Den Schreib- und Erzählstil der Autorin Grit Landau fand ich wieder überzeugend und für mich perfekt. Leider endet die Geschichte unerwartet schnell auf etwa der Hälfte des Ebooks - der Rest ist Glossar ...
Den Schreib- und Erzählstil der Autorin Grit Landau fand ich wieder überzeugend und für mich perfekt. Leider endet die Geschichte unerwartet schnell auf etwa der Hälfte des Ebooks - der Rest ist Glossar und Leseproben. Auch die Inhaltsangabe im Buch tut ihr Übriges dazu, dass man als Leserin erwartet, mehr zu erfahren, denn die Inhaltsangabe stellt nicht nur die Vorgeschichte dieser Vorgeschichte umfangreicher dar als der eigentliche Text selbst, sie greift auch etwas vor. Ich hatte erwartet, dass man als Leserin zumindest bis nach Sardinien mitkommt. Aber nein. Trotzdem mochte ich diesen Text und die Geschichte, die, angesiedelt zwischen zwei Weltkriegen, andeutet, dass das weitere Leben einiger Figuren tragisch verlaufen wird. Ein fesselnder Auftakt war das, dem ich alles in allem 3 Sterne geben möchte.
Mir hat diese Geschichte von Grit Landau sehr gut gefallen. Die Autorin weiss die Darstellung der Handlung, des Innenlebens und der Erklärungen sehr geschickt zu verbinden. Der Text war für mich über seine ...
Mir hat diese Geschichte von Grit Landau sehr gut gefallen. Die Autorin weiss die Darstellung der Handlung, des Innenlebens und der Erklärungen sehr geschickt zu verbinden. Der Text war für mich über seine Länge hinweg gleichbleibend interessant. Die Wendung der Story wird bereits angedeutet, so dass sie einem aufmerksamen Leser nicht entgehen wird. Ich finde es dem Leser gegenüber fair, dass er die Chance hatte, bei der Auflösung des Geheimnisses mitzuraten. Ein Detail habe ich zwar nicht verstanden bzw. ich hielt es für unplausibel. Das tat der Unterhaltung jedoch keinen Abbruch. Diese Geschichte hat so viele Facetten und Ansätze; sie ist lebhaft, interessant, anrührend und hat mich auch etwas nachdenklich gemacht. Die Figuren waren nach meiner Meinung sympathisch und es hat mir gefallen, Adriano zuzusehen und zuzuhören, wie er seine Arbeit tut und mit seiner Cousine Nelli unterwegs ist, hin- und hergerissen zwischen dem Abenteuer, den Touristen zu verfolgen, und seiner Liebe zu Nelli. Ich bewerte diese Geschichte mit 4 Sternen.
Konstantins dritter unfreiwilliger Fall dieser Cosy-Crime-Reihe hat mir genauso gut gefallen wie schon die anderen Bände zuvor. An Konstantin schätze ich, dass er ein normaler Mensch ist. Er ist nicht ...
Konstantins dritter unfreiwilliger Fall dieser Cosy-Crime-Reihe hat mir genauso gut gefallen wie schon die anderen Bände zuvor. An Konstantin schätze ich, dass er ein normaler Mensch ist. Er ist nicht genial oder perfekt und weit davon entfernt, alles wie Sherlock Holmes zu durchschauen. Er hat einen außergewöhnlichen Beruf (Bestatter), steckt aber genauso wie alle anderen in einem Alltag zwischen Arbeit, Familie und Freunden mit alltäglichen Aufgaben und persönlichen Macken und Problemen. Er ist ehrlich zum Leser, aber nicht immer zu sich selbst, und er hofft, dass sich seine Probleme von allein auflösen, ohne dass er sich den Konsequenzen stellen muss. Der Mord am Biolandwirt und Gastronomen Lochstampfer kommt dann noch oben drauf, als sich Konstantin gerade der für ihn nicht einfachen und noch neuen Aufgabe stellt, auf seine Zwillinge aufzupassen. Allerdings liefert der Mord auch eine Ausrede, sich gewissen Dingen zu entziehen. Das alles hat die Autorin Coco Eberhardt sehr gewandt koordiniert. Als Leserin hatte ich immer das Gefühl, genau am richtigen Punkt in der Geschichte zu sein. Die vielen Themen waren sehr professionell und unterhaltsam mit einander verwoben. Der Text ist sehr abwechslungsreich und interessant. Sprachlich finden sich kreative, witzige Bilder, die sich genauso harmonisch einfügen wie die ein oder andere verrückte Begebenheit (ich fand es lustig, wie oft da jemand aus dem Busch kommen kann). Das Ende kam zwar ein bißchen schnell. Aber das entspricht dem Konzept, nach dem Konstantin nicht der Einzige ist, der an dem Fall arbeitet: Der exzentrische Professor Hackspiel (Anwalt/Detektiv) überrascht wieder einmal mit seinen Auftritten und die Frau Dünnbier von der Mordkommission liefert mit ihrem breiten Dialekt das bayrische Flair für diesen München-Krimi. Wobei ich diese Zuschreibung eigentlich nicht treffend finde, weil die Story eigentlich kaum auf die Stadt München eingeht; sie spielt halt da, weil Konstantin dort wohnt und sein Geschäft hat, aber die Stadt und ihre Örtlich- und Persönlichkeiten werden kaum erwähnt. Mir hat jedoch nichts gefehlt. Es finden sich einige Tippfehler, welche jedoch nicht dazu führen sollen, dass dieser Roman von mir weniger als 5 Sterne erhält.
In meiner Version des Buches gibt es außer dem Klappentext ganz vorn noch eine ausführliche Inhaltsangabe, die übelst spoilert. Ich finde schon den Klappentext nicht gut, der enthüllt, dass das FBI hinter ...
In meiner Version des Buches gibt es außer dem Klappentext ganz vorn noch eine ausführliche Inhaltsangabe, die übelst spoilert. Ich finde schon den Klappentext nicht gut, der enthüllt, dass das FBI hinter Nora her ist. Im Buch dauert es ja eine Weile, bis dies herauskommt, und so nimmt bereits der Klappentext dem Leser Spannung durch die Gelegenheit zum Mitdenken.
Dann fand ich James Patterson als Autor etwas enttäuschend dafür, dass er so einen großen Ruf hat. Auf Seite 15 schreibt er: "Es war nicht zu übersehen, dass er erregt war. Wie eine überdimensionale menschliche Sonnenuhr lag er da auf der Bettdecke." - bei aller Kreativität, welche in dieses Bild geflossen ist, fand ich es der Szene unangemessen, welche eigentlich sexy angelegt war und dann im Klamauk endete. Ich hoffe James Patterson hat nicht zu lange nach diesem Vergleich gesucht. Noch öfter ging für mein Empfinden der Versuch, den Text sprachlich interessanter zu machen, daneben und er wurde stattdessen vielleicht umständlich, wie an der Stelle, an der es heisst: "Im ersten Jahr ihrer Besuche in der Klinik hatte sie immer den Knopf für den ersten Stock gedrückt" - es ging darum, dass der Patient, der besucht wird, im Laufe der Zeit verlegt wurde. Daneben bediente sich der Autor dann trotzdem öfters platter Redewendungen wie der Kinnlade, welche herunterfällt. Nach meiner Beobachtung handelt es sich dabei um die beliebteste Redewendung amerikanischer Autoren. Auch die Augenfarben entsprechen den Gepflogenheiten: grün für die weibliche Hauptfigur, blau für den männlichen Part.
Das Setting, in dem die Story überwiegend stattfindet, fand ich öde. Möglicherweise weil das Buch, das ich davor gelesen hatte, dasselbe Setting hatte: Beschrieben wird langweiliger Luxus. Manchmal ist ein interessantes Detail über die Stadt dabei.
Die Aufteilung und das Timing der Geschichte fand ich gut. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und ich fragte mich nie, wann es denn endlich aufhört. Man kann immer einen guten Punkt für eine Lesepause finden und für mich ergaben sich keine unschönen Längen. Im Gegenteil, war der Text interessant und abwechslungsreich durch die verschiedenen Perspektiven und Handlungsstränge. Allerdings war mir der Handlungsstrang mit dem "Tourist" zu viel. Den habe ich nicht richtig verstanden und ich fand die Identität des Tourist zudem übertrieben mysteriös. Teils fühlte ich mich billig auf die falsche Spur geführt durch ein paar durchschaubare Manöver. Es gab auch Momente, die ich als Effekthascherei empfand.
Dann habe ich auch ein paar Dinge gefunden, die ich für nicht richtig durchdacht hielt. Und Noras Entwicklung war für mich unrealistisch. Das Ende fand ich in seinen verschiedenen Aspekten richtig schlecht.
Bis dahin hatte ich allerdings ziemlich viel an einem Stück gelesen. Zusammengefasst möchte ich das Buch mit 3 Sternen bewerten.
Die Inhaltsangabe des Verlags kreiert eine Situation, die nicht viel mit dem Roman zu tun hat. Erstens gibt es im Buch keine Dreiecksgeschichte und zweitens scheint das Dorf aus bloß sechs Einwohnern zu ...
Die Inhaltsangabe des Verlags kreiert eine Situation, die nicht viel mit dem Roman zu tun hat. Erstens gibt es im Buch keine Dreiecksgeschichte und zweitens scheint das Dorf aus bloß sechs Einwohnern zu bestehen, von denen gerade mal eine (oder zwei) bei dem Dreh dabei sein möchte/n. Zumal es auch etwas dauert, bis Élodie in ihrem Heimatdorf ankommt. 1,5 Kapitel werden aufgewendet, um Élodies Lage klarzumachen: eine Jura-Studentin in Paris, die zum dritten Mal das Examen verkackt hat und nun aufs Land zu den Eltern flieht. Dort will sie für den vierten Anlauf lernen und die Eltern hat sie sowieso zwei Jahre lang schon nicht mehr gesehen. Der Vater ist den ganzen Roman entlang entsprechend angesäuert und ruppig. Das Hotel der Eltern ist überraschend voll, denn im Schloss wird ein Film gedreht. Die Geschichte, wie Élodie zum Filmdreh kommt, ist etwas umständlich und ich hatte insgesamt den Gedanken, dass die Geschichte verschleppt wird. In den ersten Kapiteln hat mich gestört, dass Claire Bonnett viele Nebensächlichkeiten beschreibt wie unbedeutsame Gesten oder Hintergrundgeräusche. Die Szenen werden wie für einen Film geschildert. Es dauert lange, bis die Autorin mehr ins Erzählen kommt. Die Gefühle und Stimmungen sind kaum spürbar. Gestört hat mich zudem die pubertäre Sicht der Hauptfigur, aus deren Augen heraus die Story erzählt wird. Vieles hat eine übertriebene Bedeutsamkeit, die ich nicht nachvollziehen kann. Deshalb habe ich die letzten drei Kapitel nur noch überfolgen, nachdem mir die letzte Wendung zu melodramatisch und unrealistisch war. Vorher habe ich bereits nicht begriffen, wieso Élodie einen Vorwand braucht, um zum Schloß zu gehen und ihrem Jugendfreund einen Besuch abzustatten; wieso es so schwer ist, mit ihm zu reden. Es gibt viel meines Erachtens künstliches Drama, welches rein durch Élodies Bewertung entsteht. Dabei wurde mir aber nicht klar, wie sie zu dieser Bewertung kommt. Andererseits ist das vielleicht nicht so schlecht in einem Feel-Good-Roman, dass man als Leser*in die ganzen negativen Dinge wie die Angst, im Examen zu versagen, oder den Frust, bereits so oft versagt zu haben, nicht wirklich abbekommt. Den Versuch, französischen Flair zu verbreiten, indem französische Redewendungen verwendet wurden, fand ich misslungen. Ich finde diesen Kunstgriff grundsätzlich billig. Als positiv kann man anführen, dass die Story viel Abwechslung enthält. Es passiert einiges. Trotzdem fand ich es mühsam, das Buch zu lesen, obwohl es sprachlich in Ordnung ist. Ich gebe diesem Roman 3 Sterne.