Noch Luft nach oben
AnathemaAnathema von Keri Lake war für mich eine nette Dark Fantasy, die mich aber nicht so richtig abholen konnte.
Direkt am Anfang des Buches haben wir ein sehr ausführliches Glossar und man befürchtet erstmal, ...
Anathema von Keri Lake war für mich eine nette Dark Fantasy, die mich aber nicht so richtig abholen konnte.
Direkt am Anfang des Buches haben wir ein sehr ausführliches Glossar und man befürchtet erstmal, dass man ständig hin und her blättern müsste. Allerdings wird jeder Begriff wenn er zum ersten Mal auftaucht auch im Kontext erklärt, sodass man es auch besser versteht. Dennoch war es durch die schiere Menge nicht leicht zu behalten.
Die Kapitel wechseln aus der Sicht von Zevander und Maeve. Besonders ihre Kapitel fand ich leichter zu verstehen und zu folgen als Zevanders, da bei ihm mehr Worldbuilding stattfand und mehr Fremdwörter fielen.
Die Schreibweise fand ich sehr malerisch und angenehm, passend zur Kulisse.
Das Worldbuilding war sehr ausführlich, absolut keine leichte Kost, die abwechselnden Kapitel haben es einen dann aber wieder leichter gemacht zu folgen.
Ich fand es gut, dass es auch noch einige Nebencharaktere gab, die trotzdem auch viel Raum eingenommen haben.
Ich habe länger gewartet und darauf gehofft, dass mich die Geschichte so richtig packt, was leider aber nicht passiert ist.
Insgesamt zieht sich die Handlung etwas, zwar wird es zum Ende hin packender, aber das hat für mich nicht gereicht.
Die Tension zwischen Maeve und Zevander habe ich gar nicht mehr kommen sehen ehrlich gesagt aber fand es dann ganz gut umgesetzt. Ich fand die Szenen zwischen den beiden aber insgesamt zu selten.
Ich fand Maeves Charaktere auch nicht so gut umgesetzt. Wir haben ein Mädchen, das einfach ausgesetzt wurde als Baby, wie eine Außenseiterin behandelt wird und daher kein leichtes Leben führt und plötzlich steckt doch mehr in ihr und natürlich meistert sie dies mit 5 Minuten Training und ohne Probleme. Das fand ich sehr schade und nicht wirklich glaubwürdig oder realistisch.
Für mich persönlich war das Buch insgesamt etwas zu lang und das Worldbuilding in Zevanders Kapiteln war teilweise zu dicht, um so richtig folgen und verstehen zu können. Es hat mir auch die Spannung gefehlt und wirklich authentische und einzigartige Protagonisten, daher 3 Sterne.