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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2024

Humorvoll, herzerwärmend und voller zweiter Chancen – mit kleinen Schwächen

The Rule Book – Liebe kennt keine Regeln
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"The Rule Book – Liebe kennt keine Regeln" erzählt die Geschichte von Nora, die mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden ist – bis sie auf Derek, ihren Ex-Freund, trifft. Jahre zuvor hat Derek ihr Herz ...

"The Rule Book – Liebe kennt keine Regeln" erzählt die Geschichte von Nora, die mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden ist – bis sie auf Derek, ihren Ex-Freund, trifft. Jahre zuvor hat Derek ihr Herz gebrochen, und Nora ist sich sicher, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte. Doch durch eine Verkettung von Umständen kreuzen sich ihre Wege erneut, und beide werden gezwungen, enger miteinander zu arbeiten, als ihnen lieb ist. Zwischen beruflichen Herausforderungen, witzigen Missverständnissen und alten Wunden entwickelt sich langsam eine Dynamik, die beide dazu bringt, einander neu kennenzulernen – und sich vielleicht sogar eine zweite Chance zu geben.

Sarah Adams bleibt ihrem gewohnt lockeren und leichten Schreibstil treu, der es mir unglaublich leicht gemacht hat, in die Geschichte einzutauchen. Ich war so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb eines Tages verschlungen habe! Besonders die Hauptfiguren, Nora und Derek, sorgen mit ihrem Humor und ihrer sprühenden Chemie für beste Unterhaltung. Ihre witzigen Dialoge und die charmanten, oft urkomischen Situationen machen das Buch zu einem echten Vergnügen.

Die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen, besonders die Art, wie Nora und Derek lernen, sich wieder zu vertrauen und ihre Beziehung neu aufzubauen. Obwohl der "Second Chance"-Trope normalerweise nicht zu meinen Favoriten gehört, konnte mich diese Geschichte überzeugen. Herzerwärmend und voller schöner Momente zeigt sie, wie wichtig Vergebung und Kommunikation in einer Beziehung sind. Allerdings fand ich es stellenweise etwas langgezogen, insbesondere da beide so lange nicht offen über ihre Vergangenheit sprechen. Diese unnötigen Missverständnisse haben mich manchmal frustriert und die Handlung etwas ausgebremst.

Das Ende hingegen war eine wunderbare Überraschung. Es war anders, als ich erwartet hatte, aber genau deshalb so gelungen. Es rundete die Geschichte perfekt ab und ließ mich mit einem warmen Gefühl zurück.

Fazit:
"The Rule Book – Liebe kennt keine Regeln" ist eine charmante, humorvolle und herzerwärmende Liebesgeschichte mit viel Romantik und Gefühl. Trotz kleiner Längen und etwas frustrierender Geheimniskrämerei zwischen den Hauptfiguren hat mich das Buch überzeugt. Wer "The Cheat Sheet" von Sarah Adams mochte, wird auch dieses Buch lieben. Ein Wohlfühlroman für alle, die Lachen, Liebe und zweite Chancen in einer Geschichte schätzen!

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Starke Ansätze, aber fehlende Spannung und Tiefe

Der Vertraute
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"Der Vertraute" von Leigh Bardugo bietet ein faszinierendes Fantasy-Setting, das von Bardugos großem Ideenreichtum zeugt. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden, und ...

"Der Vertraute" von Leigh Bardugo bietet ein faszinierendes Fantasy-Setting, das von Bardugos großem Ideenreichtum zeugt. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden, und bis zur Hälfte des Buches war mir oft unklar, worum es eigentlich ging. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam, und es fehlt anfangs an Spannung, was es schwierig macht, eine tiefe Bindung zur Geschichte aufzubauen und das Buch auch gerne weiterzulesen. Der Fantasy-Aspekt ist definitiv gut umgesetzt und schafft eine besondere Atmosphäre – es wäre jedoch schön gewesen, wenn die Spannung bereits früher spürbar gewesen wäre.

Luzia blieb mir zudem etwas zu blass und naiv. Sie handelt oft impulsiv und wirkt unsicher, was in vielen Situationen unpassend und eher frustrierend wirkte. Ich hätte mir mehr Stärke und Unabhängigkeit von ihr gewünscht, besonders in kritischen Momenten, die eigentlich Raum für starke Charakterentwicklung bieten. Es bleibt das Gefühl, dass sie mehr Potenzial hatte, das aber nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Die innere Stärke, die sie hätte zeigen können, bleibt aus, was es mir schwer machte zu ihr eine Bindung aufzubauen.

Santangel bleibt leider ebenfalls recht flach. Er hat einige interessante Ansätze, doch seine Figur wird nur oberflächlich behandelt und erhält wenig Tiefe. Da er jedoch eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt, hätte ich mir gewünscht, mehr über seine Gedanken und Motivationen zu erfahren, um seine Handlungen besser nachvollziehen zu können. Seine Figur wirkt eher wie ein funktionales Element der Geschichte als ein lebendiger Charakter mit eigener Dynamik.

Ein weiterer Punkt, der meinen Lesefluss immer wieder gestört hat, sind die plötzlichen Sichtwechsel mitten im Kapitel und manchmal sogar mitten im Textfluss. Diese Wechsel passieren abrupt und ohne Vorwarnung, was mich oft aus der Geschichte gerissen hat. Der Lesefluss leidet darunter erheblich, da man immer wieder neu herausfinden muss, aus wessen Perspektive die Handlung nun gerade erzählt wird. Eine klarere Strukturierung der Perspektiven hätte hier geholfen, die Lesbarkeit zu verbessern und die Immersion zu erhöhen.

Insgesamt bietet "Der Vertraute" eine interessante Welt mit vielen fantasievollen Elementen, die jedoch in der ersten Hälfte des Buches nicht genügend Spannung aufbauen. Der langsame Handlungsverlauf und die eher blassen Charaktere lassen das Potenzial der Geschichte ungenutzt. Es gibt einige gute Ansätze, und Bardugos Schreibstil ist wie immer angenehm, doch am Ende bleibt ein Gefühl der Unvollständigkeit. Für mich als Fan von Leigh Bardugo war es trotzdem schön mal wieder etwas von ihr zu lesen.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Josie & Matthew

The Fiancé Dilemma – Aller guten Dinge sind fünf
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Wenn Elena Armas ein neues Buch rausbringt, stehen oft zwei Dinge direkt fest:
1. Ich werde es lesen
2. Ich werde es lieben
Bis jetzt traf beides jedes Mal zu und ich war mir so sicher, dass es auch bei ...

Wenn Elena Armas ein neues Buch rausbringt, stehen oft zwei Dinge direkt fest:
1. Ich werde es lesen
2. Ich werde es lieben
Bis jetzt traf beides jedes Mal zu und ich war mir so sicher, dass es auch bei "The Fiancé Dilemma" so sein wird, ganz besonders der zweite Punkt. Leider muss ich sagen, dass ich das Buch nicht so sehr geliebt habe, wie ihre vorherigen Bücher.

Zuallererst sei gesagt, ich fand das Buch nicht schlecht. Der Humor war wie immer, ganz nach meinem Geschmack, jedoch fehlte mir etwas bei den Charakteren. Josie war mir stellenweise etwas zu überzogen und bei Matthew fehlte mir zum Teil die Tiefe. Ich hatte das Gefühl, das ich ihn nicht wirklich kennenlernen konnte. Wahrscheinlich hätte ich dieses Gefühl weniger gehabt, wenn es einige Kapitel aus seiner Sicht gegeben hätte. Normalerweise habe ich mit einer Single PoV kein Problem, dafür müssen die Charaktere dann aber auch die nötige Tiefe haben und leider hatte ich das Gefühl, das Matthew das nicht hatte. Dadurch konnte ich nicht recht nachvollziehen, warum er so handelt wie er es getan hat und was seine wahren Absichten waren.

Die Idee mit der Fake Verlobung fand ich auch gewöhnungsbedürftig, es wirkte zu Beginn zu verrückt und ich glaube, das war auch Absicht. Es passte zu Josie, die "Lösungsidee" war nämlich wirklich verrückt und es war von Beginn an klar, dass es zu weiteren Problemen führen würde. Da es nicht die erste Geschichte der Autorin ist mit dem "Fake Dating"-Trope, kann ich sagen, sie hat wirklich ein Talent dafür. Es ist nicht langweilig, sondern sie schafft es immer wieder etwas frischen Wind in den Trope zu bringen.

Die Chemie zwischen Josie und Matthew stimmte von Beginn an, die ständigen Wortgefechte und der humorvolle Schlagabtausch machen die Geschichte ebenso spannend wie die zunehmende emotionale Nähe zwischen den beiden. Die Balance zwischen Romantik und Spannung konnte die Autorin gut halten. Ich mochte, wie sich Josie und Mathhew langsam annähern, beide sich kennenlernen und dem Verlangen langsam nachgeben.

Auch wenn ich stellenweise Schwierigkeiten mit Josie hatte, fand ich ihre Entwicklung beeindruckend. Sie durchläuft eine Reise der Selbstfindung und des Wachstums, während sie sich nur ihren eigenen Ängsten und Unsicherheiten stellt, sondern auch lernt, ihr Herz für die Liebe zu öffnen. Sie lernt für sich selbst und ihre Wünsche einzugestehen und ich fand es ganz wundervoll wie Matthew sie dabei unterstützte.

Insgesamt ist "The Fiancé Dilemma" ein lockeres, leichtes Buch, welches eine Mischung aus Romantik und emotionaler Reise ist. Ein Muss für alle Fans von Elena Armas und ihrem Humor und ich freu mich auf jedes weitere Buch von ihr.

Fazit:
Ein Muss für alle "Fake Dating"-Trope Liebende. Auch wenn mir hier die nötige Tiefe zu den Charakteren fehlte, mochte ich das Buch wirklich gerne.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Prickelnd und herzerwärmend

Done and Dusted
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Da ich eine Pferdeliebhaberin bin, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mein erstes Cowboy-Buch lese und natürlich hatte "Done and Dusted" schnell meine Aufmerksamkeit erregt, besonders da es im englischsprachigen ...

Da ich eine Pferdeliebhaberin bin, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mein erstes Cowboy-Buch lese und natürlich hatte "Done and Dusted" schnell meine Aufmerksamkeit erregt, besonders da es im englischsprachigen Raum geradezu gehyped wurde. Ich habe blind zu dem Buch gegriffen und es hat sich absolut gelohnt.

"Done and Dusted" konnte mich von Beginn an packen. Das erste Aufeinandertreffen von Emmy und Luke nach langer Zeit war prickelnd und voller Gefühle. Den Abscheu, den sie gegen die jeweils andere Person empfinden und auf der anderen Seite sich dennoch zueinander hingezogen fühlen, wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt von der Autorin.

Die Protagonistin, Emmy, ist eine toughe und unabhängige Frau, die nach einem Reitunfall zurück zu ihrer Familie flüchtet. Dort trifft sie auf Luke den besten Freund ihres Bruders und den sie schon von Kindesbeinen an kennt. Als Emmy Hilfe benötigt, ist sie überrascht, wie einfühlsam und geduldig Luke ihr beisteht.

Die Chemie zwischen den beiden knistert von Anfang an, und die langsame Entwicklung ihrer Beziehung ist sowohl glaubwürdig als auch herzerwärmend. Luke ist ein bodenständiger und ruhiger Cowboy, welcher dem Bild, welches Emmy von ihm hat, entwachsen ist. Auf der anderen Seite ist er jedoch auch impulsiv und leidenschaftlich, wo er dann seine eigentliche Reife auch mal gerne vergisst.

Die Beziehung zwischen Emmy und Luke entfaltet sich auf eine natürliche und wunderschöne Weise. Lyla Sage verzichtet auf überzogene Dramatik und lässt die Romantik in leisen, aber kraftvollen Momenten aufblühen. Die beiden lernen, einander zu vertrauen und sich gegenseitig zu öffnen, was die Liebesgeschichte sowohl glaubwürdig als auch zutiefst berührend macht. Es gibt zwar einige Spice Szenen zwischen den beiden, dennoch beherrschen gerade die ruhigen Szenen zwischen den beiden das Buch und zeigt, dass es mehr ist zwischen den beiden als nur die körperliche Anziehung.

Das Setting war für mich die Kirsche obendrauf. Die Ranch in Wyoming und die Pläne für der ihre Zukunft fand ich sehr interessant. Generell empfand ich die Beschreibungen des Schauplatzes sehr bildlich und ich konnte es mir sehr gut vorstellen. Für mich hatte die Ranch etwas mediatives und Ruhiges. Die Weite der Landschaft, die Stille der Natur und die harte, aber befriedigende Arbeit spiegeln die emotionale Reise der Charaktere wider. Auch die Nebencharaktere, darunter die Bewohner der Ranch und die Gemeinschaft um sie herum, fügen dem Buch eine warme und unterstützende Atmosphäre hinzu, was es leicht macht, sich in diese Welt zu verlieben.

Insgesamt ist "Done and Dusted" von Lyla Sage ein wunderbar erfrischender Liebesroman, der die Leser in die Welt der Cowboys und Ranches entführt und mit einer tiefgründigen, romantischen Erzählung fesselt. Ich freu mich schon auf die weiteren Bände der Reihe!

Fazit:
Emmy und Luke konnten mein Herz im Sturm erobern, dennoch war es das Setting, welches mich richtig fesseln konnte. Freu mich auf Nachschub von der Autorin.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Eine herzerwärmende und mutige Geschichte über Liebe, Selbstakzeptanz und Neuanfänge

Wir sind wild und wunderbar
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Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich aus dem englisch sprachigen Raum sehr viel positives über die Geschichte gehört habe. Das Setting empfand ich als etwas sehr Besonderes, da ich noch nichts über ...

Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich aus dem englisch sprachigen Raum sehr viel positives über die Geschichte gehört habe. Das Setting empfand ich als etwas sehr Besonderes, da ich noch nichts über eine Wanderung, geschweige denn den PCT gelesen hatte.

Ich habe das Buch während meines Sommerurlaubs gelesen und der Zeitpunkt war einfach perfekt. Es gab mir so viele Urlaubsvibes, obwohl Alexei und Ben nicht wirklich in den Ferien waren, sondern auf einem meilenweiten Wanderweg unterwegs waren. Ich fand die Geschichte war wunderschön und authentisch. Das Aufeinandertreffen von Alexei und Ben und ihr Weg zusammen wurde sensibel und fesselnd von der Autorin erzählt.

Alexei und Ben sind beide einfühlsame Protagonisten, die auf dem Trail über ihre Vergangenheit und Zukunft nachdenken wollen. Gerade Alexeis Schicksal hatte mich sehr berührt. Sein Coming-out und seine familiäre Situation waren definitiv zwei ernste und schwere Themen, doch die Autorin hat es gekonnt geschafft den inneren Konflikt und die Unsicherheiten von Alexei mit großer Empathie darzustellen. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie das Thema der Selbstakzeptanz und des eigenen Platzes in der Welt behutsam und zugleich kraftvoll behandelt wird. Die Charaktere sind vielschichtig und realistisch, sodass man sich leicht mit ihnen identifizieren und ihre Reise miterleben kann.

Die Liebesgeschichte ist unglaublich zart und emotional. Die Autorin lässt sie sich langsam und natürlich entwickeln, was die Spannung und die Romantik besonders intensiv macht. Die Chemie zwischen den Protagonisten ist spürbar, und ihre Dialoge sind sowohl berührend als auch humorvoll – eine perfekte Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe.

"Wir sind wild und wunderbar" ist eine inspirierende Geschichte, die zeigt, dass Liebe und Akzeptanz in allen Formen existieren und dass es manchmal mutig ist, das Leben neu zu beginnen und die Vergangenheit, vergangen zu lassen. Es ist ein Buch, das sowohl das Herz berührt als auch wichtige gesellschaftliche Themen wie Queerness und Selbstakzeptanz aufgreift und was es bedeutet die eigene Familie hinter sich zu lassen. Anita Kelly hat mit diesem Roman eine berührende und wichtige Liebesgeschichte geschaffen, die sehr berührend war.

Fazit:
Alexei und Ben konnten mein Herz erobern, auch wenn am Ende der Funke bei mir fehlte, war das Buch aus meiner Sicht wichtig. Eine herzerwärmende und gefühlvolle Geschichte über Selbstakzeptanz und Identität, die ich gerne weiterempfehle.

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