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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2020

Lass die Vergangenheit hinter dir

Nur einen Herzschlag entfernt
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Inhalt:

Emiline möchte eigentlich Schriftstellerin werden, doch bisher hat sie den Durchbruch zum eigenen Buch noch nicht geschafft, deshalb gibt sie Kurse an einer Uni. Durch ihre beste Freundin wird ...

Inhalt:

Emiline möchte eigentlich Schriftstellerin werden, doch bisher hat sie den Durchbruch zum eigenen Buch noch nicht geschafft, deshalb gibt sie Kurse an einer Uni. Durch ihre beste Freundin wird sie auf ein Buch aufmerksam, welches momentan gehypt wird und beginnt es zu lesen. Schon nach den ersten Sätzen, stellt sie erschrocken fest, dass dieser Bestseller ihre Lebensgeschichte ist. Genauer gesagt die von ihr und ihrem damals besten Freund Jase, den sie schon Jahre nicht mehr gesehen hat. Wie konnte er das tun ? Warum hat er nie mehr Kontakt zu ihr aufgenommen ? Viele Fragen auf die sie eine Antwort möchte.

Meinung:

Da ich schon „Dieser eine Augenblick“ von Rene‘e Carlino gelesen hatte, musste ich bei diesem Werk auch zugreifen. Die Cover ihrer beiden Bücher, sind zwar verschiedene, haben dennoch Elemente die einen Zusammenhang erkennen lassen.

Die Idee von einem Buch im Buch, fand ich klasse. Gemeinsam mit Emiline liest man quasi ihre Lebensgeschichte im Bestseller „All die Straßen auf unserem Weg“. So erfährt der Leser nach und nach etwas über Emilines Vergangenheit und ihrer Kindheit, die geprägt von Verlust und Gewalt war. Allerdings ist man auch dabei wenn die tiefe Freundschaft zwischen ihr und Jase entsteht und wie sie gemeinsam älter werden und sich verlieben.

All das wollte sie hinter sich lassen und auch ihr aktueller Lebenspartner weiß nicht viel von ihrer Geschichte, was auch immer wieder zu Konflikten führt. Als dann auch noch Jase wieder in ihrem Leben auftaucht, macht es die Situation nicht besser.

Als Leser konnte ich überhaupt nicht genug von ihrer Lebensgeschichte bekommen und konnte fast nicht abwarten bis sie endlich wieder zu lesen beginnt. Die Geschichte ist aufwühlend und emotional, sie macht traurig und schickt doch Hoffnung.

Es zeigt wie wichtig es ist zu verzeihen und Dinge hinter sich zu lassen, Frieden zu schließen und nach vorne zu schauen.

Emiline findet ihren Weg aus der Vergangenheit in die Zukunft, allerdings ging mir das am Ende etwas zu einfach. Da hätte ich mir dann mehr tiefe gewünscht, es war mir fast etwas zu flach. Denn gerade das Buch im Buch war sehr emotional. Ich kann nicht mehr darauf eingehen ohne zu spoilern , aber wer es liest wird es verstehen.

Fazit:

Ein tolles Buch mit einer außergewöhnlichen Idee. Trotz dem etwas anders gewünschtem Ende ein toller Roman, den ich kaum Weg legen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2020

Gefühlsexplosion

A Wish for Us
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Cover:

Zunächst muß ich auf das Cover eingehen, welches den Leser natürlich durch seine tollen Farben anzieht, aber es ist so viel mehr. Wer dieses Buch liest wird es verstehen, denn es steht für etwas ...

Cover:

Zunächst muß ich auf das Cover eingehen, welches den Leser natürlich durch seine tollen Farben anzieht, aber es ist so viel mehr. Wer dieses Buch liest wird es verstehen, denn es steht für etwas was im Roman eine große Rolle spielt und ist dafür absolut passend gewählt.

Inhalt:

Cromwell Dean ist ein gefeierter DJ und überall auf der Welt unterwegs. Er bekommt ein Stipendium für ein College in den USA und beginnt dort ein Musikstudium. Dort trifft er ausgerechnet auf das Mädchen wieder, welches ihm vor kurzem gesagt hatte, seine Musik hätte keine Seele. Denn Bonnie liebt Musik kann aber mit elektronischer Musik nichts anfangen. Trotzdem weckt Bonnie bei Cromwell Gefühle, die er nie mehr fühlen wollte und knackt seinen harten Panzer den er um sich aufgebaut hat.



Meinung:

Ein Roman den man hinter dem Klapptext niemals vermutet. Emotional, tiefgründig, traurig und außergewöhnlich!

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu verstehen, gleichzeitig zaubert er wunderbare Emotionen und schafft es mit den Beschreibungen wunderbar Bilder zu zeichnen.

Der Perspektivenwechsel zwischen Bonnie und Cromwell macht es dem Leser leicht, die Gefühle der Protagonisten nachzuvollziehen und man ist immer nah bei ihnen.

Cromwell hat mehrere Geheimnisse die ihn mit der Zeit zu einem ruppigen und arroganten Kerl gemacht haben. Ich möchte hier nicht zu viel über ihn verraten aber auf ein Thema möchte ich eingehen. Die Synästhesie - sie lässt Menschen Töne als Farben sehen, fühlen und schmecken. Cromwell sieht es zunächst als Fluch und möchte sich so wenig wie möglich damit auseinandersetzen, aber trotzdem entfacht Bonnie in ihm das Gefühl es ihr erklären zu müssen. Diese Szene im Museum, war einfach nur wow! Ich konnte die Farbexplosionen vor mir sehen und es war einfach so fantastisch beschrieben, dass ich als Leser alles vor Augen hatte.

Bonnie hat sich der Klassik verschrieben und liebt Musik. Zunächst scheint sie nur eine wirklich herzliche Person zu sein, die sich auch um andere kümmert aber auch bei ihr gibt es mehr zu entdecken und ein Geheimnis welches sie mehr als belastet. Die Protagonisten sind mir gleich ans Herz gewachsen und ihre Familie ebenso. Ich kann einfach nicht weiter ins Detail gehen ohne zu viel zu verraten, deshalb muß ich mich inhaltlich sehr kurz halten. Die Geschichte hat viel Tragik und immer wieder unvorhersehbare Dramen. Gegen Ende war es mir fast zu viel , denn man hastet mit Herzklopfen durch die Seiten und denkt die ganze Zeit : „ Nein, das wird jetzt nicht passieren!“ Leider passiert dann wirklich zu viel auf einmal und manche Dramen werden dann einfach zu schnell abgehandelt, da war zu wenig Zeit um die Emotionen wirklich zu spüren. Die Lösung für Bonnies Problem war mir dann auch etwas zu tragisch und das dann auch noch aus diesem schweren Verlust quasi die Rettung für sie kam, ist eigentlich unvorstellbar. Also kurz gesagt, gegen Ende hätte es weniger Drama sein dürfen und dafür Zeit für das Gefühl der einzelnen Schicksalsschläge.

Fazit :

4,5 Sterne !!! Nur einen kleinen Abzug für die viele Tragik am Ende, aber da Tillie Cole so einen wunderbaren tiefgründigen und emotionalen Roman geschrieben hat, konnte ich dafür nicht mehr abziehen. Die wunderbaren Bilder die sie dem Leser in den Kopf zaubert und wie sie es schafft Synästhesie zu erklären und den Leser fast fühlen zu lassen, waren einfach wunderbar. Das ist keine einfache Teenie-Lovestory, es geht tiefer, emotionaler und ist völlig anders wie erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Leichte Sommerlektüre

Das kleine Eiscafé
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Inhalt:
Sophie wagt, nachdem sie ihr italienischer Freund, verlassen hat, einen Neuanfang auf Langeoog. Vom turbulenten Frankfurt geht’s für sie auf die Insel zu ihrer Tante, deren Kiosk sie übernehmen ...

Inhalt:
Sophie wagt, nachdem sie ihr italienischer Freund, verlassen hat, einen Neuanfang auf Langeoog. Vom turbulenten Frankfurt geht’s für sie auf die Insel zu ihrer Tante, deren Kiosk sie übernehmen möchte. Doch dies ist nicht so einfach wie vorgestellt und zwei Italiener kommen ihr da auch noch in die Quere.
Meinung:
Der Schreibstil der Autorin war gut verständlich und vorstellbar. Leider haben mir des Öfteren die Emotionen gefehlt. Viele Gespräche zwischen den Protagonisten waren zu kurz und oberflächlich. Vieles wurde einfach nur mit ein paar Sätzen abgehandelt, auch wenn es mehrmals zum Thema wurde. Deshalb konnte mir auch Sophie nicht ganz so ans Herz wachsen, irgendwie trägt sie viel leid aus der Kindheit und ihrer Ex-Beziehung mit sich herum welches aber leider nicht vollständig für den Leser transportiert werden konnte. Vielleicht war das auch nicht die Absicht der Autorin und es sollte eher ein leichter Sommerroman werden. Dann ist ihr das durchaus gelungen. Eine Geschichte die leicht zu verdauen ist und beschreibt wie Sophie ihr Leben, mit etlichen Schwierigkeiten, wieder in die Hand nimmt. Sophies Familie war mir sympathisch und konnte mit ihrer manchmal verschrobenen Art punkten. Das Setting ist für eine Sommerroman super gewählt.
Fazit:
Wer eine leichte Sommerlektüre sucht kann hier zugreifen. Wer tiefgründige Emotionen möchte wird enttäuscht sein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2020

Toller Bonus für Fans

Eiskalte Augenblicke
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Kurzkrimis rund um die Figuren aus Viveca Stens Krimireihe. Viele Protagonisten aus der Reihe haben auch hier wieder einen kurzen Auftritt oder es wird eine kleine Episode von ihnen erzählt.

Meinung:
Als ...


Kurzkrimis rund um die Figuren aus Viveca Stens Krimireihe. Viele Protagonisten aus der Reihe haben auch hier wieder einen kurzen Auftritt oder es wird eine kleine Episode von ihnen erzählt.

Meinung:
Als Fan von Viveca Stens Krimis musste ich auch bei diesem Buch zugreifen. Eigentlich lese ich gerne ganze Romane und mag Kurzgeschichten nicht so sehr. Hier konnte mich die Autorin allerdings begeistern. Viele Charaktere aus ihren Büchern haben in den Geschichten einen Auftritt, natürlich auch Nora und Thomas. Der Leser erfährt dabei auch etwas aus den früheren Jahren der Beiden und irgendwie schließt es sich mit den bekannten Romanen zu einem Kreis.
Die Kurzgeschichten könnten auch ohne Kenntnis der Romane gelesen werden, aber ich glaube dann wird die Sache einfach weniger Rund.
Fazit:
Für die Fans der Viveca Sten Romane ein toller Bonus. Kurzweilige Krimigeschichten und Episode. Leicht für zwischendurch. Für Leser die lange Lesepausen zwischendurch haben die perfekte Unterhaltung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2020

Die 2. Chance

Mein Herz in deinen Händen
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„Mein Herz in deinen Händen“ ist der Beginn einer Reihe von Corinne Michaels.
Das Cover ist mit seinen warmen Tönen wunderschön gestaltet und hat mich gleich aufmerksam werden lassen. Dabei gefällt mir ...

„Mein Herz in deinen Händen“ ist der Beginn einer Reihe von Corinne Michaels.
Das Cover ist mit seinen warmen Tönen wunderschön gestaltet und hat mich gleich aufmerksam werden lassen. Dabei gefällt mir vor allem, dass es keine Personen zeigt und man somit nicht schon ein Bild der Protagonisten im Kopf hat.

Inhalt:
Zunächst gibt es eine Triggerwarnung da das Thema Suizid eine Rolle im Buch spielt, deshalb möchte ich sie auch hier voran stellen.

Presley findet ihren Mann erhängt in ihrem Zuhause unweit von den Kindern. Er lässt sie und ihre Jungs mit einem riesigen Schuldenberg zurück. Völlig zerstört und ohne einen anderen Ausweg, muß sie in ihren Heimatort zu ihren Eltern zurückkehren. Dabei wollte sie nie mehr dorthin, denn dort erwarten sie Erinnerungen und Menschen denen sie niemals wieder begegnen wollte.
Doch natürlich muss sie sich schon kurz nach ihrer Rückkehr all dem stellen. Sie trifft auf Zach, ihrer großen Jugendliebe, mit dem sie sich damals ihre Zukunft ausmalte und der sie dann verlassen hat.
Das ganze Dorf hofft auf eine Wiedervereinigung und trotz tiefer Verletzungen besteht nach wie vor eine große Anziehungskraft zwischen den Beiden. Doch können sie zu ihrer Liebe zurückfinden und die Vergangenheit bewältigen?

Meinung:
Vor allem der Beginn lässt den Leser die Luft anhalten, denn zunächst wird der Suizid von Presleys Mann und ihre Verzweiflung detailreich beschrieben. Da sie die Hintergründe zum Tod ihres Mannes vor allem vor den Kindern und ihrer Familie geheim halten möchte, muß sie diese schwere Zeit weitestgehend alleine durchstehen. Der Autorin ist es gelungen den Leser diese Verzweiflung wirklich spüren zu lassen.
Der Schreibstil macht es dem Leser leicht die Handlung zu verstehen und zeichnet auch die Protagonisten mit all ihren Schwächen und Stärken gut vorstellbar.
Durch den Perspektivwechsel konnte ich gut in die Gefühlswelt der Charaktere eintauchen und sie besser verstehen.
Mit Zach musste ich erst ein wenig warm werden, aber mit den Rückblicken in die Vergangenheit fiel mir dies immer leichter.
Die Nebenfiguren waren mir fast alle sehr sympathisch und runden die ganze Geschichte ab. Ich freue mich darauf in weiteren Bänden mehr von Ihnen zu lesen. Vor allem Zachs Bruder Wyatt, der selber schon lange in Presley verliebt ist, aber ihr Glück vor seins stellt, konnte mein Herz gewinnen. Aber auch Presleys Kinder sind wirklich zauberhaft. Die Dorfgemeinschaft mischt sich in alles ein und lässt den Leser auch mal schmunzeln.
Die Liebesgeschichte zwischen Zach und Presley ging mir zeitweise zu schnell. Denn schließlich war ihr Mann noch nicht all zu lange tot und schon steht eine neue/ alte Liebe wieder vor der Tür. Allerdings fragte ich mich auch was den ein angemessene Trauerzeit für mich bedeuten würde und hatte darauf keine genaue Antwort. Liebe passiert einfach, manchmal eben auch in den schwierigsten Zeiten. Zum Zeitpunkt von Presleys Rückkehr ist Zach zwar vergeben, ausgerechnet an Presleys damalige Erzfeindin, aber er versucht trotzdem für sie da zu sein. Die alte Anziehungskraft tut ihr Übriges und beide gerade in einen Strudel aus Emotionen und alten Verletzungen.
Mit der Zeit erfahren wir immer mehr Details aus der Vergangenheit und bis zum Schluss hält die Autorin ein paar Überraschungen bereit.

Fazit:
Ein toller Liebesroman mit traurigen Elementen und liebenswerten Protagonisten.
Zeitweise ging mir die Bewältigung der Schicksalsschläge zu schnell, an anderen Stellen zu kurz, aber die Emotionen waren trotzdem immer spürbar. Ein Roman der zeigt, dass es sich lohnt auch in den dunkelsten Zeiten nach dem Licht Ausschau zu halten.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl