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Veröffentlicht am 10.05.2022

Erste Solo-Abenteuer für den besten Freund der Gallier

Idefix und die Unbeugsamen! 01
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Kurzgeschichten für junge Leser.

Wir befinden uns im Jahr 52 vor Christus (richtig, zwei Jahre vor den Abenteuern von Asterix und Obelix). In Lutetia leistet eine tierische Gruppe von Unbezwingbaren, ...

Kurzgeschichten für junge Leser.

Wir befinden uns im Jahr 52 vor Christus (richtig, zwei Jahre vor den Abenteuern von Asterix und Obelix). In Lutetia leistet eine tierische Gruppe von Unbezwingbaren, angeführt von Idefix, widerstand gegen die römischen Besatzer.

Nach der 3D-animierten TV-Serie kommen nun die Abenteuer des vierbeinigen Freundes der berühmten Gallier im bekannten Comic-Gewand. Das Format ist etwas handlicher und der Band enthält nicht nur eine Geschichte. Das Artwork ist super nah an der Hauptserien angelehnt. Leider sind die Bilder durch das kleinere Format ziemlich winzig und bekommen etwas von Wimmelbildern. Dafür kann man hier und dort einige bekannte Gesichter wieder erkennen.

Man merkt den Geschichten schon an, dass sie für junge Leser gedacht sind. Sie haben bei Weitem nicht so viele bzw. so komplexe Verweise auf Geschichte und Gegenwart. Der Humor stützt sich hauptsächlich auf einfachen Slapstick. Aber die Figuren waren mir schnell sympathisch. Das Team ist bunt gewürfelt und ergänzt sich im “Kampf” gegen die römische Hundemeute sehr gut. Nur der Täuberich Astmatix tut einem ein wenig leid, denn seine Brotkrumen werden regelmäßig vergessen.

Fazit:
Für Liebhaber ein nettes kleine Häppchen bis zum nächsten Asterix-Band. Junge Leser, die die TV-Serie kennen, ist dieser Band vielleicht ein Einstieg in die Comic-Welt.

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Auftakt eines Fantasy-Epos auf drei Ebenen

Das Buch des Wisperns (Die Gilead-Saga 1)
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Vielschichtig aber sehr lang.

Seit seiner Geburt weiß Hakim, dass sein Leben ein frühes Ende finden wird, wenn es ihm nicht gelingt, einen tödlichen Familienfluch zu brechen. Zur gleichen Zeit versucht ...

Vielschichtig aber sehr lang.

Seit seiner Geburt weiß Hakim, dass sein Leben ein frühes Ende finden wird, wenn es ihm nicht gelingt, einen tödlichen Familienfluch zu brechen. Zur gleichen Zeit versucht Finn sich in einer Welt zurechtzufinden, die nicht die seine ist. Bei einem Sturz in einen Brunnen hat er scheinbar sein Gedächtnis verloren. Und weit oben im Norden ist Berit mit den anderen Frauen ihres Dorfes auf der Flucht vor einer unheimlichen Bedrohung, die ihrem Vater und allen anderen Männern das Leben gekostet hat.

Diese drei sind die Protagonisten, mit jeweils einem eigenen Handlungsstrang. Die verschiedenen Geschichten werden von Kapitel zu Kapitel abwechselnd erzählt. Irgendwie hängen sie zusammen. Aber es dauert bis zum Ende des Buches, bis man annähernd durchschaut hat, was genau das ist. Jede für sich, fand ich die Geschichten aber sehr interessant. Besonders Berit gefällt mir sehr gut. Da aber der große Ganze erst sehr spät deutlich zu erkennen ist, braucht man schon Ausdauer und muss sich auf die wechselnde Handlung einlassen, bevor man das Geflecht des Autors durchschaut.
Dafür findet man in der Welt einige bekannte Motive wieder. Die Welt dieses Buches ähnelt unserer realen Welt in einer nicht näher bestimmten, mittelalterlichen Zeit. Die verschiedenen Kulturen werden anschaulich und detailreich beschrieben.

Peter Schwindt hat einen ausdrucksstarken Stil, der den Leser direkt in das Buch hineinzieht. Trotz der wechselnden Perspektiven konnte mich der Spannungsbogen fesseln und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Das dieses Buch aber ein erster Teil einer Trilogie ist, muss ich wohl noch eine Weile abwarten, bis meine Neugier befriedigt wird.

Fazit:
Eine vielschichtige und faszinierende Welt, interessante Charaktere und eine komplexe Handlung sind die Zutaten. Das Ergebnis schmeckt vielleicht nicht jeden. Ich bin aber auf jeden Fall neugierig und freue mich auf einen Nachschlag!

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Wenn dir das Leben einen Dämon gibt…

Ein Dämon zu viel
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Ulk-Fantasy vom Feinsten.

Skeeve ist eher unfreiwillig ein Lehrling der Magie. Die Anwendungspunkte für seine Berufung als Dieb sind einfach zu gering, denkt er.
Um ihn von der Großartigkeit der Magie ...

Ulk-Fantasy vom Feinsten.

Skeeve ist eher unfreiwillig ein Lehrling der Magie. Die Anwendungspunkte für seine Berufung als Dieb sind einfach zu gering, denkt er.
Um ihn von der Großartigkeit der Magie zu überzeugen, beschwört sein Meister den Dämon Aahz. Doch leider wird er dabei von einem Attentäter getötet. Nun müssen Skeeve und Aahz sich unfreiwillig zusammentun.

Dies ist Band 1 der Neuauflage von Robert Asprins humorvoller Fantasy-Reihe. Zauberlehrling Skeeve und Aahz, aus der Welt Perv, sind ein unkonventionelles Team. Hin und wieder ist man sich nicht ganz sicher, ob nicht vielleicht Skeeve bei den Beiden das Sagen hat. Da Aahz sehr von sich und seinem Verhandlungsgeschick überzeugt ist, ergeben sich oft urkomische Situationen. Die Kombination aus Highfantasy und Humor ist wunderbar gelungen.

Das Buch lässt sich ohne weiteres in einem Rutsch durchlesen. Das liegt zum Einen an der überschaubaren Seitenzahl. Aber auch der Schreibstil und der herrliche Humor tragen dazu bei. Die Dialoge sind knackig und schnell. Die Nebenfiguren sind vielfältig, herrlich albern aber lenken nicht zu sehr ab. Trotz der relativ vielen Figuren, kann man der Handlung jederzeit gut folgen.

Ich vermute das diese Reihe einer der Kandidaten ist, der im Original noch wesentlich lustiger ist, als in der Übersetzung. Aber auch die deutsche Variante muss sich nicht schämen.

Fazit:
Für wen Fantasy keine bierernste Angelegenheit sein muss, der hat mit diesem Buch und dieser Reihe sicher seinen Spaß. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Skeeve weiter geht. Gerne mehr davon!

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Die etwas andere Ferien-Freizeit

Young Detectives
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Der zweite Fall der cleveren Jung-Detektive.

Sommerferien! Für Paul, Seo-Yun, Daniel und Isabel ein echter Alptraum. Kein Wunder, denn als Schüler eines Internats für Hochbegabte, können sie mit profanen ...

Der zweite Fall der cleveren Jung-Detektive.

Sommerferien! Für Paul, Seo-Yun, Daniel und Isabel ein echter Alptraum. Kein Wunder, denn als Schüler eines Internats für Hochbegabte, können sie mit profanen Dingen, wie Schwimmen gehen oder Radfahren eher wenig anfangen.
Gut, dass ich sehr bald nach Beginn der Ferien ein neuer Fall für die Young Detectives ankündigt.

Der zweite Band der Detektiv-Reihe schließt einige Zeit nach Band 1 an. Die Protagonisten werden nicht mehr großartig vorgestellt. Und auch das grundsätzliche Setting sollte dem Leser noch aus dem Vorgänger bekannt sein.
Paul, Seo-Yun, Daniel und Isabel sind wieder ein klasse Team. Ihre Fähigkeiten ergänzen sich super und sie sind wirklich clever. Besonders schön für die jungen Leser ist, dass die vier ihre Methoden (z.B. das Abnehmen von Fingerabdrücken) genau erklären. So können angehende Detektive viel für ihre eigenen Ermittlungen lernen. Das alles ist so gut in die Handlung verpackt, dass man gar nicht so recht merkt, wie viel man lernt.

Das Buch lässt sich flüssig und flott lesen. Die Handlung ist passend für die Zielgruppe erzählt und super spannend. Auch wenn mal schwierige Begriffe oder eine besondere Ermittlungsmethode auftauchen, ist alles immer gut verständlich. Die vier Kids sind sympathisch und trotz ihrer großen Intelligenz ziemlich normal und lustig. Man lernt sie außerhalb der Schule nochmal besser kennen. Neben den vier Protagoniste und ihren Gegenspielern gibt es wenig bis garkeine anderen Figuren. Da recht viel passiert, fällt das nicht direkt auf. In einigen Situationen ist es aber irgendwie merkwürdig, dass sonst niemand auf die Young Detectives oder das Geschehen reagiert.

Ein bisschen schade fand ich, dass die Auflösung des Falles durch einen kleinen Fehler in der Handlung herbeigeführt wird.

Fazit:
Ein spannender neuer Fall der jungen Detektiv. Leider mit einem kleinen Fehler am Ende. Trotzdem eine super Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 03.05.2022

Englischer Geisterjäger meets orientalischen Dämon

Ministry of Souls – Das Schattentor
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Nicht seine beste Geschichte.

Im ersten Band dieser Duologie führt uns Akram El-Bahay in das London von 1850.
Das historische London ist immer ein dankbarer Schauplatz. Geschichtsträchtige Gebäude, düstere ...

Nicht seine beste Geschichte.

Im ersten Band dieser Duologie führt uns Akram El-Bahay in das London von 1850.
Das historische London ist immer ein dankbarer Schauplatz. Geschichtsträchtige Gebäude, düstere Seitenstraßen, London bietet alles, was das Fantasy- und/oder Grusel-Herz begehrt. Doch Akram El-Bahay kann einfach nicht ohne orientalischen Einschlag. Und so sieht sich das spezielle und geheime Ministerium für endgültige Angelegenheiten mit einer sehr exotischen Bedrohung konfrontiert.

Der Protagonist Jack ist unbedarft und etwas schusselig. Insgesamt fand ich ihn aber recht sympathisch. Allerdings haben Prinzessin Naima und einige andere Nebenfiguren mehr Eindruck bei mir hinterlassen. Jack ist bisher noch ein wenig farblos. Zwar gibt er sich alle Mühe seine Fehler auszubügeln und Naima zu helfen. Aber ich befürchte, das hat diese garnicht nötig.

So spannend das Setting um die Welt der Toten ist, hat sich die Handlung nach der Einführung und der unbeholfen Rettung der Prinzessin irgendwie in die Länge gezogen. Erst im letzten Drittel kam für mich echte Spannung und Nervenkitzel auf. Vielleicht bedarf der Tod und das Leben danach einfach einer längeren Erklärung, für uns lebende.

Der Schreibstil insgesamt ist aber wieder von jedem Zweifel erhaben. Akram El-Bahay malt wunderbare Bilder mit seinen Worten. Man kann die Schauplätze nicht nur vor dich sehen, sondern auch hören und riechen. Ich liebe einfach seine Art zu erzählen. Nicht nur London wird so lebendig, sondern auch die Welt der Toten (so merkwürdig das klingt). Keiner weiß, was nach unserem ableben passiert. Aber Akram El-Bahay hat seine Idee auf jeden Fall anschaulich und detailreich präsentiert.

Fazit:
Mit London als Handlungsort hat mich der Autor sofort auf seiner Seite. Band 2 darf sich in Sachen Spannung und Figuren aber noch etwas steigern.

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