Tolle Idee, Umsetzung zu langatmig
EhemännerAls mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, hatten wir gerade unseren Dachboden entrümpelt. Ein neuer Ehemann ist mir dabei aber nicht begegnet. Was für eine abstrus, skurril klingende Geschichte. Probiere ...
Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, hatten wir gerade unseren Dachboden entrümpelt. Ein neuer Ehemann ist mir dabei aber nicht begegnet. Was für eine abstrus, skurril klingende Geschichte. Probiere ich mal aus.
𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:
Wenn Lauren eines genau weiß, dann: dass sie nicht verheiratet ist. Doch eines Nachts steht ein völlig fremder Mann in ihrem Flur und behauptet, ihr Ehemann zu sein. Als er auf dem Dachboden verschwindet und wenig später ein ganz anderer Mann herunterkommt, beginnt sie an ihrem Verstand zu zweifeln. Laurens Dachboden scheint einen endlosen Vorrat an potenziellen Ehemännern hervorzubringen. Und das ist gar nicht so schlecht – oder?
𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:
Den Einstieg in die Story fand ich sehr witzig. Ich meine, den Ehemann austauschen zu können, klingt manches Mal schon verlockend. Dahinter verbirgt sich aber eine Message. Gerade heute, in dieser schnelllebigen Zeit, wird oft voreilig gehandelt. Viele bezeichnen sich selbst als beziehungsunfähig und machen eher einen Rückzieher, als dass sie um jemanden kämpfen. Obwohl ich die Geschichte anfänglich noch witzig fand, habe ich Lauren dann aber schnell nicht mehr verstanden. Wie oberflächlich sie handelt, hat mich eigentlich schon gestört. Gut, sie wollte den perfekten Mann. Verstehe ich. Aber ihn sofort auszutauschen, weil z.B. die Nase oder ein anderes Detail nicht stimmte, empfinde ich eher als schwierig. Folgedessen wirkte der Hauptcharakter Lauren schon mal nicht gerade sympathisch auf mich. Ich weiß, soll eben auch zeigen, wie es heutzutage oft läuft.
Dazu kam aber, ab ca. der Hälfte, unheimlich Langweile auf. Diese wahllose und ständige Austauscherei von Ehemännern war irgendwie immer das Gleiche. So viele Seiten lagen noch vor mir, da war mir natürlich klar, okay, der Traum-Ehemann lässt noch lange auf sich warten. Passagen, die ich dann auch überflogen habe, folgten.
Leider empfand ich das Ende dann auch nicht mehr so toll, vermutlich, weil ich eh schon nicht mehr richtig in der Story war. Schade, meine Erwartungen waren höher. Was blieb, sind tatsächlich Adjektive wie abstrus und skurill.
𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:
Die Idee fand ich super, die Umsetzung eher nicht so gelungen. Für meinen Geschmack wurden zu oft Ehemänner getauscht, warum mir es zu langatmig erschien.