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Veröffentlicht am 01.02.2024

super

Alles muss versteckt sein
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Marie soll einen Menschen umgebracht haben. Alles deutet darauf hin, Beweise liegen vor. Sie wird verurteilt und in die Forensische Psychiatrie eingewiesen. Sie selbst ist ebenfalls überzeugt davon, ihren ...

Marie soll einen Menschen umgebracht haben. Alles deutet darauf hin, Beweise liegen vor. Sie wird verurteilt und in die Forensische Psychiatrie eingewiesen. Sie selbst ist ebenfalls überzeugt davon, ihren geliebten Freund Patrick ermordet zu haben. Wieso auch nicht? In ihren Gedanken hat sie das schon tausendmal durchlebt, die grausamsten Fantasien spielen sich regelmäßig in ihrem Kopf ab. Doch nach und nach kommen ihr Zweifel - denn die bloße Vorstellung, so echt und ausgefeilt sie auch sein mag, bedeutet ja noch lange nicht, es auch in die Realität umsetzen zu können. Oder doch?

"Alles muss versteckt sein" ist ein wirklich schlimmer Thriller. Schon beim Anblick des Covers wird mir leicht anders. Aber das ist längst nicht alles! Die Vorstellung, dass jemand aggressive Zwangsgedanken hat, die so brutal sind, die so durchdacht erscheinen, ist einfach gruselig. Noch heftiger ist die Tatsache, dass sich solch düstere Gedanken häufig um genau das drehen, was man am meisten liebt. In Maries Fall ganz klar: Patrick und Kinder. Die Erzieherin scheint zu allem in der Lage, nach ihren Illusionen zu urteilen. Doch ob sie wirklich so gerissen ist, das alles umzusetzen?
Der Leser wird immer wieder mit Maries schrecklicher Gedankenwelt konfrontiert und muss sich mit ihr ein Blutbad nach dem anderen ausmalen. Hier liegt allerdings der große Unterschied: der Leser entscheidet ganz klar, ob er sich solche Szenen antun möchte oder nicht. Marie hat keine Wahl, sie ist in ihrer Alptraumwelt gefangen! Unvorstellbar gespenstisch!
Toll, dass die Autorin dieses wichtige Thema aufgegriffen und so ansprechend verpackt hat. Im Nachwort nimmt sie noch einmal darauf Bezug und es gibt übrigens auch weiterführende Literaturtipps.

Die Story wird über Marie erzählt, wenn sie allerdings ihre letzten Wochen vor der Bluttat, vor dem kaltblütigen Mord, den sie begangen haben soll, rekonstruiert, schildert sie diese in der Ich-Form. Meiner Meinung nach sehr gelungen, ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn alles aus ihrer Sicht direkt an den Leser gegangen wäre.

Die Charaktere wirken ausgereift und sympathisch. Marie mochte ich von Anfang an, auch Patrick schien mir sehr nett und ein toller Anker für sie. Umso unwahrscheinlicher erschien es mir, dass sie ihn ermordet haben soll. Ihn, der sie endlich wieder glücklich macht. Allerdings scheint die Krankheit wirklich unberechenbar...

Das Buch beinhaltet einige Wendungen und Überraschungsmomente, so dass beim Lesen keinerlei Langeweile aufkommt. An die ist sowieso bei den ganzen dunklen Schilderungen nicht zu denken.

Was den Ausgang angeht, so muss ich sagen, dass ich ziemlich schnell einen Verdacht hatte, wer auf jeden Fall in die ganze Sache involviert ist - dieser hat sich dann letztlich auch bestätigt, allerdings in ganz anderem und ungeahnten Ausmaß. Das Ende ist meiner Meinung nach völlig unvorhersehbar und in meinen Augen auch überzeugend. Ein bestimmter Umstand (bzw. eine bestimmte Verbindung) hätte vielleicht anders sein können, damit man nicht gar so nah an die Grenze zur Fiktion gerät, aber an sich empfinde ich die Auflösung als durchaus geglückt und auch nicht als völlig ausgeschlossen.

Mir wird die Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben, ich vergebe die volle Punktzahl und eine ganz eindeutige Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.02.2024

vielen Dank für dieses Buch

Vielen Dank für das Leben
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Vielen Dank für das Leben“ ist meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft ein wenig gebräuchlicher Satz. Oft verlangen wir Menschen zu viel, wollen zu viel und rennen ein ganzes Leben lang einem unerreichbaren ...

Vielen Dank für das Leben“ ist meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft ein wenig gebräuchlicher Satz. Oft verlangen wir Menschen zu viel, wollen zu viel und rennen ein ganzes Leben lang einem unerreichbaren Ziel hinterher. Hält man dann ein Buch in den Händen mit dem Titel: „Vielen Dank für das Leben“, geht man davon aus, wenn man die Autorin Sibylle Berg nicht kennt, dass es hier um schöne Dinge des Lebens geht. Doch es geht hier nicht um schöne Dinge, denn in dem Titel schwingt leichte Ironie mit.

Toto ist ein besonderer Mensch. Er ist ein im Suff erzeugter Hermaphrodit, im sozialistischen Alltag von 1966 ein Nichts. Kurz nach der Geburt gibt die hoffnungslos mit ihrem Leben und diesem Nichts überforderte, alkoholabhängige Mutter ihn in ein Heim und verlässt ihn für immer. Eigentlich eine glückliche Fügung, aber auch im Heim wird Toto nur abgelehnt und ausgegrenzt. Seine Außenseiterposition in dem sozialistischen Heim - man könnte es eher ein sozialistisches Boot Camp nennen, denn dort werden die Kinder durch Härte zu Marionetten des Regimes geformt- teilt er mit Kasimir, einem sehr stillen und in sich zurückgezogenen Jungen. Freundschaft ist anders, auch wenn es einige stille Momente der Geborgenheit gibt. Eines Tages werden Toto auch diese Momente gestohlen, als seine Erzieherin ihn als billige Arbeitskraft an einen versoffenen Bauern verschachert. Jeder Mensch hätte wohl spätestens in dieser tristen und freudlosen Umgebung aufgegeben, doch Toto bleibt unberührt von den Schikanen und der Schinderei und entwickelt sich trotzdem zu einem besonderen Menschen. Er fragt nicht nach Gründen, bewegt sich im Hintergrund und nimmt sich selbst nicht so wichtig, bewertet Menschen nicht nach ihren Taten, sondern er beobachtet sie nur still und passt sich jeder neuen Lebenssituation an. Sein Leben wird oft von Zufällen bestimmt und von der Sehnsucht nach Veränderung geleitet, auch an dem Tag, als er einer westdeutschen Gruppe begegnet, die ihn in den Westen schmuggelt. Toto hat nun die Chance, dem für ihn unbegreiflichen Sozialismus zu entfliehen und hofft auf einen Platz für sich in der BRD - dem goldenen Westen- wo der Kapitalismus sozialistische Hoffnungen zerstört.

Sibylle Berg erzählt mit aufwendigen und komplizierten Sätzen, in einer teilweise sehr deprimierenden und ironischen Art, die Geschichte von Toto und zeigt dem Leser viele Brennpunkte des Lebens auf. Berichtet vom Scheitern zweier Gesellschaftssysteme und mahnt während Totos Lebensphasen, dass Liebe und Zuwendung keine Selbstverständlichkeit sind. Viele Menschen, die in diesem Buch beschrieben werden, sind durch ihre Taten abschreckende Beispiele ihrer Spezies. Ihr Lebensstil ist geprägt von Alkoholismus, Prostitution und Unterdrückung. Das Buch bekommt dadurch eine sehr triste und traurige Stimmung.
Sibylle Berg muss eine große Beobachtungsgabe haben, denn sie beleuchtet den Menschen auf der Suche nach neuen Impulsen und dessen chronische Unzufriedenheit. Manchmal schildert sie diese so vernichtend und grausam, dass es mich als Leser regelrecht ekelte. Doch man erkennt immer wieder die Ironie in den Situationen.

Im ersten Kapitel musste ich mich an Sibylle Bergs Schreibstil gewöhnen, denn ihre vollgepackten Sätze ohne Dialoge, bedurften meiner ganzen Konzentration. Aber gerade dieser Stil hat mich sehr neugierig auf das Buch und die Autorin gemacht.

„Vielen Dank für das Leben“ ist kein Wohlfühlbuch, denn man muss damit rechnen, dass es negative Gefühle weckt. Die Autorin provoziert gekonnt und hält dem Leser einen Spiegel vor und zeigt aber keine Lösungsvorschläge auf.
Für mich war es eine ganz neue Erfahrung, ein Buch zu lesen, dass eine sehr negative Stimmung verbreitet und mich trotzdem begeistern konnte.
Ein Gedanke begleitete mich noch sehr lange

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Veröffentlicht am 01.02.2024

wie ein guter Tatort am Samstagabend

Der Sohn des Apothekers
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Ulrich Hefner ist mir durch seinen Thriller "Die dritte Ebene" bekannt, der mir damals gut gefallen hat. "Der Sohn des Apothekers" ist der fünfte Band mit dem Ermittler Martin Trevisan aus Wilhelmhaven, ...

Ulrich Hefner ist mir durch seinen Thriller "Die dritte Ebene" bekannt, der mir damals gut gefallen hat. "Der Sohn des Apothekers" ist der fünfte Band mit dem Ermittler Martin Trevisan aus Wilhelmhaven, die alle irgendwie in Norddeutschland spielen. Seine Vorgängerbände habe ich nicht gelesen,ich habe aber keine Schwierigkeiten gehabt in diesen Band einzusteigen, werde mir die Vorgängerbücher dieser Reihe aber zulegen, da mir dieses Buch ausgesprochen gut gefallen hat.

Aus Erklärungen innerhalb der Geschichte, habe ich erfahren, dass Kommissar Trevisan nach einem Burnout, der wohl nicht nur mit einem schweren Fall, sondern auch mit Entführung seiner Tochter und deren schwerer psychischer Folgeerkrankung zusammenhing,von Wilhelmhaven zum LKA wechselte, in der Hoffnung auf einen ruhigen Bürojob.Doch sein erster Fall entpuppt sich nicht als einfacher Fall, sondern als ein drei Jahre zurückliegendes Verbrechen, bei dessen Versuch einer Aufklärung ziemlich viel schief gelaufen ist.

1999 : Zwei junge Radfahrerinnen, die nach bestandenem Abitur eine Radtour machen, verschwinden spurlos.Nur ihre Räder werden in einem Wald nahe des kleinen Ortes Tennweide ,nicht weit vom Steinhuder Meer gefunden. Bei der damaligen Recherche war schnell ein Täter gefunden worden ,der behinderte Sohn des Apothekers.Bei näherer Untersuchung, stellte sich aber heraus, dass Sven es nicht gewesen war.Ganz rehabilitiert wurden aber weder Sven, noch sein Vater, dem man unterstellte seinem Sohn bei der Beseitigung der Leichen geholfen zu haben.Der Fall wurde als ungeklärt zu den Akten gelegt. 3 Jahre später wird eines der jungen Mädchen schwer verletzt an einer Straße aufgefunden.Sie wurde aus einem fahrenden Auto gestoßen.Die Spur führt nach Dänemark . Kommissar Trevisan nimmt sich dieses Falles an und deckt eine unglaubliche Schlamperei bei der damaligen Bearbeitung dieses Falles auf, die ihm und seinen beiden Mitstreiterinnen Hanna und Lisa das Leben schwer macht.

Beim Lesen dieses Buches wurde ich mehr als einmal an einen gut gemachten "Tatort " erinnert. Der Kriminalfall ist spannend und vielschichtig, bietet immer wieder neue Wendungen im Geschehen und man ahnt bis zum gut gelungen Schluss nicht, wer der Mörder ist.Die Figuren, allen voran Martin Trevisan sind meiner Meinung nach gut gelungen und man bekommt einen realistischen Einblick in die Polizeiarbeit, die oft mühsam ist und durch Schlampereien und manchmal nicht nachvollziehbare bürokratische Hürden zusätzlich erschwert wird.Da tut so ein bodenständiger Kommissar, wie Martin Trevisan, richtig gut, der sich zur richtigen Zeit über solchen Hürden hinwegsetzt .Ich fand es auch sehr schön beschrieben, wie Trevisan den "Laden" neu aufmischt und seine Mitstreiterinnen, die vorher nur Layouts für Fahndungsplakate entwerfen und Bilder von Vermissten auf Milchtüten kleben durften, endlich "raus auf die Straße " können.
Alles in allem ein gelungener Fall,von denen ich sicher noch weitere lesen werde.

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Veröffentlicht am 01.02.2024

ein Thriller nah an der Realität

La Nera
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La Nera ist die Hauptperson in Claudio M. Mancini`s gleichnamigen Roman, der sich mit den Strukturen und Machenschaften der italienischen Mafia befasst.

Sophia, genannt La Nera ,wegen ihres rabenschwarzen ...

La Nera ist die Hauptperson in Claudio M. Mancini`s gleichnamigen Roman, der sich mit den Strukturen und Machenschaften der italienischen Mafia befasst.

Sophia, genannt La Nera ,wegen ihres rabenschwarzen Haares, wächst in einem kleinen Dorf in einfachen, bäuerlichen Verhältnisse auf. Ihre Mutter hat die Familie früh wegen eines anderen Mannes verlassen. Ihr Vater, den sie so dringend gebraucht hätte, ist verbittert. Nur mit ihrem Bruder Tommaso verbindet sie eine herzliche Beziehung.Als die Geschwister eines Tages zu einem Dorffest fahren, das zum Ende der Schafschur stattfindet, wird Sophia vor den Augen ihres Bruders, den man an einen Baum gebunden hat,vom Sohn des mächtigen Paten und dessen Freunden vergewaltigt und Tommaso anschließend erschossen. Sophia kann auf keinerlei Verständnis oder Hilfe hoffen, denn der Sohn des Paten ist unantastbar.Trotzdem schwört La Nera Rache.Sophia heiratet einige Jahre später den schwerreichen Arzt Giulio Saviani,dessen Aufmerksamkeit sie bewusst auf sich gezogen hat, denn eine Liebesheirat kommt für Sophia nach der Vergewaltigung nicht mehr infrage.Erst nach der Heirat wird Sophia klar, in was für eine "ehrenwerte Familie" sie eingeheiratet hat, denn Giulio's Vater ist ein mächtiger Pate.Als ihr Mann ermordet wird, führt sie seine Geschäft weiter, verliert aber ihre Rache, die noch tief in ihr brennt, nicht aus dem Auge.

Claudio M. Mancini hat mit seinem Buch "La Nera " einen spannenden Mafiathriller geschrieben, der so weit gar nicht von der Realität entfernt ist. Er schreibt über die Machtstrukturen, aber auch über die geschickt aufgebauten Geschäftszweige der Mafia und von den Schwierigkeiten der Antimafiabehörden hier Erfolge zu erzielen und Beteiligte dingfest zu machen.Informationen über diese Leute zu bekommen ist so gut wie unmöglichen, da geschwiegen wird,denn das erste Gebot der Sizilianer ist Schweigen, wenn sie ihr Leben behalten wollen.

Claudio M. Mancini berichtet im dem Trailer des Buches,dass die Frauen in der Mafia mittlerweile fest integriert sind und häufig mit noch größerer Geschäftstüchtigkeit, Durchsetzungsvermögen und Brutalität die Geschäfte ihrer verstorbenen Männer weiterführen. Eine Figur an der sich der Autor bei seinem Buch orientiert hat, ist die bekannte Mafiapatin Guiseppa Sansone, die man erst nach vielen Jahren verhaftet hat.Auch in Deutschland hat die Mafia den Fuß fest in der Tür, wie Mancini sagt, allein in Deutschland werden nach Angaben des BKA jedes Jahr 3 Millarden Schutzgelder bezahlt.Aber das sind eben nicht die einzigen
Einnahmequellen dieser Organisation. Wenn man dann noch dazurechnet, dass die russische und vitnamesische Maffia hier auch
ordenlich mitmischt und diese Leute nicht nur kleine Gauner sind, sondern in der Wirtschaft, Politik und auch in den Polizeibehörden ihre Leute haben,frage ich mich wer hier in unserem Land bestimmt.

Ein spannender, gut recherchierter und dem zu Folge interessanter Thriller.

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Veröffentlicht am 01.02.2024

historischer Roman mit Längen

Schandweib
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Hamburg Anfang des 18.Jahrhunderts. Der junge Advokat Wrangel tritt sine erste Stelle am Niedergericht an und bekommt gleich am Ankunftstag eine Leiche zu sehen. Eine Frauenleiche ohne Kopf wird gefunden ...

Hamburg Anfang des 18.Jahrhunderts. Der junge Advokat Wrangel tritt sine erste Stelle am Niedergericht an und bekommt gleich am Ankunftstag eine Leiche zu sehen. Eine Frauenleiche ohne Kopf wird gefunden und gleich hat man einen Täöter,bzw. eine Täterin parat.Ilsabe Bunk , eine Frau , die jahrelang in Männerkleidung gelebt hat, um ihren Lebensunterhalt sicher verdienen zu können, was zur damaligen Zeit eben nur den Männern vorbehalten war, wird des Mordes und der Hexerei verdächtigt.Ist es doch nicht normal, dass sie als Frau mit Frauen verheiratet war und sogar den Geschlechtsakt vollziehen konnte.Da kann nur Hexerei im Spiel sein.Advokat Wrangel bekommt den Auftrag Ilsabe zu verteidigen und versucht aus Erzählungen, die ihm Ilsabe liefert eine Verteidigung aufzubauen, doch schon bald wird klar, das einigen Leuten nicht an der Wahrheit gelegen ist. Was ist der Grund dafür? Kann Wrangel Ilsabes Unschuld beweisen?

Wie schon einige Rezensenten vor mir schrieben,ist der Schreibstil der Autorin sehr trocken geraten. Das Buch braucht lange um in Schwung zu kommen, was auch wohl daran liegt,das die Autorin Historikerin ist und sie die Gerichtsbarkeit der damaligen Zeit, aber auch Hamburg und das Leben Anfang des 18.Jahrhunderts zeitgerecht schildern wollte.Mir hat dabei aber die Lebendigkeit und Leichtigkeit in der Erzählung gefehlt. Auch den Personen bin ich nicht sehr nahe gekommen, einzig die Schilderungen von Ilsabes Leben haben die Geschichte etwas aufgelockert.
Die Grundsteine der Geschichte Intrigen , Hinterlist und der dafür gut zu gebrauchende Aberglaube der damaligen Zeit haben die Geschichte dann zum Schluss noch etwas interessant gemacht,konnten mich aber nicht so vom Hocker reissen, dass ich das Buch als sehr gut bezeichnen möchte. Als Debüt ganz ordentlich, in der Sprache und der Lebendigkeit der Geschichte aber noch ausbaubar, daher 3,5 Sterne.

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