Heimkehr in die Vergangenheit
Mörderische Brise - Der Tote am SandstrandNach dem frühen Tod ihres Ehemannes kehrt die 49-jährige Polizistin Hannah Bülow nach 30 Jahren in ihre alte Heimat an der Ostsee zurück. In der kleinen Polizeiwache in Ostersande kann sie nicht nur mit ...
Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes kehrt die 49-jährige Polizistin Hannah Bülow nach 30 Jahren in ihre alte Heimat an der Ostsee zurück. In der kleinen Polizeiwache in Ostersande kann sie nicht nur mit ihrer besten Freundin aus Jugendtagen, Constanze, zusammenarbeiten sondern sich auch gleichzeitig um ihren Vater kümmern, der nachD dem Tod ihrer Mutter sich anscheinend selbst aufgegeben hat.
Doch in Ostersande ruht auch ein wunder Punkt ihrer Vergangenheit. Schon bald nach ihrer Rückkehr wird ihre Jugendliebe Philip Langmar tod aufgefunden. Unfall oder Mord, das ist die Frage. Die Wismarer Kripo und auch Hannahs Chefin Constanze möchten den Fall bald als Unfall zu den Akten legen, doch Hannah fühlt sich verpflichtet tiefer nachzugraben. Das ist sie ihrer Judgendliebe schuldig. Und schon bald führen die Spuren weit in die Vergangenheit und wird nicht nur für Hannah sondern auch für ihre Jugendfreunde sehr persönlich.
Jan F. Wielpütz erzählt mit sehr viel Lokalkolorit der wunderschönen alten Hansestadt Wismar und ihrer Umgebung einen spannenden Kriminalfall. Die Hauptfigur Hannah, couragiert, direkt und zielstrebig, mischt das beschauliche Leben der regionalen Wache gehörig auf. Getrieben durch ihre persönliche Vergangenheit mit dem Opfer bringt sie auch Schwung in die Arbeit der Kriminalpolizei. Sie organisiert nicht nur das private Chaos in der Familie des Kriminalkommissars und hilft ihrer jungen Kollegin bei der Orientierung in ihrem Job, sondern motiviert ganz nebenbei ihren Vater wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Schlussendlich wird Hannah die Dämonen der Vergangenheit vertreiben, verliert dabei ihre verbliebenen Jugendfreunde, findet aber zu ihrem Vater zurück und anscheinend auch eine neue Liebe.
Ich habe erst am Ende des Buches erfahren, dass der Autor das Buch post mortem nach den Aufzeichnungen und Ideen von Nina Ohlandt geschrieben hat. Nach dem Cover dachte ich, die beiden hätten das Buch gemeinsam geschrieben. Für ein post mortem verfasstes Buch ist diese Kriminalgeschichte durch und durch stimmig.