Abklatsch - aber besser!
The Sea Spinner (Wind Weaver 2)Nachdem mich der erste Band ziemlich ungespannt zurückgelassen hat, war ich mir lange nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte. Ich fand Pendefyre so unglaublich furchtbar, dass ich regelrecht ...
Nachdem mich der erste Band ziemlich ungespannt zurückgelassen hat, war ich mir lange nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte. Ich fand Pendefyre so unglaublich furchtbar, dass ich regelrecht dafür gebetet habe, dass wir ein Love Triangle bekommen.
Nun, mit dem Titel "Sea Spinner" war dann klar, dass meine Gebete erhört wurden - und somit stürzte ich mich mit neuem Mut ins Abenteuer.
Und boy, jetzt freue ich mich WIRKLICH auf das Finale in ein paar Monaten.
Zugegeben, an vielen Stellen fühlt sich der zweite Band an wie ein ACOTAR-Abklatsch. (Wer diese Reihe nicht gelesen hat, sollte an der Stelle aufhören, da die nächsten Zeiten leichte SPOILER sind.) Die Figuren müssen ein schweres Trauma vom Ende des ersten Teils verarbeiten, wobei sie sich immer weiter entfremden, wo ihre Liebesbeziehung zueinander doch auch schon bereits zuvor mehr gewollt als tatsächlich gekonnt war. Zum Glück landet die Protagonistin im Reich des männlichen Gegenspielers, der früher einmal mit ihrem ursprünglichen Love Interest befreundet war. Dabei entpuppt sich schnell, dass besagter Gegenspieler hinter der cocky Maske sehr tiefgründig ist und an einer deutlich gleichberechtigteren Beziehung interessiert ist als Option 1. Und ganz nebenbei wird dessen Familie auch zu der unserer Hauptcharakterin, die zudem mit seiner Hilfe ihre Kräfte zu meistern lernt. Es gibt ein bisschen "oh mein Gott, wen liebe ich eigentlich?"-Drama und selbst das Ende zeigt deutliche Parallelen zu A Court of Mist and Fury.
Wer diese Story auch gerne noch ein zweites Mal liest, wird mit Sea Spinner sehr viel Spaß haben - ich zumindest hatte ihn! Insbesondere, da Rhya ein gutes Stück intelligenter ist als Feyre (ein Schelm, wer bereits die Namen ähnlich findet!) und man beim Lesen nicht das ständige Bedürfnis hat, seinen Kopf gegen die nächste Wand zu donnern.
Übrigens: Ich hatte es bereits beim ersten Band erwähnt, aber da sie so großartig ist, muss ich erneut die unglaubliche Leistung von Rebecca Veil, der Hörbuch-Sprecherin, loben! Wer also zwischen Buchstaben und Tönen hin und her gerissen ist, dem empfehle ich das deutsche Audiobook besten Gewissens.