Streiten und Versöhnen - wie geht das
Die StreitsaurierDas hochwertig verarbeitete und gut in der Hand liegende Buch "Streitsaurier" von Annette Langen und illustriert von Gloria Jasionwski, erschienen im Baumhaus-Verlag hatte aufgrund des Klappentextes unser ...
Das hochwertig verarbeitete und gut in der Hand liegende Buch "Streitsaurier" von Annette Langen und illustriert von Gloria Jasionwski, erschienen im Baumhaus-Verlag hatte aufgrund des Klappentextes unser Interesse geweckt. Leider hat es uns ein wenig enttäuscht, da ich viele Bücher von der Autorin kenne, die pädagogisch wertvoller sind. Worum geht es: Zwei Saurier treffen sich auf einer plötzlich auftauchenden vermeintlichen winzig kleinen Insel, die sogar bewachsen ist. Jeder stellt Besitzansprüche und es kommt zu Reibereien und Meinungsverschiedenheiten. Diese tragen sie in einem anundfürsich friedlichen Wettbewerb aus, indem sie ihre Kräfte messen, wer höher, schneller, besser ist. Die Aufgaben dazu animieren die Kinder mitzumachen. Aber als Streit sehen sie das nicht an, schließlich kommen so kleine Wettbewerbe tagtäglich zwischen Kindern vor. Ih hätte mir gewünscht aufzuzeigen wie man sich richtig toll streieten kann und danach eine Strategie zur Versöhnung.
Das ist zwar mit uten Absichten hier im Buch versucht worden, aber als Erwachsener sieht man die Dinge sicher etwas anders.
Meine Enkelin (knapp 3 Jahre und sehr wissbegierig, hinterfragt alles) hat das Buch gefallen,hat sogar versucht die Sauriersprache nachzuahmen. Was selbst mir kaum gelungen ist. Auch die Bilder hat sie immer wieder betrachtet, stets neues entdeckt und konnte mit manchen Dingen, die aus dem Meer schauten gar nichts anfangen. Das war auch bei meiner Lesegruppe (zwischen 4 und 6 Jahre) so. Die Geschichte fanden sie lustig, das Ende mit der Versöhnung und der wieder verschwundenen vermeintlichen Insel erfassten sie erst nach Gesprächen.
Dennoch ist das Buch für Saurierfans eine amüsant zu lesende Geschichte, die auch zum Mitmachen und erzählen einlädt.