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Veröffentlicht am 10.04.2018

Ann Kathrin unter Mordverdacht

Ostfriesentod
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Schon der 11. Fall für Ann Kathrin Klaasen, aber dieses Mal ist alles ganz anders! Irgendjemand nutzt ihre Identität, um krumme Dinger zu drehen und ihren guten Ruf zu ruinieren und Ann Katrin findet ...

Schon der 11. Fall für Ann Kathrin Klaasen, aber dieses Mal ist alles ganz anders! Irgendjemand nutzt ihre Identität, um krumme Dinger zu drehen und ihren guten Ruf zu ruinieren und Ann Katrin findet sich plötzlich auf der anderen Seite im Verhörraum wieder – als Mordverdächtige! Es geschehen unerklärliche Selbstmorde und allerlei Merkwürdigkeiten, die ich aber nicht verraten will. Ann Katrin Klaasen muss in diesem Fall fast schon die Rolle einer Nebendarstellerin einnehmen, denn die Hauptrolle besetzt „der Bösewicht,“ aber wer sie kennt weiß, dass es ihr in den wenigsten Fällen wirklich gelingt, ihre allgegenwärtige Präsenz wirklich zurückzunehmen.



Nach 7 Bänden der Ostfriesenreihe nonstop brauchte ich eine kleine Ostfriesenpause und der 11. Band kam gerade recht zum Wiedereinstieg. Es war eigentlich wie auf einem Klassentreffen: im übertragenen Sinne lange nicht gelesen und doch wiedererkannt. Ich mag den Schreibstil von Klaus-Peter Wolf sehr. Er versteht es, den Spannungsbogen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, so dass keine Langeweile aufkommt und die Neugierde bestehen bleibt. Und das alles, ohne dass das Blut schon aus den Buchseiten tropft. Dabei wirkt seine Handlung trotz aller Ermittlungshektik auf mich immer so herrlich entschleunigend – zurücklegen und einfach genießen; dazu noch die Beschreibungen von Land und Leuten, das ist mein Wohlfühlkrimi. Ein bisschen zu meckern habe ich allerdings doch noch: ein bisschen weniger Werbung für ortsansässige Lokalitäten wäre immer noch ausreichend. Die geballte Ladung männlicher Naivität war mir dann doch zu viel; gleiches gilt für Ruperts Macho-Gehabe und Verhaltensweisen. Im realen Leben hätte die eine oder andere Aktion sicherlich schon rechtliche Konsequenzen gehabt.

Insgesamt gesehen hat mir das Buch wieder gut gefallen und mich am Ende doch überraschen können, daher vergebe ich 4 Sterne

Veröffentlicht am 10.04.2018

von bodensteins persönlichster Fall

Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
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Schon der Prolog macht neugierig und veranlasst zu jeder Menge Mutmaßungen über das "Wer" und "Warum".

Was scheinbar als Wohnwagenbrand mit Leiche beginnt entwickelt sich zum Mordfall, der nicht der letzte ...

Schon der Prolog macht neugierig und veranlasst zu jeder Menge Mutmaßungen über das "Wer" und "Warum".

Was scheinbar als Wohnwagenbrand mit Leiche beginnt entwickelt sich zum Mordfall, der nicht der letzte bleiben wird...

Oliver von Bodenstein und Pia Sander finden sich in einer Mordserie wieder, die darüber hinaus in Verbindung zu einem ungelösten Fall aus Olivers Kindheit steht, als nämlich sein bester Freund Arthur und mit ihm sein zahmer Fuchs Maxi spurlos verschwanden.

Im Fokus der Ermittlungen standen/stehen damals wie heute seine Klassenkameraden. Den Dorfbewohnern ist das Aufwärmen der alten Geschichte ein Dorn im Auge und es wird gemauert. Trotzdem gelingt es dem K11-Dreamteam, einige Puzzleteilchen zusammen zufügen. OvB wird allerdings immer mehr mit dem Problem konfrontiert, dass er aufgrund seiner persönlichen Betroffenheit nicht mehr so neutral an die Ermittlungen herangehen kann, wie es eigentlich der Fall sein sollte, was ihm auch zusehends mehr und mehr zu schaffen macht.

Nele Neuhaus versteht es wieder, einen spannenden Handlungsbogen aufzubauen - immer wieder werden geschickt neue Spuren gelegt, die zu weiteren möglichen Verdächtigen führen könnten und das Kopfkino kennt kein Halten mehr... Der Mittelteil verläuft leider etwas schleppender, dafür versüßt das Ende den kleinen "Hänger" wieder mit einem überraschenden Ende.

Das Personenverzeichnis habe ich in diesem Fall sehr oft nutzen müssen, denn die Vielzahl der Akteure, die darüber hinaus alle irgendwie miteinander verheiratet, verschwägert, verwandt, ver"ext" oder sonstwie verbandelt waren, hat mich dann doch etwas überfordert. Daneben gab es mir diesmal auch zu viele Nebenschauplätze, die nichts für die Geschichte getan haben - aber vielleicht war das ja gerade gewollt, um die Verwirrung bei der Suche nach dem Täter/der Täterin noch etwas zu steigern.

Trotz des kleinen Punktabzuges gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung

Veröffentlicht am 10.04.2018

Die Seelenfischer

Die Seelenfischer
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Ein vielversprechender Beginn mit dem Prolog vor mehr als 300 Jahren und dem anschließenden sensationellen Fund von geheimnisvollen kirchlichen Dokumenten.

Lukas, ein junger Jesuit, soll diese in Sicherheit ...

Ein vielversprechender Beginn mit dem Prolog vor mehr als 300 Jahren und dem anschließenden sensationellen Fund von geheimnisvollen kirchlichen Dokumenten.

Lukas, ein junger Jesuit, soll diese in Sicherheit bringen und gerät dabei selbst in Gefahr, denn auch andere Subjekte wollen in den Besitz dieser brisanten Unterlagen kommen. Zudem zieht er auch noch seine Zwillingsschwester Lucie sowie Rabea, ihre Freundin sowie seine Jugendliebe, mit in seinen abenteuerlichen Auftrag.

Was zunächst spannend begann wird leider immer wieder durch nebensächliche Schilderungen unterbrochen. Immer, wenn die Handlung gerade wieder Fahrt aufgenommen hat, gibt es einen Nebenschauplatz, der in den Mittelpunkt gerückt wird und somit den gerade entstandenen Spannungsbogen wieder durchtrennt. Eigentlich ist das sehr schade, denn es gibt durchaus ausbaufähige Passagen und auch die historischen Hintergrundinformationen sind sehr aussagekräftig und informativ. Auch die 3 Protagonisten sind sehr sympathisch und die Wortwechsel zwischen Lukas und Rabea waren immer sehr unterhaltsam.

Nach der Inhaltsangabe bin ich davon ausgegangen, dass in diesem Thriller im Vordergrund die kirchlichen Dokumente stehen. Diese tauchen natürlich immer mal wieder auf, gehen aber im allgemeinen Handlungsdurcheinander unter. Nach meinem Eindruck hat sich Hanni Münzer nicht entscheiden können, welchem Thema sie den Vortritt lassen soll: den Dokumenten oder der wieder aufkeimenden Liebesgeschichte zwischen Lukas und Rabea, also hat sie versucht, beide Genres zu bedienen, leider nicht sehr erfolgreich. Viele Situationen sind mir viel zu realitätsfern und an den Haaren herbeigezogen, vieles wird nur angedeutet und es bleiben Fragen offen (vielleicht aber auch bewusst im Hinblick auf die folgenden Bände?) und es werden mir zu viele Klischees bedient.

Das Ende fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe den Eindruck, als ob man hier einen dicken Wälzer in 4 handliche Teile geschnitten und einzeln verpackt hat. Aber meine Neugierde haben die Folgebände leider nicht geweckt - eher im Gegenteil.

Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergebe

Veröffentlicht am 10.04.2018

Die Zutaten zum Glück muss jede/r für sich selbst finden

Die Zutaten zum Glück
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Olivia ist eine mit Preisen ausgezeichnete Patissiere in Top-Anstellung. Nach einem unglücklichen Unfall während einer Veranstaltung flüchtet sie Hals-über-Kopf zu ihrer besten Freundin in ein Provinznest. ...

Olivia ist eine mit Preisen ausgezeichnete Patissiere in Top-Anstellung. Nach einem unglücklichen Unfall während einer Veranstaltung flüchtet sie Hals-über-Kopf zu ihrer besten Freundin in ein Provinznest. Während ihrer aufgezwungenen Auszeit hat sie viel Zeit, um über sich und ihr Leben nachzudenken und ihr wird klar, dass ihr Beruf bislang ihr einziger Halt und Lebensinhalt war. Aber Olivia passt sich schnell den örtlichen Gegebenheiten an und findet nicht nur einen neuen Job sondern auch Freunde, familiären Anschluss und natürlich auch eine neue Liebe und erkennt letztendlich, dass sie hier gefunden hat, wonach sie seit dem Tod ihres Vaters auf der Suche war: das Gefühl, zu Hause zu sein.

Nicht nur die Protagonistin liebt ihren Beruf, auch die Autorin hat ihre Leidenschaft dazu wie auch zum Banjo spielen und für alte Hunde mit in diesem Roman verpackt. So bekommt man einen Einblick in die Welt der Desserts und Backwaren und ich habe es sehr bedauert, dass es noch keine duftenden Buchseiten gibt.

Der Schreibstil ist locker und erfrischend leicht und das Lesen geht wie von selbst. Dabei sind die Beschreibungen der Charaktere und Handlungsorte so realistisch, dass ich das Gefühl hatte, überall dabei zu sein.

Leider sind zum Ende des Buches doch einige Fragen offen geblieben und auf der anderen Seite war mir dann doch etwas zu viel Glückseligkeit vorhanden. Wenn ich den Roman mit einer mehrstöckigen Torte vergleiche, wäre eine Etage weniger mir dann doch gerade recht gewesen.

Aber Livvy hat ihre Zutaten zum Glück definitiv gefunden und ich in diesem Fall auch, denn eine meiner Zutaten zum Glück ist ein Buch mit Wohlfühlatmosphäre, und die habe ich hierbei gehabt.

Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

Veröffentlicht am 10.04.2018

Eim Sommer in der Toskana mit Überraschungen

Love & Gelato
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Im Mittelpunkt dieses Romans steht die 16-jährige LIna. Nach dem plötzlichen Tod ihrer allein erziehenden Mutter Hadley muss sie sich nicht nur mit ihrer Trauer und dem Gefühl des Verlassenseins auseinandersetzen, ...



Im Mittelpunkt dieses Romans steht die 16-jährige LIna. Nach dem plötzlichen Tod ihrer allein erziehenden Mutter Hadley muss sie sich nicht nur mit ihrer Trauer und dem Gefühl des Verlassenseins auseinandersetzen, sondern sieht sich auch in der Pflicht, den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen. Sie reist daher nach Italien in die Toscana zu Howard, Hadleys ehemaligen Studienkollegen und guten Freund, den ihre Oma auch für Linas Vater hält.

Die Geschichte spielt in 2 Handlungssträngen: zum Einen in der heutigen Zeit, in der Lina hin und her gerissen ist zwischen ihrer Trauer und dem Versuch, in ihrer neuen Umgebung, einem Haus auf einem amerikanischen Militärfriedhof, Fuß zu fassen; zum anderen vor 17 Jahren, als Hadley ihre Studienzeit in der Toscana verbracht ist.

Lina lernt zum Glück Lorenzo kennen, der sie mit in seine Clique nimmt und sich gleichzeitig als hervorragender Reiseführer erweist, mit dem Lina auf den Spuren ihrer Mutter wandeln und dabei nicht nur eine ganze Menge über Howard und seine verwandschaftliche (??) Beziehung zu ihr erfahren kann sondern auch noch ein gut gehütetes Geheimnis lüften wird. Und dann war da ja auch noch dieser gut aussehende Typ...

Die Sprache ist spritzig und leicht, und die Kapitel fliegen nur so dahin und aufgrund des humorigen Schreibstils der Autorin gibt es immer wieder einige kleine Lacher zwischendurch. Die Charaktere sind alle liebevoll beschrieben. Dass Jenna Evans Welch selber in der Toscana einige Sommer verbracht hat wird bei den detailreichen und realistischen Schilderungen insbesondere in Florenz deutlich. Und danach muss sie es geliebt haben.

Dieses Buch richtet sich vor allem an Jugendliche bzw. junge Erwachsene, was mir bei der Bewerbung nicht bekannt war. Daher war ich auch zunächst überrascht, dass es sich bei der Protagonistin um einen Teenager handelt. Allerdings hat mich das Buch doch überrascht und zwar zum Positiven.

Love & Gelato - nach Meinung der Autorin 2 Gründe, um in Italien zu bleiben - wer wissen möchte, ob das auch für Lina zutrifft, sollte sich ein wenig Zeit für diesen schönen Sommerroman nehmen, für den ich eine Leseempfehlung und 4 Sterne vergebe.