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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Wirklich berührend

Das Leuchten deiner Worte
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Lorenzo studiert Medizin und absolviert ein Praktikum in einem Krankenhaus. Dort soll er sich auch um Jules kümmern, die nach einem Selbstmordversuch im künstlichen Koma liegt. Jeden Tag schaut er bei ...

Lorenzo studiert Medizin und absolviert ein Praktikum in einem Krankenhaus. Dort soll er sich auch um Jules kümmern, die nach einem Selbstmordversuch im künstlichen Koma liegt. Jeden Tag schaut er bei ihr vorbei, kontrolliert ihre Werte – und liest in ihrem Tagebuch. Obwohl er weiß, dass er es nicht tun sollte, schreibt Lorenzo eigene Notizen in das tiefgründige Tagebuch des Mädchens, das ihn mehr und mehr fasziniert.

In „Das Leuchten deiner Worte“ vom Autorinnenduo Eliza Hart lernt Lorenzo bei seinem Praktikum auf der Intensivstation Jules kennen. Bzw. wirklich kennen nicht, denn sie liegt nach einem Suizidversuch im Koma.

Er ist sofort von ihr fasziniert und fragt sich ständig, was einem so jungen Mädchen passieren musste, dass sie allem ein Ende setzen will. Durch Zufall findet er ihr Tagebuch und liest Jules Gedanken über das letzte halbe Jahr.

Die Geschichte ist halb aus Lorenzos Sicht und halb aus Jules Sicht geschrieben.

Lorenzo ist eine sympathische Hauptfigur und auch wenn er natürlich Jules Privatsphäre verletzt hat und seine Faszination für sie irgendwie schon ein bisschen komisch ist, konnte ich seine Gedanken und seine Motivation immer gut nachvollziehen. Wenn ich so denken und empfinden würde, hätte ich auch so gehandelt, denke ich.

Jules ist eine spannende Figur, die erst spät wirklich zum Vorschein kommt. Das ist den Autorinnen gut gelungen.

Lorenzos Sorge um Jules und Jules Geschichte, die nach und nach ans Tageslicht kommt, sind wirklich berührend. Ich habe wirklich mitgefiebert! Ein tolles Buch!

Das Ende hat mich umgehauen. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Einfach wieder zum Wohlfühlen

Sylt im Getriebe
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Die Mittfünfzigerin Marina dümpelt in ihrem öden Eheleben vor sich hin, bis sie ein Hilferuf ihrer Cousine ereilt: Marina soll sie drei Monate in ihrem E-Bike-Verleih auf Sylt vertreten. Das Problem ist ...


Die Mittfünfzigerin Marina dümpelt in ihrem öden Eheleben vor sich hin, bis sie ein Hilferuf ihrer Cousine ereilt: Marina soll sie drei Monate in ihrem E-Bike-Verleih auf Sylt vertreten. Das Problem ist nur: Marina leidet an Panikattacken. Unvorstellbar für sie deshalb, an einem fremden Ort einen Betrieb zu managen. Doch tapfer stellt sie sich der Herausforderung – und ihr Mut wird belohnt: Eine Gruppe Frauen greift ihr unerwartet unter die Arme, ein attraktiver Schäfer verwirrt sie – und auch ihr Ehemann offenbart ein überraschendes Geheimnis. Und plötzlich schlägt ihr so geordnetes Leben Purzelbäume.



„Sylt im Getriebe“ von Claudia Thesenfitz entführt uns Leser zusammen mit Marina nach Sylt.

Marina ist in einer festgefahrenen Ehe gefangen, steckt in den Wechseljahren und leidet unter Panikattacken. Die Kinder wollen auch nicht mehr viel von ihr wissen. Und ausgerechnet jetzt soll sie nach Sylt und dort für drei Monate den E-Bike-Verleih ihrer Cousine leiten. Zum Gück sagt sie ja und ihr Abenteuer beginnt.

Die Autorin beschreibt Sylt und die Bewohner dort wieder so toll, dass ich direkt Fernweh bekommen habe. Dazu sind die Figuren einfach sympathisch und humorvoll gelungen.

Ich hatte richtig Spaß Marina bei dem ganzen Chaos zu begleiten und habe mich über jeden ihrer Fortschritte gefreut.

Wer großes Drama erwartet ist hier falsch, wer sich aber einfach auf Sylt wohlfühlen will, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Toller Abschluss

Shine Like Midnight Sun (Strong Hearts 2)
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Hals über Kopf hat Lilly Island verlassen, als sie von Arons Lüge erfahren hat. Jetzt sitzt sie verloren bei ihrer Großmutter auf Sylt und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Bis sie eine Nachricht von ...

Hals über Kopf hat Lilly Island verlassen, als sie von Arons Lüge erfahren hat. Jetzt sitzt sie verloren bei ihrer Großmutter auf Sylt und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Bis sie eine Nachricht von SaveTheIceland bekommt, die sie daran erinnert, dass ihr Herz längst für das karge Land im Nordatlantik schlägt. Genau wie für Aron, dem derweil die Zeit davonläuft und der seinen Augen nicht trauen kann, als Lilly eines Abends wieder vor ihm steht. Während in Island endlose Tage für die beiden anbrechen, schwindet die Hoffnung auf ein Spenderherz für Aron mit jedem Tag mehr.

„Shine Like Midnight Sun“ ist der zweite Band der „Strong Hearts“-Dilogie von Sarah Stankewitz. Die Bücher müssen in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da sie aufeinander aufbauen.
Die Geschichte setzt einige Tage nach dem Ende von Band eins wieder ein. Die Kapitel wechseln sich weiterhin zwischen Lilly und Aron ab.
Dieser Band bringt den Leser auf eine andere emotionale Reise. Lilly muss mit ihrer Trauer und ihrer Angst klarkommen. Sie hat ihren Bruder verloren und natürlich Angst, auch Aron zu verlieren. Gleichzeitig will sie für ihn da sein und an seiner Seite kämpfen.
Aron Sicht fand ich spannend, denn jetzt stellt er sich mal seiner Krankheit, seinen Gefühlen und Ängsten und so bekommt seine Figur viel mehr Tiefe als in Band eins.
Wir begleiten Aron und Lilly bis ins Krankenhaus und dürfen miterleben, wie ihre Beziehung zwischen all dem immer tiefer wird und beide sich selbst und einander gegenseitig immer tiefer kennen lernen.
Das Ende war nicht überraschend, aber ich bin froh, dass es so geendet ist.
Ein toller Abschluss der Dilogie, auch wenn mir ein bisschen was zu Band eins gefehlt hat, da es zu vorhersehbar wurde und mir charakterlich die Tiefe gefehlt hat.
Die Dilogie hat mir wirklich schöne Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Emotionaler Auftakt

Glow Like Northern Lights (Strong Hearts 1)
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Als Lillys herzkranker Zwillingsbruder stirbt, bricht für die Studentin eine Welt zusammen. Ihre Trauer findet in Berlin keinen Platz, also flieht sie kurzentschlossen nach Island, um den einzigen Menschen ...

Als Lillys herzkranker Zwillingsbruder stirbt, bricht für die Studentin eine Welt zusammen. Ihre Trauer findet in Berlin keinen Platz, also flieht sie kurzentschlossen nach Island, um den einzigen Menschen zu besuchen, der ihr in den letzten Monaten Halt geben konnte: Aron. Die beiden haben sich online in einem Forum für Angehörige von herzkranken Menschen kennengelernt. Doch als sie endlich vor ihm steht, ist er abweisend. Erst als Lilly ihm vom Tod ihres Bruders erzählt, tröstet er sie. Und während sie an seiner Seite die friedliche Schönheit des Landes entdeckt, wird ihm klar, dass Lilly ihm längst mehr bedeutet, als gut für sie beide ist.

„Glow Like Northern Lights“ von Sarah Stankewitz ist der erste Band der „Strong Hearts“ Dilogie. Die Bücher hängen zusammen und müssen in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Die Autorin schenkt uns mit diesem Buch eine Reise nach Island und gleichzeitig auch sympathische Figuren und viele Emotionen.
Lilly, unsere Hauptprotagonistin, erleidet den größten Verlust ihres Lebens, als ihr Zwillingsbruder an einer angeborenen Herzkrankheit stirbt. Schon seit ihrer Kindheit haben ihre Eltern sie übersehen und nur ihren Bruder wahrgenommen und auch nach seinem Tod ändert sich das nicht. Also macht Lilly wahr, was ihr Bruder ihr gesagt hat, und fliegt nach Island zu ihrem Internetfreund Aron. Doch Aron hat ein Geheimnis, welches Lilly zerreißen könnte.
Der Schreibstil ist toll. Ich wollte nicht aufhören zu lesen. Die Figuren sind sympathisch, die Beschreibungen der Orte richtig bildhaft und die Emotionen nehmen einfach mit.
Die Geschichte hat so viele verschiedene Gefühle und besonders Lillys Mission, sich selbst besser kennen zu lernen, hat mir gut gefallen.
Sie zusammen mit Aron zu erleben, war auch einfach nur schön und oft bewegend.
Fast hab ich mir gewünscht, dass das Buch kurz vor dem Ende endet und es keinen zweiten Band gibt aber dann kam das Ende und es hat mich sofort die Fortsetzung kaufen lassen. Ich wollte einfach unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Sarah Stankewitz ist hier ein wirklich emotionaler und schöner Auftakt der Dilogie gelungen.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Was, wenn du doch nicht so alleine bist, wie du denkst?

Der Nachbar
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Die Strafverteidigerin Sarah Wolff leidet an Monophobie, der Angst vor Einsamkeit. Was sie nicht weiß: Nachdem sie mit ihrer Tochter an den Stadtrand Berlins gezogen ist, hat sie einen unsichtbaren Nachbarn, ...

Die Strafverteidigerin Sarah Wolff leidet an Monophobie, der Angst vor Einsamkeit. Was sie nicht weiß: Nachdem sie mit ihrer Tochter an den Stadtrand Berlins gezogen ist, hat sie einen unsichtbaren Nachbarn, der sie keine Sekunde lang allein lassen wird.

„Der Nachbar“ von Sebastian Fitzek ist wieder mal ein typischer Fitzek.
Aus einer normalen Alltagssituation macht Fitzek eine Situation, die dem Leser Schauer über den Rücken jagt.
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Es kommt schnell die passende Stimmung auf und die knackigen Kapitel sorgen ebenfalls dafür, dass das Buch zum Pageturner wird.
Zu Beginn werden wir direkt in ein spannendes Szenario geworfen, was mich mit einigen Fragen und Rätseln zurückgelassen hat.
Wir lernen unsere Hauptprotagonistin Sarah Wolff kennen und bekommen dann mit einem Zeitsprung den Blick ins jetzt. In ihr Leben am Stadtrand, welches nicht so sicher ist, wie sie dachte. Denn plötzlich tauchen Dinge in ihrer Wohnung auf und Sachen sind plötzlich anders. Meist harmloses, wie ein gespülter Becher oder Einkäufe, so dass niemand sie ernst nimmt. Doch Sarah weiß, dass sie gestalkt wird und erst als alles zu eskalieren droht, findet sie jemanden, der ihr glaubt.
Das Setting ist echt spannend und für mich auch super gruselig.
Leider hat die Umsetzung an einigen Stellen leider ein paar Macken. Grade gegen Ende wirken so einige Sachen an den Haaren herbeigezogen und leider zu sehr auf den Effekt bezogen und weniger auf die Schlüssigkeit der Geschichte. Dazu werden ein paar Dinge nicht mehr richtig aufgegriffen und erklärt. So z.B. die Ereignisse aus dem Prolog, die ich mir am Ende dann zusammengereimt habe. Der Epilog war für mich leider auch zu überzogen und irgendwie unnötig.
Alles in allem hat das Buch Spaß gemacht, auch wenn es für mich kein Highlightbuch von Fitzek war. Das Buch bekommt von mir 3,5 Sterne (aufgerundet auf 4 wo es keine halben gibt).

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