New York wird einen wohl nie richtig verlassen können
Coldhart - Strong & WeakMan kann sich bestimmt gar nicht vorstellen wie überglücklich ich gewesen bin, zu hören, dass Lena Kiefer die Welt von WestWell weiterleben lässt, nur halt mit dem "Nebencharakter" Elijah Coldwell.
Er ...
Man kann sich bestimmt gar nicht vorstellen wie überglücklich ich gewesen bin, zu hören, dass Lena Kiefer die Welt von WestWell weiterleben lässt, nur halt mit dem "Nebencharakter" Elijah Coldwell.
Er ist nämlich der Bruder des Hauptprotagonisten Jess (Jessiah) Coldwell aus der WestWell-Trilogie und hat -Gott sei Dank- seine eigene Geschichte vor sich, auf deren weitere Bänder ich nicht weiter warten kann -ich mich jedoch (wie viele andere Leser:innen hier) in Geduld üben muss.
Wo sich in WestWell die Story um das aufdecken des Todes der Geschwister von Helena und Jess plus ihrer verzwickten Liebesgeschichte handelt, so ist es bei Elijah eine andere:
Er ist ein Mensch, der die Kontrolle um jeden Preis behalten will und sie in keinem Fall abgeben würde. Sein Leben ist nun einmal durchorganisiert: Studium, Firma, Sport, alles ist in strengste Vorsicht gepackt.
Seine Kindheit ist nämlich nicht ohne: mit 9 musste er lernen, dass die Welt nicht so perfekt ist, wie sie manchmal scheint, denn er wurde Entführt. Seitdem quälen und plagen ihn so einige Ängste, wodurch die Kontrolle über sein Leben und seine Taten im Griff zu haben, die einzige Lösung zu sein scheint, diese soweit in Vergessenheit geraten zu lassen. Verlieben steht somit nicht gerade auf seiner To-Do-Liste, denn sich in irgendeiner Weise so verletzlich zu machen, wie einst bei seiner Entführung, will er in gar nicht erst Riskieren.
Jedoch scheint Felicity Everhart dieses Risiko für ihn zu verschleiern.
Felicity Everhart hat ihren ersten Auftritt -nicht wie Elijah- in der WestWell-Trilogie gehabt, sondern erst im ersten Band der Coldhart-Trilogie, weswegen wir sie erst jetzt zum ersten Mal erleben können.
Felicity ist nämlich gerade erst nach New York gezogen, um Ihrem Traumstudium nachzugehen, wobei Sie Ihren Vater zum ersten Mal kennenlernen darf, den Sie zuvor nicht einmal kannte.
Es wird jedoch nach einiger Zeit einfach nur zu viel für Sie. Ihr Umzug nach New York, das Verlassen Ihrer liebsten Menschen: Ihrer Freunde und Mutter.
Und dann, in einem Verletzlichen Moment, da trifft Sie auf Elijah und Sie merken seither eine Verbindung zwischen Ihnen, die Sie keineswegs kalt lässt. Er, einer der Eastie-Boys und Sie, ein Mädchen aus Los Angeles.
Was da wohl passieren mag?
Dieses Band, was Sie zu verbinden scheint, passt Elijah zudem gar nicht in den Kram, vorallem, da der Vater von Felicity auf seiner Liste der potenziellen Entführer steht...
Die Story konnte man gut in sich aufsaugen, der Schreibstil ist nämlich so schön zu lesen, denn Lena Kiefer scheint ein Talent dafür zu haben.
Ebenso das Cover ist so Edel und Anmutig anzusehen, das sogar die Atmosphäre einfangen konnte, die das Buch zu umgeben scheint.
Die Spannung blieb gut erhalten und man kann auch nicht viel schlechtes sagen, ich sag's wie's ist. Lena Kiefer hat es drauf, haha.
Was die Charaktere angeht: authentischer und realer hätte es nicht sein können! Das Mitfiebern und -fühlen mit diesen Chrakteren hat einen in diese Geschichte gezogen und somit aufgefordert, nicht einmal daran zu denken, dieses Buch aus der Hand zu legen. Man konnte sich nämlich gut mit den Charakteren vertraut machen, egal, ob Protagonist oder Nebencharakter. Vorallem sich in Elijah und Felicity versetzten zu können, hat einen in die Geschichte gesogen, Ihre Gefühle, Ihre Taten, einfach alles konnte man bis tief ins innerste spüren und somit schon mitfiebern bis zum geht nicht mehr!
Auch, wenn so einiges mich sehr emotional gemacht hat, so hat es mich sehr überzeugt und gefreut, dieses Buch überhaupt lesen zu dürfen.
Einige Entscheidungen mögen zwar falsch erschienen haben, doch tief im Inneren wissen wir doch, dass es nicht anders hätte laufen können, denn die Geschichte schien sich schon fast selbst erzählt zu haben. Sie war einfach so, wie Sie ist. Und deshalb hätten Änderungen und Ausradieren dieser falschen Entscheidungen nichts gebracht, denn Sie hätte die Geschichte nie ganz machen können, ohne diese fehlenden Lücken.
Also Danke. Danke Lena Kiefer, dass Elijah und Felicity diese Trilogie in Ihre Fänge nehmen durften und Sie hoffentlich heile weiterführen können. Zumindest soweit es geht.