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Karolina_Hruskova

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2025

Alles schon einmal gehört

25 letzte Sommer
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Den Titel und insbesondere die Aussage, die dahintersteckt, fand ich wunderschön. Stell dir vor, du hast nur noch 25 Sommer in deinem Leben. Wie würdest du sie verbringen, um das Beste rauszuholen?

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Den Titel und insbesondere die Aussage, die dahintersteckt, fand ich wunderschön. Stell dir vor, du hast nur noch 25 Sommer in deinem Leben. Wie würdest du sie verbringen, um das Beste rauszuholen?

In der Erwartung, eine tiefsinnige Geschichte zu lesen, habe ich also mit »25 letzte Sommer« begonnen. Ich mag Romane, die mich zum Nachdenken anregen und mich inspirieren. Aber in dem Fall war ich zum Schluss froh, dass ich das Buch nur ausgeliehen hatte.

Der namenlose Erzähler trifft auf Karl, einen älteren Landwirt, der das Leben nimmt, wie es kommt. In Gesprächen reflektiert der Erzähler seinen hektischen Alltag, seine Gewohnheiten, und stellt fest, dass er sich durch äußeren Druck verbogen hat. Und das wars eigentlich auch schon. Die Gespräche waren sehr holprig und um platte Pseudo-Lebensweisheiten konstruiert. Keine Tiefe dabei, nichts. Ich bin ehrlich, mich hat das sehr enttäuscht. Persönlich konnte ich keinen Mehrwert finden, da alle Kernaussagen oberflächlich und in verschiedenen Blogs, Ratgebern etc. schon unzählige Male durchgekaut wurden. Wer neue Denkanstöße sucht, ist hier leider falsch. Sehr schade.

Der Grundgedanke war wirklich ansprechend, die Umsetzung ausbaufähig. Im Endeffekt bleibt mir nur der Titel positiv im Gedächtnis zurück. Wie würdet ihr eure 25 letzten Sommer verbringen wollen?

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Grande Finale: Kann man lesen, muss man aber nicht

Sie wird dich finden
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Ein letztes Mal trifft man auf Millie, die mittlerweile mit ihrer Familie sesshaft geworden ist und ihre Vergangenheit hinter sich lassen möchte. Doch in ihrer neuen Nachbarschaft gehen seltsame Dinge ...

Ein letztes Mal trifft man auf Millie, die mittlerweile mit ihrer Familie sesshaft geworden ist und ihre Vergangenheit hinter sich lassen möchte. Doch in ihrer neuen Nachbarschaft gehen seltsame Dinge vor sich.

Wieder muss ich Freida McFaddens Schreibstil positiv hervorheben, denn wie auch in den beiden Teilen davor bin ich nur so durch die Geschichte gerast. Sprachlich hat sie etwas an sich, das kurzweilig ist, aber auch viele Informationen dicht und kompakt vermittelt.

Die Handlung hat mich ausgerechnet beim letzten Teil der Reihe, dem Grande Finale sozusagen, hängen lassen. In über zwei Dritteln des Thrillers versucht Freida McFadden Spannung in einen absolut langweiligen Familienalltag einzubinden. Ein paar Sachen sind zwar dabei, die mich bei Laune halten, aber retten konnten auch die nichts mehr.

Bis dann die Story Fahrt aufnimmt, hatte sie mich leider verloren. Alles wirkte auf mich kurz angebunden, hektisch und zu einfach gelöst. Viele offene Fragen wurden nicht beantwortet.

Ich bin hin und her gerissen, denn auf der einen Seite habe ich den Thriller wieder sehr gerne gelesen. Auf der anderen Seite fand ich den Teil eines Abschlussbandes leider nicht würdig. Wahrscheinlich würde ich ihn bedingt und zur Vervollständigung der Reihe empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Spannender zweiter Teil, wenn auch...

Sie kann dich hören
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Nach dem gelungenen ersten Teil habe ich natürlich hohe Erwartungen gehabt. Ich wurde nicht enttäuscht, finde jedoch einen Aspekt an dem Thriller, den ich negativ bewerten würde.

»Sie kann dich hören« ...

Nach dem gelungenen ersten Teil habe ich natürlich hohe Erwartungen gehabt. Ich wurde nicht enttäuscht, finde jedoch einen Aspekt an dem Thriller, den ich negativ bewerten würde.

»Sie kann dich hören« habe, nein, musste ich in einem Rutsch durchlesen. Freida McFaddens Schreibstil hat einfach etwas an sich, das einnehmend ist und mich gar nicht merken lässt, dass ich schon 100 Seiten gelesen habe. Kurze Kapitel erzeugen eine gute Dynamik.

Die Handlung war gut. Viel Spannung wurde unterschwellig erzeugt und wieder einmal hat mich Freida McFadden komplett aufs Glatteis geführt. Der Aufbau aus verschiedenen Teilen und Blickwinkeln war genauso wie bereits im ersten Teil. Kann man gut oder schlecht auslegen. Ist sich Freida McFadden damit treu geblieben oder hat sie sich einfach nichts Neues einfallen lassen?

Jedenfalls befindet man sich irgendwann auf dem Höhepunkt der Spannung - und ab da geht es leider steil bergab. Ab diesem Zeitpunkt ist die Handlung so derbe an den Haaren herbeigezogen, dass ich über die Absurdität irgendwie irritiert war. Im Nachhinein wird zwar vieles erklärt und aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, mir hat es trotzdem einige Fragen nicht beantwortet.

Abgesehen davon ist »Sie kann dich hören« wieder ein absoluter Banger für mich gewesen. Bisher kann ich die Reihe nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Kurzweilig, aber ohne Ende

Barbara stirbt nicht
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Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was mir der Roman sagen wollte. Die Handlung hat mich anfangs sehr angesprochen: Ein griesgrämiger alter Mann hat ein einschneidendes Ereignis, das sein Leben und seine Routinen ...

Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was mir der Roman sagen wollte. Die Handlung hat mich anfangs sehr angesprochen: Ein griesgrämiger alter Mann hat ein einschneidendes Ereignis, das sein Leben und seine Routinen komplett auf den Kopf stellt.

Meine Erwartung: Der Griesgram erweicht, entwickelt sich und ist zum Ende hin ein liebenswürdiger Charakter. Tatsache war, dass Walter Schmidt von Anfang an durchgehend abstoßend und unsympathisch blieb. Ein, zwei Lichtblicke gab es zwar, doch die sind einfach untergegangen. Eigentlich liest man nur, dass Walter Kochen lernt, weil Barbara krankheitsbedingt nicht mehr kann. Und natürlich was seine Mitmenschen - Barbara insbesondere - alles falsch machen.

Sprachlich hat mir der Roman hingegen sehr gefallen. Etwas schrullig, stets mit einer feinen Prise Humor. Ich musste oft schmunzeln und das Lesen an sich hat Spaß gemacht.

Leider hat mich das Ende dann auch sehr überrascht, wenn nicht sogar ratlos zurückgelassen. Viel zu viele offene Fragen, die Handlung bricht einfach ab. Das war sehr unbefriedigend.

Für ein paar unbeschwerte und kurzweilige Lesestunden ist der Roman sicher geeignet, einen erwähnenswerten Mehrwert konnte ich für mich jedoch leider nicht daraus ziehen.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Zwischen Oberflächlichkeit und Klischees

Zwischen Ende und Anfang
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In ihrer Danksagung spricht Jojo Moyes davon, dass sie für keinen anderen Roman so wenig Recherche betreiben musste. Leider merkt man das auch. Vielmehr griff sie auf platte Klischees zurück und liefert ...

In ihrer Danksagung spricht Jojo Moyes davon, dass sie für keinen anderen Roman so wenig Recherche betreiben musste. Leider merkt man das auch. Vielmehr griff sie auf platte Klischees zurück und liefert einen Roman, der – im Gegensatz zu ihren anderen Werken – keinen Wiedererkennungswert hat.

Die Geschichte von Lila könnte eine Geschichte aus dem wahren Leben sein. Sie ist von Zweifeln geplagt, von Deadlines für die Arbeit, Geldsorgen und dem üblichen (Patchwork-)Familienchaos. Lesen lässt sich die Erzählung gut; mir kam es teilweise so vor, als würde ich mich mit einer guten Freundin austauschen.

Mich haben aber einige Dinge gestört: Lila versinkt regelrecht in ihren Selbstzweifeln und wirkt die ganze Zeit zu überfordert. Mir fehlten hier Tiefe und ein echtes Profil. Als würde Jojo Moyes klassische Themen, mit denen sich der Großteil ihrer Leserschaft identifizieren könnte, zusammenwürfeln und ihnen nicht einmal mehr ihren persönlichen Stempel aufdrücken. Auch die gesamte Handlung des Romans war nichtssagend und eine Aneinanderreihung von: Lila holt ihre Tochter von der Schule ab, Bill kocht, Gene braucht Aufmerksamkeit, und dann gibt es noch zwei weitere Männer, Mr. Good Guy und Mr. Bad Guy.

Für mich war die Handlung also leider zu schwach und einen Mehrwert konnte ich persönlich auch nicht finden. Zwischen all den Klischees und der Abgedroschenheit habe ich mich dennoch für ein paar Lesestunden unterhalten gefühlt und kam an manchen Stellen um ein Schmunzeln oder gar Lachen nicht herum.

»Zwischen Ende und Anfang« wird nicht mein neuer Lieblingsroman von Jojo Moyes, aber das ist in Ordnung. Enttäuscht hat mich der Roman trotz meiner Kritikpunkte nicht.

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