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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2026

Für mich ein richtig starker Thriller mit Sogwirkung!

The Woman in Suite 11
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Zum Cover:

Für mich strahlt das Cover eine große Geheimnisvolligkeit aus. Es verrät kaum etwas und macht dadurch umso neugieriger. Wer ist diese Frau? Was ist in Suite 11 passiert? Und warum scheint alles ...

Zum Cover:

Für mich strahlt das Cover eine große Geheimnisvolligkeit aus. Es verrät kaum etwas und macht dadurch umso neugieriger. Wer ist diese Frau? Was ist in Suite 11 passiert? Und warum scheint alles so still und verlassen? Die klare, reduzierte Gestaltung unterstreicht die Spannung und lässt viel Raum für eigene Gedanken – ein Cover, das nicht laut sein muss, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Insgesamt ein sehr stimmiges, atmosphärisches Cover, das perfekt zum Genre passt und mich direkt dazu gebracht hat, das Buch in die Hand nehmen zu wollen. Genau diese leise, unheilvolle Neugier ist es, die mich sofort gepackt hat.

Meine Meinung:

Ohne große Erwartungen bin ich in diesen Thriller gestartet – vor allem, weil mir vorher gar nicht bewusst war, dass es sich um den zweiten Band handelt. Das hat dem Leseerlebnis aber überhaupt keinen Abbruch getan. Ruth Ware gelingt es sehr gut, wichtige Einblicke aus dem ersten Teil einzubauen, ohne dass man das Gefühl hat, etwas Entscheidendes verpasst zu haben. Im Gegenteil: Meine Neugier auf Band 1 ist dadurch sogar deutlich gewachsen.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Ich lernte schnell die Gegebenheiten sowie die Hauptprotagonistin Lo Blacklock kennen und bekam nach und nach ein gefestigtes Bild von ihr. Besonders ihre düstere Vergangenheit, die sie noch nicht vollständig verarbeitet hat, verleiht der Geschichte Tiefe. Gleichzeitig zeigt Ruth Ware eine sehr warme, fast schon beruhigende Seite von Lo: Ihr enges Verhältnis zu ihrem Mann und den Kindern ist liebevoll beschrieben und gibt ihr den Halt, den sie dringend braucht.

Im ersten Drittel passiert noch nicht allzu viel, doch das empfand ich nicht als störend. Vielmehr baut sich die Handlung gemächlich, aber interessant auf. Erste Fragen tauchen auf, die mich neugierig gemacht und an die Geschichte gebunden haben.

Ich habe das Buch parallel gelesen und gehört – und gerade das Hörbuch hat mich zeitweise richtig begeistert. Die Sprecherin hauchte den Figuren so viel Leben ein und kitzelte die Spannung wunderbar heraus. Der Schreibstil selbst ist flüssig und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Zwar gab es im ersten Drittel ein paar kleine holprige Stellen, doch das kenne ich bereits aus einem anderen Buch der Autorin und es hat mich nicht weiter gestört.

Ab etwa der Hälfte des Buches zog die Spannungskurve extrem an. Mein Kopf war voller Theorien, ich habe mitgefiebert und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen – Hochspannung pur.

Lo Blacklock empfand ich in manchen Situationen als etwas naiv, und sie setzt für ihr Handeln unglaublich viel aufs Spiel. Gleichzeitig habe ich sie genau dafür ein wenig bewundert. Ich selbst wäre vermutlich nicht so mutig gewesen, Cassie zu helfen und dies auch noch meinem Partner zu verschweigen.

Cassie war für mich eine besonders spannende Figur. Trotz allem, was sie durchgemacht hat, konnte ich ihr nicht vollständig glauben – aber ich konnte ihr Handeln auch nicht verurteilen. Ihre Figur ist facettenreich, ihre Entwicklung sehr gelungen. Auch wenn sie in der Geschichte eher den „bösen“ Part einnimmt, habe ich sie als extrem starken Charakter wahrgenommen, den ich überraschend gern mochte. Ich habe ohnehin oft ein kleines Herz für vermeintliche Bösewichte – wobei ich Cassie hier gar nicht eindeutig so nennen möchte.

Fazit:

Die Wendungen zum Ende hin hatten es in sich. Mein Kopf war ein einziger Gedankenknoten, und das Herzklopfen blieb bis zur letzten Seite. Ein intensives, spannendes Leseerlebnis, das mich vollkommen abgeholt hat.

Für mich ein richtig starker Thriller mit Sogwirkung!

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum

Mein Dezember mit dir
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Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken ...

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken lässt, macht das Buch zu einem echten Blickfang. Das sanfte Grün, durchzogen von funkelnden Lichtpunkten, Schneeflocken und einem Hauch von Magie, erinnert an einen leuchtenden Dezemberhimmel. Wunderschön harmoniert dazu der weiße, geschwungene Titelschriftzug, der sich elegant und weich in diese Farbwelt einfügt.

Im unteren Bereich öffnet sich eine romantische Winterkulisse: eine verschneite Brücke, ein alter Laternenmast und ein Paar, das sich liebevoll in den Armen hält. Dieser ruhige Moment voller Nähe verstärkt das warme, verträumte Gesamtgefühl des Covers.

Ein stimmiges, atmosphärisches Cover, das mich mit seinem perlmuttfarbenen Glanz und der winterlichen Gestaltung sofort angesprochen hat.

Meine Meinung:

“Mein Dezember mit dir” von Emily Stone hat mein Herz tief berührt – von der ersten Seite an wusste ich, dass mich hier eine ganz besondere Reise erwartet.

Lexie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Ihre offene, mutige Art zieht einen sofort hinein – auch wenn ich ihre kleinen Notlügen gegenüber ihrer Mutter und ihrer Freundin nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Besonders ihr Schmerz über die Trennung ihrer Eltern war greifbar und sehr berührend. Ebenso ihre innere Zerissenheit gegenüber ihrer Halbschwester Rachel, die eine ganz andere Version ihres gemeinsamen Vaters erlebt hat. Dies zu akzeptieren, fiel Lexie sichtlich schwer – und genau das machte sie menschlich.

Wunderschön zu beobachten war, wie zwischen den Schwestern Stück für Stück ein zartes Band entsteht. Ein Band, das aus Unsicherheit wächst, durch Verständnis stärker wird und irgendwann zu echter Nähe führt.

Rachel selbst ist eine sehr emotionale Figur, deren Trauer tief unter die Haut geht. Auch sie trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum und hofft zugleich – vielleicht sogar unbewusst – auf Unterstützung von Lexie. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich oft bewegt.

Theo hingegen steht als engagierter Mitarbeiter mitten im Druck der Firma. Er möchte Richards Erbe bewahren – koste es, was es wolle – und fühlt sich verpflichtet, seinen Platz gut auszufüllen. Lexies anfängliche Ablehnung gegenüber der Firma macht es ihm nicht leicht, und doch wächst zwischen ihnen langsam ein zarter Funken der Zuneigung. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig, natürlich und mit wunderbaren prickelnden Momenten.

Ein echter Herzenscharakter war für mich Ange – die gute Seele von R+L Travels. Sie hält alles zusammen, unterstützt jeden, und ohne es zu erzwingen, bringt sie Lexie und Theo durch liebevolle Schubs-Momente immer wieder auf den richtigen Weg.

Besonders gefallen haben mir die gemeinsamen Reisen nach Frankreich, Madrid und Island. Die Beschreibungen waren so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, gemeinsam mit Lexie durch kleine Gassen zu schlendern, neue Kulturen zu entdecken oder in einem Café innezuhalten. Diese Reiseelemente haben der Geschichte eine unglaublich lebendige Tiefe gegeben.

Auch das Treiben in der Firma selbst war spannend zu verfolgen. Zu sehen, wie Lexie sich immer mehr darauf einlässt, Verantwortung übernimmt und beginnt, sich um die Mitarbeiter zu sorgen, fand ich sehr authentisch. Ihre Entwicklung war nicht immer glatt, sondern geprägt von Ecken und Kanten – doch genau das macht sie so überzeugend.

Besonders berührt hat mich das Wunschglas, eine liebevolle Tradition zwischen Lexie und ihrem Vater Richard. So einfach, und doch so zauberhaft. Ein Glas voller kleiner Wünsche, Erinnerungen und Hoffnungen – ich kann mir gut vorstellen, selbst so ein Glas zu führen.

Das Buch ist kein klassischer Weihnachts- oder Winterroman, sondern begleitet seine Figuren über ein ganzes Jahr hinweg. Dadurch entsteht ein intensiver, natürlicher Verlauf, der Themen wie zweite Chancen, Trauer, Abschiednehmen und Neuanfänge sehr feinfühlig miteinander verbindet.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und vor allem emotional. Ich war beim Lesen komplett drin, habe mitgefiebert, mitgefühlt und an vielen Stellen innegehalten. Die Nebenfiguren fügen sich stimmig ein und geben der Geschichte zusätzlichen Tiefgang.

Diese Story hat mein Herz wirklich berührt – und ich denke, sie wird noch lange in mir nachklingen. Ich habe mich unglaublich wohl und angekommen in dieser Welt gefühlt und möchte definitiv mehr von der Autorin lesen.

Fazit:

Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum. Mit authentischen Charakteren, wunderschönen Reiseszenen und einer berührenden Familiengeschichte, die lange nachhallt. Das Wunschglas ist das besondere i-Tüpfelchen, das dieser Geschichte eine magische Note verleiht. Ein Buch, das mich tief berührt hat und das ich von Herzen weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

eine absolute Leseempfehlung mit Wholesome-Atmosphäre.

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Zum Cover:

Schon beim ersten Blick strahlt dieses Cover eine wunderbare Ruhe aus. Es wirkt leise, unaufgeregt und unglaublich gemütlich – genau so, wie man sich einen Wohlfühlroman für entspannte Lesestunden ...

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick strahlt dieses Cover eine wunderbare Ruhe aus. Es wirkt leise, unaufgeregt und unglaublich gemütlich – genau so, wie man sich einen Wohlfühlroman für entspannte Lesestunden wünscht.

Die sanfte Hintergrundfarbe harmoniert perfekt mit der liebevoll gestalteten Illustration und lässt alles wie aus einem Guss wirken. Nichts drängt sich in den Vordergrund, stattdessen lädt das Cover dazu ein, innezuhalten und einfach abzutauchen. Die Grafik hat etwas Verspieltes, ohne überladen zu sein, und unterstreicht diese warme, heimelige Atmosphäre, die sofort Lust aufs Lesen macht.

Für mich ist es ein wunderschönes Cover, das genau das transportiert, was ich mir von der Geschichte erhoffe: Ruhe, Herz und ein kleines Stück Cornwall-Gefühl zum Wegträumen.

Meine Meinung:

Schon die Grundidee dieser Geschichte hat mich sofort abgeholt: Eine Foodblogger-Journalistin im Mittelpunkt, kombiniert mit Küche, Restaurantalltag und dem idyllischen Setting Cornwalls. Genau mein Ding. Und ich kann direkt vorwegnehmen: Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und mir unglaublich viel Freude bereitet.

Der Plot rund um Sophie, ihre Arbeit als Foodjournalistin und alles, was mit Foodblogging und Kochen zu tun hat, war für mich absolut faszinierend. Ich habe es geliebt, den Tätigkeiten in der Küche zu folgen – so sehr, dass ich beim Lesen selbst sofort Lust bekam, Neues auszuprobieren. Mir lief mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen, denn die Gerichte sind so bildhaft beschrieben, dass ich sie förmlich vor mir sehen und fast riechen konnte.

Das Restaurant Smuggler’s Inn wurde derart lebendig dargestellt, dass ich das Gefühl hatte, mich darin blind zurechtzufinden. Besonders schön fand ich die Botschaft, dass kleine Erneuerungen oft schon ausreichen, um etwas wieder zum Laufen zu bringen – ohne alte Gegebenheiten und liebgewonnene Gewohnheiten komplett über Bord zu werfen, sondern sie behutsam zu integrieren.

Cornwall selbst ist ein absolutes Highlight: idyllisch, atmosphärisch und mit so viel Liebe beschrieben, dass ich mich gedanklich sofort in dieses Dorf versetzt habe. Ehrlich gesagt wollte ich dort am liebsten selbst einziehen.

Die urige, teils eigenwillige, aber durchweg liebenswerte Dorfgemeinschaft hat mich vom Fleck weg um den Finger gewickelt. Die Nebenfiguren mochte ich besonders gern – ich konnte sie mir perfekt an ihrem Stammtisch vorstellen, wie sie genüsslich essen und Neuerungen erst einmal skeptisch beäugen.

Sophie trägt ein schweres Päckchen: eine verlorene Kindheit, das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater ohne echte Versöhnung vor seinem Tod, eine frische Scheidung und die Angst, sich jemals wieder auf die Liebe einzulassen. All das machte sie für mich sehr greifbar und authentisch.

Ihre Tochter Riley tat mir unglaublich leid. Erst der Shitstorm um ihre Mutter, dann die Trennung der Eltern und schließlich der unfreiwillige Umzug von London nach Cornwall – weg von allem, was sie kennt und liebt. Ihre Entwicklung zu verfolgen, war für mich besonders berührend. Zu sehen, wie sie Stück für Stück in Cornwall ankommt und wieder Lebensfreude findet, ging mir sehr ans Herz.

Tanya, Sophies Mutter, ist eine absolute Herzensfigur. Warmherzig, humorvoll und einfach liebenswert – allein die Geschichte mit den Haschkeksen in der Seniorenresidenz hat mich schmunzeln lassen. Sie weckte in mir den Wunsch nach genau so einer Oma, was mich gleichzeitig auch sehr emotional berührt hat.

Und dann ist da Lennox. Der Koch des Smuggler’s Inn. Anfangs etwas griesgrämig, aber mit einem unglaublich weichen Kern – und ja, auch optisch alles andere als uninteressant. Ich habe mich immer mehr in ihn verliebt. Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Sophie entwickelt sich langsam, gefühlvoll und sorgt für Herzklopfen, Prickelmomente und diese ganz besondere Spannung zwischen den Zeilen.

Die Geschichte wird überwiegend aus Sophies Perspektive erzählt, zwischendurch aber auch aus der Sicht anderer Figuren. Das hat mir sehr gefallen, da ich so einen tieferen Einblick in verschiedene Gefühlswelten bekommen habe. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und so atmosphärisch, dass ich mich beim Lesen gefühlt habe, als wäre ich selbst Teil der Dorfgemeinschaft.

Besonders spannend fand ich den Aspekt rund um Medien, Shitstorms und deren Auswirkungen. Sophie verliert nach einer ehrlichen – vielleicht etwas zu harten – Restaurantkritik ihren Job und sogar ihre eigene Show. Ihr verletztes Herz sprach in diesem Moment aus ihr. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, was öffentliche Verurteilung mit einem Menschen machen kann und wie schwer, aber auch heilsam ein Neuanfang sein kann.

Fazit:

A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe ist für mich eine absolute Wohlfühlgeschichte mit Tiefe. Es geht um Verletzungen, Neuanfänge, Shitstorms im Medienbereich, Liebe und tiefe Freundschaften – eingebettet in eine warmherzige Dorfgemeinschaft, in der ich selbst nur zu gern leben würde.

Von Anfang bis Ende war ich vollkommen in der Geschichte versunken und nur ungern habe ich mich am Ende von all den liebgewonnenen Figuren verabschiedet. Auch wenn ich traurig war, Cornwall zunächst verlassen zu müssen, hat mir das Ende sehr gut gefallen. Umso größer ist nun meine Vorfreude auf Band 2 dieser Trilogie.

⭐ 5 von 5 Sternen – eine absolute Leseempfehlung mit Wholesome-Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

3,5 von 5 Sternen für einen unterhaltsamen Liebesroman mit Urlaubsflair.

Wiedersehen mit Herznote
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Zum Cover:

Für mich ist dieses Cover ein echtes Wohlfühlbild: eine wunderschöne Landschaft, die zum Träumen einlädt und sofort Lust macht, dem Alltag zu entfliehen. Es verspricht Emotionen, Nähe und Herzensmomente ...

Zum Cover:

Für mich ist dieses Cover ein echtes Wohlfühlbild: eine wunderschöne Landschaft, die zum Träumen einlädt und sofort Lust macht, dem Alltag zu entfliehen. Es verspricht Emotionen, Nähe und Herzensmomente und passt damit perfekt zu einem Roman, der offenbar von Wiederbegegnungen, Gefühlen und inneren Reisen erzählt. Allein das Betrachten weckt Fernwehfeeling pur und macht neugierig auf die Geschichte, die sich hinter dieser Kulisse verbirgt.

Meine Meinung:

Mit großer Vorfreude habe ich zu „Wiedersehen mit Herznote“ gegriffen, denn ich war sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Endlich durfte ich Mira und Alessandro wiedersehen und erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Nach einem kurzen Prolog als Rückblende knüpft die Geschichte nahtlos an Band eins an – und ich war sofort wieder mitten im Geschehen. Vertraute Orte und Erinnerungen kamen direkt zurück, was mir besonders gut gefallen hat.

Die Landschaftsbeschreibungen sind erneut wunderschön und schaffen eine dichte, bildhafte Atmosphäre. Beim Lesen fühlte es sich an, als würde ich selbst Sirmione am Gardasee erkunden. Ein absoluter Lesegenuss mit starkem Urlaubsfeeling.

Besonders schön fand ich das zarte Band der frischen Liebe zwischen Mira und Alessandro. Vorsichtig nähern sich die beiden an, während Mira noch sehr mit den Verletzungen aus ihrer Beziehung mit Max kämpft. Ihre Zurückhaltung schenkte mir viele echte Herzklopfmomente.

Gleichzeitig wurde das Bild der verletzten Mira sehr häufig wiederholt. Immer wieder fragte ich mich, warum sie trotz neuer Gefühle nicht loslassen kann. Die ständigen Vergleiche zwischen Max und Alessandro wirkten auf mich mit der Zeit etwas ermüdend, auch wenn sie inhaltlich nachvollziehbar sind.

Die tiefsinnigen Gespräche regten mich oft zum Nachdenken an und wurden durch humorvolle Dialoge angenehm aufgelockert. Schön eingebaut sind auch kleine Wissensmomente aus der Natur, die durch Alessandros Beruf als Biologe einfließen.

Der Schreibstil ist frisch und flüssig, man fliegt durch die Seiten, auch wenn ich zwischendurch bewusst innehalten musste, um das Gelesene wirken zu lassen.

Miras wiederkehrende Gedankenspiralen und Panikattacken waren mir auf Dauer etwas zu häufig und ausführlich beschrieben. Zudem wirkten einige Szenenübergänge sehr abrupt – etwa bei wichtigen Ereignissen, die plötzlich vorbei waren, ohne dass man sie richtig miterlebt hat.

Auch Miras starker Wunsch nach einer eigenen Familie ging mir persönlich etwas zu schnell, da sie emotional noch mitten in einem Neubeginn steckt.

Das Ende war emotional, ließ für mich jedoch einige zentrale Fragen offen – besonders rund um das geplante Kinderdorf und familiäre Begegnungen, die ich gern miterlebt hätte.

Fazit:

Insgesamt hat mir dieser zweite Band “Wiedersehen mit Herznote” gefallen, wirkte auf mich jedoch etwas schwächer als der erste. Trotz kleiner Schwächen bleibt es ein emotionaler Roman mit Tiefgang, wunderschöner Kulisse und vielen intensiven Momenten.

⭐ 3,5 von 5 Sternen für einen unterhaltsamen Liebesroman mit Urlaubsflair.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

5 von 5 Sternen für diese gelungene Geschichte mit Herzmomenten und liebevollen Liebesgeständnissen.

Winterknistern auf Schottisch
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Zum Cover:

Schon beim ersten Blick auf das Cover von „Winterknistern auf Schottisch“ stellt sich dieses leise, warme Gefühl ein. Der Hintergrund ist für mich das absolute Highlight: weich, verträumt und ...

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick auf das Cover von „Winterknistern auf Schottisch“ stellt sich dieses leise, warme Gefühl ein. Der Hintergrund ist für mich das absolute Highlight: weich, verträumt und romantisch in seiner Farbgestaltung. Die kühlen Mint- und Türkistöne werden durch zarte florale Elemente und Schneeflocken ergänzt und versprühen sofort winterliche Wohlfühlatmosphäre.

Besonders interessant finde ich die Illustration des Paares im Vordergrund. Eigentlich bin ich kein großer Fan von gezeichneten Figuren ohne Gesicht, doch hier wirkt genau das unglaublich stimmig. Die reduzierte Darstellung lenkt den Blick auf Nähe, Geborgenheit und Emotionen – ganz ohne Worte. Die liebevolle Körperhaltung, die Winterkleidung und die zarte Farbwahl erzählen ihre eigene kleine Geschichte und lassen viel Raum für Fantasie.

Meine Meinung:

“Winterknistern auf Schottisch” ist bereits der siebte Band der „Liebe in Loch Ness“-Reihe, lässt sich aber völlig unabhängig lesen. Für mich war es das erste Buch der Reihe – und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil: Die Geschichte hat in mir sofort die Neugier geweckt, auch die anderen Bände lesen zu wollen, besonders die von Deirdre. Eine winterliche Lovestory in Schottland, die mein Herz berührt und mir viele wohlige Lesestunden geschenkt hat.

Maggy sieht sich selbst als Nerd, kleidet sich unauffällig und fühlt sich am wohlsten auf Online-Gaming-Plattformen. Beruflich arbeitet sie im Personalwesen – ein Job, den sie hasst, den sie aber aus finanziellen Gründen und vor allem aus Rücksicht auf die Erwartungen ihres Vaters ausübt. Eigentlich träumt sie von etwas Kreativem, doch den Mut, sich von seinem Wunsch zu lösen, konnte sie bisher nicht aufbringen. Besonders ihr unterkühltes Verhältnis zu ihrem Vater ging mir sehr nahe: Nach dem Tod ihrer Mutter fehlt ihr jeglicher Halt, Liebe oder Anerkennung. Egal, was sie tut – sie scheint ihm nie zu genügen. Das tat beim Lesen wirklich weh.

Umso erleichterter war Maggy, dass ihre Freundin Deirdre sie nicht dazu zwingt, ihr Versprechen einzulösen, mit ihr shoppen zu gehen – denn Maggy hasst Shopping. Stattdessen lädt Deirdre sie spontan übers Wochenende nach Schottland ein. Eine Einladung, die für Maggy mehr verändert, als sie je erwartet hätte.

Lewis ist ebenfalls ein Nerd, arbeitet in der IT-Branche und entwickelt Computerspiele. Nach außen wirkt er wie ein arroganter, zerstreuter Freigeist mit deutlichen Spice-Vibes. Er ist Single, glaubt nicht mehr an die Liebe und lenkt sich mit wechselnden Bettgeschichten ab. Beruflich steckt er allerdings in einer kreativen Krise. Sein Freund Stuart (Deirdres Partner) rät ihm, für eine Weile komplett auf Frauen zu verzichten, um seine Kreativität wieder anzukurbeln. Genervt von den ständigen Ratschlägen schlägt Lewis auf eine Challenge ein: drei Monate kein sexueller Kontakt. Direkt nach der Zusage bereut er sie – und genau da nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Die erste Begegnung zwischen Maggy und Lewis ist herrlich skurril – die zweite, bei der Maggy sich ausgerechnet bei ihm um einen Job bewirbt, noch mehr. Anfangs ist Maggy extrem nervös, doch sobald sie etwas auftaut, entstehen wunderbare, spitze Dialoge, bei denen ich mehrfach schmunzeln musste.

Besonders gefallen hat mir Maggys Entwicklung: Ihr Mut, London hinter sich zu lassen und in Schottland neu anzufangen – und das auch noch in einem völlig anderen Job – ist beeindruckend. Trotz ihrer schwierigen Kindheit und des lieblosen Elternhauses wirkt sie unglaublich stark. Mit jeder Seite wird sie selbstbewusster, findet zu sich selbst und lernt sogar, ihrem Vater endlich Grenzen zu setzen.

Lewis wiederum entpuppt sich hinter seiner lockeren, fast chaotischen Fassade als vielschichtiger Charakter. Sein Job war spannend zu verfolgen, und ich habe es geliebt, ihn gedanklich nach Tokio und auf die Malediven zu begleiten. Diese Einblicke haben der Geschichte zusätzlich Tiefe gegeben.

Die Nebencharaktere bestehen größtenteils aus glücklichen Paaren aus den vorherigen Bänden. Auch wenn man deren Vorgeschichten nicht kennt, fügen sie sich harmonisch ein und machen Lust, ihre eigenen Geschichten kennenzulernen.

Die Handlung spielt im winterlichen Schottland, ist aber zu jeder Jahreszeit wunderbar lesbar. Die Atmosphäre ist warm, gefühlvoll und lädt zum Abschalten und Genießen ein.

Der Schreibstil ist locker, frisch und sehr flüssig. Das Buch liest sich schnell weg und bietet pure Wohlfühllektüre. Besonders gefallen hat mir, wie zart und glaubwürdig sich das Band zwischen Maggy und Lewis entwickelt. Das langsame Kennenlernen, die leisen Herzklopfmomente und das zunehmende Knistern waren einfach wunderschön.

Ganz ohne seitenlange Spice-Szenen entfaltet die Geschichte eine enorme romantische Wirkung – genau mein Geschmack.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Darstellung von Maggys schlimmstem Vorgesetzten in London und dessen Verhalten gegenüber Deirdre wurde mir etwas zu häufig betont. Wenn man den vorherigen Band nicht kennt, entsteht kurz das Gefühl, einen Teil der Geschichte verpasst zu haben.

Fazit:

“Winterknistern auf Schottisch” ist eine gefühlvolle, unterhaltsame und romantische Lovestory, die das Herz zum Schmelzen bringt. Die Charaktere entwickeln sich glaubwürdig weiter, die Dialoge sind charmant und das Knistern zwischen Maggy und Lewis wächst ganz wunderbar – leise, intensiv und voller Emotionen.

⭐ 5 von 5 Sternen für diese gelungene Geschichte mit Herzmomenten und liebevollen Liebesgeständnissen.

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