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JeanetteBuechereule

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2020

Insgesamt gelungener Krimi

Bretonische Spezialitäten
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Kommissar Dupin fährt zu einer Fortbildung nach Saint-Malo. Am ersten Tag geht er in der Pause in die örtliche Markthalle. Dort wird er Zeuge eines Mordes: Eine Frau ersticht eine andere und flieht. Dupin ...

Kommissar Dupin fährt zu einer Fortbildung nach Saint-Malo. Am ersten Tag geht er in der Pause in die örtliche Markthalle. Dort wird er Zeuge eines Mordes: Eine Frau ersticht eine andere und flieht. Dupin nimmt die Verfolgung auf. Klar, dass an eine Fortsetzung des Seminars nicht zu denken ist, schließlich gibt es einen Fall aufzuklären ...

"Bretonische Spezialitäten" ist der neunte Fall für Kommissar Dupin. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, muss man die Vorgänger nicht unbedingt kennen.

In diesem Band erlebt man Dupin von einer ganz anderen Seite: Er ermittelt in Saint-Malo statt in seiner Heimat Concarneau. Außerdem ist er diesmal kein Einzelkämpfer, sondern hat zwei gleichberechtigte Kommissare an seiner Seite. Nolwenn und die restliche Mannschaft aus Concarneau spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Da es für den Mord zahlreiche Zeugen gibt, ist die Mörderin von Anfang an bekannt. Trotzdem entwickelt sich der Fall unvorhersehbar. Es gilt, das Motiv aufzudecken. Außerdem geschehen weitere Verbrechen im Umfeld der Täterin, während diese bereits in Untersuchungshaft sitzt. Übermäßig spannende Szenen fehlen. Es ist eher ein Krimi zum Miträtseln, wie alles zusammenhängt. Am Ende kommt Dupin zu einer schlüssigen Auflösung.

Neben der Krimihandlung gibt es Informationen zu Saint-Malo und Umgebung. Diese bildhaften Beschreibungen haben mir gut gefallen und in mir den Wunsch geweckt, einmal dorthin zu fahren. Anders als in manchen der Vorgängerbände fand ich das Verhältnis zwischen Ermittlungen und Beschreibungen diesmal ausgewogen.

Fazit: Ein insgesamt gelungener Krimi mit schlüssiger Auflösung, ohne große Spannung, dafür aber mit atmosphärischen Beschreibungen von Saint-Malo und Umgebung, vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2020

Urlaubsflair

Kloster, Mord und Dolce Vita - Ein geheimnisvoller Gast
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Im Kloster in Santa Caterina gibt es einen Mord: Der Oblatin Donna wurde ein Kreuz in die Brust gerammt. Schwester Isabella kann es nicht lassen und unterstützt Carabiniere Matteo bei der Aufklärung des ...

Im Kloster in Santa Caterina gibt es einen Mord: Der Oblatin Donna wurde ein Kreuz in die Brust gerammt. Schwester Isabella kann es nicht lassen und unterstützt Carabiniere Matteo bei der Aufklärung des Falls ...

"Ein geheimnisvoller Gast" ist der dritte Fall dieser Reihe. Ich kenne die Vorgängerbände noch nicht, habe aber nicht das Gefühl, dass mir wichtige Infos gefehlt haben. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und die wichtigsten Personen werden in jedem Band kurz eingeführt. Allerdings wird häufiger auf die schon aufgeklärten Fälle Bezug genommen. Darüber hätte ich gerne weniger erfahren, schließlich möchte ich die Vorgängerbände auch noch lesen.

Der Krimi vermittelt ein wohliges italienisches Flair und obwohl Schwester Isabella ständig beschäftigt ist, hat sich bei mir sofort ein Urlaubsgefühl eingestellt. Weil das Buch nur 120 Seiten hat, eignet es sich gut für kürzere Lesepausen unterwegs. Trotz der Kürze habe ich nichts vermisst. Isabella findet im Laufe ihrer Ermittlungen immer mehr interessante Spuren, bevor der Fall schließlich schlüssig aufgeklärt wird.

Fazit: Ein italienischer Kurzkrimi mit Urlaubsflair, vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2020

Unterhaltsamer Kurzkrimi

Mydworth - Mord beim Maskenball
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Harry und Kat gehen auf Lady Lavinias weithin bekannten Maskenball. Was zunächst wie ein harmloses Vergnügen aussieht, entpuppt sich schon bald als Kriminalfall: Einer der Gäste liegt tot am Ufer des Sees ...

Harry und Kat gehen auf Lady Lavinias weithin bekannten Maskenball. Was zunächst wie ein harmloses Vergnügen aussieht, entpuppt sich schon bald als Kriminalfall: Einer der Gäste liegt tot am Ufer des Sees im Garten. Natürlich nehmen die beiden Amateurdetektive sogleich die Ermittlungen auf ...

"Mord beim Maskenball" ist der vierte Fall für Harry und Kat Mortimer. Die Vorgängerbände muss man nicht zwingend gelesen haben, denn die Fälle sind in sich abgeschlossen.

Wie von der Reihe gewöhnt, habe ich mich auch in diesem Buch sofort ins England der 1920er-Jahre versetzt gefühlt. Durch die geringe Seitenzahl bliebt natürlich nicht viel Platz für die Ermittlungen. Trotzdem fand ich den Fall ausreichend verwickelt, um ihn nicht sofort zu durchschauen und habe nichts vermisst. Dafür eignet sich dieser Kurzkrimi gut für zwischendurch, zum Beispiel als E-Book für kürzere Zugfahrten.

Einen Kritikpunkt habe ich, der mir bisher in jedem Band aufgefallen ist und mich zunehmend stört: Harry und Kat sind mir einfach zu perfekt. Deshalb wirken sie unecht und ich kann mich nicht wirklich mit ihnen identifizieren. Ich denke, es würde der Serie guttun, wenn die beiden gelegentlich mal an ihre Grenzen stoßen würden, sich Hilfe holen müssten usw.

Fazit: Alles in allem ein unterhaltsamer Kurzkrimi, vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2020

Spannender Provence-Krimi

Dunkles Lavandou
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Eine junge Frau stürzt von einer Brücke auf die Autobahn. Die Polizei geht von Selbstmord aus, doch Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter stellt fest, dass das Opfer schon vor dem Sturz tot war. An ...

Eine junge Frau stürzt von einer Brücke auf die Autobahn. Die Polizei geht von Selbstmord aus, doch Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter stellt fest, dass das Opfer schon vor dem Sturz tot war. An der Leiche entdeckt er Verletzungen, die auf tagelange Folter und eine rituelle Tötung hindeuten. Während Leon und seine Lebensgefährtin, Capitaine Isabelle Morell, Ermittlungen anstellen, zeigt der Polizeichef wenig Interesse an dem Fall. Dies ändert sich schlagartig, als die Tochter des Kultusministers verschwindet ...

"Dunkles Lavandou" ist der sechste Fall für Leon Ritter. Die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen, sodass man die Reihenfolge nicht zwingend einhalten muss. Das Privatleben der Protagonisten entwickelt sich aber natürlich von Band zu Band weiter.

Der Fall verläuft spannend. Ich bin bis zum Schluss im Dunkeln getappt. Immer wieder gibt es Kapitel, die aus der Sicht der Opfer erzählt werden, sodass ich mit ihnen um ihr Leben gebangt habe. Im Kontrast zu den schauerlichen Geschehnissen stehen die Schilderungen der provenzalischen Landschaft und der südfranzösischen Lebensart. Interessant fand ich es wieder - wie in den Vorgängerbänden - Leon Ritter bei der Arbeit als Rechtsmediziner über die Schulter zu blicken.

Fazit: Ein spannender Provence-Krimi mit Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter, viereinhalb Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Schottischer Cosy Crime

Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod
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Maria Worth, Inhaberin einer Heiratsvermittlungsagentur, fährt mit einer Gruppe Klienten für eine Woche in die schottischen Highlands. Doch die Reise verläuft längst nicht wie geplant und schließlich geschieht ...

Maria Worth, Inhaberin einer Heiratsvermittlungsagentur, fährt mit einer Gruppe Klienten für eine Woche in die schottischen Highlands. Doch die Reise verläuft längst nicht wie geplant und schließlich geschieht ein Mord. Der dorfeigene Constable Hamish Macbeth beginnt zu ermitteln. Es wäre doch gelacht, wenn er den Fall nicht vor dem eingebildeten Inspektor Blair aus der Stadt lösen könnte ...

"Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod" ist der achte Band dieser Krimireihe. Man muss die Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben, denn die Fälle sind voneinander unabhängig. Allerdings entwickeln sich das Dorf und seine Bewohner natürlich von Band zu Band etwas weiter.

Dieser Krimi ist für alle zu empfehlen, die beschauliche Cosy Crimes mögen. Der Mord geschieht erst in der Mitte des Buches. Vorher lernt man alle Mitglieder der Gruppe kennen und erlebt die Ereignisse mit, die schließlich zum Mord führen. Auch die Ermittlungen laufen ruhig und ohne besonders spannende Szenen ab. Hamish ermittelt auf seine gewohnt faule Art quasi nebenbei und präsentiert am Ende mit etwas liebenswürdiger Tricksereri die richtige Lösung. Gut haben mir die überspitzten, humorvollen Charakterisierungen der Personen gefallen, die für die Krimis von M.C. Beaton typisch sind.

Fazit: Ein beschaulicher Cosy Crime aus Schottland mit dem liebenswürdigen, faulen Constable Hamish Macbeth, vier Sterne.

  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil