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JeanetteBuechereule

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Unterhaltsamer Krimi

Agatha Raisin und die tote Therapeutin
4

Als großer Agatha-Fan hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass es nicht der beste Band aus der Reihe ist. Wie in einigen Agatha-Bänden hapert es hier und da mit der Logik, aber ...

Als großer Agatha-Fan hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass es nicht der beste Band aus der Reihe ist. Wie in einigen Agatha-Bänden hapert es hier und da mit der Logik, aber darüber kann ich hinwegsehen, weil ich die Charaktere einfach zum Piepen finde! Schön finde ich auch, dass sich auch nach zig Bänden noch Neuerungen bei den Figuren ergeben. Für Neulinge könnte es jedoch schwierig sein, mit den ganzen Personen zurechtzukommen. Stellenweise hatte ich nämlich selbst Schwierigkeiten, die Namen den Figuren zuzuordnen, obwohl ich ja immerhin das „Stammpersonal“ schon kannte.

Generell fand ich, dass es recht viele Morde gab, zumal für einen Cosy Crime. Weil diese aber recht knapp und distanziert beschrieben worden sind, fand ich das nicht so arg störend. Immerhin haben sie dafür gesorgt, dass die Geschichte abwechslungs- und temporeich war. Am Ende wurde der Fall auf überraschende Weise aufgelöst.

Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi für vergnügliche Lesestunden für Leser*innen, die über den ein oder anderen Logikfehler großzügig hinwegsehen können.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Lesenswerte Fortsetzung

The Woman in Suite 11
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Die Reisejournalistin Lo Blacklock ist in den letzten Jahren wegen der Kinder beruflich kürzergetreten. Doch als sie unverhofft eine Einladung zur Eröffnung eines Schweizer Luxushotels erhält, wittert ...

Die Reisejournalistin Lo Blacklock ist in den letzten Jahren wegen der Kinder beruflich kürzergetreten. Doch als sie unverhofft eine Einladung zur Eröffnung eines Schweizer Luxushotels erhält, wittert sie ihre Chance, wieder ins Geschäft einzusteigen. Ihr Aufenthalt am Genfer See entwickelt sich allerdings ganz anders als geplant ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Woman in Cabin 10". Zum Verständnis der Handlung ist es nicht erforderlich, den Vorgängerband zu kennen. Da jedoch Teile von dessen Handlung gespoilert werden, empfehle ich, ihn zuerst zu lesen.

Der Thriller ist sehr angenehm zu lesen, denn er ist spannend, aber nicht übertrieben blutig. Die Szenen in dem Schweizer Luxushotel mit gutem Essen und prächtigen Suiten eignen sich sogar vorzüglich zum Wegträumen. Die Autorin spielt ein gekonntes Verwirrspiel, sodass man lange nicht weiß, welche Absichten die Figuren verfolgen und wer tatsächlich auf Los Seite steht (und wer nicht).

Fazit: Eine lesenswerte Fortsetzung, fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Genuss- und lehrreicher Adventskalender

Meine zauberhafte Weihnachtsreise
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Bei einem Abendspaziergang am ersten Dezember trifft Aurelia auf den Weihnachtsmann. Dieser nimmt sie bis Heiligabend täglich mit seinem Schlitten auf eine Reise in die Vergangenheit. Die beiden besuchen ...

Bei einem Abendspaziergang am ersten Dezember trifft Aurelia auf den Weihnachtsmann. Dieser nimmt sie bis Heiligabend täglich mit seinem Schlitten auf eine Reise in die Vergangenheit. Die beiden besuchen Orte und Personen, die für die Entstehung der Weihnachtstraditionen bedeutsam waren. Nebenbei wird Aurelia - eine durch ihre eigenen Ansprüche gestresste Mutter von zwei Kindern - wieder daran erinnert, worauf es in der Advents- und Weihnachtszeit tatsächlich ankommt.

Ich habe das Buch als Adventskalender gelesen. So wartet in der Adventszeit jeden Tag eine Gedankenreise, die circa fünf bis zwölf Seiten lang ist. Ich empfehle, das Buch häppchenweise zu lesen, denn ich denke, dass es sonst schnell eintönig wird, wenn sich eine Reise an die nächste reiht. Außerdem lassen sich die wirklich interessanten Infos so besser aufnehmen.

Die einzelnen Stationen behandeln ganz unterschiedliche Weihnachtstraditionen. So erlebt Aurelia an der Seite des Weihnachtsmann beispielsweise, wer der heilige Nikolaus war, wie das Lied "Stille Nacht" entstand und wie sich die Tradition des Weihnachtsbaums entwickelte. Die Personen und Orte aus der Vergangenheit sind so lebensecht beschrieben, dass es leichtfällt, sich gedanklich in die Szenen hineinzuversetzen. Ich habe meine tägliche Adventsreise sehr genossen und einiges Neue über die Entstehung der zahlreichen Traditionen der Advents- und Weihnachtszeit erfahren.

Fazit: Ein gelungener Adventskalender für eine ebenso genuss- wie lehrreiche Weihnachtszeit, vier Sterne.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Lesenswerter Zwei-in-Eins-Krimi

Tod zur Teestunde
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Lektorin Susan Ryeland ist aus Kreta, wohin sie nach dem dramatischen Aus ihres früheren Verlags gezogen war, nach London zurückgekehrt, um wieder ihrem Beruf nachzugehen. Sie bekommt das Angebot, einen ...

Lektorin Susan Ryeland ist aus Kreta, wohin sie nach dem dramatischen Aus ihres früheren Verlags gezogen war, nach London zurückgekehrt, um wieder ihrem Beruf nachzugehen. Sie bekommt das Angebot, einen Krimi zu lektorieren, nämlich den nächsten Band der Reihe um den Detektiv Atticus Pünd. Erst zögert sie, den Auftrag anzunehmen, denn mit den Vorgängerbänden hat sie einige kriminelle Abenteuer in der Realität erlebt, auf die sie gut hätte verzichten können. Mit Blick auf ihren Kontostand sagt sie schließlich zu, doch ihre Vorahnung hat sie nicht getrogen ...

"Tod zur Teestunde" ist der dritte Band der Reihe um Susan Ryeland. Die vorherigen Bücher muss man zum Verständnis nicht gelesen habe. Ich empfehle dennoch, die Reihenfolge einzuhalten, weil es immer wieder Anspielungen und Spoiler zu den Vorgängerbänden gibt.

Das Besondere an der Reihe ist, dass jedes Buch zwei Geschichten enthält, die abschnittsweise erzählt werden: Die Krimihandlung in der Gegenwart mit Susan Ryeland und die Geschichte, die sie gerade lektoriert. Letztere spielt in den Fünfzigerjahren und erinnert an die klassischen Detektivgeschichten, z.B. von Agatha Christie. Atticus Pünd kann man sich sehr leicht als Hercule Poirot vorstellen. Susan liest das Buch, rätselt mit und entdeckt immer mehr Parallelen zur Realität, wodurch sie in einen Kriminalfall verwickelt wird. Dieses einzigartige Konzept gefällt mir sehr. Durch den Wechsel zwischen den beiden Handlungsebenen ist die Lektüre kurzweilig.

Fazit: Eine klare Leseempfehlung für Krimifans, besonders für Liebhaber klassischer Detektivgeschichten in einem modernen Gewand, fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Solider Krimi

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Die schlagfertige alte Dame Mimi erhält einen Erpresserbrief: Damit ihr (den Lesenden zunächst unbekanntes) Geheimnis gewahrt bleibt, soll sie der Einladung zu einer Party bei ihrer reichen Nachbarin Jane ...

Die schlagfertige alte Dame Mimi erhält einen Erpresserbrief: Damit ihr (den Lesenden zunächst unbekanntes) Geheimnis gewahrt bleibt, soll sie der Einladung zu einer Party bei ihrer reichen Nachbarin Jane folgen und bei der dort stattfindenden Auktion ein bestimmtes Bild ersteigern. Mimi ist wild entschlossen, die mutmaßliche Erpresserin Jane während der Party zur Rede zu stellen. Als Unterstützung nimmt sie ihre Enkelin Addie mit. Doch am Abend der Party wird Jane ermordet, bevor Mimi die Gelegenheit gehabt hat, sie zu konfrontieren. Zugleich zieht ein Schneesturm auf, der die Polizei daran hindert, das Anwesen zu erreichen. Die Gäste sind auf sich allein gestellt und unter ihnen ist ein Mörder/eine Mörderin ...

An diesem Buch hat mich zum einen der Titel angesprochen, der mich an Agathas Christies "Ein Mord wird angekündigt" erinnert hat, zum anderen das Cover, das ein spannendes Setting in einem eingeschneiten Herrenhaus erwarten lässt.

Die Protagonistin Mimi war mir zu Beginn spontan unsympathisch, wegen ihrer patzig-herablassenden Art mit anderen Leuten umzugehen. Im Laufe des Buches wurde sie allerdings etwas symphatischer, denn es gibt einige Gelegenheiten, hinter ihre schroffe Fassade zu blicken.

Ihre Enkelin Addie war mir hingegen auf Anhieb sympathisch. Als Game-Designerin hat Addie gemeinsam mit ihrem Exfreund ein sehr erfolgreiches Krimispiel entwickelt, dessen Früchte der Ex seit der Trennung allein zu ernten versucht. Der daraus entstehende Urheberrechtsstreit bildet einen, eher wenig ausgearbeiteten, Nebenhandlungsstrang.

Wichtig ist Addies Tätigkeit vor allem deshalb, weil die Ereignisse im Herrenhaus an die typischen Abläufe eines (digitalen) Krimispiels angelehnt sind, z.B. sammeln Addie und Mimi allerlei Gegenstände ein, die sie zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können. Außerdem macht sich Addie immer wieder Gedanken dazu, wie sie den realen Kriminalfall in ihrem Krimispiel umsetzen würde und wie sie demzufolge die weiteren Ermittlungen angehen könnte.

Dieses an ein Krimispiel angelehntes Setting fand ich einerseits eine interessante Idee. Andererseits habe ich das Buch jedoch auch als langatmig empfunden, weil es eben - anders als in einem Spiel - keine Möglichkeit zur Interaktion gibt. Ich hatte das Gefühl, Mimi und Addie beim Lösen eines Krimispiels über die Schulter zu blicken. Es gibt zwar einige Wendungen in der Geschichte, allerdings konnte mich keine davon so richtig vom Hocker reißen. Die Auflösung habe ich als schlüssig empfunden, aber auch sie bot keinen echten Wow-Moment.

Fazit: Ein solider Krimi mit einer interessanten Grundidee, aber einigen Längen, vier Sterne.

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