Wo ist Mattias?
Den Tod belauscht man nichtInhalt:
Die ehemalige Polizistin Ingrid Wolt zieht nach ihrer Haftentlassung in die Kleinstadt Våmhus. Während sie noch auf der Suche nach einem neuen Job ist, erfährt sie vom 12-jährigen Mattias, der ...
Inhalt:
Die ehemalige Polizistin Ingrid Wolt zieht nach ihrer Haftentlassung in die Kleinstadt Våmhus. Während sie noch auf der Suche nach einem neuen Job ist, erfährt sie vom 12-jährigen Mattias, der seit dem letzten Sommer verschwunden ist. Ingrid beschließt, einen Neustart als Detektivin zu wagen, und wird von den Eltern des Jungen gebeten, endlich herauszufinden was mit ihm passiert ist. Schon schnell findet Ingrid Spuren, die der hiesigen Polizei, die von einem Badeunfall ausging, entgangen sind. Und das Verschwinden von Mattias in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen..
Meine Meinung:
"Den Tod belauscht man nicht" ist der Auftakt zur neuen Krimireihe der schwedischen Autorin Ninni Schulman, in deren Zentrum die ehemalige Polizistin Ingrid Wolt steht. Diese hat gerade erst eine Haftstrafe abgesessen, deren Grund sich dem Leser aber erst im Laufe des Buches erschließt. Ich mochte Ingrid auf Anhieb. Sie ist eine gute Beobachterin und Ermittlerin, muss sich nun aber ein ganz neues Leben aufbauen. Entsprechend spielt neben den Ermittlungen auch Ingrids Privatleben eine große Rolle im Buch. Ich fand es schön zu sehen, wie sie nach und nach immer mehr auf die Beine kommt, und habe sehr mit ihr mitgefühlt.
Der Krimiplot des Buches ist spannend und verzwickt. Die hiesige Polizei glaubt, dass Mattias ertrunken ist, und hat den Fall mehr oder weniger zu den Akten gelegt. Doch Ingrid findet schnell Indizien die gegen einen Unfall sprechen. Und mit ihrer Kombinationsgabe und Hartnäckigkeit gelingt es ihr nach und nach immer mehr über das, was letzten Sommer in der Kleinstadt vorgefallen ist, ans Licht zu bringen. Es macht Spaß Ingrid bei ihren Ermittlungen zu begleiten und eigene Theorien zu entwickeln. Denn Dank so einiger neuer Hinweise, die in unterschiedliche Richtungen weisen, bleibt es durchweg spannend und der Ausgang unvorhersehbar. Gut gefallen haben mir auch die Rückblicke aus Mattias Perspektive, durch die der Leser erfährt, was in den Tagen vor seinem Verschwinden passiert ist. Dadurch lernt man den Jungen besser kennen und hofft umso mehr, dass sein Verschwinden endlich geklärt werden kann. Die schlussendliche schockierende Auflösung ist stimmig und stellt ein gelungenen Abschluss der Buchs dar. Der Cliffhanger ganz am Ende macht zudem bereits neugierig auf den nächsten Band.
Fazit:
Toller Schwedenkrimi, der Dank vieler Verdächtiger und so einiger Wendungen bis ganz zum Schluss spannend und fesselnd bleibt. Die finale Auflösung ist gleichermaßen überraschend, schockierend und stimmig. Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht.