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Veröffentlicht am 15.04.2025

Ich halte es eher für ein Buch, das Erwachsene lesen sollten, um Kinder besser zu verstehen

Der kleine Nick und seine Bande
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Inhalt: In der Fortsetzung von "Der kleine Nick" ist Nick nicht wahrnehmbar älter geworden. Er ist immer noch ungefähr 6 Jahre alt und seine Bande ist nicht wirklich eine, sondern es sind einfach nur seine ...

Inhalt: In der Fortsetzung von "Der kleine Nick" ist Nick nicht wahrnehmbar älter geworden. Er ist immer noch ungefähr 6 Jahre alt und seine Bande ist nicht wirklich eine, sondern es sind einfach nur seine Schulfreunde, die in der Nähe wohnen. Weitere wichtige Figuren in Nicks Leben sind seine Eltern und seine Lehrer. Man kennt sie alle aus dem ersten Band. Alle diese treten in den verschiedenen Episoden auf, die der kleine Nick dem Leser von seinem Alltag erzählt. Viel davon spielt sich in der Schule ab, wo es durch die kindliche Natur und viele Missverständnisse immer wieder zu Reibereien zwischen allen Parteien kommt. Der Kinder liebste Unterhaltung ist, sich miteinander zu hauen. Jedes Vorhaben, sei es ein Fußballspiel oder Briefmarken zu tauschen, entwickelt sich rasch zu einer Handgreiflichkeit. Aber auch wenn immer gleich einer weint, war es am Ende für Nick ganz prima.

Bewertung: Ich würde diese Geschichten ein Kind nicht alleine lesen lassen. Denn die Geschichten enthalten einiges, was man aufklären sollte. Sei es die Erziehung von früher, wo man für Kleinigkeiten, die das Kind nach Nicks Schilderung oft nicht einmal versteht, geschlagen wurde. Oder seien es sie Dinge, die Nick vor ein Rätsel stellen - die Pointe der Episoden, würde ich meinen, kapiert man als kleineres Kind nicht. Nicks Unverständnis wird an vielen Stellen deutlich. Er wundert sich über Reaktionen, besonders über die der Erwachsenen, oder darüber, was an Spannung zwischen den Eltern in der Luft hängt. So ist das Buch vielleicht eher ein Buch für Erwachsene: Die sollten sich einmal anschauen, wie Kinder so ticken und wie die Dinge bei Kindern ankommen. Es wird klar, dass Nick und seine Freunde leicht ablenkbar sind und sehr emotional reagieren, was dann wiederum die erwachsenen Figuren verblüfft. Ich als Leserin fand die dadurch entstehende Dramatik unterhaltsam und fühlte mich von der Begeisterung der Kinder etwas mitgenommen. Die Erwachsenen fand ich oftmals zum Ärgern, wie sie einfach ohne Nachfragen explodieren und haufenweise Strafen austeilen. Teils waren sie bedauernswert mit ihrem Frust und ihrem Scheitern an den Kindern, die sie einfach nicht durchschauen können. Die Geschichten waren abwechslungsreich. Auch wenn etliche Themen der Erwartung an Geschichten über ein Kind entsprechen, gelang es dem Autor alle Episoden interessant zu gestalten; sei es durch die Figuren, die sich nicht immer erwartungsgemäß verhalten, oder die Sprache, die schlingernd, jedoch mit viel Tempo und Eindringlichkeit durch die Handlung führt. Ich gebe diesem Buch insgesamt 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Witzeleien ohne roten Faden, liest sich flüssig, abwechslungsreich, sprachlich ein paar gute Bilder

Wer erbt, muss auch gießen
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"Renate Bergmann geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin, Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet" - ich kann sie nicht leiden. Meine Kritik beginnt bereits am Umschlag des Buches. ...

"Renate Bergmann geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin, Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet" - ich kann sie nicht leiden. Meine Kritik beginnt bereits am Umschlag des Buches. Dort wird der Eindruck erweckt, man habe einen Roman vor sich, also eine fiktive Erzählung. Es soll laut Klappentext darum gehen, dass Renate durch einen Aktienkauf unversehens zu einem kleinen Vermögen gekommen ist, um dessen Vererbung sie sich nun Gedanken macht. Tatsächlich wird diese Thematik lediglich 3-4x kurz angesprochen. Sie bildet keinen Rahmen in der Geschichte und schon gar nicht ist sie der Rote Faden in der Handlung. Denn eine Handlung gibt es nicht. Renate erzählt einfach von allem, was ihr in den Sinn kommt. Sie springt mal hier hin, mal da hin. Wenn sich eine umfangreichere Episode entwickelt, dann enthält die garantiert Abschweifungen. Wahrscheinlich kennt jeder so eine Person, die labert und labert und labert, wenn man sie lässt. Und ich hoffe, dass der Autor Torsten Rohde nicht einfach nur so ist wie Renate Bergmann, sondern dass so eine Person darzustellen seine Absicht war. Dann hat er das wirklich geschafft. Ich nehme zudem den Versuch wahr, eine Figur zu gestalten, die einerseits Klischees, die man übers Alter hat, erfüllt und andererseits mit ihnen bricht. Das Ergebnis finde ich missraten. Allein schon Renates Rechtschreibkünste haben mich bereits genervt. Ich kenne Menschen 80+ und auch wenn die nicht alle neuen Worte richtig mitbekommen, finde ich es unglaubwürdig und kein bißchen lustig, dass Renate beispielsweise "Fittamine" schreibt. Unlustig fand ich bereits den Beginn, wo Renate ihrer veganen Tochter Fleischreste und anderen Müll unterjubelt. Das ist so altbacken, so Pepe Nietnagel. Und nicht alle alten Leute, die nicht mehr mitkommen bei dem, was ihre Kinder so machen und bewegt, sind deshalb gegen ihre Kinder so respektlos wie Renate Bergmann. An der Stelle habe ich überlegt, ob das nicht als Witz, sondern als Gedankenanstoß gemeint ist. Denn anschließend bemerkt Renate ja, dass es mit der Tochter viel schöner ist, wenn man sich nicht dauernd übers Essen streitet. Aber obwohl auch ein paar tiefere Einsichten im Buch enthalten sind, ist der durchlaufende Ton eher abfällig und flachsend. Nach meinem Empfinden macht das Buch wenig Werbung für gegenseitiges Verständnis. Es scheint um Unterhaltung durch Witzelei zu gehen. Auch wenn die Witze bei mir eher nicht gezogen haben, fand ich das Buch flüssig zu lesen. Es war abwechslungsreich und sprachlich gab es das ein oder andere gute Bild. Insgesamt bewerte ich das Buch mit 3 Sternen und werde in Zukunft um Renate Bergmann einen Bogen machen.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Einblick in eine Kinderseele, teils lustig, teils berührend

Der kleine Nick
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Inhalt: Das sind "prima Geschichten vom kleinen Nick und seinen Freunden", heißt es zu Beginn des Buches. Nick ist vielleicht 6 Jahre alt und es werden 18 Episoden aus seinem Alltag erzählt. Darin geht ...

Inhalt: Das sind "prima Geschichten vom kleinen Nick und seinen Freunden", heißt es zu Beginn des Buches. Nick ist vielleicht 6 Jahre alt und es werden 18 Episoden aus seinem Alltag erzählt. Darin geht es viel um die Schule, seine Schulfreunde und um seine Eltern. Es wird dargestellt, was Nick und seine Klasse mit Lehrern wie dem Hühnerbrüh und am letzten Schultag erleben. Der Leser erfährt von verschiedenen Spielen der Kinder und wie sie zueinander stehen. Aber auch Besonderheiten werden thematisiert. Da ist der Geburtstag der Mutter, eine Urlaubsreise nach Vlieland an der Nordsee, und zweimal bekommt die Schule hohen Besuch: Der Schulrat gibt sich die Ehre und sogar der Minister. Und zum Schluß will Nick ausreissen.

Bewertung: Ich mag den kleinen Nick, auch wenn, oder vielleicht: weil das Buch nicht vollkommen lustig ist. Die Sprache ist nach meiner Meinung der eines Kindes nachempfunden, das voller Begeisterung etwas sehr schnell erzählt. Mit Gedankensprüngen und Abbiegungen. Dabei konzentriert es sich auf das Geschehen; die Innenwelt muss der Leser meist erahnen. Der kleine Nick versteht oft selbst nicht, was die Menschen um ihn herum bewegt. Manchmal registriert er, dass jemand z. B. nicht besonders begeistert ist, ihn und seine Freunde zu sehen, oder er nimmt einen seltsamen Blick wahr. Oft merkt er nur, dass jemand etwas tut, und kann es sich nicht erklären. Wie dass der Gymnastiklehrer einfach weggeht. Nur der Leser weiß: Der ist frustriert, weil er die Kinder nicht geordnet bekommt. Solche Dinge machen das Buch für Erwachsene empfehlenswert: Die Geschichten zeigen, dass Kinder die Welt anders sehen als Erwachsene und es deshalb zu Missverständnissen und Konflikten zwischen Kindern und Erwachsenen kommt. So sind Nick und seine Freunde rasch abgelenkt und jeder Moment hat für sie eine ungemeine Wichtigkeit inne. Dazu sind sie unzureichend in der Lage, zu auszudrücken, was sie bewegt, so wie in der Geschichte mit der Bohne. Dem Leser, jedoch nicht seinen Eltern, kann der kleine Nick sagen, dass es ungerecht ist, wie er gefangen ist zwischen den widersprüchlichen Anweisungen seiner Eltern. Die Eltern dagegen sind unfähig einerseits zu erfragen, was denn nun Nicks Problem ist, und andererseits ihre Erwartungen an Nick klar auszudrücken. Man schreit ihn an, dass er wohl wirklich eins hinten drauf bekommen wolle, als Nick in dem Dilemma steckt, es nicht beiden Eltern rechtmachen zu können. Hauen ist ein großes Thema im Buch. Die Geschichte wurde erstmals 1960 veröffentlicht, als Schlagen noch ein Erziehungsmittel war. Die Lehrerin zieht einem Schüler die Ohren lang. In einem Sport-Angebot für Kinder droht der Lehrer mit Schlägen; die Eltern sowieso immer wieder. Und Nick findet es ganz prima, wenn er sich mit seinem Freunden kloppen kann. Während ich Nicks Begeisterung verstehen kann (auch wenn einer "auf die Nase kriegt", passiert nicht wirklich viel und die Hauerei ist beinahe ausgeglichen), so kann er einem leid tun. Es wird deutlich, dass er sich oft unverstanden fühlt und es tatsächlich auch ist. Am bedauernswertesten finde ich den Streber Adalbert. Er sagt oft, dass alle gegen ihn sind, was leider stimmt. Er hat nichts ausser seine guten Noten und bei Konflikten wünscht er sich oft, dass er stirbt. Das wünscht sich Nick auch ein paar mal. Daher würde ich das Buch meinem Kind nicht einfach so überlassen. Da gibt es viel zu besprechen. Im Review klingt das Buch nun sehr viel trauriger, als es wirklich ist. Durch die Art der Darstellung sind die einzelnen Geschichten sehr lebhaft, abwechslungsreich und unterhaltsam, während das Negative eher ein Zwischenton ist, den man teils sogar überlesen könnte. Vor allem die Interaktionen machen aus jeder Situation ein interessantes Geschehen, dem ich gerne zugesehen habe. Ich gebe dem Buch 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Abwechslungsreiches Geschehen, aber unsympathische, überhebliche Figur

Hectors Reise
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Anfangs fand ich die Fähigkeit des Autoren Francois Lelor, komplexe Sachverhalte auf den Kern herunterzubrechen, auffallend und den daraus resultierenden Schreibstil in seiner Schlichtheit ansprechend. ...

Anfangs fand ich die Fähigkeit des Autoren Francois Lelor, komplexe Sachverhalte auf den Kern herunterzubrechen, auffallend und den daraus resultierenden Schreibstil in seiner Schlichtheit ansprechend. Nach wenigen Seiten jedoch dachte ich, dass es sich der Autor öfter mal zu einfach macht. Kurz danach ging es dann darum, wie es ist zu begreifen, dass man nicht begriffen hat. Und ich wartete darauf, dass der Autor in diesem Sinne einige seiner Statements vielleicht irgendwann zum Ende hin revidieren würde. Aber nein. Es bleibst so stehen, dass Hectors (aus dessen Perspektive die Geschichte geschrieben ist) Lebensgefährtin ein wenig Schuld sei an seinem Fremdgehen, weil sie ihn auf der Reise nicht begleitet hatte. Was für ein Clown. Hectors Einstellung zu Frauen stieß mir mehrmals übel auf. Sie fallen ihm entweder auf, wenn sie "hübsch" und "reizend" sind (Frauen müssen für ihn also Unterhaltungswert haben) oder negativ wie die Psychiaterin Marie-Louise, die mit ihrem Wunsch, dass ihre Kinder ohne Chauffeur und Leibwächter sicher zur Schule gehen können, dafür sorgt, dass ihr Ehemann in einem anderen Land weit weg von seinen Eltern leben muss. Dabei hätte es Hector als Kind doch cool gefunden, mit Chauffeur und Leibwächter in die Schule zu kommen. Bei solchen Sätzen dachte ich mir, Hector müsse ein ziemlicher Idiot sein. Er war mir am Ende reichlich unsympathisch. Da gab es Formulierungen, die ich für unbedacht hielt wie die, dass die chinesischen Kellner wie "normale" Kellner aussehen - Hallo? Wenn man in China ist, dann sind wohl Chinesen das Normale und alles andere die Ausnahme. Mir kamen solche Dinge nicht vor, als sollten sie eine gezielte Provokation des Lesers sein. Denn im Folgenden erhält man keine Gelegenheit, mit dieser Kritik irgendwo anzuknüpfen. Zusammengenommen wirkte Hector recht selbstverliebt mit seiner Überzeugung, er könne die Welt durchschauen und jeden zum Reden bringen. Mehrmals sagt er, die Wissenschaft brauche man nur zur Überprüfung von Erkenntnissen, die jeder für sich selbst machen könne. So schafft es Hector ja auch, auf seiner Reise sämtliche Prinzipien des Glücks aufzuschreiben, die die gesamte Forschungslandschaft zusammengetragen hat. Lebenserfahrung ersetzt Wissenschaft. Irgendwann merkte ich dann, dass der Stil des Autors, Dinge zu vereinfachen, diese Überheblichkeit widerspiegelt. Bei mir kam es so an, als habe man dem Leser zeigen wollen, dass sich die Menschen (so wie Hectors "grundlos" unglückliche Patienten) zu sehr verkopfen und dass es auch einfacher und damit besser ginge. Es kam dabei allerdings etwas heraus, das abgeglitten ist, wenn nicht in die Babysprache, dann aber in eine belehrende Sprache für sehr kleine Kinder. Die verschiedenen Stationen der Reise und die Begegnungen waren durchaus interessant. Das war sehr abwechslungsreich und vielfältig. Nicht nur durch die Menschen, die eben verschieden sind, sondern auch durch die unterschiedlichen Stimmungen, die über den Situationen lagen. Aber ich lese sicher kein Buch mehr von Hector (da gibt es ja noch etliche Bände). 3 Sterne von mir für das Buch, 3 minus!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Solide Unterhaltung, trotz blasser Figuren und schlechtem Timing

Der Teufel von Eguisheim
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Mir hat der Krimi nicht so toll gefallen, obwohl er sich flüssig liest und ich durchaus Interesse dafür entwickelt habe, wie die Geschichte weitergeht. Auf Seite 11 hatte ich zum ersten Mal den Gedanken, ...

Mir hat der Krimi nicht so toll gefallen, obwohl er sich flüssig liest und ich durchaus Interesse dafür entwickelt habe, wie die Geschichte weitergeht. Auf Seite 11 hatte ich zum ersten Mal den Gedanken, dass Timing nicht wirklich die Stärke der Autorin Jules Vitrac ist. Da liegt einer tot auf dem Pflaster und man holt aus gefühlt bis Adam und Eva, wenn es darum geht, wer wen leiden kann oder nicht. Das war recht oft der Fall, dass ich Beschreibungen und Erläuterungen als Störelemente empfand. Besonders der Hinweise auf den Vorgängerband hätte es für mich nicht bedurft. Die waren nach meiner Meinung für den aktuellen Fall nicht erhellend und machten mich nicht neugierig auf den vorherigen. Dann störten die falschen Fährten, die ich sofort für etwas dick aufgetragen hielt. Allerdings fand ich es gut, dass die Autorin diese zeitnah bearbeitete und man merkte, sie selbst nimmt auch nicht an, dass diese Spuren subtil gelegt wären. Ich halte es für arg übertrieben, dass der Klappentext schreibt, man würde tief in die Abgründe menschlicher Seelen steigen. Auch wenn es verschiedene, kleine Überraschungen gab in Hinblick auf die Lebensgeschichten, blieben die Figuren eher blaß. Als "herrlich schrullig" bezeichnet der Klappentext das Ermittler-Duo aus dem jungen Brigardier Luc Bato und der etwas älteren, sportlichen Chefin der Police Municipale Céleste Kreydenweiss. Für mich waren das beide nicht. Der eine singt im Kirchenchor und wird schnell rot. Die andere hat gleichzeitig mit zwei Männern was laufen und wenig im Kühlschrank. Das finde ich nicht gerade exzentrisch. Auch die weiteren Figuren genauso wie das real existierende Eguisheim konnte ich mir schlecht vorstellen. Man verlor sich in unwichtigen Details und beschrieb sie zu Unzeiten, wenn die Handlung gerade einen Höhepunkt hatte. Ich habe mir Eguisheim im Internet angesehen und die malerische, mittelalterliche Atmosphäre war für mich kaum spürbar. Vielleicht wenn man den Ort kennt, dass man diesen Krimi besser zu würdigen weiß. Sprachlich fiel die durchschnittliche Satzlänge negativ auf. Da reihte sich sehr oft ein Relativsatz an den nächsten. Lesen würde ich das Buch nicht noch einmal. Aber wenn man einmal damit angefangen hat, bietet es eine solide Unterhaltung. Ich gebe dem Krimi 3 Sterne.

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