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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2024

Lustige Illustrationen und wissensreiche Informationen

Geniale Power-Pflanzen
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Wir kennen bereits das Buch "Tierisch geniale Bautricks für unsere Zukunft", welches vom selben Verlag rausgebracht wurde und sich auf die Tierwelt bezieht. "Geniale Power-Pflanzen" hat das gleiche Format ...

Wir kennen bereits das Buch "Tierisch geniale Bautricks für unsere Zukunft", welches vom selben Verlag rausgebracht wurde und sich auf die Tierwelt bezieht. "Geniale Power-Pflanzen" hat das gleiche Format und ist ähnlich aufgebaut und gestaltet.

Es beginnt mit einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis, in dem 6 Unterthemen (Strukturen, Robotik, Energie, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Materialien) genannt werden, nach denen die vorgestellten Pflanzen mit ihren besonderen Eigenschaften eingeteilt werden.

Die Texte sind aus der Sicht der Pflanzen verfasst. Sie stellen sich und ihre Superkraft quasi selbst vor. Es kommen die verschiedensten Pflanzen vor, wobei viele bekannt sind (u.a. Mais, Ananas, Palme, Tulpe, Sonnenblume), aber auch so einige gänzlich unbekannt sind. Manche der Pflanzen-Eigenschaften werden bereits von den Menschen genutzt und manche sind noch Zukunftsmusik. Der Text ist informativ und auch kindgerecht verfasst, so dass Grundschüler den Inhalt gut erfassen können. Aber auch zum Vorlesen und gemeinsamen Betrachten ist das Sachbuch hervorragend geeignet. Besonders gut gefallen uns die Illustrationen und die Seitengestaltungen. Die Pflanzen werden richtig lustig, bunt und anschaulich dargestellt. Es gibt Vieles auf den Seiten zu entdecken. Gern hätte aber auch von jeder Pflanze ein richtiges Foto dabei sein können, um zu erfahren, wie sie in Natura aussehen. Das 80 Seiten umfassende Buch endet mit einem übersichtlichen Register.

Fazit: Ein sehr wissensreiches und wunderbar farbig illustriertes Kindersachbuch, welches uns zeigt, das viele Pflanzen als Vorbilder für die Zukunft dienen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 29.02.2024

Drei Lebensgeschichten

Die Halbwertszeit von Glück
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Die Autorin Louise Pelt schreibt in einer ruhigen, aber trotzdem sehr spannenden Weise in ihrem Buch über drei verschiedene Frauen. Drei Schicksale werden zu einer Geschichte. Die Autorin schafft es, die ...

Die Autorin Louise Pelt schreibt in einer ruhigen, aber trotzdem sehr spannenden Weise in ihrem Buch über drei verschiedene Frauen. Drei Schicksale werden zu einer Geschichte. Die Autorin schafft es, die Leben der drei Frauen gekonnt miteinander zu verknüpfen, obwohl es auf dem ersten Blick nicht so scheint, als ob es da überhaupt irgendwelche Verbindungen geben könnte. Die drei Frauen sind sehr unterschiedlich, doch haben sie eines gemeinsam. Sie glauben nicht, dass sie Glück verdient hätten. Etwas ist ihnen in der Vergangenheit passiert, womit sie hadern. Ich finde die Thematik ausgesprochen interessant.
Zudem sind die Handlungsstränge in verschiedenen Zeiträumen positioniert, so dass sich die Geschichte am Rande auch mit der zeitgeschichtlichen Vergangenheit auseinandersetzt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und durch die wechselnden Kapitel stets sehr spannend. Man will immer weiter lesen, um zu erfahren, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenpassen und die drei Lebensgeschichten miteinander verbunden sind.

Auch wenn es ein paar Ungereimtheiten und einige übertriebene Reaktionen seitens der Protagonistinnen in diesem Buch gibt, finde ich die Geschichte insgesamt sehr gut gelungen. Einige Dinge sind zwar vorhersehbar, doch konnten mich andere Wendungen überraschen. Besonders gefallen haben mir die einzelnen, sehr individuellen Handlungsstränge, die am Ende zu einem Ganzen zusammengeführt wurden. Der Bezug zum Cover und zum Titel wurde meines Erachtens auch sehr schön in der Geschichte wiedergegeben.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 26.02.2024

Hexenverfolgung

Die Hexen von Cleftwater
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Martha lebt schon ihr ganzes Leben in Cleftwater, zuerst als Amme, später als Hausbedienstete bei Kit. Sie spricht nicht.

Eines Morgens im Jahr 1645 erlebt sie die Hexenjagd direkt mit. Die junge Frau ...

Martha lebt schon ihr ganzes Leben in Cleftwater, zuerst als Amme, später als Hausbedienstete bei Kit. Sie spricht nicht.

Eines Morgens im Jahr 1645 erlebt sie die Hexenjagd direkt mit. Die junge Frau Prissy, die im gleichen Hausstand lebt, wird mitgenommen. Viele dutzend Frauen landen im Kerker. Hexenkenner Makepeace nimmt Martha als Sucherin zur Unterstützung mit, um eindeutige Hexenzeichen an den Frauen zu finden.

Scheinbar ist Martha im Zwiespalt. Sie fühlt sich selbst als Hexe, darf sich somit nicht verraten, aber möchte auch soviele Frauen wie möglich vor der Hexenjagd und dem Tod retten.

Die Geschichte wird mittels eines auktorialen Erzählers aus Sicht von Martha erzählt und geht um die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert. Der Text liest sich zwar meistens recht flüssig, aber stellenweise auch etwas schwierig. Das kommt manchmal von Marthas wirren Gedanken. Es ist eine grässliche und harte Zeit für Frauen, welche von der Autorin sehr bildhaft und glaubwürdig dargestellt wird, so dass ich mir besonders die schlimmen Szenen gut vorstellen kann. Frauen waren der Willkür anderer Menschen, insbesonderer der Männer ausgesetzt ohne Hilfe und eigene Rechte. Die recht authentische Geschichte, welche sich auf historische Ereignisse stützt, hat mir trotz des schwierigen Themas gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2024

Hochmut kommt vor dem Fall

Yellowface
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Bereits die Aufmachung des Buches ist genial: es ist mit Farbschnitt, Bändchen und sehr schickem Schutzumschlag ausgestattet. Aber schaut mal unter den Umschlag!

Die unbekannte Autorin June Hayward hat ...

Bereits die Aufmachung des Buches ist genial: es ist mit Farbschnitt, Bändchen und sehr schickem Schutzumschlag ausgestattet. Aber schaut mal unter den Umschlag!

Die unbekannte Autorin June Hayward hat das Manuskript von der verstorbenen Erfolgsautorin Athena Liu gestohlen, überarbeitet und nun als ihr eigenes Werk ausgegeben. Es wird ein Bestseller. Doch nach und nach stellen sich Neider ein. Wie kann eine weiße Frau ein Buch über chinesische Arbeiter im ersten Weltkrieg schreiben?

Der Einstieg in das Buch ist sehr spannend. Zur Mitte hin hatte ich jedoch einen Phase, wo mir das Buch etwas langatmig erschient. An der Stelle kam für mich die Frage auf, wo die Geschichte hinführen wird. So gänzlich im Unwissen zu sein, kann sehr spannend, aber mitunter auch quälend für den Leser sein. Die zweite Buchhälfte entpuppte sich sodann als gute Mischung aus Krimi und Thriller und hat mich letztlich wieder richtig mitnehmen können.

Das Buch ist aus einer interessanten Perspektive geschrieben. June ist keine Sympathieträgerin. Der Leser weiß bereits vom Klappentext, dass sie eine Diebin und Lügnerin ist und vereinzelt wirkt sie wie eine Verrückte. Sie ist süchtig nach Anerkennung. Doch auch die verstorbene Athena kommt stellenweise nicht gut weg. Sie wird von June einerseits als eine sehr gute Freundin, andererseits als eine schwierige, selbstsüchtige Person dargestellt. Die Sichtweise von June ist spannend und unterhaltsam, aber keineswegs langweilig.

Nebenbei erfährt man einiges Interessantes und Wissenswertes über den Ablauf, ein Buch rauszubringen: Wie arbeiten die Verlage und das Lektorat. Wie kommt es zu einem Bestseller. Wie werden Schriftsteller:innen unterstützt.

Yellowface ist ein Buch über Autor:innen, das den Leser:innen ermöglicht, in die Maschinerie der Verlagswelt einzutauchen und auch den negativen und alles verzehrenden Einfluss der sozialen Medien mitzuerleben. Insgesamt spannend und abwechslungsreich erzählt, zeigt es den Höhenflug und den tiefen Fall von June auf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2024

Rettet den Wald

Unterholz-Ninjas, Band 1 - Das Abenteuer beginnt
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Das Kinderbuch "Die Unterholz-Ninjas" hat nicht nur ein tolles Cover, sondern beginnt auf der Vorsatz-Seite bereits mit einer schönen Landkarte vom Endlosen Wald. Auf der hinteren Vorsatz-Seite werden ...

Das Kinderbuch "Die Unterholz-Ninjas" hat nicht nur ein tolles Cover, sondern beginnt auf der Vorsatz-Seite bereits mit einer schönen Landkarte vom Endlosen Wald. Auf der hinteren Vorsatz-Seite werden die Hauptfiguren in Form von Steckbriefen vorgestellt.

Im Buch selbst findet man zahlreiche schwarz-weiß Zeichnungen, die so manche Buchszenen toll wiedergeben. Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahre gedacht und die 224 Seiten, welche in 27 Kapitel aufgeteilt sind, sollten für geübte Leser:innen kein Problem darstellen.

Die Geschichte wird aus Sicht der Waldbewohner erzählt. Der Igel Piks, der Uhu Bubo und das Eichhörnchen Ella sind beste Freunde und genießen ihr Leben im Wald. Doch die Menschen wollen hier ein Freizeitparadies errichten. Um ihren Wald zu retten, werden die drei Freunde zu den Unterholz-Ninjas und kämpfen für den Erhalt ihres Waldes.

Die Botschaft des Buches ist total toll und sehr wichtig. Das Thema Naturschutz wird hier super in eine kindgerechte und trotzdem humorvolle Geschichte gepackt. Jede Figur ist mit besonderen Eigenschaften ausgestattet und es macht Spaß, der Geschichte zu folgen. Die Handlung ist durchweg spannend gestaltet, da nicht sofort ersichtlich ist, ob und wie die Rettung des Waldes durch die kleinen Waldbewohner gelingen kann. Besonders lustig finde ich so manche Bezeichnungen, wie zum Beispiel, das Menschen als Fellwechsler und LKWs als Glubschaugenbrumms bezeichnet werden.

Fazit: Tolle, kindgerechte Geschichte, die einerseits sehr unterhaltsam ist, aber gleichzeitig auch eine wichtige Botschaft zum Thema Naturschutz beinhaltet.

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