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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2021

Eifert Stieg Larsson nach ...

Geiger
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... kommt aber (noch) nicht an ihn heran.

Die schwedische Kleinstadtidylle einer Familie wird durch einen rätselhafte Mord aus den Angeln gehoben. Doch was zunächst als isolierte Tragödie anmutet, stellt ...

... kommt aber (noch) nicht an ihn heran.

Die schwedische Kleinstadtidylle einer Familie wird durch einen rätselhafte Mord aus den Angeln gehoben. Doch was zunächst als isolierte Tragödie anmutet, stellt sich bald als größer heraus - bedeutend größer.

Der Aufbau des Werkes erinnert an Stieg Larssons Millennium-Trilogie: Die Leserschaft wird durch kognitive Dissonanzen en masse gezerrt. (Hier könnte weniger mehr sein.) Das bewährte Dreiergespann aus Krimielementen, diversen Protagonisten und Gesellschaftskritik - der Autor räumt mal ordentlich mit bigotten Elementen v.a. schwedischer Geschichte und Jetztzeit auf - eifert Larsson nach, kommt aber m.E. (noch) lange nicht an ihn heran.

Die inhaltliche Idee hinter dem Ganzen scheint hingegen atemberaubend.

Es handelt sich hier um den Auftakt einer Trilogie, die gleichzeitig das literarische Debüt des Schweden Gustaf Skördeman ist. Sein Stil lässt deutlich erkennen, dass Skördeman vom Film kommt: Szenisch und plastisch geschrieben, was mir persönlich sehr gut gefällt. Geht es jedoch um das Innenleben handelnder Charaktere, spürt man, wie schwer der Autor sich mit dem Romanschreiben tut: Das für mitreißende Bücher unabdingbare Prinzip des "Show, don't tell!" (dt.: "Zeigen, nicht erzählen!") wurde sträflich vernachlässigt.
Der Plot ist explizit auf eine Trilogie angelegt worden, was leider in diesem ersten Buch dazu führte, dass die Story arg in die Länge gezogen wurde und mich erst nach zwei Dritteln des Buches gepackt hat.


Fazit: Super Idee, handwerklich schlecht umgesetzt.
Man muss sich im Klaren sein, dass die komplette Trilogie gelesen werden muss und dieses erste Buch inhaltlich sehr gedehnt wirkt.
Wird bestimmt mal verfilmt werden und wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2021

Außergewöhnliche Idee

Und dann kam Juli
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Paul hätte gerne einen Hund. Am besten, würde ihm einfach einer zu laufen. Und dann läuft ihm und seinen Eltern tatsächlich ein Tier zu. Allerdings ein Pferd. Was soll Paul denn damit?!

Eine wunderschöne ...

Paul hätte gerne einen Hund. Am besten, würde ihm einfach einer zu laufen. Und dann läuft ihm und seinen Eltern tatsächlich ein Tier zu. Allerdings ein Pferd. Was soll Paul denn damit?!

Eine wunderschöne Idee, dass einem Kind tatsächlich ein Pferd zuläuft. Welches Mädchen träumt(e) nicht davon? Aber in diesem Buch ist Paul der Protagonist. Und sowohl Mädchen als auch Pferde - im Besonderen Juli - findet er schlichtweg doof.
Ansichten und Meinungen können sich glücklicherweise ändern, was Petra Eimer in ihrem Buch wunderbar kindgerecht erzählt. Viel Lustiges und Absurdes, bildlich unterstützt durch unglaublich viele, tolle Zeichnungen. Auch das Lesen macht Groß und Klein Spaß, da Wichtiges abwechslungsreich im Comic Style, farbig hervorgehoben wird.
Die Entwicklungsgeschwindigkeit des Plots/der Charaktere könnte besser ausbalanciert sein, um die junge Leserschaft durchgängig motiviert zu halten.

Vom Verlag empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren

Fazit: Ein Buch für alle Geschlechter. Pferd, Freundschaft, zaghaftes Pubertieren ... kindgerecht umgesetzte Themen, mit abwechslungsreichem  Erscheinungsbild jeder Buchseite, für zusätzliches Amüsement und Lesemotivation.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 21.01.2021

Cosy Romance

Die kleine Bäckerei in Brooklyn
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Das Liebesleben der Londoner Food-Journalistin Sophie erweist sich als Trugbild. Dieses böse Erwachen lässt sie Hals über Kopf ein Jobangebot in den Staaten annehmen. Neue Umgebung, neue Erfahrungen, Freunde ...

Das Liebesleben der Londoner Food-Journalistin Sophie erweist sich als Trugbild. Dieses böse Erwachen lässt sie Hals über Kopf ein Jobangebot in den Staaten annehmen. Neue Umgebung, neue Erfahrungen, Freunde und ... Liebe oder Ablenkung?

Julie Caplin versteht es für ihre Leserinnen tiefgehende cosy Charakterentwicklungen zu zaubern. Nicht umsonst wird sie erfolgreich in mehrere Sprachen übersetzt.
Für Liebhaberinnen ausführlicher Umgebungs- und Situationsbeschreibungen á la Karl May, hervorragend geeignet, um gänzlich in andere Welten abzutauchen.

Für Freundinnen des Genres eine klare Leseempfehlung. Für mein Gusto war der Plot insg. zu flach.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2020

Fantastisch!

Vergessene Gräber
4

Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Kommissarin Mara Billinsky ermittelt wieder – unkonventionell und fesselnder als jemals zuvor.

Der Autor, Leo Born, wird immer besser - obwohl das kaum ...

Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Kommissarin Mara Billinsky ermittelt wieder – unkonventionell und fesselnder als jemals zuvor.

Der Autor, Leo Born, wird immer besser - obwohl das kaum möglich scheint, so mitreißend wie schon die Vorgängerbände dieser Frankfurter Thrillerreihe waren. Der für ihn typische, schockierende Prolog, bereits die ersten Kapitel unglaublich spannend, obwohl sie sich zunächst als unscharfe, noch nicht mal ansatzweise zusammenpassende Puzzlestücke offenbaren. Borns einnehmender Schreibstil, raffiniertes Show-Don't-tell, alte Bekannte, bei denen sich intensive Charakterentwicklungen abzeichnen und neue Handelnde, die einem schon auf den ersten Seiten das Blut in den Adern gefrieren lassen ...

Ich bin erneut mitgerissen und begeistert worden. Der ausgefeilte Plot und Borns sprachliches Geschick haben mich nicht nur während des Lesens, sondern sogar im Traum miträtseln lassen. Und dass mich ein Buch selbst im Schlaf noch beschäftigt, widerfährt mir wirklich äußerst selten.
Von Leserundenteilnehmer*innen weiß ich, dass man die Vorgängerbände gar nicht kennen muss, um alles einwandfrei verstehen und genießen zu können.

Ein klarer Lesetipp!

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 08.12.2020

Ausgezeichneter Titel

Die Glorifizierung des Bandsalats
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Die Autorin schreibt über "Die Glorifizierung des Bandsalats" in ihrem Blog:
"Im Büchlein findet ihr eine Sammlung aus der Kategorie „Meikes Gedanken zum Tag“, die in Teilen meinen Alltag beschreiben – ...

Die Autorin schreibt über "Die Glorifizierung des Bandsalats" in ihrem Blog:
"Im Büchlein findet ihr eine Sammlung aus der Kategorie „Meikes Gedanken zum Tag“, die in Teilen meinen Alltag beschreiben – mit all seiner Ablehnung von Haushaltsarbeit, der Hypochondrie und der philosophisch angehauchten Beobachtung meines Drumherums. Natürlich wie immer so subjektiv wie möglich."
(https://meikesbuntewelt.wordpress.com/category/meikes-bucher/)

Nach "Dünenweise Schnäppchenpreise" mein zweites Buch von Meike Möhle und ich habe mich erneut köstlich amüsiert, lauthals gelacht, ganz oft grinsend genickt und auch Frau Möhles eindringliche, leise Töne - die beherrscht sie nämlich ebenfalls hervorragend - gerne auf mich wirken lassen.
Kurzum: Dieses Büchlein beschert seinen Leser*innen wünderschöne Momente.

Der kreativ kuriose Titel wurde sogar mit dem 2. Platz beim „Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres 2019“ ausgezeichnet.
Was es mit der "Glorifizierung des Bandsalats" auf sich hat? Lest selbst

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