Ein bärenstarker Roman
Wandering HeartsTara studiert Tiermedizin. Sie möchte jedoch aus den heimischen vier Wänden ausbrechen und über den Tellerrand hinausblicken, fern der elterlichen Tierarztpraxis. Es verschlägt sie nach Kanada in eine ...
Tara studiert Tiermedizin. Sie möchte jedoch aus den heimischen vier Wänden ausbrechen und über den Tellerrand hinausblicken, fern der elterlichen Tierarztpraxis. Es verschlägt sie nach Kanada in eine Auffangstation. Hier trifft sie auf den grimmigen Jamie. Die beiden liefern sich ständig Auseinandersetzungen, bis sie lernen müssen, miteinander auszukommen.
„Wandering Hearts“ von Josie Wismar ist Band 1 der Dilogie „Wild Hearts“. Im Mittelpunkt der Dilogie stehen Tara und Jamie, zwei Gegensätze, die sich letzten Endes anziehen.
Tara gefiel mir von Anfang an. Sie hat zwar eine unsichere Art, ist aber dennoch nicht aus den Mund gefallen.
Jamie wiederum ist ein totaler Griesgram, dessen Laune man zu Anfang nicht so recht nachvollziehen kann. Auch seine Vorverurteilungen sind ziemlich anstrengend.
Die Geschichte ist interessant und sehr emotional auf allen Ebenen. Es ist nicht nur die Geschichte um Tara und Jamie, die mitreißt, sondern auch die Thematik um Flora und Fauna. Auch das Thema Freundschaft kommt nicht zu kurz, was man vor allem an Mila und Tara merkt. Auch die Beziehung zwischen Matty und Tara ist zwar besonders, aber nicht typisch klischeehaft.
Ich habe den Roman als Hörbuchvariante verfolgen dürfen. Ich hatte am Anfang richtig Probleme der Geschichte zu folgen, da ich die Redeweise der Sprecherin, die gleichzeitig die Autorin ist, leider sehr monoton fand. Das war für mich echt anstrengend und glich einer Schlaftablette. Ich habe mich zwar dran gewöhnt, habe aber auch schon deutlich bessere Sprecherinnen erlebt. Jamies Sprecher, Piet Gampert, war wiederum sehr angenehm.
Der Strang mit Taras Eltern führt durch das ganze Buch. Leider fand ich diesen wirklich sehr schade. Tara tat mir teilweise echt leid und ich habe mich gefragt, welche Eltern so reagieren würden. Den Preis für die tollsten Eltern werden sie nicht bekommen haben.
Alles in allem muss ich sagen, das Buch ist schön, aber den Hype darum kann ich nicht wirklich verstehen. Auch das Ende war sehr abrupt, was nicht schlimm ist, aber es ist realitätsfern.
Ich gebe dem Buch daher 4 Sterne.