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Veröffentlicht am 19.06.2026

Der Fall der Kessy X

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Arts Vergangenheit lässt ihn nicht los. Als Bundeskanzler Henrik Westphal verschwindet, dubiose Videos auftauchen und eine tote Frau in einem U-Bahntunnel gefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse ...

Arts Vergangenheit lässt ihn nicht los. Als Bundeskanzler Henrik Westphal verschwindet, dubiose Videos auftauchen und eine tote Frau in einem U-Bahntunnel gefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse und Art wird zur Zielscheibe.

„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist der vierte Band der Art-Mayer-Reihe, in dessen Fokus wieder das Ermittlerduo Art und Nele steht, aber auch Milla und Leo stehen den beiden in nichts nach und befriedigen ihre eigene Neugier.
Für mich war es der mittlerweile dritte Teil dieser Reihe, den ich gehört habe. Ich finde den Verlauf dieser Hörbücher immer wieder spannend und da mir jetzt lediglich nur noch Band 2 in der Reihe fehlt, verstehe ich sämtliche Zusammenhänge so gut, dass ich dem Verlauf des Thrillers wunderbar folgen kann.
Was mir dieses Mal besonders gefallen hat, ist der Perspektivwechsel. Das Buch wird dieses Mal nicht nur von Peter Lontzek gelesen, der ja sonst auch immer großartig ist, sondern auch von Pia-Rhona Saxe, die die Sichtweise Kessys wiedergibt. Ich gebe zu, dass ich das am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig und nicht gut fand, aber im Verlaufe des Hörbuches habe ich mich immer mehr daran gewöhnt, sodass es stimmig wurde.
Was es für mich immer schwierig macht, der Geschichte zu folgen, ist die Tatsache, dass ich Hörbücher meist während der Autofahrt oder zum Einschlafen nutze, weshalb ich mich meist nicht zu 100% konzentrieren kann. Da fehlen mir dann manchmal kleinere Nuancen im Spannungsbogen. Das tut aber der Sache keinen Abbruch.
Was mir mittlerweile nicht mehr so gut gefällt, ist der Fokus Arts auf Juli. Das hat zum Teil für mich schon was Fanatisches, was sonst gar nicht zu seinem Charakter passt.
Die Kessy-Geschichte war wirklich spannend. Ich habe mich lange Zeit gefragt, wie das alles zustande gekommen ist und wie die Verflechtungen wohl sein mögen. Mit so einigen Zwischenereignissen, aber auch den Ereignissen am Ende, hätte ich so niemals gerechnet.

Mein Fazit daher: Marc Raabe knüpft perfekt an den vergangenen Teil der Reihe an und entwirft auch hier einen stabilen und stark ansteigenden Spannungsbogen, der den Leser zwingt, am Ball zu bleiben. Der Wechsel der Perspektiven, auch in den Stimmen macht das ganze umso abwechslungsreicher.
Wer also spannende Thriller liebt und die Reihe bisher kennt, sollte diesen Teil nicht verpassen.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Erfrischender, historischer Roman

Kurbad Hiddensee - Meeresleuchten
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Drei junge Frauen, drei Schicksale, ein Kurheim auf einer Insel - Edith, Mette und Wally sind drei Frauen, die sich im Kurheim auf Hiddensee begegnen. Während die junge Edith aus gutem Hause stammt, nimmt ...

Drei junge Frauen, drei Schicksale, ein Kurheim auf einer Insel - Edith, Mette und Wally sind drei Frauen, die sich im Kurheim auf Hiddensee begegnen. Während die junge Edith aus gutem Hause stammt, nimmt Wally stellvertretend für ihre Herrschaft die Kur an und Mette arbeitet als Krankenschwester dort. Drei unterschiedliche Geschichte, die alle einen ähnlichen Verlauf nehmen.

Annette Weber hat mit „Kurbad Hiddensee-Meeresleuchten“ einen wunderbaren und erfrischenden, historischen Roman geschaffen.
Schon der Prolog lässt einem den Seewind um die Nase pusten und vermittelt einen Hauch von Leichtigkeit, der in mir den Wunsch formte, diese Insel auch einmal zu besuchen.
Die drei Protagonistinnen Edith, Wally und Mette sind einerseits drei sehr unterschiedliche Charaktere, andererseits sind sie sehr gleich und harmonieren wunderbar zusammen.
Edith ist die kluge, Wally die loyale und Mette die bodenständige Figur innerhalb der Geschichte.
Alles wird umrahmt durch die Geschichten um die Liebe. Lässt sich Edith zu Beginn noch von ihrem zukünftigen Verlobten Kleinhalten, wächst sie im Laufe der Zeit über sich heraus. Wally blüht durch die Freundschaft zu den beiden Frauen auf und vergisst dabei ihre Schranken, während Mette ebenfalls dabei ist, die größte Schranke in ihrem Leben zu beseitigen und mittendrin Henning, Johannes und Rudolf.
Annette Weber hat mit den drei Frauen ebenso moderne Figuren ihrer Zeit geschaffen, die anderen Frauen als Vorbild dienen können. Es sind drei Frauen, die Mut beweisen und aufzeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen, um seine Ziele zu erreichen.

Mein Fazit: Ein erfrischender historischer Roman über Freundschaft, Liebe und Träume, der sich kurzweilig lesen lässt und darauf hoffen lässt, dass es eine Fortsetzung geben wird.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Wie alles begann

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Von der Frau verlassen, vor den Kollegen gedemütigt, die Nachbarin spurlos verschwunden, Diabetes diagnostiziert und von der Vergangenheit eingeholt. Für Artur Mayer könnte es nicht schlechter laufen. ...

Von der Frau verlassen, vor den Kollegen gedemütigt, die Nachbarin spurlos verschwunden, Diabetes diagnostiziert und von der Vergangenheit eingeholt. Für Artur Mayer könnte es nicht schlechter laufen. Als er in einen Verkehrsunfall gerät, ahnt er nicht, dass er wenig später von seinen Kollegen gebeten wird, genau zu diesem Verkehrsunfall zu ermitteln.

„Der Morgen“ von Marc Raabe ist der Beginn der Art Mayer-Serie. Das Hörbuch wird von Peter Lontzek geschrieben.
Für mich war Art Mayer kein neuer Charakter, da ich vorher schon den dritten Teil als Hörbuch gehört habe. Aber genau deswegen war es für mich umso interessanter, die Vorgeschichte Arts kennenzulernen.
Der Krimi spielt in zwei Zeitebenen, der Vergangenheit und damit in Arts Jugend und der Gegenwart. Mittendrin in beiden Ebenen finden sich Juli und Henrik Westphal wieder.
Der Einstieg war schwierig. Ich habe lange gebraucht, um herauszufinden, was der Autor mit der Geschichte aus der Vergangenheit bewirken möchte und wer dabei wer in der Gegenwart ist.
Was mir richtig gut gefallen hat, ist das Kennenlernen von Nele und wie sich die Beziehung zwischen ihr und Art nach und nach aufgebaut hat. Dieser unterschwellige, aber respektvolle Schlagabtausch, der zwischen den beiden stattfindet, fand ich super dargestellt und hat mich so manches Mal zum Schmunzeln gebracht.
Auch Henrik Westphals Figur finde ich äußerst spannend. Die Darstellung seiner Figur in ihrem strategischen Denken bringt nochmal ganz andere Aspekte in den Verlauf der Geschichte. 
Ebenso sind die Verflechtungen zwischen den verschiedenen Charakteren interessant beschrieben. Gleiches gilt für die Geschichte Dana Karaschs. Was sie betrifft, zieht sich Milas Rolle wie ein roter Faden durch die Bücher der Reihe. Für mich ist die kleine Maus eine sehr beeindruckende Persönlichkeit.
Für mich ist der Sprecher auch ein kleines Highlight. Er schafft es seine Stimme und damit die Stimmung immer perfekt an die Lage anzupassen.

Fazit: Ein von der ersten bis zur letzten Minute spannender Thriller, dem ich jedem Krimi- und Thrillerfan nur ans Herz legen kann.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Chipster und Graf Dracula

Mont Lacroix (Band 2) - Falling for Adelaide
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Addi ist für ihr Praxissemester nach Hause zurückgekehrt. Doch leider scheint ihr Projekt dafür zu scheitern, da ihr Sportpartner abgesprungen ist. Als sie zufällig am Klavierzimmer im Hotel vorbeikommt ...

Addi ist für ihr Praxissemester nach Hause zurückgekehrt. Doch leider scheint ihr Projekt dafür zu scheitern, da ihr Sportpartner abgesprungen ist. Als sie zufällig am Klavierzimmer im Hotel vorbeikommt und jemanden spielen hört, ahnt sie nicht, dass es Graf Julian von Lindenburg ist, dem sie schnell den Spitznamen Graf Dracula verpasst. Schnell kommt zum Vorschein, dass die beiden sich gegenseitig sehr nützlich sein können.

„Mont Lacroix - Falling for Adelaide“ von Alexandra Flint ist Band 2 der Reihe „Mont Lacroix“.
Ich habe bereits Band 1 gelesen und war daher sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Was mir hier gleich wieder gefiel, sind die Kapitelanfänge. Die fiktiven Definitionen von Neologismen lockert jedes Kapitel auf und findet sich im Verlauf auch wirklich in der Geschichte wieder. Ich war regelrecht gespannt, wie die Autorin den Bogen zum jeweiligen Wort spannen würde.
Adelaide als Protagonistin dieses Bandes war für mich nicht unbekannt, da sie auch schon im ersten eine Nebenrolle gespielt hat. Daher wusste ich, dass sie mir sympathisch ist.
Die Geschichte der Adoptivkinder der Lacroix’ spinnt sich wie ein roter Faden durch die Gesamtstory und macht neugierig auf die jeweilige Geschichte des jeweiligen Lacroix-Kindes. Auch Adelaides Geschichte war vor diesem Band nicht bekannt und lange Zeit bleibt sie auch ein großes Geheimnis. Der Weg dahin ist eher spekulativ und auf die Auflösung wäre ich so nicht gekommen, daher war es ein spannender Überraschungsmoment, als die Wahrheit ans Licht kam.
Julian von Lindenburg ist ein absoluter Familienmensch. Für seine große Schwester würde er alles tun. Zu seinen Eltern hat er zwar eher ein gespaltenes Verhältnis, ich glaube jedoch, dass das lediglich mit seiner Zwangsverlobung zusammenhängt und das Verhältnis normalerweise liebevoll ist.
Besonders gefallen haben mir die Schlagabtausche zwischen ihm und seinem besten Freund Theo. Theo hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, aber auch er tut alles für seinen besten Freund, genau wie umgedreht.
Auch das liebevolle und enge Verhältnis der Familie Lacroix ist wieder deutlich erkennbar. Ein bisschen überrascht war ich über Dante. Er wirkte sehr in sich gekehrt und reflektiert. Das kam mir im ersten Band noch anders vor.
Aus diesem Grund bin ich umso gespannter, was es im dritten Band mit seiner Geschichte auf sich haben wird.
Addi und Julian passen wirklich wie die Faust aufs Auge und ergänzen sich echt gut. Die Sprachnachrichten und sonstigen Nachrichten wirken sehr authentisch, aber so manches Mal auch intensiv.

Mein Fazit: Eine wunderschöne Fortsetzung des zweiten Bandes und damit eine tolle Liebesgeschichte mit allen Höhen und Tiefen, aber auch einer Menge Überraschungen, sodass es nicht langweilig wird.
Wer Young Adult mag und auch den ersten Band bereits verschlungen hat, sollte dies auch mit diesem Band machen.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Nachhaltiger Umgang

Wo das Feuerkraut blüht (Die Norrland-Saga, Bd. 2)
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Einige Jahre sind vergangen und Siv und John haben eine Familie gegründet, im Mittelpunkt ihr Sohn Nils, dessen leiblicher Vater Nila ist. Letzterer schwebt nach wie vor durch Sivs Gedanken und auch wenn ...

Einige Jahre sind vergangen und Siv und John haben eine Familie gegründet, im Mittelpunkt ihr Sohn Nils, dessen leiblicher Vater Nila ist. Letzterer schwebt nach wie vor durch Sivs Gedanken und auch wenn Siv John nicht die Wahrheit gesagt hat, ahnt er doch, dass Nils nicht sein Sohn ist.
Eva und ihr Sohn sind nach wie vor bestrebt ihr eigenes Waldgrundstück zu retten, doch jeder auf seine Weise und dabei kollidieren ihrer beider Ansichten nicht gerade wenig. Eva ist trotz allem weiter auf den Spuren ihrer Großmutter Siv.

„Wo das Feuerkraut blüht“ von Ulrika Lagerlöf ist Band 2 der „Norrland-Saga“.
Band 1, „Wo die Moltebeeren leuchten“ hat mir super gut gefallen. Es war ein leichter Roman und einer, der bei mir beim Lesen auf eine besondere Art für Entspannung gesorgt hat. Bei diesem Band ging es mir aber komplett anders. Er war so trüb und berückend. Ich musste mich regelrecht durch das Buch durchquälen.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, 1950 und 2022. Die Zeitebene 1950 ist die Erzählebene von Siv und die 2022 die von Eva. Das Buch ist in vier Teile unterteilt.
Siv trägt ihr Schicksal mit sich rum, ohne jemanden an sich ranzulassen und wirkt völlig verwirrt, als ihr Nila wieder begegnet und sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Das fand ich wirklich schade, da es gar nicht zu der Siv passte, die ich im ersten Band kennengelernt habe.
Eva wiederum wirkte deutlich verletzlicher als im ersten Band. Sie hat sich zu einer Kämpferin entwickelt, die nach wie vor auf den Spuren ihrer Großmutter und damit auf der Suche nach ihrer eigenen Geschichte ist.
Aufgrund der Schwere, die zwischen den Zeilen liegt, haben es mir die langen Kapitel nicht leichter gemacht, beim Lesen voranzukommen. Spannung war auch nicht wirklich vorhanden, vielmehr wirkte es auf mich, als würde die Frustration bei Siv, Nils, John, Nila, Eva und Vilgot immer größer werden.

Mein Fazit: Ich hatte mich riesig auf die Fortsetzung des ersten Teils gefreut und musste zugeben, dass ich eher enttäuscht wurde, da die Leichtigkeit des ersten Bandes verloren gegangen ist. Es handelt sich jedoch um eine Familiengeschichte, die ungeschönt und realistisch wiedergegeben wird und als Nebenbotschaft den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt vermittelt.
Ich vergebe daher 3,5 Sterne.

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