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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2024

Der Master wird endlich entlarvt

The Ruby Circle (3). All unsere Wahrheiten
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Dieser Band hat mir wieder um einiges besser gefallen, als der Mittelband und ich war wirklich gefesselt von der Geschichte, denn diese wurde wieder richtig spannend, voller Auflösungen, mit interessanten ...

Dieser Band hat mir wieder um einiges besser gefallen, als der Mittelband und ich war wirklich gefesselt von der Geschichte, denn diese wurde wieder richtig spannend, voller Auflösungen, mit interessanten Wendungen und einem passenden Ende, welches sie perfekt abrundet.

Es passiert hier wieder richtig viel und das perfide Spiel des Masters nimmt immer bösere und skrupellosere Züge an. Dabei müssen Louisa und ihre Freunde mehr und mehr zusammenwachsen und es entspinnt sich ein wahres Detektivspiel, bei welchem Louisa auch Atlas wieder näher kommt und die beiden ein gutes Team bilden, welches dennoch seine Zwistigkeiten hat und erst neues Vertrauen wieder aufgebaut werden muss. Ebenso passiert etwas wirklich Böses mit Louisas Pferd Twister, was sie wieder mit Theo zusammenwachsen lässt und auch, wenn Louisas Vertrauen noch etwas leidet, so fand ich die beiden wirklich süß miteinander. Manchmal wird es sogar etwas sexy, aber weiterhin nicht zu explizit.

Damit, wer sich am Ende dann als Master herausstellte, habe ich absolut nicht gerechnet und ich hatte auch die ganze Zeit keine Ahnung, wer es sein könnte. Insoweit fand ich die Geschichte wirklich intelligent geschrieben, wenn auch ringsherum hier und da etwas unrealistisch, aber nicht schlimm. Außerdem fand ich an manchen Stellen wichtige Themen wie sexuellen Missbrauch zu sehr inszeniert. Wichtig sind sie allerdings auf jeden Fall.

Was die Charaktere angeht, so war es vielleicht ganz gut für die Auflösung des ganzen Spiels rund um den Masters, dass es so viele gab und damit auch einiges an Verwirrung herrschte. Dennoch hätte ich weiterhin weniger Charaktere besser gefunden. Insgesamt mochte ich aber, wie die einzelnen Charaktere geschrieben waren, denn sie sind sehr unterschiedlich und jeder für sich eine ganz eigene Persönlichkeit. Louisa und Theo habe ich obendrein durchaus ins Herz geschlossen und mochte sie als Protagonisten wirklich gern.

Alles in allem hat dieser Band die Reihe zufriedenstellend und rund abgeschlossen, war aber auch kein Highlight für mich. Vielleicht bin ich aber inzwischen auch einfach zu alt für solche Geschichten. Trotzdem hat er mich packen können und gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.12.2024

War gut, aber hat mich nicht gezogen

The Ruby Circle (2). All unsere Lügen
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Für mich war dieser Band der Trilogie ein typischer Zwischenband. Es geschehen zwar einige unerwartete Dinge, es gibt Geheimnisse und Intrigen, aber so richtig ziehen konnte mich die Geschichte dennoch ...

Für mich war dieser Band der Trilogie ein typischer Zwischenband. Es geschehen zwar einige unerwartete Dinge, es gibt Geheimnisse und Intrigen, aber so richtig ziehen konnte mich die Geschichte dennoch nicht.

Die eigentlich ganz süße Liebesgeschichte zwischen Louisa und Theo steht größtenteils still und statt der Auflösung des Rätsels um den Master näherzukommen, werden immer mehr Rätsel aufgeworfen. Dadurch traut irgendwann keiner mehr dem anderen und es kommt zu einigen schon fast bösen Szenen. Schön finde ich hier auch wieder das luxuriöse Academia Setting, wenn ich dieses auch nicht unbedingt als „dark“ bezeichnen würde. Ebenfalls finde ich schön, dass das Thema Reitsport weiterhin eine größere Rolle spielt. Ansonsten mochte ich noch, dass sich in all dem Trubel und dem gegenseitigen Misstrauen dennoch wirklich schöne Freundschaften entwickeln. Auf jeden Fall hat mich dieser Band ganz gut unterhalten und auch, wenn er mich nicht komplett überzeugen konnte, habe ich mich auf Band drei gefreut.

Was die Charaktere angeht, so sind sie mir hier immerhin etwas näher gekommen und den ein oder anderen kann ich inzwischen viel besser zuordnen, dennoch sind es mir insgesamt noch immer zu viele, die eine größere Rolle spielen. Dennoch spielen Louisa, Theo und auch Atlas wohl die größten Rollen und mit denen komme ich ganz gut klar, finde die ersteren zwei sogar recht sympathisch.

Alles in allem war dieser zweite Band ganz unterhaltsam, hatte einen guten, flüssigen Schreibstil und macht Lust auf den finalen Band. Ein Highlight ist er für mich aber nicht.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Langwieriger, verwirrender Anfang, geniales Ende

Das Geheimnis von Zimmer 622
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Ach Mensch, was ist das bloß mit den Büchern von Joël Dicker? Während ich Harry Quebert und die Baltimores geliebt habe, ist dieses hier nun schon das Zweite seiner Bücher, welches mich nicht wirklich ...

Ach Mensch, was ist das bloß mit den Büchern von Joël Dicker? Während ich Harry Quebert und die Baltimores geliebt habe, ist dieses hier nun schon das Zweite seiner Bücher, welches mich nicht wirklich vom Hocker reißen konnte.

Eigentlich sagt man ja immer, was lange währt wird gut, aber bevor diese Geschichte richtig gut wird, muss man sich erst einmal durch zig Kapitel quälen, die super langwierig sind, mit ziemlich vielen Perspektiv- und Zeitwechseln, sowie zahlreichen, verschiedenen Charakteren.

Hier geht es in der Vergangenheit vor allem um den Bankier Erben Macaire Ebezner und seinen Kampf um den Präsidentenposten. Dabei gibt es viele Intrigen, Geheimnisse und zum Ende hin sogar einige interessante und vor allem intelligente Wendungen und selbst, wenn man denkt, man hätte endlich die Lösung gefunden, gibt es noch einmal eine neue Überraschung. Ebenfalls gibt es eine kleine, aber für die Geschichte wichtige Liebesgeschichte, ebenfalls Freundschaften und Feindschaften. Bis mit all diesen Themen allerdings erst einmal richtig Spannung aufgebaut wurde, dauerte es mir viel zu lange. Nebenbei wurden nämlich noch sämtliche Nebenstränge aufgezogen, die auch wieder in unterschiedlichen Zeiten spielen. Das war mir leider oftmals zu verwirrend und hin und wieder war ich einfach raus. Gut fand ich aber die Kapitel, die aus der Sicht des Protagonisten erzählt werden, denn diese sind am spannendsten, allerdings auch recht selten. Was ich jedoch davon halten soll, dass Joël Dicker sich selbst als fiktiven Protagonisten bestimmt hat, weiß ich nicht so recht.

Überhaupt finde ich die Charaktere, mal abgesehen davon, dass es wirklich sehr viele gibt, eigentlich ganz gut geschrieben, sehr menschlich und realistisch, ebenso vielschichtig. Nur Macaire fand ich für einen Bankiers Sohn, der reich ist und eigentlich was auf dem Kasten haben sollte, an manchen Stellen schon sehr kindisch und naiv. Sehr interessant ist dagegen Lew Lewowitsch, welcher auch eine große Rolle spielt und das nicht nur als Konkurrent von Macaire. Ihn fand ich sehr charmant und sympathisch, aber auch mysteriös. Im Übrigen gibt es in diesem Roman einige mysteriöse Charaktere geboten, die echt interessant sind.

Alles in allem bekommt man hier schon irgendwie einen typischen Dicker, in dem nichts ist, wie es scheint. Mit einem wirklich guten Schreibstil, aber zu viel Ringsherum. Gerade der Anfang hat mich oftmals sehr gelangweilt und ebenso verwirrt. Und dennoch wurde der Roman hinten heraus wieder super spannend, mit intelligenten Wendungen. Es lohnt sich also, durchzuhalten. Und eins noch: Das Hörbuch lohnt sich ebenfalls, denn dieses ist wirklich gut vertont und erleichtert es etwas, durch die Geschichte zu kommen.

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Süße Liebesgeschichte mit viel Kitsch

Valentina sucht das Glück
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Bekannt ist Hans Kruppa vor allem für seine romantischen Liebesgedichte und diese finde ich großartig. Als ich dann über diesen Roman von ihm gestolpert bin, dachte ich, ich versuche es mal damit. So richtig ...

Bekannt ist Hans Kruppa vor allem für seine romantischen Liebesgedichte und diese finde ich großartig. Als ich dann über diesen Roman von ihm gestolpert bin, dachte ich, ich versuche es mal damit. So richtig überzeugen konnte er mich allerdings nicht, denn trotz recht schlichtem und doch teilweise poetischem Schreibstil, hat mir eine gewisse Tiefe gefehlt.

So wird man eigentlich gleich in die Geschichte gestürzt, als Valentina, im Zug sitzend, auf einen Mann am Bahnsteig aufmerksam wird und sich entschließt, diesen zu suchen. Dabei lernt sie zwei Menschen kennen, die ihr Leben verändern werden. Manche Ereignisse während dieser Suche fand ich hier etwas unrealistisch und manche Zufälle sind einfach zu groß. Ansonsten wird ziemlich viel philosophiert, vor allem über die Liebe. Viel mehr Inhalt gibt es aber nicht. Insgesamt ist die Geschichte, die mit rund 140 Seiten eher kurz geraten ist, schon recht süß und das Ende fand ich auch wirklich romantisch, aber es fehlt halt etwas für eine rundum zufriedenstellenden Roman.

Genauso ist es mit den Charakteren. Außer, dass sie ziemlich romantisch, fast schon kitschig veranlagt sind, erfährt man nicht wirklich viel über sie. Alles wird nur eher angedeutet und auf den wenigen Seiten war es mir nicht möglich, auch nur einen der Drei ins Herz zu schließen. Auch, wenn ich Valentina die meiste Zeit recht sympathisch fand.

Alles in allem bekommt man hier einen kurzen Roman mit einer süßen Liebesgeschichte, aber ohne viel Tiefgang. Vielleicht sollte der Autor lieber bei seinen Gedichten bleiben, denn die kann er, meiner Meinung nach, auf jeden Fall viel besser.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Ein etwas langsam erzählter, sehr amerikanischer Thriller

Weil ich euch liebte
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Vor vielen Jahren habe ich schon einmal einen Thriller von diesem Autor gelesen und war absolut begeistert. Leider konnte mich dieser hier nicht mehr ganz so sehr überzeugen, denn er hat sich teilweise ...

Vor vielen Jahren habe ich schon einmal einen Thriller von diesem Autor gelesen und war absolut begeistert. Leider konnte mich dieser hier nicht mehr ganz so sehr überzeugen, denn er hat sich teilweise schon sehr gezogen und es gab hier und da ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben.

Gerade am Anfang passiert nicht wirklich viel. Nachdem Sheila umgekommen ist, dauert es tatsächlich ewig, bis es wieder richtig spannend wird, was auch daran liegt, dass viel ringsherum erzählt wird, was am Ende gar nicht so wichtig ist. Außerdem gibt es Aspekte an der Geschichte, die mir einfach zu übertrieben waren, wie zum Beispiel eine Klage gegen den Ehemann, weil seine Ehefrau Mist gebaut hat. Das ist so amerikanisch, dass es für mich zu unlogisch wirkt. Zudem geschehen auch noch andere Dinge, von denen man denken könnte, sie hängen mit Sheilas Unfall zusammen. Am Ende stellt sich aber heraus, dass doch alles anders ist und so kann sich Glen bis zum Ende des Buches nicht sicher sein. Dabei sind die Auflösungen der einzelnen Geschehnisse tatsächlich nachvollziehbar und absolut nicht vorhersehbar, aber für mich im Großen und Ganzen zu übertrieben und zu viel auf einmal.

Was die Charaktere angeht, so fand ich diese wirklich gut geschrieben. Sie alle sind sehr menschlich und ganz unterschiedlich, haben Stärken und Schwächen, sind aber vor allem auch vielschichtig. Glen war dabei für mich der perfekte Protagonist und mich hat seine stoische Ruhe nach außen hin extrem beeindruckt. Dennoch merkt man ihm auch an, dass er mit der Situation überfordert ist und unbedingt wissen will, was es mit dem Tod seiner Frau auf sich hat. Ebenfalls fand ich Kelly wirklich toll geschrieben. Sie ist ein kleines, kluges Mädchen mit einem eigenen Kopf, wirklich stark und selbstbewusst, obwohl so viel Schlimmes um sie herum geschieht. Und trotzdem bleibt sie kindlich, hat Angst und braucht ihren Vater. Überhaupt fand ich die Beziehung zwischen den beiden einfach nur wunderschön,

Alles in allem bekommt man hier einen eher langsam erzählten Thriller, der sich aufgrund des guten, flüssigen Schreibstils, zwar gut weglesen lässt, der mich aber nicht so packen konnte, dass ich hätte unbedingt durchweg daran lesen müssen. Dafür war er nicht vorhersehbar und hatte gut geschriebene Charaktere.

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