Obacht! Ein Buch von Kerstin Hau illustriert von Stella Dreis.
Wie bereits auf dem Cover zu sehen, ist das Buch in einer angenehmen A4 Größe durchweg in schwarz, weiß und orange gestaltet.
Die Figuren ...
Obacht! Ein Buch von Kerstin Hau illustriert von Stella Dreis.
Wie bereits auf dem Cover zu sehen, ist das Buch in einer angenehmen A4 Größe durchweg in schwarz, weiß und orange gestaltet.
Die Figuren sind speziell und reichen von menschenähnlicher Gestalt bis zu Fantasiewesen. Die großen Bilder und deren Aufteilung mit wenig Text darunter machen das Lesevergnügen spannend. Die Bilder sind oftmals so gestaltet, dass viel Raum für eigene gedankliche Weitergestaltung bleibt.
Schwierig ist es die Geschichte, ohne die Bilder zu lesen, da sie sehr darauf abgestimmt sind. Sprachlich sind dadurch die wörtlichen Reden herausfordernd bei der Zuordnung ohne Bild. Aus diesem Grund bietet sich beim Vorlesen das Buch zum zusätzlichen Gespräch über die Geschichte an.
Literarisch, kunstvolle Begriffe, wie - „birst“ - oder „lüpft“ setzt ganz gewiss eine Erklärung von Erwachsenen für die Kinder voraus.
Die Illustrationen geben, besonders am Ende der Geschichte viel Raum zum Entdecken. Auf wen hier genau Obacht! gegeben werden sollte, ist nicht ganz eindeutig zu erkennen aber die kleinen Entdecker werden beim Vorlesen ganz genau wissen, um wen es sich handelt. Die Geschichte ist mit Tiefgang geschrieben und zeigt, wie wichtig es ist das Gespräch mit anderen zu suchen, um einfache schnelle Lösungen herbeizuführen, die ohne Gespräch und mit Angst viel mehr Kraft und Zeit kosten, als nötig wäre.
Im Gesamten liegt hier ein Kinderbuch vor, was pädagogisch und künstlerisch empfohlen werden kann.
Ein hellblaues Buch im A4 Format, mit bunten, großen Buchstaben, verspielt, farbig gemalt, wie die Blumen, die die Umschlagsseiten säumen.
Auf den ersten Blick vermutet der Leser, ein Kinderbuch, das ...
Ein hellblaues Buch im A4 Format, mit bunten, großen Buchstaben, verspielt, farbig gemalt, wie die Blumen, die die Umschlagsseiten säumen.
Auf den ersten Blick vermutet der Leser, ein Kinderbuch, das von gegenseitigen Respekt erzählt.
Der Titel: LOVE AND BE LOVED, den die Autorin Cleo Wade ausgesucht hat, führt die Anmerkung * meine Wünsche für dich.
Das Buch ist in erster Linie entstanden, mit dem Gedanken, den Inhalt ihren Töchtern bereitzustellen - diesen ist auch das Buch gewidmet.
Gefüllt von ganz vielen Wünschen, die mit dem Wort MÖGE beginnen, reihen sich hier Seite an Seite immer mehr tiefgehende Überlegungen an, die den Leser zum Staunen bringen, was alles noch gesagt werden will und im Buch einfließt.
Die künstlerische Gestaltung fängt schon dabei an, dass nur Großbuchstaben für die Wörter genutzt werden. Jeder Satz ist mit passenden Illustrationen untermalt, die Farben intensiv, die ein weites Spektrum von Seite zu Seite abdecken.
Durch die Größe des Buches mit vergleichsweise wenig Text, bleibt viel Platz diesem Buch individuell kreativ eine eigene Note mit eingeklebten Bildern, zusätzlich notierten Gedanken, Texten oder Erinnerungen zu verleihen.
Dieses Buch ist geeignet, um jemanden, der dem Leser sehr am Herzen liegt, liebevolle Wünsche zu überbringen. In erster Linie sicherlich für Eltern an deren Kinder, aber auch für jeden anderen, der seinem gegenüber Wertschätzung entgegenbringen will und dieses Buch als Sprachrohr nutzen möchte, für all das, was wir oft im Innersten spüren aber selbst nicht dem anderen zu sagen schaffen.
Ein Geschenkbuch für jegliche Anlässe des Lebens, bereichernd und mit klarer Botschaft - möge die Person, die das hier liest auch die Worte auf der letzten Seite im Herz entdecken.
Spunkifex erfindet Tiere von Birgit Fuchs, lässt schon auf dem Cover lustige Ideen vermuten. Die Illustrationen von Heike Georgi sind witzig ansprechend, schon allein durch die großen Augen, die so freundlich ...
Spunkifex erfindet Tiere von Birgit Fuchs, lässt schon auf dem Cover lustige Ideen vermuten. Die Illustrationen von Heike Georgi sind witzig ansprechend, schon allein durch die großen Augen, die so freundlich schauen und in Kombination des Gesichtes, die Emotionen vom Text in der Geschichte widerspiegeln.
Der Text ist in Reimform geschrieben, was für Kinder sehr ansprechend ist. Bei jedem neuen Tier, was Spunkifex erfindet, beginnt und endet jede einzelne Tiererfindung mit den gleichen Worten und auch optisch können Kinder dies erkennen. So ist das Wort ERFINDEN in Großbuchstaben und in schwarz-weiß, schraffiert hervorgehoben. Dies alles macht das Buch lesenswert und interessant.
Tatsächlich war für uns weniger ansprechend, die inhaltliche Formulierung zu den erfundenen Tieren, die nur wage in Kombination mit einem Foto als skizzierte Comic Figur nur in Ansätzen dargestellt wurden. Das hat uns von der Gestaltung her nicht gefallen. Die Erwartung an das Buch wurden dadurch nicht erfüllt, weil wir gespannt auf die erfundenen Tiere waren und etwas enttäuscht, dass wir diese so nicht bildlich anschauen konnten. Verständlicherweise soll durch die Gestaltung im Buch die Fantasie der Kinder angeregt werden. Ich finde das einen guten Ansatz, hat jedoch pädagogisch bei uns nicht so sehr den Anklang gefunden und meine Kinder, wie auch mich überzeugt. Das Buch ist handlich und für unterwegs gut geeignet, deshalb ist es trotzdem eine Empfehlung, solch ein Buch in Situationen nutzen zu können, wenn man mal wieder eine Wartezeit zu überbrücken hat. Da mag dieses Buch seine wahre Bestimmung finden, als Gutenachtgeschichte ist es nicht geeignet, wovon aber auch nicht die Rede war, ich jedoch darauf hinweisen möchte.
Eine Altersempfehlung kann ich für Kinder ab drei Jahren aussprechen und darf sich sogar bis zum Ende der Grundschulzeit ziehen
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat, von Marc-Uwe Kling ist wieder mal ein spaßig gelungenes Kinderbuch, das den turbulenten Familienalltag bei einem Ausflug zum Thema hat. Für Eltern zum ...
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat, von Marc-Uwe Kling ist wieder mal ein spaßig gelungenes Kinderbuch, das den turbulenten Familienalltag bei einem Ausflug zum Thema hat. Für Eltern zum Vorlesen und geeignet zum Selberlesen ab acht Jahren.
Auch wenn die Illustrationen von Astrid Henn nicht ganz meinen Geschmack treffen, sind sie trotzdem super passend und witzig getroffen, um alle Emotionen der Familienmitglieder auszudrücken. Mit Sprechblasen und sehr abwechslungsreich angeordnet, werden einzelne Personen illustriert. Bereits die ersten Illustrationen - was es da ulkiges zu entdecken gibt - vor Beginn der Geschichte, finden sich im Textverlauf wieder.
Die fünfköpfige Familie nebst Oma und Opa wollen zur Großtante Ilse fahren, die zum vierten Mal heiratet. Die Vorbereitungen und Start der Fahrt nach Wuppertal, wo die Großtante wohnt, gestalten sich sehr turbulent und sind mit Witz und gekonntem Wortspiel vom Autor niedergeschrieben. Durch die Unterhaltung der Familienmitglieder erfährt der Leser so einiges von Erlebnissen und Charakterzügen der anderen. Durch den Titel lässt sich bereits erahnen was auf der Fahrt passiert und das Titelbild bringt den Inhalt des Buches gut und detailreich zum Ausdruck.
Durch Wiederholungen eines Satzes vom Opa gewinnt dieses Buch nochmal mehr an Spaß und Charme.
Alle Familien, die Marc-Uwe Kling seine Bücher lieben, sollten dieses Buch nicht verpassen und alle Kinder, die diesen Autor noch nicht kennen, sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen, um die eigene Familie an diesem Lesespaß teilhaben zu lassen. Viel Vergnügen!
Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann ist wie manche behaupten definitiv kein Sachbuch, sondern tatsächlich ein Roman, wie es auch auf dem Cover zu lesen ist. Darauf ein Treppenhaus in dunkleren Farben ...
Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann ist wie manche behaupten definitiv kein Sachbuch, sondern tatsächlich ein Roman, wie es auch auf dem Cover zu lesen ist. Darauf ein Treppenhaus in dunkleren Farben gehalten, auch wenn durch das Fenster Licht flutet, bleibt eine düstere Ecke. Hier sei schon jetzt unbedingt eine Triggerwarnung gesetzt, da schon allein der Titel ausreichen kann mit dem Thema des Buches seine Probleme zu bekommen. So auch beim Cover mit der grünen Farbgebung des Titels, die sich am Fluchtschild wiederfindet und mit dem Inhalt des Buches eine tiefe Bedeutung bekommt.
Das Buch handelt von einem Autor, der zu der Idee, selbst ein Buch über ein Erlebnis in seiner Kindheit zu schreiben, parallel vom „Kritiker“ kontaktiert wird, um zu dem selbigen Ereignis Informationen zu geben, da dieser ein Theaterstück aufführen will.
Das Setting umfasst zwei Zeitschienen. Der Leser begleitet den Autor bei seinen Überlegungen und Vorbereitungen sowie Erinnerungen zum Schreiben des bestimmten Buches mit brisantem Inhalt und bei der Reise, den Kritiker zu treffen und sich dessen Theaterstück anzuschauen. Das Hadern und die Bedenken, das sensible Abwägen, die emotionale Verfassung wird vom Autor Kaleb Erdmann, sehr einfühlsam und mit literarischer Glanzleistung beschrieben. Der Roman ist eine fiktive Autobiografie, die meisterhaft gekonnt zu Papier gebracht wurde. Dabei hat es Kaleb Erdmann geschafft, Fakten und literarische Verbindungen zu anderen Werken einzubeziehen, sowie die Reaktionen von Lesern auf die bisher vorhandenen Werke. Er hat es geschafft, ohne Wertung und doch informativ und klar fokussiert, die Stimmung wiederzugeben, die nach Erscheinen der Bücher, auf die er Bezug nimmt, stattgefunden hat.
Gut gekonnt bezieht er reale Personen mit Namen ein, die auch für die Öffentlichkeit Bekanntheit erlangt haben und schafft damit extrem viel Realität zum Thema. Schon zu Beginn des Buches wird der Leser mit dem erschütternden Ereignis des Amoklaufs am Erfurter Gutenberg Gymnasium im Jahr 2002 konfrontiert.
Das Buch, die Ausweisschule enthält viel Bezug zu Fakten, Schriften, Berichten, zu realen Orten, wie auch Menschen und hat durchaus den Charakter eines Sachbuchs, jedoch steht die Handlung und die Beschreibung vom Leben des Autors, dessen beruflichen Werdegangs und seiner Vorhaben sowie die Schilderung des familiären Umfeldes im Vordergrund, was das Buch von der Handlung eindeutig zu einem Roman macht. Die schweren Themen werden durch Situationen des Alltags mit der Freundin Hatice aufgelockert, und manchmal kann man sogar bei diesem Buch mit so tiefem und schweren Inhalt schmunzeln und lächeln. Dies tröstet beim Gesamtwerk über hier nicht nennenswerte kleine Stolperstellen hinweg, die maximal Betroffen oder Erfurter Lesern auffallen könnten. Dennoch bleibt eine Frage dabei auch offen - Schneiden Hausmeister von Schulen wirklich im Winter die Büsche - bei eisiger Kälte und schneebedecktem Boden?
Das Buch lässt sich am Stück durchlesen, es fesselt ungemein, und weckt das Interesse, macht neugierig und die dabei entstehenden Fragen wollen beantwortet werden.
Dieses Buch ist mittlerweile für den deutschen Buchpreis 2025 nominiert und hat nicht nur deshalb das Potenzial von einer Bandbreite von Menschen gelesen zu werden, sondern weil das Thema an sich leider nicht Vergangenheit ist, da sich Amokläufe in Deutschland und der Welt seitdem immer wieder ereignet haben und vor allem für Menschen, die ein solch schlimmes Ereignis erlebt und überlebt haben oder Bezug dazu hatten, oftmals diese Vergangenheit weiterhin im Leben präsent ist. Dieses Buch ist kein Ratgeber oder Lösungsvorschlag und wird auch solche Ereignisse nicht verhindern können, doch es sensibilisiert mit einer gekonnten literarischen Leistung, uns alle, das Leben und unser Miteinander wertzuschätzen.