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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wendepunkt

Die Liebe, später
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"Die Liebe, später" ist nicht der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen, beziehungsweise gehört habe. Das Cover ist im Stil eines Gemäldes in recht intensiven Farben gehalten und lässt klar erahnen, ...

"Die Liebe, später" ist nicht der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen, beziehungsweise gehört habe. Das Cover ist im Stil eines Gemäldes in recht intensiven Farben gehalten und lässt klar erahnen, dass eine weibliche Hauptperson, die dem Teenageralter schon etwas länger entwachsen ist, im Mittelpunkt der Handlung steht.

Die Radio-Journalistin Kora ist seit über 20 Jahren mit dem Biologen Anselm verheiratet, den sie kennenlernte, als sie um die 40 war und gerade ein traumatisches Beziehungsende hinter sich hatte. Kinder haben die beiden keine und ihre Ehe war eine Wochenend-Beziegung, da Anselm unter der Woche in Berlin arbeitete und Kora in Köln. Nun hat Kora eine aufwendige Herz-OP hinter sich, ihr Arbeitgeber möchte sie aufs Abstellgleis schieben und Anselm geht in Rente und möchte im Garten des gemeinsamen Hauses einen Schwimmteich anlegen.

Kora ist mit all dem überfordert und weiß nicht, ob sie sich ihr weiteres Leben nicht anders vorstellt. Zunächst flüchtet sie sich in ein neues "Projekt", indem sie einen Bekannten bei der Suche nach seiner verschollenen Partnerin unterstützt, stößt aber auch dabei auf Punkte, die sie zum Nachdenken über ihr eigenes Leben anregen. Sie fängt an, mit bisher nicht richtig aufgearbeiteten Ereignissen aus ihrer Vergangenheit abzuschließen, was aber wiederum die Distanz zwischen ihr und Anselm zunächst vergrößert.

Die Autorin erzählt die Geschichte sehr feinfühlig, sodass ich mich gut in Kora hineinversetzen konnte, auch wenn sie doch einige Jahre älter ist, als ich selbst. Dazu beigetragen haben auch die verschiedenen Zeitebenen, immer wieder gab es Rückblicke in Koras Kindheit, Studienzeit und allgemein die Phasen, bevor sie Anselm kannte. So erfuhr man nach und nach mehr darüber, warum Kora nun mit allem hadert und was sie geprägt hat. Die Sprecherin des Hörbuchs war passend zu dieser Geschichte gewählt und man konnte ihr gut zuhören und folgen.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Ab jetzt bewusster

Jetzt gerade ist alles gut
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Bei diesem Buch hat mich das Cover direkt angesprochen und ich hatte dadurch auch die Hoffnung, dass das Meer eine Rolle in der Geschichte spielen wird.

Der Ich-Erzähler hatte zumindest vor, ans Meer ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover direkt angesprochen und ich hatte dadurch auch die Hoffnung, dass das Meer eine Rolle in der Geschichte spielen wird.

Der Ich-Erzähler hatte zumindest vor, ans Meer zu fahren, in den Familienurlaub mit Frau und Kindern. Dann hält ihn aber eine Sepsis nach einer eigentlich harmlosen Verletzung davon ab, als das Auto bereits vollgepackt auf die Familie wartet. Ihm wird bewusst, wie sehr sein Leben gerade am seidenen Faden hing und er beschließt nach der Akut-Phase im Krankenhaus bewusster zu leben und den Moment mehr zu schätzen und zu genießen.

Das Buch enthält definitiv einige interessante und wichtige Gedanken und auch in den Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. Es handelt sich nach der anfänglich lebensbedrohlichen Situation aber mehr um die Aneinanderreihung verschiedener Gegebenheiten und Wahrnehmungen als dass nochmal ein Spannungsbogen entsteht. Der Schreibstil des Autors ist dabei gut nachvollziehbar und auch recht bildhaft, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Mutige Frauen im Widerstand

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Wie die Covergestaltung und der Titel bereits vermuten lassen, spielt die Handlung dieses Romans in der Vergangenheit und zwar einerseits während des Zweiten Weltkrieges und andererseits Ende des 20. Jahrhunderts, ...

Wie die Covergestaltung und der Titel bereits vermuten lassen, spielt die Handlung dieses Romans in der Vergangenheit und zwar einerseits während des Zweiten Weltkrieges und andererseits Ende des 20. Jahrhunderts, als noch nicht jeder wie selbstverständlich ein Mobiltelefon besaß.

Zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges unterstützten auch verschiedene Frauen aus Frankreich und Großbritannien den Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Führten Spionageaufträge, Botengänge oder sogar Sabotageakte aus. Darüber recherchiert die BBC-Moderatorin Gwen in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts und stößt so einerseits auf Pat, die zunächst wenig Interesse daran hat, über ihre Vergangenheit zu sprechen, zugleich findet Gwen aber auch mehr über ihre vor nicht allzu langer Zeit verstorbene Großmutter heraus, die selbst zu dieser Zeit in Paris lebte und so einige Geheimnisse hatte.

Ich fand es sehr interessant, aus der Perspektive von Frauen im Widerstand mehr über diese Zeit zu erfahren und es ist wirklich eindrucksvoll, welche Risiken diese für den Kampf gegen die Nationalsozialisten eingingen und mit welchen Methoden sie damals schon arbeiteten. Auch Gwen als Protagonistin der neueren Zeit war mir sehr sympathisch, wie sie an ihrem Projekt arbeitete und auch am Leben ihrer verstorbenen Großmutter interessiert war. Die Sprecherin des Hörbuchs war zur Atmosphäre des Romans passend gewählt und man konnte ihr gut folgen.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Schwesternliebe

Die Insel meiner Schwester
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Bei diesem Roman hat mich das zum Schauplatz, einer schwedischen Schäreninsel, passende Cover in Kombination mit dem Titel direkt angesprochen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Halbschwestern, ...

Bei diesem Roman hat mich das zum Schauplatz, einer schwedischen Schäreninsel, passende Cover in Kombination mit dem Titel direkt angesprochen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Halbschwestern, Mirjam und Nia. Kunstlehrerin Mirjam hat erst im Jugendalter von der Existenz einer weiteren Tochter ihres Vaters, die etwa gleichalt wie sie selbst ist, erfahren. Dennoch freundeten die beiden Mädchen sich schnell an, anstatt aufeinander eifersüchtig zu sein, wobei es im Erwachsenenalter dann immer wieder Phasen gab, in denen Nia sich distanzierte. Insbesondere, wenn sie einen neuen Partner hatte. Nun steht Nias 40. Geburtstag an und sie lädt die frisch verlassene Mirjam auf die Schäreninsel ihrer Kindheit ein, die Nias Ehemann dem Vater der beiden Frauen, der chronisch Pleite ist, abgekauft hat. Bis zur Einladung herrschte mal wieder eine längere Phase ohne Kontakt zwischen den Halbschwestern, da Mirjam nicht verstehen kann, dass Nia doch wieder zu ihrem aggressiven und kontrollierendem Ehemann zurückgekehrt ist. Dennoch reist sie zur Feier auf der kleinen privaten Insel. Diese verläuft, fast erwartungsgemäß, nicht besonders idyllisch.

Ich fand die Geschichte sehr eindrucksvoll. Durch die Erzählweise mit den Rückblicken in die Jugend- und Studentenzeit der Halbschwestern und den Abschnitten aus der Gegenwart gewinnt man einerseits einen recht guten Eindruck vom Verhältnis der beiden Schwestern zueinander und andererseits wird die Spannung bis zum großen Finale immer mehr gesteigert. Was die Handlung angeht, kommt es auch zu überraschenden Wendungen. Vielleicht ist manches, was passiert, nicht zu 100 Prozent realistisch, aber auf jeden Fall wird sehr deutlich, wie eine toxische Beziehung sich immer weiter zum Negativen entwickelt und es dennoch schwer ist, sich daraus zu lösen, auch wenn es für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar ist. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar und auch so anschaulich, dass man sich die Gegebenheiten auf der Insel bildlich vorstellen konnte.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Gibt es ein Weihnachtswunder?

Weihnachten mit Tony
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Bei diesem Roman für die Vorweihnachtszeit hat mich das Cover mit dem Wallaby direkt angesprochen. Ich habe mich auf eine entspannte, vorweihnachtliche Geschichte gefreut, die angenehm zu lesen ist.

Protagonistin ...

Bei diesem Roman für die Vorweihnachtszeit hat mich das Cover mit dem Wallaby direkt angesprochen. Ich habe mich auf eine entspannte, vorweihnachtliche Geschichte gefreut, die angenehm zu lesen ist.

Protagonistin Carrie kommt kurz vor Weihnachten aus Australien in ihre schottische Heimat zurück, wo sie sich seit mehreren Jahren nicht mehr blicken lassen hat. Dort landet sie erst einmal mitten im Schneechaos und erfährt, dass der Lebensraum der Wallabys, für die sie und ihr Vater sich lange Zeit eingesetzt haben, durch den Bau eines Luxus-Resorts bedroht ist. Dessen Architekt ist ausgerechnet Carries Jugendliebe Marc, wegen dem sie damals nach Australien verschwunden ist.

So ergibt sich dann auch eine recht abwechslungsreiche, wenn auch etwas vorhersehbare Geschichte. Alles war angenehm lesbar, aber nicht alle Verhaltensweisen von Carrie konnte ich vollkommen nachvollziehen. Auch spielte Weihnachten eher am Rande eine Rolle und stand nicht so im Mittelpunkt, wie der Titel es vermuten lassen hat. Das war mir persönlich aber nicht so wichtig. Aber, die Wallabys hätten durchaus mehr Raum in der Erzählung einnehmen dürfen. Gefallen hat mir auf jeden Fall der Schauplatz, recht abgelegen in Schottland und passend zur Weihnachtszeit dem rauhen Wetter ausgesetzt. Ab und an gab es auch mal recht amüsante Szenen, aber das stand bei dem Roman nicht so sehr im Fokus.

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