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Veröffentlicht am 25.02.2021

Fulminantes Ende der Trilogie

Die Farben der Schönheit – Sophias Triumph
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New York, 1942. Für Sophia bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann sich nach einem Streit freiwillig an die Front meldet. Der Krieg in Europa schien so fern, auch wenn Sophia immer noch Freunde in Paris ...

New York, 1942. Für Sophia bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann sich nach einem Streit freiwillig an die Front meldet. Der Krieg in Europa schien so fern, auch wenn Sophia immer noch Freunde in Paris und Familie in Berlin hat. Sophia stürzt sich in die Arbeit, so gerne würde sie für die erfolgsverwöhnte Elizabeth Arden eine eigene Pflegeserie entwickeln. Oder ist für Sophia der Moment gekommen, sich selbstständig zu machen? Als ihr Mann in Frankreich als verschollen gilt und die Nachrichten aus der alten Heimat immer schlimmer werden, stellt sie alle Pläne zurück. Sie wird ihren Traum nicht aufgeben, aber für die große Liebe ist sie bereit, alles Erreichte zu opfern.

„Sophias Triumph“ ist der dritte Band der „Die Farben der Schönheit“ – Reihe von Corina Bomann. Es ist der Abschluss der Trilogie und nach meinem Empfinden, hätte es gerne noch weitergehen dürfen.
Die Geschichte setzt kurz nach dem Vorgänger an. Henny liegt im Krankenhaus und erholt sich langsam. Sophia muss sich beruflich erneut umorientieren. Oder zieht es sie doch zu den Wurzeln? Das Leben macht es Sophia, Henny und Sophias Mann Darren auch weiterhin nicht leicht. Sophias Lebenstraum, ein eigenes Geschäft zu eröffnen und wieder im Labor zu arbeiten, lässt sie nicht los und auch ihre Vergangenheit und ihr verschollener Sohn belasten ihre Zukunft. Der Ausbrechende zweite Weltkrieg bringt zusätzliches Drama.
Auch dieser Teil war wieder ein Heimkommen. Die bekannten Figuren wiederzutreffen und zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht war einfach spannend und schön.
Dazu bin ich auch wieder sehr begeistert, wie gut der Puderkrieg recherchiert wurde. Corina Bomann gelingt es spielerisch, Sophias Geschichte mit dem realen Karriereweg von Elizabeth Arden, Helena Rubinstein und Estée Lauder zu verbinden. Dass sich diese Geschichte so genial über drei Bände zieht und in „Sophias Triumph“ ein so spannendes und vor allem zufriedenstellendes Ende findet, finde ich einfach super.
Für mich ist diese Reihe ein Glanzstück unter den historischen Romanen.
Eine absolute Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2021

Motivierend und inspirierend

Jung sterben
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Du sehnst dich nach einem Leben, das zählt? Du willst echt etwas bewegen in dieser Welt?
Genau das kannst du tun, denn dazu bist du berufen! Du bist nicht zu jung nicht zu klein, nicht zu schwach. Wenn ...

Du sehnst dich nach einem Leben, das zählt? Du willst echt etwas bewegen in dieser Welt?
Genau das kannst du tun, denn dazu bist du berufen! Du bist nicht zu jung nicht zu klein, nicht zu schwach. Wenn Jesus in dir lebt, kannst du Großes mit ihm erleben und noch Größeres bewegen. Genau das hat Henok Worku erfahren und viele andere, die in diesem Buch ihre Geschichte erzählen. Lass dich auf das Abenteuer ein: Mach dich auf den Weg zu einem Leben, das so viel mehr ist, als du dir jemals erträumt hättest!

Henok Worku hat wirklich seine Lebensgeschichte in dieses Buch gesteckt. Er erzählt ausführlich, wie er als Kind schon unbewusst seinen Lebenstraum entdeckt bzw. von Gott gezeigt bekommen hat. Wie er als Jugendlicher von Gottes Wegen abgewichen und dann deutlich zu ihm zurückgekommen ist und wie er sich bewusst und vollkommen dazu entschieden hat, sein Leben für Gott zu leben.
Er erzählt aber nicht nur seine Geschichte, er lässt auch noch weitere junge Menschen zu Wort kommen, die alle auf ihr eigene Art und Weise ihr Leben ganz Jesus gegeben haben und so viele Wunder und oft Gottes Anwesenheit erleben durften.
Jede Erzählung erhält am Ende eine Challenge, die den Leser herausfordern soll, sein Leben ebenfalls Jesus hinzugeben.
Während Henok von sich erzählt, gibt er dem Leser viele Ratschläge und fordert ihn auf, sich mehr auf Gott zu stützen und ebenfalls den Schritt zu gehen „jung zu sterben“.
Auch wenn ich einige Aussagen in diesem Buch ein bisschen sehr drastisch empfunden habe, hat es mich gleichzeitig doch sehr motiviert und vor allem zum Denken angeregt. Ich denke, jeder hat seinen eigenen Weg sich Gott hinzugeben und das Buch motiviert auf jeden Fall dazu, diesen Weg zu finden.
Gottes Wunder in den Leben dieser jungen Menschen macht Mut und weckt die Sehnsucht nach mehr. Die Erlebnisse sind toll geschrieben und auch die Kapitelaufteilung des Buchs hat mir sehr gefallen.
Dieses Buch ist auf jeden Fall perfekt für alle, die den Weg in ihrem Leben suchen und vielleicht nicht wissen, was ihnen fehlt oder die nach Möglichkeiten suchen, sich Jesus ganz hinzugeben. Auch wenn nicht jeder sofort aufspringt und nach Afrika geht, wird dieses Buch ganz bestimmt viele Menschen inspirieren und bewegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Spannende Grundidee

Sterbewohl
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Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche ...

Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten. Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und in hellem Aufruhr. Alle vier haben vom Gesundheitsministerium eine Einladung zum Sterbeseminar ins komfortable Hotel Paradies auf Fehmarn erhalten. Offiziell ist das Einnehmen von Sterbewohl zwar freiwillig. Wie manche munkeln, kehrt aus den Hotels aber niemand mehr zurück.

Bei „Sterbewohl“ von Olivia Monti hat mich erst das Cover neugierig gemacht aber der Klappentext hat mich dann zum Lesen überzeugt. Auch wenn Kriminalroman auf dem Cover steht, würde ich persönlich, das Buch eher dem Genre Dystopie oder Spannungsroman zuordnen. Sterbehilfe ist ein aktuelles Thema. Den Gedanken einfach mal weiter zu spinnen und das Ganze zu einem Angebot der Regierung zu machen, fand ich sehr spannend.
Die Autorin versetzt uns hier in ein Zukunftsdeutschland, welches wie das dritte Reich nur digitaler, anmutet. Die Menschen werden überwacht und kontrolliert. So drohen z.B. Strafen, wenn man sein Handy nicht dabei hat oder ausschaltet. Die Agenturen wissen alles über deinen Lebenslauf, einzelne Wohnungen werden verwanzt und es wird nur noch der Mitbürger geschätzt, der jung ist und noch arbeiten kann. Die Alten werden verachtet und recht schnell zu Sterbeseminaren in Luxushotels eingeladen.
Unsere Protagonisten wollen aber alle noch nicht sterben und sind wirklich skeptisch. Sie begeben sich in das Hotel „Paradies“, um der ganzen Sache auf den Grund zu gehen.
Das Ganze wird aus Sicht von Nadja geschildert. Sie ist mir direkt recht sympathisch gewesen und kam sehr authentisch rüber. Durch diese Perspektive war der Leser immer mittendrin und wusste nur so viel, wie die Figuren. Das hat es interessant gemacht.
Insgesamt fand ich die Umsetzung gekonnt morbide und auch recht zukunftsnah. Manchmal hätte ich mir noch ein wenig mehr Pepp gewünscht und vielleicht noch etwas mehr Tiefgang. Mir hat der letzte Funke gefehlt aber trotzdem hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Ich lese gerne Dystopien und lasse mich von Zukunftsvisionen gruseln.
Und dazu sieht man hier wieder einmal: Es muss nicht immer ein großer Verlag dahinterstehen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

Kate Linville in Höchstform

Ohne Schuld
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Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau ...

Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau stürzt mit ihrem Fahrrad, weil jemand einen dünnen Draht über den Weg gespannt hat. Sie ist sofort bewusstlos. Den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Die Frauen stehen in keiner Verbindung zueinander, aber die Tatwaffe ist dieselbe.
Kate Linville, neu bei der North Yorkshire Police, wird sofort in die Ermittlungen hineingezogen. Sie kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur und gerät selbst in tödliche Gefahr. Denn der Täter, der eine vermeintliche Schuld rächen will, gibt nicht auf.

„Ohne Schuld“ von Charlotte Link, ist der dritte Teil der Reihe um Kate Linville. Die Teile können unabhängig voneinander gelesen werden.
Kate arbeitet in diesem Teil endlich offiziell beim CID Scarborrow. Natürlich passiert direkt unglaublich viel, so dass es wieder vielen Fährten zu folgen gilt.
Auch in diesem Teil bin ich so lange im Dunkeln getappt wie schon lange nicht mehr. Charlotte Link gelingt es einfach immer wieder, so viele Personen, Ereignisse und Indizien einzubringen, dass man nie weiß, was wirklich los ist. Dadurch, dass wir als Leser nur so viel wissen wie die Ermittler, bleibt die Spannung konstant hoch.
Wir begleiten wieder unsere geliebten Ermittler. Alle mit bekannten Ecken und Kanten und gleichzeitig super sympathisch und doch auch wieder nicht. Ich liebe die Charaktergestaltung in dieser Reihe sehr. Die Figuren sind sehr authentisch und entwickeln sich konstant weiter. Besonders Kate zu erleben, die endlich mal ein wenig selbstbewusster in ihrer Arbeit wird, hat mir gefallen. Sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten, ist mit das Beste an den Büchern.
Dieser Krimi hat mich wieder von vorne bis hinten komplett gepackt und nicht mehr losgelassen. Ein richtiger Pageturner. Für alle Krimifans ein Muss!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2021

Wirklich spannender zweiter Teil der Kate Linville Reihe

Die Suche
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In Nordengland wird die Leiche der 14-jährigen Saskia Morris entdeckt, die vor einem Jahr spurlos verschwand. Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt ...

In Nordengland wird die Leiche der 14-jährigen Saskia Morris entdeckt, die vor einem Jahr spurlos verschwand. Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur.

„Die Suche“, von Charlotte Link, ist der zweite Teil der Reihe um die Ermittlerin Kate Linville. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Es hat aber durchaus seinen Charme, erst „Die Betrogene“ und dann „Die Suche“ zu lesen.
In diesem Buch geht es relativ schnell mit dem Hauptthema los. Mädchen verschwinden und werden scheinbar entführt. Dieses Mal gerät Kate Linville unbeabsichtigt in das Ganze. Was mich positiv überrascht hat ist die Tatsache, dass sie absolut bemüht ist, sich aus dem Ganzen herauszuhalten. Sie ist keine einfache Hauptfigur und ich hatte fast die Befürchtung, dass sie als graue Maus, zu wenig Entwicklung durchläuft aber sie macht Fortschritte. Kate und ihr Privatleben zu verfolgen ist ein wenig deprimierend aber doch auch gut, weil es sich langsam aber sicher entwickelt. Es gefällt mir immer noch sehr, dass wir hier mehr eine Anti-Heldin haben, anstelle der typischen Powerfrau in glänzender Rüstung.
DCI Caleb Hale reiht sich dort ein. Auch wenn er eher der typische, grummelige Ermittler ist. Aber die Zwei zusammen haben wirklich was an sich, was mich fasziniert.
Der Fall ist auch dieses Mal wirklich spannend und richtig verworren. Erst gibt es keine richtige Richtung, dann zu viele Richtungen und Wendungen, die keiner Erwartet. Es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die knapp 660 Seiten sind richtig flott dahingeflogen. Es gab wirklich einige Dinge, die mich immer wieder haben grübeln lassen oder mich überrascht haben. Auch dieses Buch kommt ohne Thriller- oder Psychoeffekte aus und hält den Leser als klassischer Krimi richtig gut am Ball.
Ich bin und bleibe Fan dieser Reihe und der Autorin. Für alle Krimifans eine klare Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere