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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

3,5 von 5 Sternen für einen unterhaltsamen Liebesroman mit Urlaubsflair.

Wiedersehen mit Herznote
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Zum Cover:

Für mich ist dieses Cover ein echtes Wohlfühlbild: eine wunderschöne Landschaft, die zum Träumen einlädt und sofort Lust macht, dem Alltag zu entfliehen. Es verspricht Emotionen, Nähe und Herzensmomente ...

Zum Cover:

Für mich ist dieses Cover ein echtes Wohlfühlbild: eine wunderschöne Landschaft, die zum Träumen einlädt und sofort Lust macht, dem Alltag zu entfliehen. Es verspricht Emotionen, Nähe und Herzensmomente und passt damit perfekt zu einem Roman, der offenbar von Wiederbegegnungen, Gefühlen und inneren Reisen erzählt. Allein das Betrachten weckt Fernwehfeeling pur und macht neugierig auf die Geschichte, die sich hinter dieser Kulisse verbirgt.

Meine Meinung:

Mit großer Vorfreude habe ich zu „Wiedersehen mit Herznote“ gegriffen, denn ich war sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Endlich durfte ich Mira und Alessandro wiedersehen und erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Nach einem kurzen Prolog als Rückblende knüpft die Geschichte nahtlos an Band eins an – und ich war sofort wieder mitten im Geschehen. Vertraute Orte und Erinnerungen kamen direkt zurück, was mir besonders gut gefallen hat.

Die Landschaftsbeschreibungen sind erneut wunderschön und schaffen eine dichte, bildhafte Atmosphäre. Beim Lesen fühlte es sich an, als würde ich selbst Sirmione am Gardasee erkunden. Ein absoluter Lesegenuss mit starkem Urlaubsfeeling.

Besonders schön fand ich das zarte Band der frischen Liebe zwischen Mira und Alessandro. Vorsichtig nähern sich die beiden an, während Mira noch sehr mit den Verletzungen aus ihrer Beziehung mit Max kämpft. Ihre Zurückhaltung schenkte mir viele echte Herzklopfmomente.

Gleichzeitig wurde das Bild der verletzten Mira sehr häufig wiederholt. Immer wieder fragte ich mich, warum sie trotz neuer Gefühle nicht loslassen kann. Die ständigen Vergleiche zwischen Max und Alessandro wirkten auf mich mit der Zeit etwas ermüdend, auch wenn sie inhaltlich nachvollziehbar sind.

Die tiefsinnigen Gespräche regten mich oft zum Nachdenken an und wurden durch humorvolle Dialoge angenehm aufgelockert. Schön eingebaut sind auch kleine Wissensmomente aus der Natur, die durch Alessandros Beruf als Biologe einfließen.

Der Schreibstil ist frisch und flüssig, man fliegt durch die Seiten, auch wenn ich zwischendurch bewusst innehalten musste, um das Gelesene wirken zu lassen.

Miras wiederkehrende Gedankenspiralen und Panikattacken waren mir auf Dauer etwas zu häufig und ausführlich beschrieben. Zudem wirkten einige Szenenübergänge sehr abrupt – etwa bei wichtigen Ereignissen, die plötzlich vorbei waren, ohne dass man sie richtig miterlebt hat.

Auch Miras starker Wunsch nach einer eigenen Familie ging mir persönlich etwas zu schnell, da sie emotional noch mitten in einem Neubeginn steckt.

Das Ende war emotional, ließ für mich jedoch einige zentrale Fragen offen – besonders rund um das geplante Kinderdorf und familiäre Begegnungen, die ich gern miterlebt hätte.

Fazit:

Insgesamt hat mir dieser zweite Band “Wiedersehen mit Herznote” gefallen, wirkte auf mich jedoch etwas schwächer als der erste. Trotz kleiner Schwächen bleibt es ein emotionaler Roman mit Tiefgang, wunderschöner Kulisse und vielen intensiven Momenten.

⭐ 3,5 von 5 Sternen für einen unterhaltsamen Liebesroman mit Urlaubsflair.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

5 von 5 Sternen für diese gelungene Geschichte mit Herzmomenten und liebevollen Liebesgeständnissen.

Winterknistern auf Schottisch
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Zum Cover:

Schon beim ersten Blick auf das Cover von „Winterknistern auf Schottisch“ stellt sich dieses leise, warme Gefühl ein. Der Hintergrund ist für mich das absolute Highlight: weich, verträumt und ...

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick auf das Cover von „Winterknistern auf Schottisch“ stellt sich dieses leise, warme Gefühl ein. Der Hintergrund ist für mich das absolute Highlight: weich, verträumt und romantisch in seiner Farbgestaltung. Die kühlen Mint- und Türkistöne werden durch zarte florale Elemente und Schneeflocken ergänzt und versprühen sofort winterliche Wohlfühlatmosphäre.

Besonders interessant finde ich die Illustration des Paares im Vordergrund. Eigentlich bin ich kein großer Fan von gezeichneten Figuren ohne Gesicht, doch hier wirkt genau das unglaublich stimmig. Die reduzierte Darstellung lenkt den Blick auf Nähe, Geborgenheit und Emotionen – ganz ohne Worte. Die liebevolle Körperhaltung, die Winterkleidung und die zarte Farbwahl erzählen ihre eigene kleine Geschichte und lassen viel Raum für Fantasie.

Meine Meinung:

“Winterknistern auf Schottisch” ist bereits der siebte Band der „Liebe in Loch Ness“-Reihe, lässt sich aber völlig unabhängig lesen. Für mich war es das erste Buch der Reihe – und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil: Die Geschichte hat in mir sofort die Neugier geweckt, auch die anderen Bände lesen zu wollen, besonders die von Deirdre. Eine winterliche Lovestory in Schottland, die mein Herz berührt und mir viele wohlige Lesestunden geschenkt hat.

Maggy sieht sich selbst als Nerd, kleidet sich unauffällig und fühlt sich am wohlsten auf Online-Gaming-Plattformen. Beruflich arbeitet sie im Personalwesen – ein Job, den sie hasst, den sie aber aus finanziellen Gründen und vor allem aus Rücksicht auf die Erwartungen ihres Vaters ausübt. Eigentlich träumt sie von etwas Kreativem, doch den Mut, sich von seinem Wunsch zu lösen, konnte sie bisher nicht aufbringen. Besonders ihr unterkühltes Verhältnis zu ihrem Vater ging mir sehr nahe: Nach dem Tod ihrer Mutter fehlt ihr jeglicher Halt, Liebe oder Anerkennung. Egal, was sie tut – sie scheint ihm nie zu genügen. Das tat beim Lesen wirklich weh.

Umso erleichterter war Maggy, dass ihre Freundin Deirdre sie nicht dazu zwingt, ihr Versprechen einzulösen, mit ihr shoppen zu gehen – denn Maggy hasst Shopping. Stattdessen lädt Deirdre sie spontan übers Wochenende nach Schottland ein. Eine Einladung, die für Maggy mehr verändert, als sie je erwartet hätte.

Lewis ist ebenfalls ein Nerd, arbeitet in der IT-Branche und entwickelt Computerspiele. Nach außen wirkt er wie ein arroganter, zerstreuter Freigeist mit deutlichen Spice-Vibes. Er ist Single, glaubt nicht mehr an die Liebe und lenkt sich mit wechselnden Bettgeschichten ab. Beruflich steckt er allerdings in einer kreativen Krise. Sein Freund Stuart (Deirdres Partner) rät ihm, für eine Weile komplett auf Frauen zu verzichten, um seine Kreativität wieder anzukurbeln. Genervt von den ständigen Ratschlägen schlägt Lewis auf eine Challenge ein: drei Monate kein sexueller Kontakt. Direkt nach der Zusage bereut er sie – und genau da nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Die erste Begegnung zwischen Maggy und Lewis ist herrlich skurril – die zweite, bei der Maggy sich ausgerechnet bei ihm um einen Job bewirbt, noch mehr. Anfangs ist Maggy extrem nervös, doch sobald sie etwas auftaut, entstehen wunderbare, spitze Dialoge, bei denen ich mehrfach schmunzeln musste.

Besonders gefallen hat mir Maggys Entwicklung: Ihr Mut, London hinter sich zu lassen und in Schottland neu anzufangen – und das auch noch in einem völlig anderen Job – ist beeindruckend. Trotz ihrer schwierigen Kindheit und des lieblosen Elternhauses wirkt sie unglaublich stark. Mit jeder Seite wird sie selbstbewusster, findet zu sich selbst und lernt sogar, ihrem Vater endlich Grenzen zu setzen.

Lewis wiederum entpuppt sich hinter seiner lockeren, fast chaotischen Fassade als vielschichtiger Charakter. Sein Job war spannend zu verfolgen, und ich habe es geliebt, ihn gedanklich nach Tokio und auf die Malediven zu begleiten. Diese Einblicke haben der Geschichte zusätzlich Tiefe gegeben.

Die Nebencharaktere bestehen größtenteils aus glücklichen Paaren aus den vorherigen Bänden. Auch wenn man deren Vorgeschichten nicht kennt, fügen sie sich harmonisch ein und machen Lust, ihre eigenen Geschichten kennenzulernen.

Die Handlung spielt im winterlichen Schottland, ist aber zu jeder Jahreszeit wunderbar lesbar. Die Atmosphäre ist warm, gefühlvoll und lädt zum Abschalten und Genießen ein.

Der Schreibstil ist locker, frisch und sehr flüssig. Das Buch liest sich schnell weg und bietet pure Wohlfühllektüre. Besonders gefallen hat mir, wie zart und glaubwürdig sich das Band zwischen Maggy und Lewis entwickelt. Das langsame Kennenlernen, die leisen Herzklopfmomente und das zunehmende Knistern waren einfach wunderschön.

Ganz ohne seitenlange Spice-Szenen entfaltet die Geschichte eine enorme romantische Wirkung – genau mein Geschmack.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Darstellung von Maggys schlimmstem Vorgesetzten in London und dessen Verhalten gegenüber Deirdre wurde mir etwas zu häufig betont. Wenn man den vorherigen Band nicht kennt, entsteht kurz das Gefühl, einen Teil der Geschichte verpasst zu haben.

Fazit:

“Winterknistern auf Schottisch” ist eine gefühlvolle, unterhaltsame und romantische Lovestory, die das Herz zum Schmelzen bringt. Die Charaktere entwickeln sich glaubwürdig weiter, die Dialoge sind charmant und das Knistern zwischen Maggy und Lewis wächst ganz wunderbar – leise, intensiv und voller Emotionen.

⭐ 5 von 5 Sternen für diese gelungene Geschichte mit Herzmomenten und liebevollen Liebesgeständnissen.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

für mich ein rundum humorvoller, spannender und sehr unterhaltsamer Cosy Crime

Morden ohne Sorgen - Eine Flussfahrt, die ist tödlich
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Zum Cover:

Dieses Cover hat mich sofort gepackt. Dackel Wilhelm blickt mich an – und als bekennender Dackelfan war ich augenblicklich schockverliebt. Diesem typischen Dackelblick kann man einfach nicht ...

Zum Cover:

Dieses Cover hat mich sofort gepackt. Dackel Wilhelm blickt mich an – und als bekennender Dackelfan war ich augenblicklich schockverliebt. Diesem typischen Dackelblick kann man einfach nicht entkommen.

Mit Kapitänsmütze im Boot versprüht Wilhelm Charme, Neugier und genau die richtige Portion Humor. Für mich verkörpert er perfekt das, was ich mir von einem Cosy Crime erhoffe: Spannung mit Augenzwinkern und Wohlfühlfaktor.

Besonders schön finde ich den Schriftzug auf der tafelförmigen Gestaltung, die zugleich als Wiedererkennungsmerkmal der Reihe dient. Die Flusskulisse rundet das Cover stimmig ab und macht sofort Lust auf eine mörderisch gute Lektüre.

Meine Meinung:

Mit “Eine Flussfahrt, die ist tödlich” dem vierten Band der “Morden ohne Sorgen-Reihe” bin ich erneut in die wunderbar schräge und zugleich gemütliche Cosy-Crime-Welt von Andreas K. Buchholz eingetaucht – und ich habe mich vom ersten Moment an wieder wohlgefühlt. Sein Humor ist genau mein Geschmack: pointiert, manchmal herrlich makaber und durchzogen von Dialogen, bei denen ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Wiedersehen mit guten Bekannten – nur eben mit Mordfall.

Es war einfach schön, all die altbekannten Figuren wiederzutreffen und gemeinsam mit ihnen in einen neuen Mordfall zu starten. Beim Lesen wurde ich selbst zum kleinen Kommissar und habe mitgerätselt, auch wenn mir der Fall bis zum Schluss nicht wirklich einsehbar war. Ein klein wenig mehr Irreführung oder falsche Fährten hätten mir hier noch zusätzliche Rätselfreude bereitet.

Parallel zum Lesen habe ich das Hörbuch gehört – und das war ein echtes Highlight. Es fühlte sich fast wie ein Hörspiel an, es fehlten nur noch die Nebengeräusche. Der Sprecher hat eine wundervolle Stimme und haucht jeder einzelnen Figur Leben ein, sodass ich komplett in die Geschichte eingetaucht bin. Vor meinem inneren Auge lief die Handlung wie ein Film ab.

Was soll ich sagen: Dackel Wilhelm hat mein Herz endgültig erobert. Er ist niedlich, frech und lockert den Fall mit seinen Aktionen immer wieder auf. Besonders begeistert hat mich, dass Wilhelm in diesem Band deutlich mehr Raum bekommt – was ich sehr begrüßt habe.

Als Dackelfrauchen habe ich so viele typisch dackelige Eigenarten wiedererkannt und dabei unzählige Parallelen zu meiner eigenen Hündin entdeckt. Diese liebevolle und authentische Darstellung macht Wilhelm für mich zu einem absoluten Highlight der Reihe.

Neben dem Mordfall – der unter anderem durch Aberglaube rund um die Zahl 13 und verschiedene Vorkommnisse angestoßen wird – lebt die Geschichte vor allem von ihren Figuren. Loebell sehnt sich eigentlich nach Zweisamkeit mit Fleur, doch seine Freunde, Kollegen und der Redaktionsalltag beim Stadtanzeiger funken ihm ständig dazwischen. „Alles für die Eins, immer alles für die Eins“ – dieser Satz seines Chefs hat sich mir fest eingeprägt.

Besonders gelungen finde ich, wie der Autor jede Figur individuell zeichnet. Niemand verschwimmt, niemand ist austauschbar – alle sind Unikate. Alte Figuren entwickeln sich weiter, neue Charaktere fügen sich stimmig ein. Köstlich waren für mich vor allem Tuans Sprachnachrichten: Ich konnte sie innerlich hören und mir die Szenen bildlich vorstellen.

Fazit:

“Eine Flussfahrt, die ist tödlich” der vierte Band der “Morden ohne Sorgen-Reihe” ist für mich ein rundum humorvoller, spannender und sehr unterhaltsamer Cosy Crime, der vor allem durch seine Figuren, die Dialoge und den unverwechselbaren Humor von Andreas K. Buchholz lebt. Dackel Wilhelm ist für mich das Herzstück dieser Geschichte – und ich freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Fall der Truppe. Mein Herz habe ich definitiv an diesen Dackel verloren.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

eine faszinierende Welt, die mich nicht mehr losgelassen hat.

To Cage a Wild Bird
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Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover völlig in seinen Bann gezogen. Die auffällige rote Farbe sticht sofort ins Auge und lässt erahnen, wie intensiv die Geschichte sein wird. Besonders ...

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover völlig in seinen Bann gezogen. Die auffällige rote Farbe sticht sofort ins Auge und lässt erahnen, wie intensiv die Geschichte sein wird. Besonders schön finde ich die goldenen Vögel, die Eleganz und zugleich das zentrale Thema Freiheit widerspiegeln. Ein echtes Highlight ist außerdem der wunderschön gestaltete Farbschnitt, der das Buch zu einem Blickfang im Regal macht.

Richtig geflasht war ich beim Abnehmen des Schutzumschlags: Darunter ist das Buch weiß und von schwarzem Stacheldraht umzogen – ein starkes, inhaltlich perfekt passendes Detail. Auch im Inneren überzeugt die Gestaltung, denn an den Kapitelanfängen tauchen erneut die fliegenden Vögel auf, die man bereits vom Cover kennt.

Insgesamt bin ich total begeistert von der Gestaltung. Dieses Buch überzeugt nicht nur durch seinen Inhalt, sondern ist auch optisch ein echtes Highlight.

Meine Meinung:

Schon ab der ersten Seite hat mich “To Cage a Wild Bird” gepackt. Die Geschichte startet mitten im Geschehen und wirft einen direkt in eine neue, raue Welt – ohne große Schonfrist. Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas gefordert, mich in Dividium und dem Gefängnis Endlock zurechtzufinden, doch genau das hat später seinen ganz eigenen Reiz entfaltet.

Dividium ist eine Gesellschaft, die klar in drei Ebenen unterteilt ist: Unter-, Mittel- und Oberschicht – zwischen bitterer Armut und luxuriösem Reichtum. Diese Ungleichheit zieht sich gnadenlos durch alle Lebensbereiche.

Besonders erschütternd fand ich das Gefängnis Endlock. Auch hier gibt es Ränge und Klassen, sichtbar durch Farben und deutlich spürbar durch die Lebensbedingungen.

Unterer Rang: kaum Nahrung, keine Hygiene

Mittlerer Rang: bessere Versorgung und Briefkontakt zur Außenwelt

Oberer Rang: Luxus, Freiheiten und Privilegien

Das grausame Highlight: die Jagd, bei der Gefangene ums Überleben kämpfen, während Gäste der oberen Gesellschaft Credits zahlen, um daran teilzunehmen. Dieser Aspekt war brutal, verstörend und gleichzeitig unfassbar spannend.

Die erste Jagd war für mich eines der intensivsten Leseerlebnisse seit Langem. Ich hatte Herzklopfen, habe stellenweise die Luft angehalten und war komplett gefesselt.

Der Schreibstil ist düster, rasant, emotional und sehr bildhaft. Nach der anfänglichen Einfindungsphase war ich vollkommen in dieser Welt gefangen. Parallelen zu “Panem” oder “Squid Game” sind erkennbar, fühlen sich aber nicht kopiert an – vielmehr frisch und eigenständig.

Raven, unsere Protagonistin, hat mich tief beeindruckt. Sie gibt ihren Traum, Ärztin zu werden, auf, um für ihren Bruder Jed zu sorgen, nachdem ihre Eltern in Endlock ums Leben kamen. Um zu überleben, wird sie Kopfgeldjägerin – ein gut bezahlter, aber verachteter Beruf. Umso tragischer, dass sie schließlich selbst in Endlock landet, um Jed zu retten. Ihre Stärke, ihr Mut und ihre emotionale Tiefe haben sie für mich zu einer großartigen Hauptfigur gemacht.

Jed entwickelt sich vom ängstlichen jungen Mann zu jemandem, der Mut beweist und Verantwortung übernimmt. Seine Schuldgefühle gegenüber Raven haben mich sehr berührt.

Vale war von Beginn an mysteriös, anziehend und voller Geheimnisse. Die Spannung zwischen ihm und Raven war greifbar – ich habe jede gemeinsame Szene regelrecht inhaliert. Auch die Nebencharaktere waren facettenreich, mit Ecken und Kanten, manche liebenswert, manche nicht – genau das hat sie so real gemacht.

Die Spice-Szenen fügten sich für mich perfekt ein: prickelnd, leidenschaftlich, aber nie überladen oder dominierend. Sie waren ein gelungenes Beiwerk und haben die emotionale Tiefe der Geschichte verstärkt.

Das Ende war purer Nervenkitzel. Herzrasen, Atemaussetzer, Gänsehaut – ich war völlig fertig und wollte sofort wissen, wie es weitergeht. Dieses Buch hat mich nach anfänglicher Eingewöhnungsphase emotional und mental komplett abgeholt.

Fazit:

“To Cage a Wild Bird” ist eine düstere, spannende und emotionale Dystopie über Macht, Intrigen, Klassenunterschiede und den Kampf ums Überleben. Trotz einer kurzen Eingewöhnungsphase entfaltet sich eine faszinierende Welt, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich bin absolut begeistert und kann Band 2 kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

bot mir einige wunderschöne Highlights und hat mir neue Autor:innen nähergebracht

Meet Me Under the Mistletoe
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Zum Cover:

Schon optisch ist “Meet Me Under the Mistletoe” ein echtes Highlight. Das tiefgrüne Cover mit seinen goldenen Akzenten wirkt elegant und herrlich winterlich. Besonders der geprägte Titel hat ...

Zum Cover:

Schon optisch ist “Meet Me Under the Mistletoe” ein echtes Highlight. Das tiefgrüne Cover mit seinen goldenen Akzenten wirkt elegant und herrlich winterlich. Besonders der geprägte Titel hat es mir angetan – haptisch wunderschön, dazu glitzernd und funkelnd je nach Lichteinfall. Ein absolutes Highlight ist auch der traumhafte Farbschnitt, der das Buch im Regal zu einem echten Blickfang macht. Ein Cover, das sofort Lust auf gemütliche Weihnachtslesestunden weckt.

Meine Meinung:

“Meet Me Under the Mistletoe” versprach 24 (bzw. 25) romantische Kurzgeschichten für die Weihnachtszeit – perfekt portioniert für jeden Tag im Advent. Mit einer Mischung aus Romance, Fantasy, Queerness und Wintermagie war meine Erwartung hoch, besonders da mir die Adventskalenderbücher der letzten Jahre sehr gefallen haben.

Leider konnte mich diese Ausgabe nicht durchgehend überzeugen – auch wenn sie definitiv ihre Highlights hatte.

Diese Geschichten haben mich emotional abgeholt, berührt oder mir echtes Weihnachtsgefühl geschenkt:

A Second Chapter with You – Jennifer Wiley

Zweite Chancen, Wichtel, Kinder im Krankenhaus und leises Knistern. Sehr berührend erzählt und emotional tief für eine Kurzgeschichte.

Weihnachtszauber unter dem Mistelzweig – Sarah Saxx

Hotelsetting, ein überbelegtes Zimmer, ein Autor und eine schöne Überraschung. Stimmungsvolle Romantik pur.

Say it with Flowers – Christina Kaspar

Kleine Pechsträhnen, Weihnachtsmarkt und zwei Herzen, die zueinanderfinden. Wunderschön und gefühlvoll.

Silberne Tränen – Christian Handel

Queere Romantasy mit Tiefe: vergessene Vergangenheit, Spiegelstadt, Menschenwelt und eine Vernissage in einer Buchhandlung. Emotional und atmosphärisch stark.

Besonders schade fand ich, dass einige Stories eher wie Leseproben auf bestehende Romane der Autor:innen wirkten und kaum Raum ließen, um eine emotionale Bindung aufzubauen.

Fazit:

Meet Me Under the Mistletoe bot mir einige wunderschöne Highlights und hat mir neue Autor:innen nähergebracht, von denen ich definitiv mehr lesen möchte – darunter Christian Handel, Christina Kaspar, Jennifer Wiley und Sarah Saxx.

Insgesamt empfand ich dieses Adventskalenderbuch jedoch als schwächer und enttäuschender als die Ausgaben der letzten Jahre. Der weihnachtliche Zauber blieb für mich zu oft aus, viele Szenen waren schlicht zu kurz, um emotional wirklich anzukommen.

Trotzdem hatte das tägliche Lesen einer Kurzgeschichte seinen Reiz – und allein dafür hat sich das Buch gelohnt.

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen

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