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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2024

klasse

Glutmoor (Janosch Janssen ermittelt 2)
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"Glutmoor" ist der zweite Teil von Janosch und der Kriminalrätin Diana Quester. " Totes Moor" hat mir im letzten Jahr schon gut gefallen und auch dieser Fall hat mich überzeugt.
Als Carina Sander nachts ...

"Glutmoor" ist der zweite Teil von Janosch und der Kriminalrätin Diana Quester. " Totes Moor" hat mir im letzten Jahr schon gut gefallen und auch dieser Fall hat mich überzeugt.
Als Carina Sander nachts nach der Arbeit nach Hause kommt, findet sie ihre Familie tot vor. Ihr Eltern, der Bruder und ihr Neffe sind ermordet worden und Carina fragt sich warum, was steckt dahinter und was hat die Gedenkstäötte für Grenztote damiot zu tun ?

Janosch, der nicht unbedingt ein konfliktfreies Verhältnis zu seiner Schwiegermutter hat, muss also wieder mit ihr ermitteln, was ihm weiss Gott nicht leicht fällt.
Doch trotz des komplexen falles, der mehr als spannend ist msind die Ermittlngssätze überzeugend.
Die einzelnen Charaktere sind authentisch und überzeugend gezeichnet, sodas man als Leser mitfiebert.
Die Beschreibung der Amosphäre im heißen Sommer im Moor und die Landschaften der Rhön, haben mir gut gefallen. Zum Schluss treibt die Spannung noch mal auf einen Höhepunkt zu, obwohl sie während des ganzen Krimis durchgängig vorhanden ist, was mich nur so durch die Seiten fliegen ließ. Große Leseempfehlung.



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Veröffentlicht am 23.10.2024

kein Lesehighlight

Kein Land in Sicht
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Das Buch „Kein Land in Sicht“ lässt mich etwas ratlos zurück und konnte mich auch nicht richtig überzeugen.

Stefanie Mayrhofer findet sich auf einem Kreuzfahrtschiff wieder und weiß weder wer sie ist, ...

Das Buch „Kein Land in Sicht“ lässt mich etwas ratlos zurück und konnte mich auch nicht richtig überzeugen.

Stefanie Mayrhofer findet sich auf einem Kreuzfahrtschiff wieder und weiß weder wer sie ist, noch was sie hier soll.
Nach und nach erfährt sie, dass sie hier das Animationsteam des Schiffes unterstützt. Sie selbst ahnt auch, dass sie etwas Schreckliches erlebt hat, was nach und nach an die Oberfläche drängt.

Parallel wird die Geschichte von Michael erzählt, der zusammen mit einem Jungen aus Erithrea in einem Käfig gefangen gehalten wird.

Ich muss sagen, dass mir der Einstieg in das Buch alles andere als einfach gefallen ist. Viele Nebensächlichkeiten, kein überzeugender Schreibstil und viele lose Enden bei der Aufklärung,was z.B. geschieht mit den Kindern,hat es mir nicht leichter gemacht und die „ rasende Spannung“ mit der auf dem Buchdeckel geworben wird, habe ich bis zum Schluss vergeblich gesucht.

Was ich gut fand, dass ein wenig über die Arbeitsbedingungen auf einem Kreuzfahrtschiff geschrieben wurde, sei es die Crew, die meist aus Filipinos besteht, die hoffnungslos unterbezahlt werden , oder das Animationsteam, dass manchmal einen 16 Stundenjob hat, was mir neben dem Umweltaspekt wieder bestätigt, dass es richtig ist keine Kreuzfahrten zu machen.

Alles in allem in mittelmäßiger Krimi, der, wenn ich ihn mit Fitzeks „Passagier 23“ vergleiche, leider schlechter anschneidet.

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Veröffentlicht am 22.10.2024

sehr düsterer Roman

Cascadia
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„Cascadia“ ist ein Roman, den man mögen muss. Kein Buch für Jedermann und kein Buch das man nebenbei liest, da es einen schon sehr berührt und teilweise runterzieht. Ich brauchte meine Pausen zwischendurch.

Es ...

„Cascadia“ ist ein Roman, den man mögen muss. Kein Buch für Jedermann und kein Buch das man nebenbei liest, da es einen schon sehr berührt und teilweise runterzieht. Ich brauchte meine Pausen zwischendurch.

Es ist ein Buch mit einem düsteren Grundtenor, ein Buch über ein verpasstes Leben, Armut und Chancenlosigkeit.Über Pflichtbewusstsein einer kranken Mutter gegenüber, die es eigentlich nicht verdient hat, dass man sein eigenes Leben und seine Wünsche und Träume aus den Augen verliert. Und in Ausweglosigkeit erstarrt.
Dass dann auch noch Bezüge zu Grimms Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ gezogen werden, macht das Lesen nicht einfacher.
Der Bär, der hier eine zentrale Rolle spielt und die Geschwister auseinander ringt, ist meiner Meinung nach als Metapher zu verstehen.

Der Schreibstil war flüssig und angenehm, die Figuren nicht immer sympathisch, aber gut dargestellt.
Alles in allem ein Buch das nicht uninteressant war, mir aber etwas zu deprimierend war.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

Vergangenheitsbewältigung

Tage mit Milena
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In ihrem neuen Buch „Tage mit Milena“ befasst sich Kathrin Burseg mit verschiedenen Protestbewegungen und kombiniert sie mit dem Thema „Vergangenheitsbewältigung“.

Annika lebt in Lübeck und betreibt dort ...

In ihrem neuen Buch „Tage mit Milena“ befasst sich Kathrin Burseg mit verschiedenen Protestbewegungen und kombiniert sie mit dem Thema „Vergangenheitsbewältigung“.

Annika lebt in Lübeck und betreibt dort einen kleinen Schreibwarenladen. Als eines Tages eine junge Frau in den Laden kommt und nach Sekundenkleber fragt, händigt Annika ihr diesen aus und realisiert erst, nachdem Luzie, die junge Frau den Laden verlassen hat, was diese damit vorhat.sie macht sich auf die Suche nach Luzie und platzt in eine Klimakleberaktion.

Seltsamerweise fühlt Annika sich für Luzie verantwortlich, erinnert diese junge Frau sie doch an ihre Freundin Milena, mit der sie damals in der Hausbesetzerszene Hamburgs beteiligt war .Milena starb damals auf tragische Art und Weise und Annika fühlt sich noch bis heute schuldig an ihrem Tod.

Ich lese die Bücher von Kathrin Burseg sehr gerne, greift sie doch auch immer wieder aktuelle Themen in ihren Büchern auf und verarbeitet sie dann häufig mit der Vergangenheit , auch gerne mit politischen Themen. Dies hat mir auch bei diesem Buch wieder gut gefallen.
Sie versucht um Verständnis für junge Menschen zu werben, die sich um die Zukunft unseres Planeten sorgen, sicherlich auch zu Recht. Ob allerdings die Aktionen der Klimakleber für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung führen, wage ich zu bezweifeln.
In ihrem Rückblick in die achtziger Jahre und die Hausbesetzerszene in Hamburg wird aber auch deutlich, dass nach Ablehnung die Akzeptanz folgte und dadurch die Häuser in der Hafenstraße blieben.
Ich selbst kann mich gut an diese Zeit erinnern, da sie in den Medien lange Zeit präsent war. Ich fand den Rückblick in diese Zeit sehr gut und gelungen.

Was ich allerdings nicht ganz so gelungen fand war die Verbindung , die sie damit zu Milena hergestellt hat. Diese fand ich teilweise nicht ganz nachvollziehbar und ein bisschen konstruiert.
Trotzdem habe ich dieses Buch sehr gern gelesen und werde auch sicherlich das nächste Mal zu einer Neuerscheinung der Autorin greifen.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

ein großartiges Buch

Kleine Monster
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In „Kleine Monster“ wird die Geschichte von Pia und Luca erzählt.Luca ist Pia‘s siebenjähriger Sohn, der bezichtigt wird, etwas mit einer Mitschülerin „angestellt“zu haben, „ übergriffig“ geworden zu sein, ...

In „Kleine Monster“ wird die Geschichte von Pia und Luca erzählt.Luca ist Pia‘s siebenjähriger Sohn, der bezichtigt wird, etwas mit einer Mitschülerin „angestellt“zu haben, „ übergriffig“ geworden zu sein, was , wir nicht genau definiert wird.
Pia kann nicht verstehen, warum sich Luca ihr nicht anvertraut und kann sich auch nicht vorstellen, dass er etwas Unrechtes getan hat, er ist schließlich noch ein Kind.
Die Geschichte macht in der Elternschaft die Runde und Pia wird aus der WhatsApp Gruppe ausgeschlossen und um ihren Sohn vor Ausgrenzung und Bestrafung zu schützen, nimmt sie ihn aus der Schule und fährt zu ihren Eltern und von da an erfährt der Leser etwas über Pia‘s Kindheit, die es in sich hat, über ihre Eltern und ihre Schwester Romy,die die Eltern adoptiert haben, weil sie die Hoffnung auf eigene Kinder aufgegeben hatten.

Jessica Lind legt mit „Kleine Monster“nach „Mutter“ ihren zweiten Roman vor und fordert den Leser genauso wie mit ihrem ersten Buch auch.
Sie lässt viel Raum für Intepretationen, konfrontiert den Leser mit viel Unsagbarem und schont weder ihre Nerven noch ihre Gefühle.

Ein Buch, dem ich atemlos gefolgt bin, dass mich geschockt und berührt hat und dem ich eine große Leseempfehlung ausspreche.

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