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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2020

Serienmörder in Wales

Blutasche
3

Bei Blutasche handelt es sich um den 3. Teil einer Reihe um den Ermittler Stephan Lang und seine neu gegründete Sondereinheit von Scotland Yard. In Wales entpuppen sich vermeintliche Hausbrände schnell ...

Bei Blutasche handelt es sich um den 3. Teil einer Reihe um den Ermittler Stephan Lang und seine neu gegründete Sondereinheit von Scotland Yard. In Wales entpuppen sich vermeintliche Hausbrände schnell als die Taten eines Serienmörders, denn in den Häusern finden sich auch immer Frauenleichen. Lang und sein Team vom MID werden hinzugezogen. Was sie im Laufe ihrer Ermittungen herausfinden ist grauenvoll. Soweit zum Plot, ohne zuviel zu verraten.
Die Story ist sehr gut ausgedacht und teilweise erschreckend realistisch. Der Schreibstil ist schnörkellos und sachlich., die kurzen Kapitel lassen sich flüssig lesen.Die Geschichte ist spannend aufgebaut, das Ausmaß der Taten und die Welt des Täters sehr detailliert beschrieben.
Die Story führt uns in die Abgründe des Internets, das Darknet, und macht uns mit einer frauenverachtenden Weltsicht bekannt, die erschreckend ist .Durchaus glaubwürdig geschildert, sowohl die Motivation des Täters, als auch die Ermittlungen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, ihre Handlungen und die Beziehung zueinander gutdargestellt.
Das Buch ist sicher nichts für schwache Nerven. Sehr spannend und unterhaltsam. Man sollte nur den Vorgänger gelesen haben, da immer wieder Bezug auf diesen genommen wird. Gerade Jules als Person, hätte ich dann besser verstehen können. Dennoch wurde ich gut unterhalten und kann es jedem Thriller Leser nur empfehlen.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 03.10.2020

Gewaltiges Epos

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
0

Infinitum, die Ewigkeit der Sterne, ist ein Science Fiction Roman von Christhoper Paolini. Als ich das Buch zum ersten mal in Händen hielt, dachte ich "oh wow", es ist nämlich über 900 Seiten stark. Ich ...

Infinitum, die Ewigkeit der Sterne, ist ein Science Fiction Roman von Christhoper Paolini. Als ich das Buch zum ersten mal in Händen hielt, dachte ich "oh wow", es ist nämlich über 900 Seiten stark. Ich war skeptisch, den nur wenige Bücher schaffen es, einen so lange zu fesseln. Dieses kann es, die Seiten sind einfach so verflogen. Als ich begonnen hatte zu lesen, hat es mich sofort in das Geschehen eingezogen. Es dreht sich um Kira Navarez eine Xenobiologin, welche auf einem fremden Planeten auf etwas stößt und damit in die Entscheidung um das Schicksal der Menschheit gezogen wird.
Hört sich gewaltig an, und ist es auch. Das vorliegende Buch ist ein Weltraumepos, beim Lesen kam mir oft der Gedanke ich sehe einen Science Fiction Film: zum einem schildert der Autor so bildgewaltig, dass man die Szene direkt vor sich sieht, zum anderen gibt es durchaus parallelen zu dem einen oder anderen bekannten Film. Wie auch nicht, dennoch kopiert der Autor nicht sondern erschafft sein ganz eigenes Universum. Die Charaktere sind sehr genau und tiefgründig gezeichnet, die Welten werden detailliert beschrieben und selbst technische Vorgänge so erklärt, dass man versteht ohne gelangweilt zu sein.
Christopher Paolinis Schreibstil ist, wie schon erwähnt bildgewaltig, die Geschichte fesselt und ist spannend.
Dennoch sollte man Sciene Fiction Liebhaber sein, da man schon Interesse an dem Genre haben muss um die Story richtig genießen zu können.
Für mich war es ein Genuss zu lesen und bis jetzt das Beste Buch, welches ich in diesem Jahr gelesen haben.

Veröffentlicht am 21.06.2020

Krimi mit portugiesischem Lebensgefühl

Schwarzer August
0

Schwarzer August von Gil Ribeiro ist der 4. Teil einer Reihe um den deutschen Kriminalpolizisten mit Asperger Syndrom, Leander Lost. Leander wird zum Austausch nach Portugal geschickt und macht dort seine ...

Schwarzer August von Gil Ribeiro ist der 4. Teil einer Reihe um den deutschen Kriminalpolizisten mit Asperger Syndrom, Leander Lost. Leander wird zum Austausch nach Portugal geschickt und macht dort seine ganz speziellen Erfahrungen mit dem portugiesischen Lebensgefühl. Dieses mal müssen er und seine Kollegen sich um einen Bombenleger kümmern, der an der Algarve seine Bomben zündet.
Ich habe die anderen Bände gelesen und war begeistert, dementsprechend neugierig war ich , ob der Autor auch in diesem Buch die ganz spezielle Mixtur seiner Reihe beibehalten kann.
Er kann. Wie auch in den anderen Büchern der Reihe ist es die Mischung aus Spannung, Lokalkolorit und Humor, die dieses Buch so unterhaltsam macht.
Der Kriminalfall ist spannend und gut recherchiert. Leander Lost trägt seinen ganz eigenen Beitrag zur Lösung den Falles bei. Bedingt durch sein Asperger gerät er natürlich in für den Leser teilweise sehr humorvolle Situationen. Es gelingt Gil Ribeiro, Leanders Sichtweise auf die Welt zu erklären und man muss ihn einfach mögen. Auch die anderen Hauptpersonen im Buch sind sehr gut gezeichnet und sympathisch. Dazu die Beschreibung der Landschaft, der Algarve. Das Lebensgefühl der Portugisen, ihre Sicht und Mentälität, die Saudade, wird einem näher gebracht und das Fernweh wird geweckt.
Mein Fazit: Lesenswert, unterhaltsam, spannend.
Klare Empfehlung: für jeden der Krimis fern der Heimat liest, eine neue Reihe die süchtig mach.
Für alle ,die die anderen Bücher gelesen haben ist es wie heimkommen. Freue mich schon sehr auf Band 5.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2020

Nordseefeeling

Über dem Meer tanzt das Licht
0

Meike Werkmeisters neuer Roman über dem Meer tanzt das Licht, handelt von Marie, die Langezeit eine Weltreisende war, aber jetzt auf Norderney ein Café führt. Nach dem ihr Freund mit der gemeinsamen Tochter ...

Meike Werkmeisters neuer Roman über dem Meer tanzt das Licht, handelt von Marie, die Langezeit eine Weltreisende war, aber jetzt auf Norderney ein Café führt. Nach dem ihr Freund mit der gemeinsamen Tochter verreist ist, hat sie Zeit über ihr Leben und ihre Vergangenheit nachzudenken und muss sich ihren Problemen allein stellen.

Ich hatte noch keinen Roman von Frau Werkmeister gelesen und dachte mir zuerst, noch ein Roman über ein Café, auf einer Insel. Ja, wir lernen Marie kennen und sie hat ein kleines Strandcafé. Was den Roman aber über die Masse hinaus hebt: Marie, ihre Familie, ihre Freunde sind so gut charakterisiert, dass man glaubt sie zu kennen. Die Beschreibung der Insel, die Stimmung auf Norderney ist so gut, dass man es direkt vor sich sieht, ich konnte das Meer beinahe riechen und den starken Wind spüren. Die Geschichte hat Höhepunkte, traurige Seiten und humorvolles, ist unterhaltsam und doch irgendwie alltäglich. Maries Geschichte handelt von ihrem Leben und ihrer Suche nach Antworten für ihre Zukunft. Sehr gut geschrieben, absolut kurzweilig. Ein Wohlfühlroman, der einen zufrieden zurück lässt und eine unbedingte Empfehlung für einen Sommerroman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2020

Ganz nett

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
0

In Vergessen beschreibt Claire Douglas, wie Kirsty und ihre Familie nach dem Selbstmordversuch ihres Mannes in ihrer alten Heimat Wales ein neues Leben beginnen. Sie eröffnen in einem kleinen Dorf eine ...

In Vergessen beschreibt Claire Douglas, wie Kirsty und ihre Familie nach dem Selbstmordversuch ihres Mannes in ihrer alten Heimat Wales ein neues Leben beginnen. Sie eröffnen in einem kleinen Dorf eine Pension. Zusätzlich zu den Pensionsgästen bekommen Sie Besuch von Kirstys Familie. Allen voran Selena ihre Cousine. Die beiden Frauen trennt ein Geheimnis und auf dem Höhepunkt wird Selena ermordet. Soviel zum Plot. Claire Douglas beschreibt den Ort, die Atmosphäre in Wales und die Stimmung dort sehr gut. Jedoch hat sich für mich kein Gänsehautfeeling aufgebaut. Die Story entwickelt sich nur sehr langsam, unterbrochen durch Rückschauen und da komplett aus Kirstys Sicht erzählt wird, erfahren wir auch nur soviel wie diese. Selinas und Kirstys Vergangenheit ist nicht aufregend genug, einzig nach Selinas Tod kommt etwas Spannung auf. Ich habe alle Bücher von Claire Douglas gelesen, aber auch dieses hat mich nicht überzeugt. Die Autorin konnte mich nicht in die Geschichte hineinziehen: Die Beziehung der Charaktere untereinander war mir zu diffus und mit der Hauptpotagonistin konnte ich nichts anfangen und es gab keine wirklichen Highlights.
Der Schreibstil ist gut, das Buch lässt sich flüssig lesen, ganz nett, aber für echte Thrillerfans zu harmlos.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere