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Veröffentlicht am 28.10.2025

Unterhaltsam. Macht Spaß!

Evil Grandma
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als inzwischen vierfache Oma und aktive Buchbloggerin auf Instagram springe ich natürlich sofort auf Geschichten an, in denen Großeltern eine Hauptrolle spielen und ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als inzwischen vierfache Oma und aktive Buchbloggerin auf Instagram springe ich natürlich sofort auf Geschichten an, in denen Großeltern eine Hauptrolle spielen und in denen es auch um Social Media geht. Ich hatte schon eine gewisse Vorstellung im Kopf und meine Neugier wollte unbedingt wissen, ob dieses Buch genau die Art von „Oma-Chaos“ liefert, die ich mir erhofft hatte.

🔎 Worum geht’s?

Mona, kurz vor der Rente und absolut nicht bereit für das neue Level „Oma“  bekommt bei der Nachricht vom Enkelkind erst mal eine ordentliche Panikattacke.
Zur Krönung ziehen Sohn Thomas und seine Freundin Alma wegen eines Wasserschadens auch noch bei ihr ein. Während die beiden ständig nur am Handy kleben, mutiert Mona wieder zur All-inclusive-Mutter. Kochen, räumen, kümmern und das, obwohl sie sich genau das nicht für ihre Rente erträumt hatte.
Ein Wochenende auf dem Land mit ihrer besten Freundin Annemor, etwas zu viel Wein und plötzlich existiert ein Instagram-Account: Evilgrandma65. Und der entwickelt sich zu einer kleinen sozialen Sprengladung mit Folgen, die Mona so nicht erwartet hätte.

🧠 Meine Meinung:

Ich dachte zunächst, es würde hauptsächlich um moderne Kindererziehung versus „früher war alles anders“ gehen und um die typischen Oma-Schwiegertochter-Reibereien. Gibt’s auch ein wenig, - keine Sorge!
Aber das Buch überrascht anders. Es geht ebenso um das Älterwerden, um Freundschaft, neue Chancen im Leben, ums Verstehen und Verzeihen.
Und darum, dass Instagram offenbar mehr Unheil anrichten kann als jedes schreiende Baby. 😉
Das Baby lässt übrigens lange auf sich warten, deshalb bleibt der Fokus wirklich auf Mona und ihrem Gefühlschaos. Zwischen Humor, Situationskomik und Social-Media-Wirbel hatte ich immer wieder Mitleid mit ihr.
Denn ja, Mona fühlt sich manchmal unverstanden, überrollt oder sogar ausgenutzt. Aber sie ist eine Kämpferin. Heißt: Erstmal ihre Meinung vertreten und sich lieber beleidigt zurückziehen.
Der Schreibstil ist locker, kurzweilig und sehr unterhaltsam. Ich habe oft geschmunzelt und mich manchmal sogar ertappt gefühlt. Oma-Level unlocked!🤭

✅️ Fazit:

Humorvoll, herzlich, leicht chaotisch. Eine Oma, die sich (noch) nicht in die „Strickclub-Schublade“ stecken lässt.
Themen: Familie, Erwartungen, Selbstfindung und ein bisschen Instagram-Wahnsinn.
Definitiv lesenswert für alle, die Lust auf eine moderne, ehrliche und witzige Familiengeschichte haben, mit einer Protagonistin, die zeigt: Rente heißt noch lange nicht „Stillstand“!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Was für ein Plot-Twist

Love, Mom
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Dieses Buch ist mir immer wieder in meiner Bookbubble begegnet, sodass ich irgendwann gar nicht mehr wegschauen konnte. Als dann die ersten begeisterten Stimmen laut ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Dieses Buch ist mir immer wieder in meiner Bookbubble begegnet, sodass ich irgendwann gar nicht mehr wegschauen konnte. Als dann die ersten begeisterten Stimmen laut wurden, war klar, auch wenn ich ein klein wenig too late for the party war, wollte ich nicht länger ahnungslos zurückbleiben. Die Neugier hat, wie so oft, gesiegt.

🔎 Worum geht’s?

Mackenzie Casper wächst im Schatten ihrer Mutter auf, niemand Geringeres als Elizabeth Casper, eine international gefeierte Thrillerautorin. Doch Elizabeth stirbt, angeblich bei einem tragischen Unfall. Auf der Beerdigung erhält Mackenzie jedoch einen geheimnisvollen Brief. Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter, darin Hinweise auf ein gefährliches Geheimnis. Weitere Briefe folgen, und Mackenzie beginnt nachzuforschen. Doch wem kann sie überhaupt noch trauen? Ihrer Familie offenbar nicht.

🧠 Meine Meinung:

Mich hat die Story sofort gepackt. Besonders durch die mysteriösen Briefe an die Tochter Mackenzie, die deutlich von der Vergangenheit ihrer Mutter erzählen. Jeder neue Hinweis zog mich tiefer in den Strudel der Intrigen und ließ mich gemeinsam mit Mackenzie und deren besten Freund EJ ermitteln.
Natürlich habe ich schnell auf Mord getippt, aber das Motiv blieb lange im Dunkeln und genau das hat die Spannung konstant hochgehalten.
Die Autorin versteht es, Atmosphäre und Spannung aufzubauen. Je weiter die Wahrheit sich nähert, desto atemloser wird man beim Lesen. Dazu dieses Gefühl nicht zu wissen, wer ist gut, wer ist böse? Und dann dieses Ende! Der Plot-Twist hat mich völlig überrascht und war für mich das absolute Highlight. Grandios! Anders kann ich es nicht nennen. Ich liebe es, wenn mich ein Buch so sprachlos zurücklässt.
Für mich steht fest: Ich möchte definitiv mehr von Iliana Xander lesen. Ihr Stil ist packend, clever und absolut mitreißend.
Wie schön, dass es Anfang des Jahres bald Nachschub gibt.

✅️ Fazit:

Ein Thriller voller Rätsel, familiärer Abgründe und genialer Wendungen. Man wird geradezu hineingesogen in die Geschichte und ihre Geheimnisse. Wer gerne miträtselt, Bücher-in-Büchern liebt und sich von überraschenden Twists begeistern lässt, sollte Love, Mom unbedingt lesen.
Und ja, das nächste Buch der Autorin (Der Boss, ET Januar ’26) steht bereits auf meiner Must-Read-Liste!

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Berührend

Versprich mir, dass du tanzt
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Früher habe ich jedes neue Buch von Dani Atkins sofort gelesen. Ihre Geschichten waren immer tief bewegend, voll Gefühl und Tränenpotenzial. Irgendwann hat es dann ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Früher habe ich jedes neue Buch von Dani Atkins sofort gelesen. Ihre Geschichten waren immer tief bewegend, voll Gefühl und Tränenpotenzial. Irgendwann hat es dann einfach nicht mehr so gepasst, und ich habe eine Pause eingelegt. Doch diesmal hat mich der Klappentext direkt wieder angesprochen. Ich hatte wieder Lust auf eine Geschichte, die wehtut und tröstet zugleich, auf ein Buch, das mich wieder so richtig fühlen lässt.

🔎 Worum geht’s?

Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes steht Lily an einem Punkt, an dem sie lernen muss, weiterzuleben. Alte Erinnerungen, ein versprochener letzter Wunsch und ein Mensch aus ihrer Vergangenheit holen sie ein und stellen alles, was sie über diese Liebe und dem dazugehörigen Verlust glaubt, infrage.

🧠 Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten musste ich mit den Tränen kämpfen. Die Szene mit Fletcher, dem Hund, und Adam hat mich sofort emotional gepackt. So schnell hatte ich gar nicht mit gerechnet. Dani Atkins schafft es, Trauer und Hoffnung so fein zu verweben, dass man ständig zwischen Weinen und Hoffen schwankt. Innerlich war ich lange Zeit hin- und hergerissen zwischen Adams liebevoller Selbstlosigkeit und Joshs stiller, greifbarer Präsenz. Gegen Ende war ich emotional aber mehr bei Josh.
Auch wenn das Buch für mich zwischendurch ein paar Längen hatte, hat es mich insgesamt aber auch berührt. Ich habe wieder genau das bekommen, was ich mir von einem Dani-Atkins-Roman wünsche, - Emotionen, Nachdenklichkeit und dieses besondere Gefühl, wenn man zufrieden das Buch zuschlägt. Am Ende flossen zwar keine Tränen, aber trotzdem fand ich diese Geschichte toll.

✅️ Fazit:

Eine gefühlvolle, traurige, aber auch tröstende Geschichte über Liebe, Verlust und den Mut, neu zu beginnen. Dani Atkins hat mich nach längerer Zeit endlich wieder berührt. Trotz kleiner Schwächen absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Langweilig

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon die Empfehlung von Liane Moriarty hat mich neugierig gemacht: „Der Inbegriff eines Pageturners - schlau, originell und wendungsreich.“ Klingt nach einem Thriller ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon die Empfehlung von Liane Moriarty hat mich neugierig gemacht: „Der Inbegriff eines Pageturners - schlau, originell und wendungsreich.“ Klingt nach einem Thriller ganz nach meinem Geschmack. Dazu die Idee einer notorischen Lügnerin als Erzählerin, das versprach Spannung, psychologische Spielereien und jede Menge Twits.

🔎 Worum geht’s?

Sloane Caraway ist eine geborene Geschichtenerzählerin, nur dass ihre Geschichten selten wahr sind. Als sie im Park vorgibt, Krankenschwester zu sein, bringt sie das in das Leben von Jay und Violet Lockhart. Was mit einer kleinen Notlüge beginnt, entwickelt sich zu einer engen Verbindung mit der Familie. Sloane wird Kindermädchen, nähert sich Violet, der Mutter, immer mehr an, bis hin zur Nachahmung. Doch bald stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wen belügt?

🧠 Meine Meinung:

Der Anfang hat mich eher kaltgelassen. Bis Seite 100 plätscherte die Handlung vor sich hin, ohne wirkliche Spannung. Kurzzeitig wurde es interessanter, als Sloane tiefer in die Familie integriert wurde, doch selbst da wollte der Funke nicht richtig überspringen.
Ab Seite 190 hatte ich meinen Tiefpunkt erreicht. Zu viel Geplänkel, zu wenig Handlung. Gerade bei einem Thriller erwarte ich mehr Tempo und Nervenkitzel. Die versprochenen Twists waren für mich kaum vorhanden oder zu vorhersehbar. Vieles konnte man sich bereits aus dem Klappentext zusammenreimen. Das Ende brachte zwar noch einen Versuch der Wendung, aber da war ich schon zu sehr ausgestiegen, um begeistert zu sein.

✅️ Fazit:

Eine spannende Grundidee mit viel Potenzial, doch die Umsetzung war für mich zu ruhig, zu vorhersehbar und schlicht kein Thriller im eigentlichen Sinn. Wer es subtil und ruhig mag, könnte hier auf seine Kosten kommen. Ich persönlich habe mir aber mehr Intensität, Sogwirkung und vor allem gut platzierte Twists erhofft.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Hat mir endlich wieder gefallen

What happens at the Lake
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Normalerweise kann ich mich bei Vi Keeland auf humorvolle Dialoge und dieses was-sich-neckt-das-liebt-sich verlassen. In letzter Zeit war’s aber eher so ein „hm, nett, ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Normalerweise kann ich mich bei Vi Keeland auf humorvolle Dialoge und dieses was-sich-neckt-das-liebt-sich verlassen. In letzter Zeit war’s aber eher so ein „hm, nett, aber nicht wow“. Und ja, wenn auf dem Cover schon wieder nur ein aalglatter Anzugträger gestanden hätte, wäre der Reiz vermutlich gar nicht so groß gewesen. Zum Glück sah "What Happens at the Lake" anders aus. Kleinstadt, Seeidylle und ein miesepetriger Nachbar? Genau mein Ding.

🔎 Worum geht’s?

Josie flieht nach einer Tragödie aus New York und erbt ein Häuschen am idyllischen Laurel Lake. Dort wird sie sofort von einer Horde neugieriger Nachbarn adoptiert, alle nett, alle hilfsbereit, alle ein bisschen zu interessiert an ihrem Leben. Nur einer sticht heraus, - Fox. Ehemaliger Eishockeystar, grumpy und so verschlossen wie ein Tresor. Josie ist Sonnenschein pur, was ihn natürlich maximal nervt und genau deshalb knistert es zwischen den beiden wie bei einem Kabelbrand.

🧠 Meine Meinung:

Schon der Anfang hat mich an das erinnert, was ich an Vi Keeland früher so geliebt habe, bissige Wortgefechte, dieses Grumpy trifft Sunshine, einfach herrlich. Josie ist süß, optimistisch, manchmal fast schon zu gut für die Welt, und Fox, na ja, nennen wir’s mal „knackarschig mit Herz“. Ich hatte sofort Virgin River-Vibes. Ein Dorf, in dem jeder jeden kennt und man seine Privatsphäre am besten gleich am Ortseingang abgibt. Ich habe mich direkt pudelwohl gefühlt.
Aber☝️, die spicy Szenen. 🙄 Leute, ganz ehrlich, diese Superhengst-Momente nerven mich einfach nur. Immer dieses „größer, härter, besser“, als ob das der einzige Schlüssel zur Leidenschaft wäre. Das wirkte unnatürlich. Ich hab’s einfach überblättert und mir gedacht: „Okay, Fox, bleib bitte einfach beim Brummen und Kuscheln, das reicht völlig.“ Zum Glück waren diese Szenen nicht so dominant, sonst hätte ich schneller zugeklappt, als Fox gucken kann. Auf der anderen Seite ist das aber auch einfach Vi Keeland. 🤷🏻‍♀️
Dafür hat mich die emotionale Seite positiv überrascht. Josie und Fox sind eben nicht nur Klischee-Grumpy-Sunshine. Beide haben ihre Päckchen zu tragen, und die Themen Verlust, Neubeginn und Vertrauen wurden sensibel rübergebracht. Klar, das Grundgerüst ist Schema F, aber hey, manchmal will ich genau das, ein Buch, das mich zum Schmunzeln bringt, ein bisschen Herzschmerz liefert und mich am Ende mit feuchten Augen, aber einem guten Gefühl zurücklässt.

✅️ Fazit:

What Happens at the Lake ist wie ein gemütlicher Mädelsabend mit viel Gelächter, ein paar Tränen und ein bisschen zu viel Prosecco. Macht aber Spaß, auch wenn nicht alles perfekt ist. Wer Kleinstadt-Tratsch, grummelige Kerle mit weichem Kern und spritzige Dialoge liebt, sollte hier unbedingt reinschauen. Nur bei den spicy Szenen empfehle ich: Augen zu und durch (oder wie ich, einfach drüber hinweglesen).

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