacht, dass sie einem Menschen vertrauen könnte – noch dazu Lysander, dem Kronprinzen des Königreichs Amberan. Als ein Krieg zwischen Menschen und Alben ausbricht, ...

Inhalt:
Nie hätte die Nachtalbe Sheera gedacht, dass sie einem Menschen vertrauen könnte – noch dazu Lysander, dem Kronprinzen des Königreichs Amberan. Als ein Krieg zwischen Menschen und Alben ausbricht, stehen Sheera und Lysander plötzlich auf gegnerischen Seiten. Dabei können sie nur gemeinsam die Verschwörer am Albenhof enttarnen und weiteres Blutvergießen verhindern. Allerdings spürt Sheera, dass die zerstörerische Magie der Nachtalben in ihr mit jedem Tag stärker wird – und dass ihre Nähe Lysander in Gefahr bringt. Doch wie sollen sie sich voneinander fernhalten, wenn jeder Blick und jede Berührung ihr Herz in Flammen setzt?

Meinung:
Nachtalbin Sheera und Menschenprinz Lysander sind sich trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft näher gekommen und haben sogar Gefühle füreinander entwickelt. Doch diese werden auf eine harte Probe gestellt. Denn es droht ein Krieg zwischen Menschen und Alben. Und Sheera und Lysander stehen bei diesem nun einmal auf unterschiedlichen Seiten. Dabei sind sie eigentlich nur gemeinsam stark, um den Krieg abzuwenden und Schlimmeres zu verhindern. Dies ist jedoch gar nicht so einfach. Denn Sheera spürt die dunkle Magie der Nachtalben jeden Tag stärker in sich. Kann sie gegen diese Macht ankämpfen?

Auf diese Fortsetzung habe ich mich riesig gefreut, da für mich der erste Band im letzten Jahr ein absolutes Highlight war. Nach dem fiesen Ende des ersten Teils war ich wahnsinnig gespannt darauf wie die Geschichte in diesem Band von Autorin Jennifer Alice Jager zu einem Ende geführt werden würde.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht einfach gefallen. Denn zum Glück lag der erste Band noch nicht allzu lange zurück. Jennifer Alice Jager wirft jedoch immer wieder kurze Einschübe zu den Geschehnissen aus Band 1 ein, sodass auch Leser, bei denen Band 1 längere Zeit zurückliegt, keine Probleme mit dem Wiedereinstieg haben dürften.

Die Geschichte setzt relativ zeitnah nach den Geschehnissen des ersten Bandes ein. Die Beziehung zwischen Sheera und Lysander hat sich jedoch geändert. Wo vorher ein Gefühl von Vertrauen und Hoffnung war, hat der bevorstehende Krieg und die Hetze der Menschen und Alben um sie herum vieles verändert. Dennoch haben die Beiden immer noch starke Gefühle füreinander, können sich diese aber nicht wirklich eingestehen. So besteht leider ein Großteil der Geschichte aus den Liebesirrungen und –wirrungen zwischen Sheera und Lysander. Oftmals hätte ein klärendes Wort so vieles einfacher zwischen den Beiden gemacht. So fühlte ich mich stellenweise doch etwas genervt vom dem Liebes hin und her. In meinen Augen nahm dieser Part leider einen zu großen Raum in diesem zweiten Band ein.

Erst im letzten Drittel kam dann für mich so etwas wie Spannung auf. Endlich fühlte ich mich ein wenig an den ersten Band der Geschichte erinnert, der für mich schon ein kleines Jahreshighlight gewesen ist. Das Finale ist packend und dramatisch. Auch der Einschub darüber, was sich innerhalb eines Jahres nach dem finalen Kampf in der Welt der Menschen und Alben verändert hat, war für mich realistisch und schön zu lesen.

Leider fehlte mir ein wenig der Esprit und Charme des ersten Bandes. Der so tolle Weltentwurf wurde für mich lange Zeit sträflich vernachlässigt, da eher Sheeras und Lysanders Gefühle in den Vordergrund rückten. Dennoch kann man der Geschichte nicht abstreiten, dass die Helden so einige Kämpfe und Gefahren bestehen müssen.

Gesprochen wird die Geschichte auch dieses Mal von Svenja Pages. Ich weiß noch, dass ich beim ersten Band zu bemängeln hatte, dass die Hörbuchsprecherin Sheera und Lysander ruhig etwas differenzierter hätte vertonen können. Dieser Kritikpunkt hat sich für mich in diesem zweiten Band nicht mehr so stark herauskristallisiert. Ich finde, Svenja Pages hat ihre Sache besser gemacht als noch in Teil 1. Dennoch hätte ich es für die Geschichte stimmiger gefunden, wenn der Part von Lysander an einen männlichen Sprecher vergeben worden wäre. Gerade weil die Geschichte sehr oft zwischen den Perspektiven von Sheera und Lysander hin- und herwechselt.

Fazit:
Leider konnte mich dieser zweite Band, der gleichzeitig das Finale der Reihe ist, nicht so begeistern wie sein Vorgänger. Der tolle Weltentwurf wurde in meinen Augen stark vernachlässigt. Viel mehr lag das Augenmerk auf den Liebesirrungen und -wirrungen von Nachtalbin Sheera und Menschenprinz Lysander. Dies nahm der Geschichte ein wenig den Wind aus den Segeln. Das Ende entschädigt dann jedoch etwas für die dominante Liebesgeschichte, da sich die Dinge teilweise überschlagen und es sehr spannend wird.
Dennoch reicht es für mich am Ende nur zu 3,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2020

Ermüdend und nicht gerade fesselnd

Disney – Twisted Tales: Dunkle Schatten
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Inhalt:
Nachdem Captain Shang von Shan Yu im Kampf lebensgefährlich verletzt wird, muss Mulan in die Unterwelt Diyu reisen, um ihn vor dem Tod zu retten. Aber König Yama, der Herrscher der Unterwelt, gibt ...

Inhalt:
Nachdem Captain Shang von Shan Yu im Kampf lebensgefährlich verletzt wird, muss Mulan in die Unterwelt Diyu reisen, um ihn vor dem Tod zu retten. Aber König Yama, der Herrscher der Unterwelt, gibt Shang nicht einfach frei. Mulan muss Diyu durchqueren, um Shangs Geist zu finden, und dabei grauenhafte Hindernisse überwinden. Und sie muss Diyu bei Sonnenaufgang wieder verlassen. Schafft sie das nicht, wird sie König Yamas Gefangene. Kann sie Shang retten, bevor es zu spät ist? Oder muss sie für immer in der Unterwelt bleiben?

Meinung:
Captain Shang wurde vom gefürchteten Hunnen Shan Yu lebensbedrohlich verletzt und sein Tod scheint eigentlich nur noch eine Frage von Stunden zu sein. Doch Mulan, die sich als Junge Ping ausgibt, setzt alles daran um Shang zu retten. Daher reist sie in die Unterwelt Diyu, um Shang zu retten. Doch der Herrscher der Unterwelt, König Yama, stellt Mulan vor eine fast unlösbare Aufgabe. Wird es Mulan gelingen Shang zu retten?

Da ich die Disneyzeichentrickverfilmung von Mulan liebe, stand für mich schnell fest, dass ich dieser Geschichte eine Chance geben möchte. Die Idee, dass Mulan um Shang zu retten in die Unterwelt reisen muss, klang einfach zu verlockend.

Die Autorin startet ihre Geschichte an der Stelle im Film wo Shang und Mulans Gruppe von den Hunnen angegriffen werden. Wie im Film entschließt sich Mulan dazu die letzte Kanone auf den Berggipfel abzufeuern und damit die Hunnen unter den Schneemassen zu begraben. Im Vergleich zum Film entwickelt die Geschichte ab diesem Punkt eine andere Dynamik.

Ich persönlich fand es dabei toll, dass nicht nur Mulan und Shang in diesem Buch auftauchen, sondern sich die Autorin auch anderen Charakteren wie Mushu, Yao, Ling oder Chien-Po bedient. Diese wurden in meinen Augen dabei ziemlich gut charakterisiert und man spürt keinen großen Unterschied zu den Charakteren aus dem Film.

Nach kurzer Zeit verlassen wir China und reisen gemeinsam mit Mulan in die Unterwelt. Etwas schade empfand ich es hierbei, dass Mushu Mulan dorthin nicht begleitet. Stattdessen begleitet der steinerne Löwe ShiShi Mulan durch die Unterwelt. Bei Shishi handelt es sich um den Beschützer der Familie Li, der lange Zeit Shangs Vater beschützt hat und nun für Shang verantwortlich ist. Zwar kommt Shishi, was die humorvollen Passagen angeht, bei weitem nicht an Mushu heran, dennoch mochte ich den steinernen Löwen sehr gerne. Er ist Mulan eine große Hilfe und Unterstützung. Zudem treibt beide das gleiche Ziel an, nämlich Shangs Leben zu retten.

In der Unterwelt angekommen stolpern Mulan und Shishi von einem Abenteuer ins Nächste. Ständig treffen sie auf neue Gefahren. Aber auch Mulans Ahnen laufen ihr über den Weg.
Ein wichtiges Thema in diesem Buch ist die Rolle der Frau im damaligen China. Es wird mehr als deutlich, dass das typische Frauenbild einfach nicht Mulans Wunsch nach ihrer eigenen Zukunft entspricht.
Immer wieder ist die Rolle der Frau Thema bei diversen Diskussionen in diesem Buch. Ich finde zwar, dass dies durchaus ein wichtiges Thema ist, empfand die anhaltenden Diskussionen teilweise aber doch als sehr ermüdend.

Ein großes Problem, das ich zudem hatte ist, dass mich die Geschichte nie wirklich an die Seiten fesseln konnte. Die Geschichte plätscherte vor sich hin ohne das sie mich hätte packen oder fesseln können. Dabei hat Autorin Elizabeth Lim durchaus eine abwechslungsreiche Geschichte geschrieben. Nur eben nicht ganz nach meinem Geschmack. Mit der Zeit wirkte die Unterwelt ermüdend auf mich. Ich hätte mir daher gewünscht, dass nicht fast das gesamte Buch in der Unterwelt spielt, sondern es noch weitere Passagen in der Menschenwelt gegeben hätte. Denn diese Situationen konnten mich absolut fesseln.

Fazit:
„Dunkle Schatten“ wirft einen neuen Blickwinkel auf die uns bisher bekannte Mulan-Geschichte. Leider war es für mich etwas ermüdend und nicht gerade fesselnd, da fast das gesamte Buch in der Unterwelt spielt. Ich hätte mir mehr Szenen in der Menschenwelt gewünscht. Die Rolle der Frau zu damaligen Zeiten nimmt ebenfalls einen großen Raum in der Geschichte ein, was prinzipiell interessant war, aber die anhaltenden Diskussionen und inneren Monologe zu diesem Thema hatten auf Dauer eine einschläfernde Wirkung auf mich.
Von mir bekommt die Geschichte daher 3 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2020

Konnte keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, zudem unrealistisches Vorgehen der Charaktere

Promised
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Inhalt:
Wie jedes Mädchen am Hofe hofft Hollis, dass sie diejenige ist, die König Jamesons Herz erobert. Als sie auf einem Ball stolpert und ihm buchstäblich in die Arme fällt, verliebt Jameson sich Hals ...

Inhalt:
Wie jedes Mädchen am Hofe hofft Hollis, dass sie diejenige ist, die König Jamesons Herz erobert. Als sie auf einem Ball stolpert und ihm buchstäblich in die Arme fällt, verliebt Jameson sich Hals über Kopf in sie. Er beginnt, ihr mit extravaganten Geschenken den Hof zu machen, und Hollis kann ihr Glück kaum fassen.
Doch ist das wirklich das Happy End? Der mysteriöse Fremde Silas bringt Hollis‘ Welt ins Wanken. Silas ist kein König. Luxus und Macht kann er ihr nicht versprechen. Aber jeder Blick von ihm trifft sie mitten ins Herz.

Meinung:
Hollis lebt am Hofe des Königs Jameson. Als dieser anfängt Interesse an Hollis zu zeigen, kann diese ihr Glück nicht fassen. Wird tatsächlich sie die neue Königin des Landes? Denn Jamesons Versuche Hollis zu umgarnen werden immer intensiver und es wird klar, dass sich der König in sie verliebt hat. Doch dann tritt plötzlich ein fremder Mann in Hollis Leben und wirbelt ihre Pläne und ihre Gefühle vollkommen durcheinander.

Nachdem ich die Selection-Reihe von Autorin Kiera Cass sehr geliebt habe, freute ich mich riesig darauf ein neues Buch von der Autorin zu lesen. Als dann auch noch der Klappentext ein ähnliches Setting wie die Selection-Reihe aufwies, war für mich schnell klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Doch bereits der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer. Denn Hollis ist ein Charakter der es einem nicht unbedingt einfach macht sie in sein Herz zu schließen. Ich fand Hollis etwas anstrengend, muss ich gestehen. Auch dreht sich ihre Welt ausschließlich um Themen wie Mode, gutes Aussehen und der neueste Hofklatsch. Ich konnte nur schwer eine Bindung zu ihr aufbauen. Natürlich entwickelt sich Hollis im Laufe der Geschichte weiter, doch auch durch die Entwicklungen wurde ich nicht wirklich warm mit ihr. Denn für mich blieb sie am Ende immer noch die oberflächliche, naive und egoistische Person vom Beginn des Buches.

Leider ist es mir mit so ziemlich allen Charakteren im Buch genauso ergangen. Die Personen und ihre Gefühle wurden nur oberflächlich gestriffen. Verzweifelt suchte ich nach ein wenig Tiefgang bei König Jameson oder Silas, dem jungen Mann aus einem verfeindeten Nachbarland.
Doch Jameson war mir zu aalglatt und schleimig. Wohingegen mir Silas zu blass und nichtssagend blieb.
Daher konnte mich die Liebesgeschichte auch zu keiner Zeit emotional berühren. Viel mehr war es mir relativ gleichgültig wie sich dieser Part der Geschichte weiterentwickeln würde.
Von der Selection-Reihe war ich hier einfach etwas anderes, deutlich besseres, von der Autorin gewöhnt.

Auch gab es im Verlaufe der Geschichte immer mal wieder Charaktere die für mich unlogisch oder nicht nachvollziehbar gehandelt haben. Mehr als einmal konnte ich nur verwirrt den Kopf schütteln.

Die eigentliche Handlung ist ähnlich aufgebaut wie die Selection-Reihe. Dennoch schafft es Kiera Cass mit „Promised“ einen eigenen Weg in der Welt der Könige und Königinnen zu finden. Jedoch blieb mir die Handlung über weite Strecken zu blass und nichtssagend. Dann jedoch, gegen Ende der Geschichte, gibt es einen Richtungswechsel den ich so niemals von der Autorin erwartet hätte. Zwar zweifele ich immer noch an der Wahrheit des Ganzen, dennoch sorgte dieser Twist dafür, dass ich endlich gefesselt am Buch hing und dem Ende entgegenfieberte.
Nachdem ich eigentlich für mich beschlossen hatte, den zweiten Band der Reihe nicht mehr zu lesen, sorgte diese Überraschung für einen Sinneswandel auf meiner Seite. Denn nun bin ich gespannt wie Kiera Cass die Geschichte weiterführen wird.

Wieder traumhaft schön ist das Cover des Buches. Zwar entspricht das dort abgebildete Mädchen nicht der im Buch dargestellten Hollis, nichtsdestotrotz ist es einfach nur märchenhaft schön.

Fazit:
Fans der Selection-Reihe dürften von diesem neuen Werk von Kiera Cass enttäuscht werden. Mir fehlte jegliche Spannung und ich konnte wirklich zu keinem der Charaktere im Buch eine Bindung aufbauen. Eine überraschende Wendung im Verlauf der Geschichte konnte mich dann endlich an die Seiten fesseln. Jedoch habe ich mir einfach so viel mehr von diesem Buch erhofft.
Am Ende reicht es für enttäuschte 3 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere