Ich wollte schon immer mal ein Buch von Ava Reid lesen und mit "A Study in Drowning" war es dann endlich so weit. Insbesondere das US-Cover ist absolut atemberaubend. Da können Deutschland und die UK nicht ...
Ich wollte schon immer mal ein Buch von Ava Reid lesen und mit "A Study in Drowning" war es dann endlich so weit. Insbesondere das US-Cover ist absolut atemberaubend. Da können Deutschland und die UK nicht mithalten, obwohl sie an sich auch schöne Varianten produziert haben.
Leider muss ich sagen, dass das Buch seinem Hype in meinen Augen nicht ganz gerecht werden kann - was natürlich in Ordnung ist, denn nicht jeder muss jedes Buch so feiern wie alle anderen. Die Liebesgeschichte war etwas platt und ging insgesamt zu schnell (insbesondere in ihrer endlichen Kosequenz).
Der eigentliche Plot hingegen war schön zu lesen und wurde noch verführerischer durch den ungewöhnlichen Schreibstil von Reid. Die Poetik in ihm hat einer Geschichte, die sich um Geschichten dreht, mehr als gut getan.
Ich werde definitiv mehr von ihr lesen und bin auch schon sehr gespannt. Nur vielleicht nicht unbedingt etwas, das von Anfang an als Romanze beworben wird.
In die Welt des Lieblingsbuches zu reisen, ist für viele Animes bereits ein gängiges Motiv. Diese nennen sich "Isekai" und ich bin ein sehr großer Fan dieses Formates.
Umso erfreulicher war es, als ich ...
In die Welt des Lieblingsbuches zu reisen, ist für viele Animes bereits ein gängiges Motiv. Diese nennen sich "Isekai" und ich bin ein sehr großer Fan dieses Formates.
Umso erfreulicher war es, als ich erfuhr, dass es nun auch ein Buch mit dieser Prämisse geben wird. Und auch, wenn das Cover nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, konnte ich es kaum abwarten, bis es endlich erschien.
Jetzt, wo ich es gelesen habe, muss ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!
Tatsächlich konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. All die Klischees, die wir in einem Fantasyroman zu lieben gelernt haben, werden humorvoll auf die Schippe genommen. Manche Charaktere bekommen nicht einmal einen richtigen Namen, sondern werden in erster Linie mit der ihr zugedachten Funktion angesprochen. Der große Plottwist, der natürlich in keiner Fantasy fehlen darf, wird selbstironisch während des ganzen Buches immer wieder angedeutet, sodass die Lesenden sich immer wieder über die Protagonistin amüsieren können, die es - ganz nach Klischee-Manier - einfach nicht checkt. Lange hat mich ein Buch nicht mehr so zum Lachen gebracht, das trotzdem an Tiefe und Bindung nicht geizt.
Dazu kommt ein sehr angenehmer Schreibstil. Meistens ist er klar und unverschnörkelt, nur um dann in den richtigen Momenten mit außergewöhnlichen Formulierungen und Metaphern glänzen zu können.
Jetzt schon kann ich kaum die nächsten Bände abwarten. Mehr davon!
Als ich vor gut einem Jahr "Tempest of Tea" las, war ich hin und weg von Hafsah Faizals Schreibstil. Entsprechend beschloss ich bald schon, mir "We hunt the Flame" zu kaufen - als ich dabei jedoch sah, ...
Als ich vor gut einem Jahr "Tempest of Tea" las, war ich hin und weg von Hafsah Faizals Schreibstil. Entsprechend beschloss ich bald schon, mir "We hunt the Flame" zu kaufen - als ich dabei jedoch sah, dass es nach fünf Jahren endlich auf Deutsch übersetzt wird, wollte ich dann doch lieber warten, damit meine Ausgaben zusammenpassen. (Schließlich sind beide Dilogien hierzulande von Knaur.) Dabei war ich schon sehr glücklich, welche Cover sie für die deutschen Ausgaben wählten, da mir eine Auflage der englischen nur bedingt zusagt.
Leider musste ich mich beim Lesen des Buches allerdings sehr häufig daran erinnern, dass es sich hierbei um ihr Debüt handelte. Insbesondere die Charaktere konnten mich hier nicht überzeugen. Während die fünf Hauptcharaktere in "Tempest of Tea" alle vor unterschiedlicher Nuancen nur so strotzten, sind die beiden Hauptcharaktere in "We hunt the Flame" eher uninspiriert.
Trotz dass sie aus sehr unterschiedlichen Schichten kommen, ist ihr jeweiliger Hintergrund beinahe identisch: Ein Elternteil tot, das andere daraufhin in irgendeiner Weise negativ eskaliert, sodass es auf jeden Fall keine gesunde emotionale Bindung zu ihnen gibt; fürs große Ganze gezwungen zu töten, wenn auch bei der einen Partei Tiere und bei der anderen Menschen; dazu noch eine große Portion Selbstmitleid, unnötig dramatische Monologe die sich wiederholen, und so viel Altruismus, dass es wie eine faule Ausrede klingt. Sobald die beiden Charaktere aufeinander treffen, wird noch deutlicher, wie ähnlich sie einander sind.
Auch der Sprachstil, den ich in "Tempest of Tea" so geliebt habe, ist in "We hunt the Flame" noch nicht so ausgeklügelt. Dies kann allerdings auch am Übersetzer liegen. Dieser ist im vorliegenden Buch sehr präsent und fällt mit Wörtern wie "Sperenzchen" oder "trollte sich" als eigenwillig auf. Dabei enthalte ich mich an dieser Stelle jeglicher Wertung, da das Geschmackssache ist und jeder für sich selbst wissen muss, ob er lieber "unsichtbare" Übersetzenden liest oder die "sichtbaren". Wer Letzteres präferiert, wird hier auf jeden Fall glücklich!
Etwas Positives möchte ich trotzdem loswerden: Die Welt, die Hafsah Faizal geschaffen hat, ist wunderschön detailliert. Mir gefällt, wie ausgearbeitet sowohl die Zeit vor dem Magieverlust, als auch die Zeit nach dem Magieverlust dargestellt wird. Da sind bereits die ersten Züge der bald schon großartigen Autorin zu finden, die mich bei "Tempest of Tea" bereits mit der ersten Seite gepackt hatte.
Lisanne Surborgs “Nachtlügen” ist aus irgendwelchen Gründen an meiner Bubble komplett vorbei gegangen - was ich inzwischen sehr schade finde. Durch Zufall entdeckt, hat mich die Geschichte mit ihrem modernen ...
Lisanne Surborgs “Nachtlügen” ist aus irgendwelchen Gründen an meiner Bubble komplett vorbei gegangen - was ich inzwischen sehr schade finde. Durch Zufall entdeckt, hat mich die Geschichte mit ihrem modernen Ansatz zur Mythologie der Nachtalben sofort begeistert. Hier gibt es nicht nur die klassischen, albtraumbringenden Wesen, sondern auch eine zuständige Behörde, die sich mit ihnen auseinandersetzt und eine ganze Community von ihnen, die sich mit ihren verschiedenen Ansätzen und Prinzipien wunderbar echt anfühlt.
Hands Up: Nachtmahre waren schon immer meine absoluten Lieblingskreaturen. Leider kommen sie viel zu wenig in der Literatur (oder in den Medien insgesamt) vor, sodass dieses Buch für mich ein echter Glücksgriff war. Innerhalb dessen werden auch Albträume beschrieben, die die Protagonistin erschafft, was mich umso mehr erfreute. Dabei ist die Balance dessen direkt auf zwei Wegen gegeben. Zum Einen stillen sie wunderbar die Neugier, während sie zum Anderen aber auch nicht ZU häufig vorkommen, sodass es nervig werden könnte. Außerdem mag ich ihren Realismus, verbunden mit der kreierten Ästhetik.
Der Schreibstil ist kurzweilig, und die kreative Nutzung verschiedener Medienformen zwischen den Kapiteln (z. B. fiktive Newslettereinträge oder Gedichtszitate) hat mir besonders gut gefallen. Diese aufgelockerte Struktur war für mein ADHD-Gehirn ein echtes Geschenk und hat die Geschichte umso lebendiger gemacht.
Allerdings hatte ich einige kleinere Kritikpunkte. Das Ende war nicht schlecht, aber einige Dinge wurden auf eine Art aufgelöst, die sich für mich etwas seltsam angefühlt hat. Die Liebesgeschichte hätte für mich nicht sein müssen – die Freundschaft zwischen den beiden Charakteren war bereits perfekt, und der "Extra-Schritt" fühlte sich eher unnötig an. Immerhin blieb es bei zwei Küssen, sodass ich damit auch noch immer mehr als gut leben kann.
Die Nebencharaktere waren zwar eher eindimensional, was bei einem Einzelband und der klaren Fokussierung auf die Albträume und die Albcommunity nachvollziehbar ist, aber dennoch etwas schade. Dafür waren ihre Charakterzeichnungen insgesamt sehr schlüssig. Ein besonderes Highlight war für mich jedoch ein Nebencharakter, bei dem ein sehr modernes Trauma thematisiert wurde – eines, das in unserer heutigen Welt absolut realistisch ist, mir aber noch in keinem anderen Buch begegnet ist. Dieses Detail war ein echtes Plus!
Insgesamt ist “Nachtlügen” eine spannende, erfrischende Fantasygeschichte mit einer einzigartigen Umsetzung der Nachtalben-Thematik. Wer auf tendenziell düstere, aber nicht zu schwere Urban-Fantasy steht (und vllt genau so einen Crush auf Nachtmahre hat wie ich), sollte dem Buch definitiv eine Chance geben :3
Lana Fergusons The Fake Mate war meine erste Shifter Romance – und ich hatte ehrlich gesagt mit deutlich mehr Cringe gerechnet. Überraschenderweise blieb der aus, und stattdessen bekam ich eine unterhaltsame, ...
Lana Fergusons The Fake Mate war meine erste Shifter Romance – und ich hatte ehrlich gesagt mit deutlich mehr Cringe gerechnet. Überraschenderweise blieb der aus, und stattdessen bekam ich eine unterhaltsame, leicht zu lesende Geschichte, die einfach Spaß gemacht hat.
Besonders gefreut habe ich mich über eine weibliche Werwölfin als Protagonistin – viel zu selten bekommt man in diesem Genre starke, weibliche Shifter zu sehen! Der Schreibstil war angenehm locker, sodass das Buch ein echter Schnellleser war. Allerdings ließ mich der „Spannungsverlauf“ ein wenig ratlos zurück – stellenweise fühlte sich das Ganze unnötig kompliziert und anstrengend an.
Was das berühmte knotting angeht... sagen wir mal so: Ich habe es gelesen, aber den tieferen Sinn davon immer noch nicht so ganz verstanden. 😅 Doch abgesehen davon war die Geschichte unterhaltsam genug, um mich dranzuhalten.
Ein kleines Highlight für mich: Die Hauptcharakterin liebt Suppe! Das mag nebensächlich erscheinen, aber es hat mich aus irgendeinem Grund richtig gefreut.