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Veröffentlicht am 02.07.2018

Thriller geht anders

Without You - Ohne jede Spur
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Wer hier einen Thriller erwartet wird leider enttäuscht. Obwohl das Buch vermuten lässt, dass hier grenzenlose Spannung auf den Leser wartet, tritt dies auch bis zum Ende der Geschichte nicht ein.

Wir ...

Wer hier einen Thriller erwartet wird leider enttäuscht. Obwohl das Buch vermuten lässt, dass hier grenzenlose Spannung auf den Leser wartet, tritt dies auch bis zum Ende der Geschichte nicht ein.

Wir lernen eine vierköpfige Familie kennen, die aus Mutter und Vater besteht, mit ihren zwei Mädchen Eva und Faith. Wie schon der Klappentext aussagt, gibt es einen folgenschweren Bootsunfall, bei dem die älteste Tochter Eva über Bord geht. Totgeglaubt von ihren Eltern und allen Beteiligten, werden die Eltern und ganz besonders die Mutter in eine Abwärtsspirale aus Trauer und Vorwürfe gezogen. Der Vater, der bei dem Bootsunglück zusammen mit seiner Tochter auf dem Wasser war, zehrt an seinen eigenen Schuldgefühlen. Einzig die kleine Faith ist felsenfest davon überzeugt, dass Eva noch lebt - und zwar auf der sich in Sichtweite befindenden Insel.
Getrieben von ihrem inneren Wunsch Eva wieder zu finden, schmiedet sie einen Plan. Ungeahnt dessen, dass sie mit ihrer Vermutung recht behalten mag lernen wir Billy kennen - Evas Entführer.

Was im Inhalt sehr spannend klingt, entpuppte sich beim Lesen als eher seicht und mit sehr viel Verstrickungen. Die Handlung selbst um Eva und ihre Entführung, Faith die die Hoffnung nicht aufgibt und die Mutter, die sich selbst aufzulösen scheint, bietet sehr viel Potential für einen spannenden Plot. Jedoch trifft dies nicht ein.

Es werden, neben den Hauptprotagonisten, viele weitere Personen aufgeführt, teils werden Geschichten um diese erzählt, Handlungsstränge versucht miteinander zu verbinden - mit eher mäßigem Erfolg.

Als Leser hat man fast das Gefühl, als wäre der Versuch unternommen worden möglichst viel in die Geschichte zu bringen, jedoch sorgt dies nur dafür, dass es undurchsichtig und langatmig wird. Kapitel für Kapitel verliert man immer mehr die Lust, an der Geschichte dran zu bleiben, da auch viele Fragen offen bleiben und Gedankengänge nicht zu Ende gedacht werden.

Letztlich ist dieser Thriller für mich kein Krimi mit Spannung. Es ist eher ein Roman, der jedoch sehr viel Potential verschenkt durch Irrungen und Wirrungen.

Von mir deshalb keine Kaufempfehlung und lediglich zwei Sterne.