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JonasRoka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2025

Fettnäpfchen lauern…

Der Peinlich-Run
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… in diesem Buch genügend. Gut, dass man nicht selbst hineingetreten ist. Schadenfreude ist diesbezüglich doch die eindeutig bessere...

Gestern aus dem Briefkasten gefischt, heute Nachmittag schon fertig ...

… in diesem Buch genügend. Gut, dass man nicht selbst hineingetreten ist. Schadenfreude ist diesbezüglich doch die eindeutig bessere...

Gestern aus dem Briefkasten gefischt, heute Nachmittag schon fertig gelesen, das ist doch auch mal eine Aussage.

Neben 22 peinlichen Kurzgeschichten aus dem bewegten Leben der Autorin, erfährt man im 1. Teil „Essay“ so manch Hintergründiges und Tiefgründiges, schöne kleine Texte, die einem das Thema erschießen und schon die eine oder andere Anekdote aus dem Alltag der Autorin bereithalten.

In der S-Bahn heute habe ich meine Mitfahrer irritiert oder mit einem Lachen angesteckt. War zu konzentriert, um es wirklich mitzubekommen.

Besonders gefallen haben mir: „Der Opernsänger“ (selbst in einer WG gelebt) , „preisgekrönt peinlich“ (kann mich dunkel erinnern) und „Die sprechende Handtasche“.


Fazit: Die Lektüre hat mir köstlichste Lachmomente bereitet.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Wissenschaft und Tradition

Geflochtenes Süßgras
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Verflochten wie das Süßgras auf dem Cover. Die Autorin ist Botanikerin und als Amerikanerin mit indigenen Wurzel stark in den traditionellen Mythen verankert. Was für eine wunderbare Verbindung. Denn ...


Verflochten wie das Süßgras auf dem Cover. Die Autorin ist Botanikerin und als Amerikanerin mit indigenen Wurzel stark in den traditionellen Mythen verankert. Was für eine wunderbare Verbindung. Denn sie spielt nicht beide Richtungen gegeneinander aus, sondern sie schafft Verbindungen und Brücken.

Es ist ein umfangreiches Werk, das auch tiefe Einblick in ihre Vergangenheit, den Verlauf ihres Lebens und ihre Visionen bietet. Die Autorin schreibt mit so einer Seelenwärme und Herzlichkeit, dass ich einen starken Wunsch verspüre, sie persönlich kennenlernen zu wollen.

Sie knüpft in ihrem Buch an vielem an, was mir lieb und wert ist. Die Natur in ihrer Vielfalt und der ihr innewohnenden „Seele“. Wie man sie behandeln sollte und das Nehmen auch immer Geben bedeuten sollte. Da spricht so ein hohes Maß an Wertschätzung und Achtung, dass es mir beim Lesen manchmal die Sprache verschlug. Wenn wir alle ein Stück zu diesen mit der Natur verwundenem Wissen zurückkehren würden, was wäre dadurch möglich!

Das Buch ist eine wundervolle Reise in viele unbekannte Mikrokosmos, das Hoffnung macht und den Blick auf die Welt zu ändern vermag.

Fazit: Ich habe so unglaublich viel gelernt durch dieses Werk. Das macht mich sehr dankbar.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Es ist zum Weinen, aber auch zum Lachen

Taxi Damaskus
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Es ist, als ob man selbst im Taxi mitfahren würde. Der Fahrer Ahmed versucht, trotz schwieriger werdenden Bedingungen, sich und seine Familie mit seinem so heißgeliebten Beruf über Wasser zu halten. Und ...


Es ist, als ob man selbst im Taxi mitfahren würde. Der Fahrer Ahmed versucht, trotz schwieriger werdenden Bedingungen, sich und seine Familie mit seinem so heißgeliebten Beruf über Wasser zu halten. Und wir dürfen ihn begleiten, durch die in Teilen stark zerstörte Stadt. Gleichzeitig geht das Leben in anderen Vierteln fast seinen gewohnten Gang weiter. Es sind diese Kontraste und die ganz unterschiedlichen Fahrtgäste, die die Lektüre so außergewöhnlich machen. Wir begegnen Menschen, die ihr Schicksal so gut es geht meistern.
Es ist das Gute, was es zu bewahren gilt, das Menschliche. So ist es auch ein hoffnungsvolles Buch, dass man dem Terror niemals freiwillig das ganze Feld überlassen sollte.

Die Gestaltung des Buches hat mir insgesamt ausgesprochen gut gefallen: Die Mischung zwischen Kurzgeschichten, Gedichten (zweisprachig) sowie Fotos und Zeichnungen.

Fazit: Eine Bereicherung.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Wann ist ein Mann ein Mann?

Männer, Männlichkeit und Liebe
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Herbert Grönemeyer hat es schon vor einigen Jahrzehnten klar formuliert: Männer weinen nicht!
Man könnte nun denken, dass die Gesellschaft sich seither weiterentwickelt hat. Nun, bis zu einem gewissen ...

Herbert Grönemeyer hat es schon vor einigen Jahrzehnten klar formuliert: Männer weinen nicht!
Man könnte nun denken, dass die Gesellschaft sich seither weiterentwickelt hat. Nun, bis zu einem gewissen Grade, würde ich sagen. Denn die alten Regeln des Patriarchats sind nach wie vor noch weit verbreitet: Ein Junge muss sich durchsetzen. Männer, die Gefühle zeigen, sind Waschlappen, etc.

Das hat natürlich Auswirkungen auf das Gefühlsleben von Männern und deren Beziehungen zu Frauen. Und auch viele Frauen unterwerfen sich den patriarchischen Strukturen, ob bewusst oder unbewusst, und fördern sie bei ihren Kindern.

Natürlich ist das Thema komplex, der Autorin gelingt es sehr gut, viele Bereiche zu durchleuchten und auch Lösungsansätze zu bieten, die bei ihr vor allem lauten: Männer und Frauen können nur gemeinsam etwas ändern. Spannend auch ihre Ausführungen zu unterschiedlichen Strömungen des Feminismus und zu ihren ganz persönlichen Erfahrungen in Beziehungen.

Die Autorin geht vor allem der Frage nach: Wieso sich viele Männer so verhalten, wie sie sich verhalten? Da Buch ist vor über 20 Jahren erstmals erschienen und weiterhin hochaktuell. Der Stil der Autorin weist manche Wiederholung auf und ist manchmal umständlich formuliert. Doch das hat meinen positiven Gesamteindruck nicht wesentlich schmälern können.

Fazit: Für mich als Mann ein absoluter Augenöffner

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Frischzellenkur für die Politik

Die Politik von morgen
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Das Durchschnittsalter in den demokratischen Parteien liegt sehr hoch. Es braucht junge Menschen, um frischen Wind durch die Plenarsäle zu pusten. Außerdem verliert der Beruf des Politikers stark an Attraktivität, ...

Das Durchschnittsalter in den demokratischen Parteien liegt sehr hoch. Es braucht junge Menschen, um frischen Wind durch die Plenarsäle zu pusten. Außerdem verliert der Beruf des Politikers stark an Attraktivität, gerade auch, weil die Menschen, die uns vertreten, immer größeren Anfeindungen ausgesetzt sind. JoinPolitics hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern und parteiübergreifend junge Menschen auf diesem Weg zu einem anstrengenden Fulltimejob zu begleiten.

Das Buch ist dreigeteilt:
1. Ein Blick auf die aktuelle Situation und wie es soweit kommen konnte. Ich persönlich finde es sehr gut, dass sich die Autoren klar positionieren. Und aus meiner Sicht ist das nicht „links“ sondern breit aufgestellt in der Mitte. Doch die Abgrenzung gegenüber dem (inzwischen im Bürgertum angekommenen) rechten Rand ist wichtig.

2. Sieben der unterstützten Talente werden vorgestellt. Ich finde es auch gut, dass in der Buchmitte einige Fotos von ihnen sind. Tolle Menschen, tolle junge politische Talente.

3. Eine Vision, wie könnte es im Jahr 2040 sein. Sehr positiv ausgerichtet, aber das fand ich geradezu erfrischend. Schwarzmalerei gibt es schon ausreichend genug. Und dann 5 Thesen, die mir halfen, meine eigene Einstellung zu reflektieren und zu hinterfragen. Wo liegt Änderungspotential, manchmal auch einfach in Veränderung der Sichtweise.

Ich fand den Schreibstil des Buches dem Thema angemessen und nicht zu abgehoben.

Fazit: Ein inspirierendes Mutmach-Buch.

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