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Jessica_BF95

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Noch Luft nach oben

Anathema
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Anathema von Keri Lake war für mich eine nette Dark Fantasy, die mich aber nicht so richtig abholen konnte.
Direkt am Anfang des Buches haben wir ein sehr ausführliches Glossar und man befürchtet erstmal, ...

Anathema von Keri Lake war für mich eine nette Dark Fantasy, die mich aber nicht so richtig abholen konnte.
Direkt am Anfang des Buches haben wir ein sehr ausführliches Glossar und man befürchtet erstmal, dass man ständig hin und her blättern müsste. Allerdings wird jeder Begriff wenn er zum ersten Mal auftaucht auch im Kontext erklärt, sodass man es auch besser versteht. Dennoch war es durch die schiere Menge nicht leicht zu behalten.

Die Kapitel wechseln aus der Sicht von Zevander und Maeve. Besonders ihre Kapitel fand ich leichter zu verstehen und zu folgen als Zevanders, da bei ihm mehr Worldbuilding stattfand und mehr Fremdwörter fielen.

Die Schreibweise fand ich sehr malerisch und angenehm, passend zur Kulisse.
Das Worldbuilding war sehr ausführlich, absolut keine leichte Kost, die abwechselnden Kapitel haben es einen dann aber wieder leichter gemacht zu folgen.
Ich fand es gut, dass es auch noch einige Nebencharaktere gab, die trotzdem auch viel Raum eingenommen haben.

Ich habe länger gewartet und darauf gehofft, dass mich die Geschichte so richtig packt, was leider aber nicht passiert ist.
Insgesamt zieht sich die Handlung etwas, zwar wird es zum Ende hin packender, aber das hat für mich nicht gereicht.

Die Tension zwischen Maeve und Zevander habe ich gar nicht mehr kommen sehen ehrlich gesagt aber fand es dann ganz gut umgesetzt. Ich fand die Szenen zwischen den beiden aber insgesamt zu selten.
Ich fand Maeves Charaktere auch nicht so gut umgesetzt. Wir haben ein Mädchen, das einfach ausgesetzt wurde als Baby, wie eine Außenseiterin behandelt wird und daher kein leichtes Leben führt und plötzlich steckt doch mehr in ihr und natürlich meistert sie dies mit 5 Minuten Training und ohne Probleme. Das fand ich sehr schade und nicht wirklich glaubwürdig oder realistisch.

Für mich persönlich war das Buch insgesamt etwas zu lang und das Worldbuilding in Zevanders Kapiteln war teilweise zu dicht, um so richtig folgen und verstehen zu können. Es hat mir auch die Spannung gefehlt und wirklich authentische und einzigartige Protagonisten, daher 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Hat mich nicht so überzeugt

Threadcut
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Threadcut von Isabelle North war für mich das erste Buch der Autorin. Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen.

Yuna hat eine Gabe und kann sehen wenn ein Mensch kurz davor ist zu sterben. Ihre ...

Threadcut von Isabelle North war für mich das erste Buch der Autorin. Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen.

Yuna hat eine Gabe und kann sehen wenn ein Mensch kurz davor ist zu sterben. Ihre Mutter ist krank und scheint nicht mehr allzu lange zu haben. Da begegnet Yuna dem Halbgott Zenon und beide stellen fest, dass noch mehr in Yuna steckt. Er bietet ihr einen Deal an, um ihre Mutter zu retten und beide begeben sich auf dem Weg in die Unterwelt, um die Moiren, die Schicksalsgöttinnen, um einen Gefallen zu bitten.

Den Schreibstil fand ich angenehm, man konnte der Handlung gut folgen. Auch der Perspektivwechsel zwischen Yuna und Zenon war abwechslungsreich und die Briefe zwischendurch waren mal was anderes. Mir war bis zum Ende nicht klar wer Bones ist, das fand ich dann auch überraschend. Die Grundidee fand ich sehr spannend, das Tempo war mal schneller mal langsamer aber insgesamt ist einiges passiert in einem Band.

Die Tension zwischen den beiden Protagonisten entwickelte sich meiner Meinung nach aber erst spät in der Handlung und wirkte auch nicht so authentisch.
Die ständige Erwähnung von der jeweiligen Optik, wirkte auf mich teilweise geradezu plump.

Die Handlung hat sich zwischenzeitig auch etwas gezogen und so wirklich emotional packend fand ich es leider nicht.
Leider konnte ich Zenon auch nichts abgewinnen, sein Verhalten war absolut nicht vertrauenserweckend oder sympathisch. Sein Betrug war auch verheerend und trotzdem war nach gefühlt 5 Minuten wieder alles gut, das war für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Yuna war mir direkt sympathisch und man hat total mit ihr mitgefühlt, allerdings war sie, wie auch im Buch erwähnt wurde, schon relativ naiv und zu gutmütig bzw. hat viel zu schnell verziehen.

Das Ende kam dann für mich zu abrupt und auch zu kurz, ich hatte zu dem Zeitpunkt damit gerechnet, dass es in einem zweiten Band weitergeht.

Insgesamt hat für mich die Tiefe gefehlt, direkt am Anfang hätte man auch mehr Bezug zur Mutter gebraucht, damit es emotional packender ist und nicht direkt Zenons Einstieg. Die verschiedenen Stationen auf dem Weg waren spannend aber jeweils zu kurz meiner Meinung nach. So richtig nachvollziehen konnte ich die Anziehung zwischen Yuna und Zenon auch nicht. Insgesamt 3,5 Sterne für mich.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Handlung mit Potential

Seamere College 1. Strange Familiars
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Strange Familiars von Keshe Chow klang für mich vom Klappentext und der Leseprobe her schon unglaublich spannend und mal nach einer etwas anderen Fantasy-Handlung als sonst. Daher war ich schon total gespannt ...

Strange Familiars von Keshe Chow klang für mich vom Klappentext und der Leseprobe her schon unglaublich spannend und mal nach einer etwas anderen Fantasy-Handlung als sonst. Daher war ich schon total gespannt wie es weitergeht.

Die Handlung hatte auch auf jeden Fall Potential. Wir haben hier die Rivalität zwischen den besten beiden Studenten am Seamere College. Harrisford: reich, intrigant und sehr von sich selbst überzeugt und Gwendolynne: Stipendiatin, kommt gerade so über die Runden, sehr zielstrebig und eher für sich.

Ich fand beide auf ihre Art auch sympathisch, aber im Verlauf der Geschichte hat das ständige hin und her zwischen den beiden eher gestört.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, man konnte der Handlung gut folgen.
Allerdings hat es mir an Tiefe und Emotionen gefehlt. Das Magiesystem beispielweise war eher an der Oberfläche, es wurde wenig erklärt.
Die Rivalität wurde auch zu schnell fallen gelassen, bzw. flammte zwischendurch kurz wieder auf. Die ständigen Missverständnisse zwischen den beiden und die fehlende Kommunikation empfand ich auch einfach nur unnötig dramatisch und kompliziert.
Für mich war da auch keinerlei Tension zwischen den beiden Protagonisten, man hat es ihnen nicht abgenommen.

Das Ende kam für mich zu schnell und abrupt und wirkte von der Handlung auch unrealistisch. Das erste Buch der Reihe konnte mich daher insgesamt leider nicht überzeugen und den zweiten Teil werde ich vermutlich nicht lesen.
Die Geschichte hat zwar Potential, allerdings blieb das auf der Strecke, denn der Fokus war hier eher auf dem Romance-als auf dem Fantasy-Anteil. Für mich daher nur 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Wunderbar emotional

Lucky List
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Lucky List von Rachael Lippincott war für mich eine wirklich gelungene Young Adult Romance.

Wir lernen hier Emily kennen, die vor nicht allzu langer Zeit ihre Mutter verloren hat und noch trauert. Dieser ...

Lucky List von Rachael Lippincott war für mich eine wirklich gelungene Young Adult Romance.

Wir lernen hier Emily kennen, die vor nicht allzu langer Zeit ihre Mutter verloren hat und noch trauert. Dieser Verlust hat sie so verändert, dass sie nicht mehr wirklich an ihr Glück glaubt und sich einigelt. Nun zieht aber Blake wieder zurück in die Stadt, eine alte Freundin aus der Kindheit, mit der sie immer mehr Zeit während des Sommers verbringt. Dabei lernt sie durch einen Fund nicht nur ihre Mutter sondern auch sich selbst immer besser kennen und lässt dabei auch wieder Freude und Glück zu.

Emily war ein sehr starker und sympathischer Charakter. Man fühlt total mit ihr mit und während des Buches konnte man immer mehr nachvollziehen, wieso sie sich vor dem Sommer immer mehr verändert hat und wie sie gehandelt hat.
Blake hingegen ist ganz anders als Emily. Auch sehr stark und sympathisch aber auch unglaublich selbstbewusst und in sich ruhend, hatte ich das Gefühl.

Es gibt eine schöne langsame Entwicklung der Freundschaft zwischen Blake und Emily während des Sommers, was wirklich schön zu lesen war. Es hat sich sehr entschleunigend und leicht angefühlt, da kein künstliches Drama erzeugt wurde.

Ich fand die Geschichte unglaublich berührend und emotional geschrieben, das Tempo war sehr angenehm und es hat mich mehrmals zu Tränen gerührt.
Auch das Ende fand ich sehr gelungen, es war in sich schlüssig und total verständlich.
Insgesamt unglaublich gut geschriebenes Buch, eine wunderbar emotionale Handlung und sehr sympathische Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Eine Geschichte, die ich immer wie lesen würde. Ein 4,5 Sterne Buch für mich.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Intensiv und emotional

Pause
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Pause von Lena Kupke nimmt uns mit in Hannas Leben. Sie ist Mitte dreißig und scheint bei einer Präsentation eine Panikattacke zu erleiden und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie sich nicht weiter ...

Pause von Lena Kupke nimmt uns mit in Hannas Leben. Sie ist Mitte dreißig und scheint bei einer Präsentation eine Panikattacke zu erleiden und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie sich nicht weiter untersuchen lassen will, holen sie letztendlich ihre Eltern aus Berlin ab und sie verbringt die nächste Zeit bei ihnen in Lüneburg. Dabei bekommt man mit wie das Zurückkehren ins Elternhaus oft ablaufen kann: mit Strukturen und Abläufen, die gestört werden oder wie damals wieder ablaufen. Und nebenbei Familienmitglieder, die nicht wirklich über Gefühle und tiefgründiges reden, sondern alles oberflächlich belassen.

Ich fand die Geschichte sehr berührend, man spürt mit der Protagonistin zusammen die Wut und Trauer und ich konnte mich total in sie hinein versetzen.
Ich war aber auch genauso genervt von bestimmten Reaktionen, z.B. von ihrem Freund, der sie am Anfang der Handlung nicht Mal aus dem Krankenhaus holen wollte, oder auch von ihrer Mutter, die so strikt an ihren Routinen festgehalten hat und Hanna dabei wie ein Störfaktor in ihrem Alltag wirkte. Ich hatte da zwischendurch wirklich meine Schwierigkeiten Sympathie zu empfinden.

Für mich war es ein wirklich intensives Buch, dass zum Nachdenken angeregt hat. Trotz der Kürze hatte man nicht das Gefühl, dass hier irgendwas ausgespart wurde, es war durchweg intensiv und emotional und auf den Punkt. Definitiv ein Buch, dass ich immer wieder lesen würde.

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