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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

Informativ und lehrreich

Bitte wenden
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"Führung ist Wechselwirkung" finde ich ein passendes Zitat aus dem Ratgeber "Bitte wenden" von Petra Frieß, die seit 20 Jahren als Coach arbeitet und anschaulich über ihre Zeit als Führungskraft berichtet. ...

"Führung ist Wechselwirkung" finde ich ein passendes Zitat aus dem Ratgeber "Bitte wenden" von Petra Frieß, die seit 20 Jahren als Coach arbeitet und anschaulich über ihre Zeit als Führungskraft berichtet. Der Ratgeber umfasst 123 Seiten und kommt in einem handlichen Taschenbuchformat daher. Perfekt also für alle, die mehr über neue Ansichten und Methoden als Führungskraft lernen möchten.

Der Ratgeber ist im Groben in drei Teile gegliedert, die wiederum einzelne Unterkapitel haben. So lernt der Leser, die Situation im Team, das eigene Agieren und Fehler und Blockaden zu analysieren. Die Autorin gibt gute Ratschläge und untermauert ihre Thesen anhand von Beispielen, Abbildungen und wissenschaftlichen Grundlagen, die als Quellen angegeben werden. Das ergibt mit dem teils lockeren Schreibstil ein gutes Zusammenspiel aus Ernsthaftigkeit und Professionalität mit einer Spur Humor und Verständnis für die Sitaution als verzweifelte Führungskraft.

Woran liegt es, dass das Team kopfnickend am Tisch sitzt und anschließend nichts wie beschlossen funktioniert?

Am besten hat mir der Ausblick und das 3-R-Modell über Relationship, Rules und Rituals gefallen, das anhand von guten Tipps und Beispielen dargestellt wird.

Fazit: Ein toller Ratgeber für alle, die neue Führungsimpulse für ihr Team benötigen. Anschauliche Abbildungen und Tipps sind mit einem lockeren Sprachstörungen gepaart.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Bodenständig und realitätsnah

Hazel sagt Nein
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Die amerikanische Autorin Jessica Berger Gross befasst sich in ihrem ersten Roman "Hazel sagt nein" mit der Frage, welche Folgen ein Nein für ein ganzes Dorf und vor allem für eine junge Schülerin bedeutet. ...

Die amerikanische Autorin Jessica Berger Gross befasst sich in ihrem ersten Roman "Hazel sagt nein" mit der Frage, welche Folgen ein Nein für ein ganzes Dorf und vor allem für eine junge Schülerin bedeutet.
Als Hazel in ihre neue Schule zum Direktor gerufen wird, macht dieser ihr ein sexuelles Angebot, das er scheinbar jedes Jahr einem auserkorenen Mädchen macht. Hazel zögert nicht und unterwirft sich nicht. Ihr Körper ubd ihr Geist gehören ihr allein – dieser Satz ist nur einer von vielen, die den feinfühligen und realitätsnahen Schreibgeist der bodenständigen Autorin zum Vorschein bringen. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Eltern von Hazel, ihren Bruder Wolf und den Direktor, die in eigenständigen Kapiteln und teilweise mit Zeitsprüngen dargestellt werden.
Fazit: Das Buch, das angenehme Seiten zum Umblättern hat, lässt sich kaum aus den Händen legen und ist ein gelungenes Meisterwerk, das mit Humor und Feingefühl einem wichtigen Thema auf den Grund geht. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Mystisch und packend

Smeralda Bohms Bestiarium
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In "Smeralda Bohms Bestiarium" von Anja Fislage geht es um die gleichnamige 12-jährige Protagonistin, die die Gabe hat, verborgene Wesen aufzuspüren. Werkskaninchen, Chupacabras und echte Yetis gehören ...

In "Smeralda Bohms Bestiarium" von Anja Fislage geht es um die gleichnamige 12-jährige Protagonistin, die die Gabe hat, verborgene Wesen aufzuspüren. Werkskaninchen, Chupacabras und echte Yetis gehören mitunter dazu, die von einer geheimen Organisation entführt und für andere Zwecke missbraucht werden.
Das Buch ist spannend geschrieben und für Kinder ab 11 Jahren, die "Fantastische Tierwesen" lieben, geeignet. Die Ich-Erzählerin bezieht den Leser immer wieder mit ein und gibt mehrmals Warnungen, dass die folgende Geschichte nur für taffe Leser sei. Die Kryptozoologin erstellt sich ein Bestiarium, um die verborgenen Wesen schriftlich zu dokumentieren. Dabei kommt ihr die geheime Organisation gefährlich auf die Spur.

Die einzelnen Kapitel sind mit Zwischenkapitel versehen, die fettgedruckte Überschriften für ein gutes Leseverständnis haben. Die Kapitel sind nicht zu lang und für geübte Leser genau richtig. Am besten haben uns die handschriftlichen Randnotizen von Smeralda und die Fußnoten gefallen, die das Bestiarium zu einem wissenschaftlichen Werk machen.

Das gilt auch für die tollen Illustrationen von Helge Vogt, der die Wesen bestens darstellt. Diese sind ebenfalls mit Smeraldas Notizen gekennzeichnet (im Übrigen auch für Smeraldas Eltern, die ihrem trockenen Humor zum Opfer fallen).

Generell ist das Buch witzig geschrieben und an einigen Stellen mussten wir mehrmals schmunzeln.

Fazit: Ein mystisches Buch, das mehr als nur eine Geschichte für Spürnaren und Fantasyliebhaber ab 11 Jahren geeignet ist. Das Buch lässt sich auch danach noch in die Hand nehmen, um die verborgenen Wesen zu analysieren und kategorisieren.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Liebe im Labor

A Crush on the Boss
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"A Crush on the Boss" von Ava Cooper handelt von Layla, die.einen Bachelor in Biochemie hat und die für die Wissenschaft brennt. Nach einer unschönen Szene in ihrem alten Job gelangt sie an eine neue Stelle ...

"A Crush on the Boss" von Ava Cooper handelt von Layla, die.einen Bachelor in Biochemie hat und die für die Wissenschaft brennt. Nach einer unschönen Szene in ihrem alten Job gelangt sie an eine neue Stelle als Assistentin des CEOs Miles - und direkt in seine Arme.

Der Roman ist nicht zu kitschig aufgebaut und eignet sich gut für Wissenschaftsnerds, die sich nach Liebe sehnen. Der Leser lernt einige Charaktere kennen, die zuvor schon eine Rolle gespielt haben.

Die Abschlussszene war mir persönlich etwas zu kitschig und wäre es ein Film gewesen, hätte ich mir die Decke über den Kopf gezogen. Aber im Groben und Ganzen hat es zur Gesamtstimmung des Buches gepasst.

Das Cover deutet auf eine Großstadt, wie Boston es ja nun einmal ist, hin und ist in den Haarfarben Pink und Lila der Protagonistin getaucht. Dazu kommt die graublaue Schrift, die die Augenfarbe aufgreift.

Das Buch ist so flüssig geschrieben, dass man es perfekt an einem Stück herunterlesen kann. Lediglich die chemischen Bezeichnungen, Formeln und Beschreibungen der Experimente haben mich an einigen Stellen aus dem Lesen gebracht. Aber das gehört zum Stil des Buches dazu, denn das Thema Wissenschaft spielt eine große Rolle. Zudem kennt sich die Autorin, die als Pressesprecherin arbeitet, bestens in der Chemiebranche aus und hat ihr erarbeitetes Fachwissen eingebracht.

Fazit: "A Crush on the Boss" ist ein schöner Roman für alle, die sich etwas Herzschmerz mit viel Gefühl und einem Bezug zur Wissenschaft erhoffen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Für zwischendurch ok

Mindmates - Bergflüstern
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In "Mindmates – Bergflüstern" geht es um ein Mädchen namens Frieda, die gerne näht und die sich öfter an der alten Berghütte aufhält. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Mike und Lenni, dem Sohn der Hüttenbesitzerin, ...

In "Mindmates – Bergflüstern" geht es um ein Mädchen namens Frieda, die gerne näht und die sich öfter an der alten Berghütte aufhält. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Mike und Lenni, dem Sohn der Hüttenbesitzerin, entdeckt sie ihre Gabe für das Gedankenlesen.

Der Plot ist ziemlich niedlich und die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mal nimmt Frieda, mal Lennis Mutter Nina, mal Lenni die Erzählung in die Hand. Das gilt auch für einen Kater, was ich als zu kindisch empfand. Zumal dieser Kater ein "Miau" an fast jeden Satzanfang stellt. Ich bin etwas hin- und hergerissen, wie ich die ganze Geschichte bewerten soll. Literarisch ist es nicht auf dem höchsten Niveau, weil es sich um eine Fantasiegeschichte im Eigenverlag handelt.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und beschreibt die Szenerie rund um die Berge gut. Unter jedem Kapitel, das nur aus einem der Namen besteht, findet sich immer dieselbe Bleistiftzeichnung für eine bestimmte Person wieder. Man merkt, wie viel Herzblut der Autorin und Zeichnerin darin steckt, doch darauf hätte ich verzichten können.

An manchen Stellen wäre es gut gewesen, wenn jemand das Buch korrigiert hätte. Es tauchen leider häufig Zeiten- und Grammatikfehler auf. Ansonsten lässt sich die Geschichte an einem Stück lesen und ist ein netter Zeitvertreib. Am Ende folgt noch der Hinweis auf ein zweites Buch aus der Reihe.

Fazit: Für Kinder ab 10 Jahren ist dieses Buch bestimmt schön, für mich als Erwachsene war es etwas zu kindisch gestaltet.

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