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JonasRoka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2025

Frischzellenkur für die Politik

Die Politik von morgen
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Das Durchschnittsalter in den demokratischen Parteien liegt sehr hoch. Es braucht junge Menschen, um frischen Wind durch die Plenarsäle zu pusten. Außerdem verliert der Beruf des Politikers stark an Attraktivität, ...

Das Durchschnittsalter in den demokratischen Parteien liegt sehr hoch. Es braucht junge Menschen, um frischen Wind durch die Plenarsäle zu pusten. Außerdem verliert der Beruf des Politikers stark an Attraktivität, gerade auch, weil die Menschen, die uns vertreten, immer größeren Anfeindungen ausgesetzt sind. JoinPolitics hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern und parteiübergreifend junge Menschen auf diesem Weg zu einem anstrengenden Fulltimejob zu begleiten.

Das Buch ist dreigeteilt:
1. Ein Blick auf die aktuelle Situation und wie es soweit kommen konnte. Ich persönlich finde es sehr gut, dass sich die Autoren klar positionieren. Und aus meiner Sicht ist das nicht „links“ sondern breit aufgestellt in der Mitte. Doch die Abgrenzung gegenüber dem (inzwischen im Bürgertum angekommenen) rechten Rand ist wichtig.

2. Sieben der unterstützten Talente werden vorgestellt. Ich finde es auch gut, dass in der Buchmitte einige Fotos von ihnen sind. Tolle Menschen, tolle junge politische Talente.

3. Eine Vision, wie könnte es im Jahr 2040 sein. Sehr positiv ausgerichtet, aber das fand ich geradezu erfrischend. Schwarzmalerei gibt es schon ausreichend genug. Und dann 5 Thesen, die mir halfen, meine eigene Einstellung zu reflektieren und zu hinterfragen. Wo liegt Änderungspotential, manchmal auch einfach in Veränderung der Sichtweise.

Ich fand den Schreibstil des Buches dem Thema angemessen und nicht zu abgehoben.

Fazit: Ein inspirierendes Mutmach-Buch.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Die Werwölfe sind los ..

Feuchte Beute
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.. und treiben es ganz schön dolle in Cuxhaven am Nordseestrand.
Man sollte schon wissen, auf was man sich bei diesem Werk einlässt. Mir war das klar. Blutiges Gemetzel ohne Gnade, sexuelle Ausschweifungen ...

.. und treiben es ganz schön dolle in Cuxhaven am Nordseestrand.
Man sollte schon wissen, auf was man sich bei diesem Werk einlässt. Mir war das klar. Blutiges Gemetzel ohne Gnade, sexuelle Ausschweifungen und tiefst-vulgäre Sprache. Das ist entgegen meiner sonst üblichen Lesegewohnheiten und trotzdem unterhaltsam.

Und so prangert schon auf dem Cover: „18 + for adults only“. Dem stimme ich vollumfänglich zu.
Der Stoff ist locker zu lesen. Dem Autor fallen immer wieder schöne Wortneuschöpfungen ein. Das liebe ich sehr. Er nennt außerdem die Dinge beim Namen und spart nicht mit heißen Wortgefechten.

Die Handlung startet im späten Mittelalter und mündet in die nahen Zukunft. Manchmal fiel es mir schwer, die Personen auseinander zu halten. Wer gehört zu den Bösen, wer zu den (noch) Guten?
Zum Schluss hin wurde mir das Gemetzel dann auch ein wenig zu viel.


Fazit: Erinnert von der Handlung her sehr stark an die alten Splatterfilme. Mal was ganz anderes zum Lesen.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Verbrecherjagd und eine undurchführbare Liebe

Skábma
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Die Handlung spielt in einer nicht genau benannten Zukunft, aber zeitlich gar nicht zu weit entfernt. Vieles im alltäglichen Leben hat sich nicht verändert, manches schon. Der technologische Fortschritt ...

Die Handlung spielt in einer nicht genau benannten Zukunft, aber zeitlich gar nicht zu weit entfernt. Vieles im alltäglichen Leben hat sich nicht verändert, manches schon. Der technologische Fortschritt hat auch neue Gefahren mit sich gebracht. Bald ist klar, dass die Entwicklungen bei der Nanotechnik nicht nur zum Wohle der Menschheit einsetzbar ist.

Zwei ganz unterschiedliche Hauptcharakteren treffen aufeinander: die taffe Kommissarin aus der Hauptstadt und der Provinzsheriff mit samischen Wurzeln. Beide sind in nicht ganz so unterschiedlicher Weise mit dem Fall verstrickt, nur das einer es schon weiß und der andere zunächst noch nicht. Beide Hüter des Gesetzes stehen somit letztendlich auf unterschiedlichen Seiten, bloß, dass lange nur der Leser davon in Kenntnis gesetzt ist. Dass und wie sie sich näher kommen ist ein besonderer Clou der Geschichte.

Der Autorin gelingt es sehr gut, die verschiedenen Handlungsstränge so zu verbinden, dass der Leser problemlos mitkommt und schöne Fährten auszulegen, die aber erst zum Schluss hin ganz aufgelöst werden.

Das Science-Fiction-Element schwimmt tatsächlich recht dezent im Hintergrund mit.
Und ich würde Eschbachs Aussage ergänzen: .., den auch Leute lesen können, die eigentlich keine Thriller mögen, wie es bei mir normalerweise der Fall ist. Doch der Autorin gelingt es - meiner Meinung nach - , eine sehr ausgewogene Mischung zu kreieren. Er hat auf jeden Fall bereichernde Elemente, die ich so in vielen anderen Thriller nicht gefunden habe.

War noch nie so hoch im Norden, doch der Roman macht von den Beschreibungen der Landschaft her Lust darauf. Auch das titelgebenede Phänomen würde ich gerne mal live erleben. Offensichtlich wurde gut recherchiert. So wird uns auch so manche Besonderheiten des Volkes der Samen näher gebracht.

Der komplette Roman ist sehr flüssig zu lesen. Der Stil hat mir auch ganz ausgezeichnet gefallen. Zum großen Teil geht die Autorin nicht zimperlich mit den Figuren um. Die absolut realistischen Beschreibungen dabei sind nur etwas für stabile Nervenkostüme. Und das Ende hat mich dann nochmals richtig geschockt.

Fazit: Ein Roman, der mich auf mehreren Ebenen zu überzeugen wusste.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

40

Wassermanns Paradies
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40 Tage blieb Jesus in der Wüste und wurde vom Teufel versucht. Was hat das mit dem vorliegenden Roman zu tun? Nun 27 + 13. Ich habe 27 Tage nach Erhalt des Buches mit dem Lesen begonnen und war in 13 ...

40 Tage blieb Jesus in der Wüste und wurde vom Teufel versucht. Was hat das mit dem vorliegenden Roman zu tun? Nun 27 + 13. Ich habe 27 Tage nach Erhalt des Buches mit dem Lesen begonnen und war in 13 Tagen durch.

Mir ist es nicht immer leichtgefallen, dem Handlungsverlauf aufmerksam zu folgen, da er zum einen recht komplex ist und ich mich zum anderen schwer damit tat, trotz gewisser Vorabinformationen, ihn vorurteilsfrei wirken zu lassen.

Ein Mann erzählt im Jahr 2000 auf dem Rückflug von L.A. nach Frankfurt einer „zufälligen“ Sitznachbarin, die sich als überaus aufmerksame Zuhörerin erweist, mehr oder weniger seine Lebensgeschichte, die eng mit der Musikgruppe „The Doors“ verbunden ist. Er hat in L.A. ein Konzert der verbleibenden 3 Bandmitglieder besucht und wollte eigentlich Ray Manzarek eine Botschaft überreichen. Diese Zeilen haben es in sich. Sie sind das Ergebnis einer jahrzehntelanger Aufreihung und Verknüpfung haarsträubender Vorkommnisse, die den Mann und seine Familie an einen zentralen Punkt des Weltgeschehens (und darüber hinaus) rücken.

Die Handlung ist schwer einem Genre zuzuordnen. Den Untertitel ‚Gralsroman‘ kann ich nicht nachvollziehen. Es handelt sich offensichtlich um einen sehr mutigen Autor, dem ich von Herzen wünsche, seine Leserschaft zu finden. Für mich stellt er einige faszinierende Grundhypothesen auf, ohne sie jedoch einer kritischeren Prüfung zu unterziehen. Das ist natürlich in Romanform möglich. Was mich persönlich jedoch störte, war seine gebetsmühlenartige Wiederholung, dass er wohl dem „Wahnsinn verfallen sei“. Was nun? Sollte er dieses Urteil nicht besser dem mündigen Leser überlassen? Ohne zu viel zu verraten: Manche Selbsterkenntnis des Protagonisten ist tatsächlich äußerst avantgardistisch.
Die Schleifen jedoch, die die Hauptfigur immer wieder dreht, empfand ich persönlich als ermüdend und zu Längen führend, die so nicht hätten sein müssen.

Nun, ich habe den Roman bis zum Ende geschafft und wunderte mich dann nochmals über die letzten ca. 20-30 Seiten, die ich so nicht erwartet, mir aber irgendwie anders gewünscht hätte.

Fazit: Alles hängt mit allem zusammen erhält durch diesen Roman eine ganz neue Bedeutung.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Make Amerika great again

Das ist bei uns nicht möglich
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(Hörbuchfassung)


Mit windigen Versprechungen versucht ein ungebildeter, aber skrupelloser Populist die US-Amerikanischen Wahl 1936 zu gewinnen, um als leuchtende Lichtgestalt das Präsidentenamt zu übernehmen. ...

(Hörbuchfassung)


Mit windigen Versprechungen versucht ein ungebildeter, aber skrupelloser Populist die US-Amerikanischen Wahl 1936 zu gewinnen, um als leuchtende Lichtgestalt das Präsidentenamt zu übernehmen. Und die breiten Massen lassen sich von ihm einfangen und merken lange nicht, wen sie da eigentlich an die Spitze gesetzt haben, bis es zu spät ist. Die amerikanische Intelligenzija belächelt den Kandidaten und verleugnet zu lange, dass ein gemeinsames beherztes Vorgehen, die Katastrophe vielleicht noch hätte verhindern können ..

Beim Hören lief es mir fast fortlaufend eiskalt den Rücken herunter. Zu Beginn denkt man, da schreibt jemand genau über die aktuellen Entwicklungen in den USA. Doch die Geschichte hat fast 90 Jahr auf dem Buckel. Unglaublich, wie sich Muster wiederholen. Trotzdem könnte man vermuten, dass der Autor über hellseherische Fähigkeiten verfügte. Trotzdem bleibt er seiner Zeit verhaftet. So ist sein Erzählstil mitunter gewöhnungsbedürftig. Zu viele, uns heutzutage völlig unbekannte Personen tauchen darin auf. Und, man merkt nach etwa einem Drittel, dass es sich in seinem weiteren Handlungsverlauf an die damaligen Entwicklungen in Europa anlehnt.

Ganz hervorragend vorgetragen von Frank Arnold weist die ungekürzte Lesung ca. 15,5 Stunden Laufzeit auf.

Der Autor, Sinclair Lewis war übrigens der erste US-Amerikaner, der den Nobelpreis für Literatur (im Jahr 1930) erhalten hat.

Fazit: Aktueller denn je, unbedingt hörens- oder lesenswert.

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