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JeanetteBuechereule

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Für Formel-1-Fans und Romance-Liebhaber

Chasing Hearts
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Die Formel-1-Fahrerin Georgia Dubois hat Schwierigkeiten mit der Presse, deren überwiegend männliche Vertreter dazu neigen, ihre Leistungen und die ihres rein weiblichen Teams in Frage zu stellen. Einer ...

Die Formel-1-Fahrerin Georgia Dubois hat Schwierigkeiten mit der Presse, deren überwiegend männliche Vertreter dazu neigen, ihre Leistungen und die ihres rein weiblichen Teams in Frage zu stellen. Einer ihrer Rivalen ist Luca Rossi, dessen Ruf durch eine fragwürdige Aktion mit einer Yacht massiv gelitten hat. Die Pressebeauftragten der beiden kommen auf die Idee, Georgia und Luca als DAS Traumpaar der Formel 1 zu vermarkten, um beider Image aufzupolieren. Dafür müssen Georgia und Luca, die überhaupt nicht gut miteinander auskommen, eine Beziehung faken ...

Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich ein großer Formel-1-Fan bin. Dieser Teil hat mir auch sehr gefallen; das Setting, die Rennen, die im Buch Realität gewordenen Wunschvorstellung, dass Frauen eine größere Rolle in der Formel 1 spielen und eine Frau sogar Rennen gewinnen und um die Weltmeisterschaft kämpfen kann. In der fiktiven Formel-1-Welt lassen sich sogar einige Personen und Teams aus der Realität wiedererkennen. Allerdings habe ich mich gefragt, warum einige Fakten ohne jede Not verfälscht worden sind. Beispielsweise wird behauptet, dass zuletzt in den Siebzigern eine Frau ein Formel-1-Rennen gewonnen hat, dabei gab es noch nie eine weibliche Siegerin. Warum hat die Autorin Georgia nicht den Premierensieg einer Frau gegönnt?

Romance ist eigentlich überhaupt nicht mein Genre und das habe ich beim Lesen deutlich gemerkt. Ich hatte das Gefühl, dass es wenig handfeste Handlung gibt und stattdessen viel zu viele (sehr explizite) Sexszenen. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr vorhersehbar. Fans dieses Genres werden das aber wahrscheinlich anders empfinden.

Fazit: Lesenswert für Formel-1-Fans und sicher auch für Romance-Fans, für mich aber etwas zu sehr außerhalb meines üblichen Beuteschemas.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Unterhaltsamer Krimi

Agatha Raisin und die tote Therapeutin
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Als großer Agatha-Fan hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass es nicht der beste Band aus der Reihe ist. Wie in einigen Agatha-Bänden hapert es hier und da mit der Logik, aber ...

Als großer Agatha-Fan hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass es nicht der beste Band aus der Reihe ist. Wie in einigen Agatha-Bänden hapert es hier und da mit der Logik, aber darüber kann ich hinwegsehen, weil ich die Charaktere einfach zum Piepen finde! Schön finde ich auch, dass sich auch nach zig Bänden noch Neuerungen bei den Figuren ergeben. Für Neulinge könnte es jedoch schwierig sein, mit den ganzen Personen zurechtzukommen. Stellenweise hatte ich nämlich selbst Schwierigkeiten, die Namen den Figuren zuzuordnen, obwohl ich ja immerhin das „Stammpersonal“ schon kannte.

Generell fand ich, dass es recht viele Morde gab, zumal für einen Cosy Crime. Weil diese aber recht knapp und distanziert beschrieben worden sind, fand ich das nicht so arg störend. Immerhin haben sie dafür gesorgt, dass die Geschichte abwechslungs- und temporeich war. Am Ende wurde der Fall auf überraschende Weise aufgelöst.

Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi für vergnügliche Lesestunden für Leser*innen, die über den ein oder anderen Logikfehler großzügig hinwegsehen können.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Lesenswerte Fortsetzung

The Woman in Suite 11
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Die Reisejournalistin Lo Blacklock ist in den letzten Jahren wegen der Kinder beruflich kürzergetreten. Doch als sie unverhofft eine Einladung zur Eröffnung eines Schweizer Luxushotels erhält, wittert ...

Die Reisejournalistin Lo Blacklock ist in den letzten Jahren wegen der Kinder beruflich kürzergetreten. Doch als sie unverhofft eine Einladung zur Eröffnung eines Schweizer Luxushotels erhält, wittert sie ihre Chance, wieder ins Geschäft einzusteigen. Ihr Aufenthalt am Genfer See entwickelt sich allerdings ganz anders als geplant ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Woman in Cabin 10". Zum Verständnis der Handlung ist es nicht erforderlich, den Vorgängerband zu kennen. Da jedoch Teile von dessen Handlung gespoilert werden, empfehle ich, ihn zuerst zu lesen.

Der Thriller ist sehr angenehm zu lesen, denn er ist spannend, aber nicht übertrieben blutig. Die Szenen in dem Schweizer Luxushotel mit gutem Essen und prächtigen Suiten eignen sich sogar vorzüglich zum Wegträumen. Die Autorin spielt ein gekonntes Verwirrspiel, sodass man lange nicht weiß, welche Absichten die Figuren verfolgen und wer tatsächlich auf Los Seite steht (und wer nicht).

Fazit: Eine lesenswerte Fortsetzung, fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Genuss- und lehrreicher Adventskalender

Meine zauberhafte Weihnachtsreise
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Bei einem Abendspaziergang am ersten Dezember trifft Aurelia auf den Weihnachtsmann. Dieser nimmt sie bis Heiligabend täglich mit seinem Schlitten auf eine Reise in die Vergangenheit. Die beiden besuchen ...

Bei einem Abendspaziergang am ersten Dezember trifft Aurelia auf den Weihnachtsmann. Dieser nimmt sie bis Heiligabend täglich mit seinem Schlitten auf eine Reise in die Vergangenheit. Die beiden besuchen Orte und Personen, die für die Entstehung der Weihnachtstraditionen bedeutsam waren. Nebenbei wird Aurelia - eine durch ihre eigenen Ansprüche gestresste Mutter von zwei Kindern - wieder daran erinnert, worauf es in der Advents- und Weihnachtszeit tatsächlich ankommt.

Ich habe das Buch als Adventskalender gelesen. So wartet in der Adventszeit jeden Tag eine Gedankenreise, die circa fünf bis zwölf Seiten lang ist. Ich empfehle, das Buch häppchenweise zu lesen, denn ich denke, dass es sonst schnell eintönig wird, wenn sich eine Reise an die nächste reiht. Außerdem lassen sich die wirklich interessanten Infos so besser aufnehmen.

Die einzelnen Stationen behandeln ganz unterschiedliche Weihnachtstraditionen. So erlebt Aurelia an der Seite des Weihnachtsmann beispielsweise, wer der heilige Nikolaus war, wie das Lied "Stille Nacht" entstand und wie sich die Tradition des Weihnachtsbaums entwickelte. Die Personen und Orte aus der Vergangenheit sind so lebensecht beschrieben, dass es leichtfällt, sich gedanklich in die Szenen hineinzuversetzen. Ich habe meine tägliche Adventsreise sehr genossen und einiges Neue über die Entstehung der zahlreichen Traditionen der Advents- und Weihnachtszeit erfahren.

Fazit: Ein gelungener Adventskalender für eine ebenso genuss- wie lehrreiche Weihnachtszeit, vier Sterne.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Lesenswerter Zwei-in-Eins-Krimi

Tod zur Teestunde
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Lektorin Susan Ryeland ist aus Kreta, wohin sie nach dem dramatischen Aus ihres früheren Verlags gezogen war, nach London zurückgekehrt, um wieder ihrem Beruf nachzugehen. Sie bekommt das Angebot, einen ...

Lektorin Susan Ryeland ist aus Kreta, wohin sie nach dem dramatischen Aus ihres früheren Verlags gezogen war, nach London zurückgekehrt, um wieder ihrem Beruf nachzugehen. Sie bekommt das Angebot, einen Krimi zu lektorieren, nämlich den nächsten Band der Reihe um den Detektiv Atticus Pünd. Erst zögert sie, den Auftrag anzunehmen, denn mit den Vorgängerbänden hat sie einige kriminelle Abenteuer in der Realität erlebt, auf die sie gut hätte verzichten können. Mit Blick auf ihren Kontostand sagt sie schließlich zu, doch ihre Vorahnung hat sie nicht getrogen ...

"Tod zur Teestunde" ist der dritte Band der Reihe um Susan Ryeland. Die vorherigen Bücher muss man zum Verständnis nicht gelesen habe. Ich empfehle dennoch, die Reihenfolge einzuhalten, weil es immer wieder Anspielungen und Spoiler zu den Vorgängerbänden gibt.

Das Besondere an der Reihe ist, dass jedes Buch zwei Geschichten enthält, die abschnittsweise erzählt werden: Die Krimihandlung in der Gegenwart mit Susan Ryeland und die Geschichte, die sie gerade lektoriert. Letztere spielt in den Fünfzigerjahren und erinnert an die klassischen Detektivgeschichten, z.B. von Agatha Christie. Atticus Pünd kann man sich sehr leicht als Hercule Poirot vorstellen. Susan liest das Buch, rätselt mit und entdeckt immer mehr Parallelen zur Realität, wodurch sie in einen Kriminalfall verwickelt wird. Dieses einzigartige Konzept gefällt mir sehr. Durch den Wechsel zwischen den beiden Handlungsebenen ist die Lektüre kurzweilig.

Fazit: Eine klare Leseempfehlung für Krimifans, besonders für Liebhaber klassischer Detektivgeschichten in einem modernen Gewand, fünf Sterne.

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