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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2021

Solides Mystery-Buch

The Cousins
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Karen M. McManus erzählt die Geschichte der Familie Story und hat sich dafür für vier Perspektiven entschieden. Milly, Aubrey und Jonah, die aus der Gegenwart erzählen, sowie Allison, die uns mit in die ...

Karen M. McManus erzählt die Geschichte der Familie Story und hat sich dafür für vier Perspektiven entschieden. Milly, Aubrey und Jonah, die aus der Gegenwart erzählen, sowie Allison, die uns mit in die Vergangenheit nimmt. Warum ist die Familie zerrüttet, wie kam es dazu, dass ihre Grossmutter alle enterbt hat und den Kontakt abgebrochen hat und vor allem, warum lädt sie ihre Enkel nun plötzlich zu sich ein.

Die Geschichte beginnt damit, dass wir die Cousins kennenlernen und schon von Beginn an merke ich, dass mir die Figuren sympathisch sind und umso mehr hätte ich mir gewünscht, dass wir sie noch mehr im Verlaufe des Buches kennenlernen würden. Denn die Autorin hat zwar spannende Figuren kreiert und alle haben ihre eigenen Motive und Vergangenheiten, aber am Ende wirkt es doch eher so, als wären alle für diese Geschichte konzipiert worden.

Spannung kommt auf den ersten zweihundert Seiten zu wenig auf. Es erinnert an eine der vielen Drei ??? Folgen. Fragen über Fragen zu Beginn, seltsame Momente, die sich nicht erklären lassen und drei Teenager, die ein unglaublich gutes Kombinationstalent haben. Dass das Buch dann auch noch auf einer Insel spielt, hat mich wirklich mitten in eine Folge der drei Detektive katapultiert. Zu Beginn macht das noch Spass, mit der Zeit zieht sich das. Nach 200 Seiten nimmt die Handlung Fahrt auf und der Lesespass beginnt. Eine Reise in die Vergangenheit voller Intrigen, Drama und einem Geheimnis, das niemand erfahren darf. Der Plottwist kurz vor Ende kommt überraschend und hat mich begeistern können. Die Autorin hat mich an der Nase rumgeführt. Das Ende ist Geschmackssache, mir persönlich ist es zu ausgeschrieben, zu fertig erzählt und damit hat das Buch zwar einen schönen Spannungsbogen gezeichnet, ich hätte mir jedoch ein offeneres Ende gewünscht.

Fazit

«The Cousins» von Karen M. McManus ist ein solides Mysterybuch, das mit gelungenen Plottwists, sympathischen Figuren und einem angenehmen Schreibstil zu überzeugen weiss. Auch wenn das Buch zwischendrin einige Längen hat und ich mir noch mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht hätte, so hat mich die Handlung gut unterhalten können und Karen M. McManus beweist damit, dass sie mittlerweile zu einer festen Grösse im Spannungsbereich gehört. Ich vergebe 3.5 von 5 Sterne und empfehle das Buch allen Fans von Ursula Poznanski, Alice Gabathuler und Pretty Little Liars.

Ich danke dem cbj Verlag für mein Exemplar!

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Süss, aber insgesamt eher flach

ROYALS - Herzensprinzessin
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Millie geht auf ein Internat nach Schottland. Weit weg von ihrem zu Hause Texas und vor allem weit weg von ihrer Ex-Freundin. Die neue Schule bietet jedoch genauso viel Drama und so findet sich Millie ...

Millie geht auf ein Internat nach Schottland. Weit weg von ihrem zu Hause Texas und vor allem weit weg von ihrer Ex-Freundin. Die neue Schule bietet jedoch genauso viel Drama und so findet sich Millie in einem Zimmer mit der schottischen Prinzessin Flora wieder. Diese beschliesst nicht nur, Millie von Tag 1 nicht zu mögen, sondern ihr das auch bei jeder Gelegenheit zu zeigen. Aber dank eines Schulprojekts, sowie dem Prinzen von Schottland werden die beiden dann doch noch Freunde. Oder vielleicht sogar mehr.

Ich habe das Buch im Original auf Englisch gelesen und schon relativ schnell habe ich gemerkt, dass mir der Schreibstil nicht unbedingt zusagt. Warum kann ich nicht erklären, aber ich fand es seltsam geschrieben. Ob das in der deutschen Übersetzung ebenfalls der Fall ist, kann ich nicht beurteilen. Der Schreibstil hat für mich jedoch den Lesespass verringert.

Die erste Hälfte von «Royals: Herzensprinzessin» zieht sich, Spannung ist kaum vorhanden, der Klappentext verrät schon die Hälfte des Buches. Trotzdem habe ich mich unterhalten gefühlt. Der Schauplatz und die Ausgangsituation klangen vielversprechend. Jedoch geschieht sehr lange kaum etwas.

Chemie oder Knistern zwischen Flora und Millie sucht sich vergeblich und als es dann plötzlich kommt, frage ich mich, was ich verpasst habe. Sowohl Flora als auch Millie fehlt es an charakterliche Tiefe, bis zum Schluss habe ich nicht das Gefühl, die beiden zu kennen. Insgesamt ist das aber das Hauptproblem des Buches. Themen werden angerissen, Figuren zwar vorgestellt, aber es fehlt immer an Tiefe und was ich mir als eine schöne, humorvolle Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen vorgestellt habe, ist eher eine sehr vorhersehbare, konstruierte Romanze, die mein Herz nicht wirklich berührt hat.

Das Ende ganz besonders hat mich enttäuscht. Auf wenigen Seiten wird so viel Handlung verarbeitet, wie davor auf 200 Seiten und es stellt sich mir die Frage, was Rachel Hawkins sich dabei gedacht hat. Das Buch wird als süsse Liebesgeschichte vermarktet und das ist es grundsätzlich auch, aber als Leser habe ich das Gefühl, dass mit der wichtigste Teil dieser Liebesgeschichte nur in kleinen Brocken erzählt worden ist. Die grossen Gefühle habe ich vermisst.
Fazit

«Royals: Herzensprinzessin» von Rachel Hawkins ist unterhaltsam und lässt sich schnell lesen, mehr ist es jedoch auch nicht. Dem Buch fehlt es an Tiefe, die Figuren sind sehr blass gezeichnet und für mich kaum greifbar. Der Spannungsbogen ist zudem nicht vorhanden und die erste Hälfte kaum interessant. Das Ende dagegen bietet Potenzial, wird dann aber zu schnell abgehandelt. Ich habe mich sehr darauf gefreut, aber letzten Endes ist das Buch für mich eher eine Enttäuschung. Ich vergebe 3 von 5 Sterne und kann euch das Buch nur bedingt empfehlen. Da gibt es bedeutend bessere Titel in dem Genre wie Royal Blue.

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Veröffentlicht am 26.12.2020

Lest die Reihe!

Das Rosie-Resultat
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Don und Rosies Sohn Hudson ist 11 Jahre alt, sie sind zurück nach Australien gezogen und Don wird Teil eines Rassismus-Skandals, der eigentlich gar keiner ist. In Folge dessen wird er von seinem Job freigestellt ...

Don und Rosies Sohn Hudson ist 11 Jahre alt, sie sind zurück nach Australien gezogen und Don wird Teil eines Rassismus-Skandals, der eigentlich gar keiner ist. In Folge dessen wird er von seinem Job freigestellt und übernimmt die Haushaltspflichten, sowie die Aufgabe Hudson zu helfen, sich besser zu integrieren. Denn Hudson hat Schwierigkeiten sich mit anderen Kindern anzufreunden, kann nicht gut mit Änderungen umgehen und besitzt auch sonst einige Charaktereigenschaften, welche mit Asperger in Verbindung gebracht werden könnten. Das stellt Rosie und Don vor schwierige Fragen, denn einerseits wollen sie, dass ihr Sohn glücklich ist, andererseits möchten sie auch nicht, dass er aufgrund einer Diagnose eine Sonderbehandlung bekommt. Denn Don ist doch auch sein Leben lang ohne eine offizielle Diagnose ausgekommen.

Die Geschichte spielt elf Jahre nach dem letzten Band. Ein Kulissenwechsel, einige neue Figuren und vor allem Hudson geben der Reihe frischen Wind und stellen Rosie und Don vor neue Herausforderungen. Ich habe die anderen beiden Bücher als Hörbücher gehört, da mir die Vertonung von Argon sehr gefällt, aber für den dritten Band habe ich mich fürs Printbuch entschieden und das war die beste Entscheidung, denn so habe ich nicht nur in meinem Tempo lesen können, ich konnte an gewissen Stellen auch die Emotionen besser auf mich wirken lassen und dieser dritte Band hat mich an gewissen Stellen wirklich sehr berührt. So fest berührt, dass mir teilweise sogar die Tränen gekommen sind. Don und Rosie sind ein Dreamteam und auch wenn sie so unterschiedlich sind, respektieren sie sich und hören sich gegenseitig zu und ich denke, das ist am Ende auch das Erfolgsrezept für ihre Ehe.

Graeme Simsion packt in das Buch eine Menge Themen rein. Familie, Vergebung, Toleranz, Liebe, Schubladendenken, häusliche Gewalt, ImpfgegnerInnen und Vorurteile sind nur ein paar Beispiele. Wie auch bereits in den vorigen Bänden nutzt er einige Klischees und der Humor, sowie die Darstellung ist durchaus überspitzt, aber das darf ja auch sein und betont auch nochmals, dass Vorurteile und Klischeedenken, eben nicht funktionieren. Verbunden mit einer unterhaltsamen Geschichte, einigen emotionalen Momenten und einem gelungenen Ende hat Graeme Simsion eine Geschichte geschrieben, die wunderbar für sich funktioniert und mich als Fan der anderen beiden Bände nicht im geringsten enttäuscht hat.
Fazit

Wer sind wir? Was macht uns aus? Wie tolerant sind wir gegenüber anderen Menschen? Graeme Simsion hat mit Das Rosie-Resultat einen mehr als würdigen Abschluss für diese wunderbare Trilogie geschrieben, die auch im dritten Band mit überspitztem Humor, besonderen Figuren und ganz viel Liebe überzeugt. Genau wie Don und alle anderen Figuren, können auch wir stetig neue Dinge lernen und auch wenn der Autor vielleicht mit ein paar Klischees spielt, schafft er es etwas klar hervorzuheben, und zwar, dass Liebe und Toleranz der Schlüsselpunkt sind und dass diese Welt bunt ist. Schubladen machen die Sache vielleicht bequemer, aber die Lösung sind sie nicht und das hat Graeme Simsion mit der Rosie-Trilogie mehr als einmal bewiesen. Ich vergebe 5 von 5 Sterne für den gelungenen Abschlussband und habe das Gefühl diesen Büchern mit Worten nicht gerecht werden zu können. Darum möchte ich sagen: LEST SIE EINFACH!

Ich danke dem Fischer Verlag für mein Exemplar!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2020

Ich hoffe, Band 3 wird übersetzt

OMG, diese Aisling! – Back to the Roots
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Der zweite Band geht da weiter, wo Band 1 aufgehört hat und leider spoilert auch hier der Klappentext wieder die ersten 100 Seiten und so habe ich eigentlich nur darauf gewartet, dass Aisling sich von ...

Der zweite Band geht da weiter, wo Band 1 aufgehört hat und leider spoilert auch hier der Klappentext wieder die ersten 100 Seiten und so habe ich eigentlich nur darauf gewartet, dass Aisling sich von John trennt und ihr neues Leben beginnt. Dadurch hat mir der Anfang nicht so gut gefallen, allerdings wurde das später dann kompensiert. Aisling hat ein aufregendes Leben, das ich gerne mitverfolgt habe. Aislings Lebensstil ist eine seltsame Mischung aus Verantwortungsbewusst und vollkommen bescheuert. So werde ich nie verstehen, wie man für einen Wochenendtrip irgendwo hinfliegen kann, was sie ja bereits in Band 1 mit ihren Freundinnen gemacht hat. In Band 2 geht es allerdings nach Las Vegas, was ja nochmals eine ganz andere Strecke ist und so erscheint es fast schon ironisch, dass Nachhaltigkeit in dem Buch eine Rolle spieltGleichzeitig weiss sie mit Geld umzugehen und schafft es ein Café zu eröffnen.

Abgesehen von diesen Unterschieden zwischen mir und den Figuren aus der Reihe, habe ich aber gespannt mitverfolgt, wie Aisling ihr eigenes Business startet und mit ihren Freundinnen ein Abenteuer nach dem anderen erlebt.

Der Schreibstil ist wieder angenehm zu lesen, der Humor so, dass ich mehrmals schmunzeln musste und ich würde sehr gerne mal in die Originalfassung lesen, um zu schauen, wie die Übersetzung da funktioniert, denn auch in diesem Band geht es natürlich wieder um einige sehr irische Themen. Es sind neue Nebenfiguren hinzugekommen und auch wenn das Buch grundsätzlich eine Wohlfühllektüre ist, kommen durch diese Nebenfiguren wieder ernstere Themen mithinein, was dem Buch, wie bereits bei Band 1, eine überraschende Tiefe verleiht.
Fazit

OMG, diese Aisling: Back to the roots kann mit dem ersten Band mithalten und auch hier haben wir wieder eine humorvolle Lektüre, mit einem gewissen Tiefgang, verrückten Figuren, die alle nicht perfekt, gerade dadurch aber sympathisch sind. Band 2 hat für mich bietet ebenfalls gute Unterhaltung und das Lesen macht Spass. Ich vergebe 4 von 5 Sterne und freue mich schon Band 3 zu lesen. Ich hoffe nur, dass der dann auch übersetzt wird. Ich empfehle das Buch allen, die Band 1 bereits gemocht haben.

Ich danke dem Bold Verlag für mein Exemplar!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2020

Ich liebe die Reihe

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Lazlo ist in Weep angekommen und in seinen Träumen begegnet ihm ein Mädchen, welches mehr als ein Traum. Doch dass sie wirklich eine existierend Tochter der Götter ist, damit hätte er wohl nicht gerechnet. ...

Lazlo ist in Weep angekommen und in seinen Träumen begegnet ihm ein Mädchen, welches mehr als ein Traum. Doch dass sie wirklich eine existierend Tochter der Götter ist, damit hätte er wohl nicht gerechnet. Währenddessen bereiten sich die Kinder der Götter darauf vor, ihr zu Hause vor den Menschen zu beschützen, und zwar auf brutalste Art. Sie schrecken nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden, aber was, wenn sich eine von ihnen in einen Menschen verliebt.

Laini Taylor hat eine sehr ruhige, atmosphärische Erzählweise und ich finde die Übersetzung wirklich gelungen. Ich war sofort wieder mitten in der Geschichte, in dieser magischen Welt drin und bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Buch ist zwar wesentlich actionreicher als Buch 1, hat mich aber vor allem mit den Figuren, der Frage nach Gut und Böse sowie dieser magischen Welt begeistert. Laini Taylor hat kein riesiges Worldbuilding betrieben, sie gibt uns nach und nach die Informationen, die wir brauchen, um zu verstehen, was in der Geschichte passiert. Das Lesegefühl ist wunderbar und mein einziger Minuspunkt ist die Liebesgeschichte, welche mir zu schnell gegangen ist und ich gerade gegen Ende zu wenig gefühlt habe.

Trotzdem ist dieses Ende so. Denn am Ende wird wieder Bezug auf den Prolog genommen und der Handlungsbogen somit geschlossen. Ich bin froh, dass es weitergeht, denn nach diesem Ende sind noch so viele Fragen offen.
Fazit

Strange the Dreamer: Ein Traum von Liebe steht seinem Vorgänger in nichts nach und überzeugt wieder mit einem traumhaften, poetischen Schreibstil, einem minimalistischen, aber sehr interessanten Worldbuilding, sowie zwei Figuren, die inmitten von Krieg und Blut an Liebe glauben. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und meine Liebe für Fantasy wurde wieder geweckt. Ich vergebe 4.5 von 5 Sterne und freue mich auf die weiteren zwei Bände, die noch in diesem Jahr erscheinen werden. Ich empfehle die Reihe allen Fans von Kai Meyer, Zorn & Morgenröte und Narnia.

Ich danke dem ONE-Verlag für mein Exemplar!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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