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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2024

Fand den Vorgänger um Einiges besser

In den Augen meiner Mutter
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Nachdem mir der Vorgänger "Café Leben" schon so gut gefallen hat, wollte ich auch unbedingt diese Geschichte lesen.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Die 32-jährige Georgie ist im achten Monat schwanger, als sie durch ...

Nachdem mir der Vorgänger "Café Leben" schon so gut gefallen hat, wollte ich auch unbedingt diese Geschichte lesen.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Die 32-jährige Georgie ist im achten Monat schwanger, als sie durch Zufall einen Hinweis auf den Aufenthaltsort ihrer Mutter Nancy erhält. Vor 20 Jahren hatte Nancy ihre Familie einfach so verlassen – ohne Erklärung, ohne Abschied. Jetzt, da Georgie selbst Mutter wird, kann sie das noch weniger verstehen als damals. Aber sie hat das Gefühl, Antworten zu brauchen, um in ihrem eigenen Leben endlich zur Ruhe zu kommen. Zusammen mit ihrem Bruder Dan reist Georgie in die schottischen Highlands, wo in den Medien über ihre Mutter berichtet wurde. Unterwegs kommen Erinnerungen an ihre Kindheit zurück, die mehr und mehr Fragen aufwerfen. War es etwa Georgies Schuld, dass Nancy gegangen ist? Und war ihr Vater wirklich der Held in der Geschichte? Was die Geschwister über ihre Familie herausfinden, erschüttert all ihre Gewissheiten. Und es stellt Georgies eigene Entscheidungen infrage.

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:

Leider konnte meine Erwartung nicht ganz erfüllt werden. Das lag zum einen an der Gemütsstimmung. Die wirkte sehr düster und melancholisch auf mich und das widerum erzeugte so schwarz-weiß- Bilder in meinem Kopf. Bei schweren Themen mag ich aber gerne auch mit ein bisschen Farbe aufgefangen werden. Zweitens war für mich der Mittelteil zu langatmig. Klar, man bekommt Einblicke in verschiedene Perspektiven und auch in die Vergangenheit, was sich dann Stück für Stück zu einem Ganzen fügt, aber für meinen Geschmack dauerte es mir zu lange, obwohl das Buch nichtmal viele Seiten hat. Zum Ende hin nahm das Buch dann aber an Fahrt auf. Jedoch hatten da die Charaktere dann schon nicht mehr meine volle Aufmerksamkeit, was sich auf die Empathie auswirkte. Ich habe also nicht wirklich mehr mitgefühlt, was mir aber wichtig ist. Sehr schade, denn, wie gesagt, den Vorgänger fand ich richtig toll, zumal der auch mit einem unerwarteten Krimianteil überrascht hat. Da ich aber das erste Buch sehr mochte, würde ich trotzdem wieder ein Buch der Autorin lesen. Manchmal trifft es eben nicht ganz den eigenen Geschmack.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Ich fand es zu düster/melancholisch, auch ein wenig zu langatmig, aber den Vorgänger mochte ich sehr, warum ich wieder zu einem Buch der Autorin greifen würde.

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Nicht mein Lieblingband, aber dennoch gut

Die Freundin der Braut
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Ein neues Buch von Nicolas Barreau?, ich bin dabei.💘

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

An einem regnerischen Tag im April erhält Jean-Pierre Morel eine Einladung, die sein Leben verändern wird. Überraschend lädt ihn Paul, ...

Ein neues Buch von Nicolas Barreau?, ich bin dabei.💘

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

An einem regnerischen Tag im April erhält Jean-Pierre Morel eine Einladung, die sein Leben verändern wird. Überraschend lädt ihn Paul, sein ehemals bester Freund, zu seiner Hochzeit auf einem Schloss in Südfrankreich ein. Doch am Tag des Festes läuft alles schief und in der Aufregung vergisst Jean-Pierre bei seinem Aufbruch die Einladung. Den Namen des Chateaus hat er so halbwegs im Kopf, aber als er unterwegs auch noch eine Panne hat, würde er am liebsten aufgeben. Auf dem malerischen Anwesen angekommen, ist das Fest bereits in vollem Gange. Jean-Pierre trifft die junge, rothaarige Frau wieder, die ihm zuvor an der Tankstelle waghalsig die Vorfahrt genommen hatte. Juliette, die stets zu sagen scheint, was ihr durch den Kopf schießt, erweist sich indes als eine ganz bezaubernde Gesellschaft. Es wird eine rauschhafte Nacht, an deren Ende das Schicksal eine gänzlich unerwartete Wendung bereithält.

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:

Wer Wohlfühlstories mag, mit einer romantischen, vielleicht auch ein wenig kitschigen Lovestory, der sollte sich dieses Buch unbedingt genauer anschauen. Ich liebe die Bücher der Autorin und würde immer wieder auch das neueste Buch lesen wollen. Allerdings würde ich zukünftig nicht unbedingt mehr den Klappentext lesen, denn hier verrät der eindeutig zu viel. Im Grunde genommen kennt man dadurch die ganze Geschichte. Das fand ich ein wenig schade, denn ich wäre zum Schluss gerne doch noch überrascht worden, zumal die Bücher ja eh schon vorhersehbar sind. Ich sage zwar immer, bei so Liebesgeschichten, mit garantiertem Happy End, ist zwar der Weg das Ziel, aber ein wenig mehr Raffinesse hätte es, für meinen Geschmack, dann doch sein dürfen und nicht, wie hier, schon das ganze Pulver im Klappentext verballern. Ansonsten war es wieder eine kurzweilige, romantische Lovestory, wie man es von der Autorin gewohnt ist.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Nicht mein Lieblingband, dennoch für ein wenig Romantik zwischendurch, gut geeignet.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Ein tolles interaktives Bilderbuch für ganz Kleine

Wo ist mein Affi?
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Ich kenne Anouk nur als Vorlesegeschichte für Kindergartenkinder und älter. Nun habe ich Anouk für die ganz Kleinen entdeckt und mich wahnsinnig gefreut, da ich inzwischen auch einen einjährigen Enkelsohn ...

Ich kenne Anouk nur als Vorlesegeschichte für Kindergartenkinder und älter. Nun habe ich Anouk für die ganz Kleinen entdeckt und mich wahnsinnig gefreut, da ich inzwischen auch einen einjährigen Enkelsohn habe.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Anouk ist müde und will ins Bett. Doch wo ist Affi? Hilfst du Anouk bei der Suche? Eine liebevolle Gutenachtgeschichte basierend auf der Bestsellerreihe "Anouk" von Hendrikje Balsmeyer und Peter Maffay.

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:

Hier haben wir eine ziemlich simple Alltagssituation. Auf dem Cover macht Affi noch fleißig "Kuckuck", doch plötzlich ist er weg. Nun kommen die Kleinen ins Spiel. Sie dürfen hinter den Klappen Affi suchen. Was sie dort alles entdecken, bereichert nicht nur den Wortschatz, macht zudem auch sehr viel Spaß. Umso größer ist die Freude, wenn sie Affi dann tatsächlich gefunden haben. Damit aber nicht genug. Die Tür (eine weitere Klappe) geht auf und Anouks Eltern schicken ihre Tochter nun endlich ins Bett. Mit ihrem Lieblingskuscheltier macht sie es sich nun gemütlich und die Kleinen dürfen sie zum Schluss dann auch noch zudecken (auch eine Klappe).
Selbst meine 3,5jährige Enkelin mag diese Geschichte immer noch gern und ich würde mich sehr freuen, wenn noch weitere Alltagsgeschichten für Kleinkinder folgen würden.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Die kleine Anouk ist ein tolles interaktives Bilderbuch für Kinder ab ca.18 Monate.
Es bereichert den Wortschatz, indem Sätze wiederholt werden, wie: "Wo ist Affi?, ist Affi vielleicht hier?, nein, das ist eine Giraffe.", usw. Und es macht einfach Spaß.
Von und gibt es eine absolute Kaufempfehlung. #Anoukisttoll


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Veröffentlicht am 01.07.2024

Highlight und Lieblingsbuch

Schlafenszeit – Albträume erwachen, wenn diese Tür sich schließt
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Vielen Dank an Mickys.buecherwelt (Instagram) für diesen Tipp. Er hat dieses Buch in der englischsprachigen Ausgabe gelesen und seinen Follower*innen geraten, es sich zu holen, sobald es auf Deutsch erscheint. ...

Vielen Dank an Mickys.buecherwelt (Instagram) für diesen Tipp. Er hat dieses Buch in der englischsprachigen Ausgabe gelesen und seinen Follower*innen geraten, es sich zu holen, sobald es auf Deutsch erscheint. Mir muss man so etwas nicht zweimal sagen, auch wenn ich ein wenig Sorge hatte, dass "Horror" hier eine zu große Rolle spielen könnte. Abschlachten und seitenweise blutrünstige Szenen, wären jetzt nicht gerade das, was ich gerne lese. Früher vielleicht mal, aber heute möchte ich mich lieber anders gruseln.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Der fünfjährige Teddy malt für sein Leben gerne. Seine neue Babysitterin Mallory liebt seine Kreativität, und gemeinsam spielen, malen und lachen sie. Doch dann werden Teddys Zeichnungen immer düsterer und verstörender. Nach dem so liebenswürdigen Gekritzel malt der kleine Junge plötzlich einen grausamen Mord, immer und immer wieder. Mallory ist besorgt und verängstigt, doch Teddys Eltern behaupten, es sei nur eine Phase. Aber Mallory lassen die schrecklichen Bilder keine Ruhe und rauben ihr nachts den Schlaf, wenn sie allein in ihrer Hütte im Garten ist. Sie versucht dahinterzukommen, was es mit den schrecklichen Zeichnungen auf sich hat, ohne zu ahnen, in welche Spirale des Grauens sie sich begibt.

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:
Zuerst einmal, meine Sorge, dass es zu horrorlastig sein könnte, hat sich, Gott sei Dank, nicht bestätigt.
Sehr schnell findet man sich in die Story ein, die besonders ist, wegen der ganzen Zeichnungen, die der kleine Teddy malt. Von anfänglich süßen Kinderkritzelleien, bis hin zu grausamen Szenarien, die Mallory sehr beunruhigen. Als sie anfängt, dem nachzugehen, was dahintersteckt, beginnt der Leser zu misstrauen. Den Eltern, der Nachbarin, dem Gärtner, dem Kind, sogar ihr selbst gegenüber. Denn Mallory hat auch eine Geschichte, die sie nicht ganz vertrauenswürdig erscheinen lässt. Ihr merkt, ich war oft hin und hergerissen. Immer wieder habe ich mir die tollsten Theorien zusammengereimt, aber auf des Rätsels Lösung bin ich nicht gekommen. Das war schon ziemlich genial, genau wie der Weg bis dahin. Zwischen den Zeilen gab es für mich diese Gänsehautmomente, an denen ich mich gegruselt habe, weil ich mir alles mögliche zusammengesponnen habe. Dazu diese Bilder. Für mich ein Meisterwerk unter den Thrillern oder der Spannungsliteratur. Ich habe Raum und Zeit vergessen, dass ich nicht mal mitbekommen habe, als ich mal eben 60 Seiten gelesen hatte, in gefühlt 10 min. Einmal angefangen, verspreche ich euch, werdet ihr das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bin ich froh, dass mir dieses Buch empfohlen wurde und ich mich nicht habe abschrecken lassen.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Traut euch, ihr werdet es nicht bereuen.

Jahreshighlight und

PrädikatLieblingsbuch, meine höchste Auszeichnung!

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Super, kommt aber noch nicht an mein Lieblingsbuch des Autors ran

Hast du Zeit?
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"Tief im Wald und unter der Erde", gehörte zu meinen ersten Büchern des Autors. Unangefochten ist es bis Dato mein Lieblingsbuch von ihm. Die nachfolgenden Thriller haben mir zwar gut gefallen, waren aber ...

"Tief im Wald und unter der Erde", gehörte zu meinen ersten Büchern des Autors. Unangefochten ist es bis Dato mein Lieblingsbuch von ihm. Die nachfolgenden Thriller haben mir zwar gut gefallen, waren aber nicht herausragend. Keins konnte mich atmosphärisch nochmal so packen. Nachwievor habe ich aber große Hoffnung, dieses Gefühl nochmal zu erleben und "Zeit" dafür hätte ich.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Meine Liste wird immer länger …

Darauf stehen Menschen. Menschen wie du. Ihr alle habt mir etwas genommen.
Ihr wisst es nicht, aber ich werde euch finden. Euch jagen, ohne Gnade. Du fragst dich, warum?

Genau das ist das Problem. Ihr alle seid achtlos, rücksichtslos. Und dafür müsst ihr bezahlen.
Mit dem Kostbarsten, was ihr habt. Auch du könntest auf dieser Liste stehen, ohne es zu wissen.

Und deine Zeit läuft ab …

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:

Kaum angefangen, war ich schon sehr euphorisch, dass es dieses Mal klappen könnte, mit dem Wunsch an o.g. Lieblingsbuch heranzukommen. Die ersten Szenen empfand ich als sehr atmosphärisch, weswegen ich auch gleich in der Story angekommen war. Ich liebe es aus der Sicht des Täters zu erfahren und auch, wie das Opfer sich in der gleichen Szene fühlt. Als Ermittler haben wir u.a. den Herrn Grotheer, Vater von Nadine. Ihre Freundin und gleichzeitig Arbeitskollegin ist plötzlich tot. Das komische daran ist, dass genau sie aber zuvor noch davon gesprochen hat, sie würde verfolgt. Habe ich schon erwähnt, Stalkingszenen sind meine? Einfach Gänsehautmomente! Genauso gerne mochte ich auch Nadines Vater. Diese Alleingänge bringen einfach Schwung in die Bude. Die Spannung bleibt durchweg auf einem hohen Niveau, denn immer wieder verschwanden Leute. Und die hatten nichts gemein, geschweige denn  miteinander zu tun. Jetzt kommt der Titel ins Spiel, - "Hast du Zeit?".
Darum geht es und ich fand es toll. Das Ende kam für mich überraschend, hatte ich zuvor nicht erahnt.
Abschließend kann ich also sagen, wenn ich es mit meinem Lieblingsbuch des Autors vergleiche, war es ganz nah dran, am Gefühl, was ich damals schon beim Lesen hatte.

Übrigens erklärt der Autor in seiner Danksagung, dass Zeit etwas ist, was man nicht besitzen - und somit auch nicht verschenken kann. Man kann aber Zeit verbringen, z.B. mit seinen Liebsten oder mit einem tollen Buch.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Lieber Herr Winkelmann, vielen Dank, es war mir eine Ehre, Zeit mit diesem Buch verbringen zu dürfen. Es hat mir großen Spaß gemacht.
4,5☆

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