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Josia-Jourdan

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2017

Perfekt! Riesen Leseempfehlung an jeden!

Stell dir vor, dass ich dich liebe
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Rezension
Ein Young Adult Buch ohne typische Klischees. Mein erstes YA-Buch mit einer übergewichtigen Protagonistin und einem Jungen, welcher nicht nur auf sein Aussehen reduziert wurde. Eine Geschichte, ...

Rezension
Ein Young Adult Buch ohne typische Klischees. Mein erstes YA-Buch mit einer übergewichtigen Protagonistin und einem Jungen, welcher nicht nur auf sein Aussehen reduziert wurde. Eine Geschichte, welche viel mehr als nur mit einer Highschool Liebesgeschichte zu tun hat. Vielmehr erfahren wir, was es heisst andere Menschen anhand ihres Aussehens in eine Schublade zu stecken. Dass jede Handlung, jedes Wort gegenüber einem anderen Menschen dessen Leben verändern könnte. Dass wir oftmals keine Ahnung haben, was einen anderen Menschen beschäftigt, warum diese Person so ist, wie sie ist. Libby Strout ist mit Abstand die authentischste, stärkste und vor allem sympathischste Protagonistin aus 2017! Ganz klar meine Favoritin. Trotz ehemaligen «fettesten Teenager Amerikas», Angstzuständen und Mobbing kämpft sie für ihre Träume. Sie hat keine Angst und trotz einiger Rückschläge gibt sie niemals auf. Libby Strout kann uns allen ein Vorbild sein. Für mich ist sie auf jeden Fall eins.
Jack Masselin dagegen ist zu Beginn des Buches ein ziemlicher Macho. Mit einem Schutzschild aus Coolnes und miesen Aktionen verbirgt er seine Schwäche. Er ist Gesichtsblind. Er erkennt nicht nur das Gesicht seiner Freundin nicht, selbst die Gesichter seiner Familie vermag er nicht zu erkennen. Bis er Libby trifft. Alles ändert sich. Er schafft es nicht nur Libby zur Zielscheibe der Schule zu machen. Er verändert sein Leben, seine Einstellungen und wiederspricht sich in seinen Handlungen immer wieder. Wer ist er wirklich? Kann es sein, dass er sich wirklich in das fetteste Mädchen der Schule verliebt hat? Jack Masselin ist ein absolut genialer Protagonist. Nicht unbedingt sehr sympathisch zu Beginn, aber dank Veränderungen und einigen Stunden Selbstreflexion ist er nicht nur sympathisch, sondern vor allem auch bereit sich für Libby einzusetzen.
Die Geschichte wir im deutschsprachigen Raum als Liebesgeschichte verkauft, woran besonders das Cover und der Titel schuld sind. Für mich ist die Geschichte aber so viel mehr. Natürlich ist es schön zu sehen, wie sich zwei so unterschiedliche Menschen verlieben, aber eigentlich geht es um so viel mehr. Toleranz, Akzeptanz und Respekt sind meiner Meinung nach die zentralen Themen dieses Buches. Jennifer Niven, welche mich schon mit ihrem internationalen Bestseller «All die verdammt perfekten Tage» überzeugen konnte, hat auch in ihrem neuesten Buch bewiesen, dass sie es schafft, auf ganz unspektakuläre Art und Weise an ein Thema heranzutreten und dieses ihren Lesern näherzubringen. Ob es Fettleibigkeit, Gesichtsblindheit oder das Umgehen mit Verlust ist, Jennifer Niven hat mir die Augen geöffnet und berührt.

Fazit
Ein Buch, welches einen bestimmten Nerv bei mir getroffen hat. Berührend, wunderschön geschrieben und mit der besten Protagonistin 2017 meiner Meinung nach. Ein Buch mit einer tollen Liebesgeschichte, welche mein Herz erwärmen konnte und einer Message, welche wir uns alle zu Herzen nehmen sollten. Wir alle sind erwünscht! Wir alle können etwas erreichen, wenn wir dafür kämpfen! Wir alle sind wunderschön und niemand sollte auf sein Aussehen reduziert werden!
Ich gebe diesem fantastischen Buch ganz klare ⭐⭐⭐⭐⭐ von 5 Sterne. Lest es! Ich kann es jedem Empfehlen, wer die Bücher von John Green, Lori Nelson Spielman oder Colleen Hoover mag. Falls ihr es schon gelesen habt oder lesen werdet, würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt, was ihr vom Buch gehalten habt. Für mich hat das Buch beste Chancen um einen Platz in meinen Jahreshighlights zu bekommen.

Ich danke dem Fischer Sauerländer Verlag für mein Exemplar!

Veröffentlicht am 21.09.2017

Düster & genial! Wie immer bei Alice Gabathuler

Hundert Lügen
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«Hundert Lügen» überzeugt als authentisches Jugendbuch. Wochenlang habe ich auf das neue Buch meiner Lieblingsautorin hingefiebert. Durch meine hohen Erwartungen wurde ich vom Inhalt des Buches regelrecht ...

«Hundert Lügen» überzeugt als authentisches Jugendbuch. Wochenlang habe ich auf das neue Buch meiner Lieblingsautorin hingefiebert. Durch meine hohen Erwartungen wurde ich vom Inhalt des Buches regelrecht geschockt. Ich wurde komplett unvorbereitet und mit falschen Erwartungen in die Geschichte geworfen. Ich habe weder mit einem Kinderverbechen, noch mit einem skrupellosen Vater gerechnet. Kris ist ein verschlossener junger Mann, welcher immer noch grosse Schwierigkeiten hat, mit der Vergangenheit abzuschliessen. Mit seiner verschlossenen, aber trotzdem herzlichen und fürsorgliche Art wirkte er auf mich direkt sympathisch. Manon hatte es da bei mir eindeutig schwieriger. Lange Zeit war sie mir regelrecht unsympathisch. Sie war komplett verschlossen und gab nichts über sich Preis. So konnte ich auch nie näheres über sie erfahren. Sie gab sich nicht so, wie sie sein sollte und ich brauchte meine Zeit um mich mit ihr anzufreunden. Was aber beide Protagonisten bewiesen war Mut und Selbstlosigkeit. Auf authentischste Art und Weise setzten sie alles daran den anderen zu retten und für das zu kämpfen, was sie glauben. Die preisgekrönte Schweizer Jugendbuchautorin Alice Gabathuler bewies auch in «Hunder Lügen», dass sie starke, einzigartige und besonders authentische Charaktere erschaffen zu vermag. Auch mit der Jugendgruppe «Scales of Justice» und deren Aktivitäten hat sie eine interessante Thematik mithinein gebracht. Sozialkritisch und optimistisch denkend hat die Autorin eine motivierte Gruppe Jugendlicher erschaffen, welche sich politisch engagiert. Interessante Idee, welche zusätzliche Spannung und Einzigartigkeit in die Handlung mithinein bringt.

Fazit

«Hunder Lügen» ist nicht, wie ich erwartet habe. Mit brutalen Drohungen, verschlossenen Charakteren und jeder Menge Lügen ist die Geschichte ziemlich düster ausgefallen. Auf ihre ganz eigene Art packte mich die Geschichte allerdings. Von Kapitel zu Kapitel war ich gespannter darauf zu erfahren, was geschehen war. Der Schreibstil der Autorin trägt ihr zusätzliches dazu bei, dass ich das Buch verschlungen habe. Ich finde, dass das Buch nicht zu den stärksten der Schweizer Autorin gehört, trotzdem bringt sie Emotionen und Handlung gekonnt rüber. Deshalb hat das Buch klare ⭐⭐⭐⭐ von 5 Sterne verdient! Ich kann das Buch wirklich allen empfehlen, welche Fans der Thriller von Harlan Coben, Sebastian Fitzek oder Andreas Eschbach sind.

Veröffentlicht am 13.09.2017

Berührend auf ganz eigene Weise!

Apple und Rain
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Rezension
Ich habe es schon lesen wollen, als es erschien, doch der Verlag hat es mir leider nicht zugeschickt, weshalb ich erst in den Sommerferien dazukam, es zu lesen.
Schon von Beginn weg hat mich ...

Rezension
Ich habe es schon lesen wollen, als es erschien, doch der Verlag hat es mir leider nicht zugeschickt, weshalb ich erst in den Sommerferien dazukam, es zu lesen.
Schon von Beginn weg hat mich die Geschichte rund um Apple berührt. Ein Mädchen, welches eigentlich nichts anderes will, als ihre Mutter kennenzulernen. Sie beschliesst zu ihrer Mutter zu ziehen, als diese nach elf Jahren wieder auftaucht. Dafür verlässt sie ihre Grossmutter, welche ihr Leben lang für Apple gesorgt hat. Als sie dann Rain begegnet, ihrer Halbschwester, verändert sich alles in Apples Leben. Plötzlich ist sie nicht mehr der Lieblings ihrer Mutter, sondern Rains Babysitterin. Schon bald beginnen die beiden unterschiedlichen Schwestern eine enge Beziehung aufzubauen und eigentlich könnte alles gut sein, wenn da nicht Rains Puppe wäre. Denn Rainer glaubt seit Monaten, dass ihre Puppe lebt und so müssen sie auch alle behandeln. Ausserdem ist Apples Mutter oft weg und am Wochenende wird Party bis zum nächsten Morgen gemacht. Alkohol, Übermüdung und ständiges Fehlen in der Schule bringen Apples Leben komplett durch den Wind. Sie ist doch erst 14?!
Im Roman von Sarah Crossan, welche unters deren schon für den deutschen Literaturpreis nominiert war, wird auf literarische Weise aufgezeigt, wie es Frauen ergeht, die schon zu früh Mutter werden und was das für die betroffenen Kinder bedeutet. Trotzdem bleibt das Buch meist witzig angehaucht und versucht nie besonders emotional zu sein oder zu Tränen zu rühren. Sarah Crossan setzt nicht nur ein kaum besprochenen Thema in der Buchwelt gekonnt in Szene, sie schafft es das ganze auch in einer leichten Geschichte ohne grosse Wendungen und einfachen, aber authentischen Protagonisten zu erschaffen.

Fazit
«Apple & Rain» ist eines dieser Bücher, welches einen auf eine ganz besondere Art und Weise berührt. Die Geschichte ist simpel und die Charaktere sind ebenfalls nichts aussergewöhnliches. Doch die Thematik rund um familiäre Liebe und das Mutter-Kind Verhältnis trafen einen ganz bestimmten Punkt bei mir. Familie ist nicht immer nur Verwandtschaft, sondern manchmal auch einfach bei den Menschen, die einen am meisten lieben und für einen sorgen. Sarah Crossan hat mich wieder einmal überzeugt. Ich gebe «Apple & Rain» ⭐⭐⭐⭐,5 von 5 Sterne. Selten ein Buch gelesen, welches einen so simplen Aufbau hatte und mich trotzdem so tief berühren konnte.

Veröffentlicht am 06.09.2017

Orientalisches Fantasy!

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang
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Rezension
Amrita, Kronprinzessin von Shalingar, soll mit dem brutalen Einander verheiratet werden, um die Handelsbeziehung zwischen Makedonien und Shalingar zu stärken. Doch Amritas Vater entscheidet sich ...

Rezension
Amrita, Kronprinzessin von Shalingar, soll mit dem brutalen Einander verheiratet werden, um die Handelsbeziehung zwischen Makedonien und Shalingar zu stärken. Doch Amritas Vater entscheidet sich gegen den Vertrag und Krieg bricht aus. Amrita muss flüchten. Gemeinsam mit Thalia, einem Orakel, bezieht sie sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen Ort. Doch werden sie die Vergangenheit ungeschehen machen und das Geheimnis um Amritas Mutter lüften können?
Amrita ist eine mutige junge Frau, welche nicht nur für ihr Glück kämpft, sondern vor allem auch für das Glück ihres Volkes. Eine beachtenswerte Protagonistin, die mir von Beginn weg sympathisch war. Meist wirkte sie auf mich auch sehr authentisch, allerdings kaufte ich ihr die Trauer um den Verlust ihrer Familie, ihrer Heimat und Freunde irgendwie nicht ab. Aber das lag wohl eher an der Autorin oder der Übersetzung, dass ich diese Trauer zu wenig mitbekommen habe. Amrita eignete sich auf jeden Fall ideal als Protagonistin.
Die Geschichte von Amrita war mitreissend, aussergewöhnlich und genial. Mit kleinsten Fantasy Elementen hat die Autorin einen Konstrukt aus Magie, Historik und Liebe erschaffen, der genau nach meinem Geschmack ging. Alles untermalt durch die zauberhafte Kulisse der orientalischen Kulturen und Landschaften. Die Autorin hha mich mit bildgewaltiger Sprache direkt ins Geschehen hineinversetzt. Leider gab es immer wieder Passagen, welche für mich noch Überarbeitung nötig gehabt hätten. Manche Szenen wirkten unvollständig oder zu schnell. Trotzdem hat «Amrita: Am Ende beginnt der Anfang» mich unterhalten können.

Fazit
Aditi Khorana hat mit Amrita einen fantastischen Roman inmitten einer wunderschönen orientalischen Kulisse erschaffen. Dank detaillierten Beschreibungen konnte ich das Buch kaum loslassen und hatte es in kürzester Zeit durchgelesen. Die authentischen Charaktere geben dem Buch das gewisse etwas und der Moral hinter der Geschichte ist so einfach wie wichtig. Selbslosigkeit! Das Buch hat zwar einige kleinere Schwächen, trotzdem hat mich das Buch gepackt und deshalb kriegt es verdiente ⭐⭐⭐⭐ von 5 Sterne. Ich empfehle das Buch allen, welche Zorn & Morgenröte, Kai Meyer oder einfach orientalisches Feeling in Büchern mögen.

Danke an den Dressler Verlag für mein Exemplar!

Veröffentlicht am 30.08.2017

Eher enttäuschend!

Blauer Montag
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Rezension
Inmitten des regnerischen Londons lebt Frieda Klein. Als Psychotherapeutin betreut sie Menschen mit seelischen Problemen. Doch eigentlich hat sie in ihrem eigenen Leben genug zu regeln. Sie steht ...

Rezension
Inmitten des regnerischen Londons lebt Frieda Klein. Als Psychotherapeutin betreut sie Menschen mit seelischen Problemen. Doch eigentlich hat sie in ihrem eigenen Leben genug zu regeln. Sie steht mitten in einer Beziehung für die sie entweder ihr Leben in London aufgeben muss oder ihren Traummann gehen lassen muss. Doch dann wird Matthew entführt. Da sollte die Geschichte doch jetzt eigentlich anfangen? Irgendwie verpasst die Autorin den Einstieg und lässt die Geschichte bis ca. Seite 300 langsam plätschern. Immer wieder kommt Spannung auf, wir erfahren mehr über Friedas Patienten, den sie selbst im Verdacht hat, doch dann nur sehr viele verschieden Ideen, Möglichkeiten und endloslange Erzählungen. Nicci French hat mit Frieda Klein zwar einen interessanten Charakter erschaffen. Als sehr kontrollierte und durchgeplante Frau passt sie perfekt in die Kulissen und die Geschichte. Doch welche Geschichte eigentlich? Das ist das grosse Problem an diesem Buch. Wir haben vielfältige und authentische Charaktere. Jeder dieser Charaktere hat auch seine eigene Geschichte, aber vom eigentlichen Fall rund um Matthew ist wenig vorhanden. Vielleicht soll das ganze auch authentisch wirken, denn ich kann mir gut vorstellen, dass die Polizei bei solchen Verbrechen lange keinen Plan hat, aber lese ich einen Thriller um den Misserfolg und die Ratlosigkeit der Polizei mitzuverfolgen? Die Auflösung wirkte sehr konstruiert und die nötigen Hinweise, wirkten ebenfalls sehr zufällig. Da fehlt mir dann wieder die Authentizität.

Fazit
Eine Rezension in der ich mich so kurz fassen wie in dieser gab es wohl schon länger nicht mehr, aber ich weiss ehrlich gesagt auch gar nicht, was ich schreiben soll. Dem Buch fehlte es nicht nur Spannung, sondern vor allem an einem durchgezogenen Roten Faden. Die Schreibweise der Autorin gefiel mir zwar ausserordentlich gut, dass sie in der Erzählperspektive immer wieder verschiedene Szenen von verschiedenen Charakteren beschrieb. Auch die Charaktere gefielen mir alle gut, aber wo keine Geschichte ist, gibt’s auch nicht zum rezensieren. Zusammengefasst ist das Buch für seine knapp 440 Seiten mit wenig Inhalt ausgestattet und überzeugte mich nicht als packender Thriller. Deshalb bekommt das Buch auch nur ⭐⭐,5 Sterne. Wer gerne einen Einblick in die Welt der Psychotherapeuten will, sollte sich das Buch anschauen, wer aber nach einem spannenden Thriller sucht, dem empfehle ich eher etwas aus der Feder von Harlan Coben oder Alice Gabathuler.

Danke an den btb Verlag für mein Exemplar.