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Veröffentlicht am 10.04.2020

Kontrolle und Geld sind nicht alles

Raidase
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James hat es geschafft. Er ist nicht irgendein Musikmanager. Nein, er ist DER Musikmanager. Klare Regeln, Strukturen und vor allem Durchhaltevermögen haben ihn ganz nach oben gebracht. Doch sein neustes ...

James hat es geschafft. Er ist nicht irgendein Musikmanager. Nein, er ist DER Musikmanager. Klare Regeln, Strukturen und vor allem Durchhaltevermögen haben ihn ganz nach oben gebracht. Doch sein neustes Projekt RAIDASE droht in einer Tragödie sein Ende zu finden. Aufgeben ist für James allerdings noch nie eine Option gewesen. Sein Leben gerät plötzlich aus den Fugen, als Onkel Ed mal wieder einen Gefallen einfordert. Ausgerechnet er soll Grace unter die Arme greifen. Dieselbe Grace, die sein Geheimnis kennt und die alles, was er jetzt ist, zum Einsturz bringen kann. Grace hat die Schnauze voll von schlecht bezahlten Jobs und ihrer Mutter. Ein Tapetenwechsel muss her und wer kann ihr da besser helfen als Ed. Doch anstatt sie bei sich wohnen zu lassen, schiebt er sie zu James ab. James, der inzwischen nicht nur erfolgreich ist, sondern auch verdammt heiß und unerreichbar für Grace scheint. Mit ihrer chaotisch fröhlichen Art treibt Grace James in den Wahnsinn und schleicht sich in sein Herz.

Die Geschichte um Grace und James ist der zweite Band der Raidase-Reihe von Kate Corell. Dieses Mal geht es aber nicht direkt um die Band sondern ihren Manager.
Was fand ich diesen Typen im ersten Band unsympathisch. Er war herrisch, kalt und so sehr Geschäftsmann, dass er das Menschliche fast vergessen hat. Doch dieser Band konnte mich umstimmen und nun gehöre ich definitiv zu Team James. Hier wird ihm der Stock aus dem Hintern gezogen!
Wir erfahren, warum James so ist wie er ist. Warum er immer die Kontrolle behalten und sich nie persönlich auf jemanden einlassen will. Aber er lernt, dass Kontrolle und Geld nicht alles sind und plötzlich wird auch James menschlich. Diese Charakterentwicklung gefällt mir richtig gut. Sie ist glaubhaft und freut mein Leserherz.
Grace ist ein wahrer Sonnenschein und trägt so einiges mit zu dieser Veränderung bei. Aber nicht nur sie alleine, auch Aiden und Sky tun ihr Bestes. Nate und Cole tauchen nur am Rande auf aber ich habe es munkeln hören, dass es im nächsten Band wieder mehr um sie geht.
Die Geschichte ist plausibel, spannend und hat mich wirklich ein ums andere Mal lächeln lassen. Ich mag die Jungs und Mädels einfach und es macht Spaß ihre Wege zu begleiten.
Dieser Band hier ist ein wenig ausgeglichener als der Erste und dadurch auch ein wenig stärker. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil und empfehle diese Reihe ruhigen Gewissens weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2020

Einfach wunderbar herzerwärmend

Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist
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Bibliothekarin Nina weiß genau, was ihre Kundinnen lesen sollten, was gegen Liebeskummer hilft oder Trübsal vertreibt. Doch als die Bibliothek geschlossen und Nina arbeitslos wird, helfen Bücher ihr auch ...

Bibliothekarin Nina weiß genau, was ihre Kundinnen lesen sollten, was gegen Liebeskummer hilft oder Trübsal vertreibt. Doch als die Bibliothek geschlossen und Nina arbeitslos wird, helfen Bücher ihr auch nicht weiter. Oder vielleicht doch? Nina eröffnet ihre ganz besondere eigene Buchhandlung: Mit einem Bücherbus kutschiert sie durch die schottischen Highlands, um Leser mit Lektüre zu versorgen – nur um festzustellen, dass das Happy End im wahren Leben komplizierter ist als in manchen Romanen. Glücklicherweise gibt es da den zwar etwas mürrischen, aber dafür extrem attraktiven Farmer von nebenan, der sie aus so mancher Notlage rettet.

„Wo das Glück zu Hause ist – Happy ever after“ von Jenny Colgan ist meine Frühlingsempfehlung schlechthin.
Die Autorin erzählt Ninas Geschichte mit so viel Wärme und einem sanften Humor, der mich fast durchgehend hat Schmunzeln lassen. Ihr Schreibstil ist so angenehm und erfrischend, dass ich das Buch am liebsten sofort noch mal lesen würde.
Jenny Colgan hat einige Figuren entworfen, die Nina durch ihr Abenteuer begleiten. Nina ist von allen natürlich eine meiner liebsten gewesen. Sie hat auch die beste Entwicklung durchgemacht. Von der unsichtbaren, schüchternen Bibliothekarin, wird sie zur Ladenbesitzerin und schafft sich eine neue Wahlheimat.
Ihre beste Freundin unterstützt sie und ist dabei selbst super sympathisch.
Die Dorfbewohner in den Highlands sind so, wie man es sich wünscht. Jeder ist anders und jeder ist schrullig oder eben besonders. Es gibt keine Figur, die ich nicht gerne in dieser Geschichte begrüßt habe. Von einigen erfährt man ein bisschen mehr und gerne hätte noch viel mehr erfahren. Den mürrischen Farmer erwähne ich mal nicht zu genau, der bleibt eine Überraschung.
Es hat mir richtig Spaß gemacht, Nina bei ihrem Abenteuer zu begleiten, ihre Entwicklung mitzuerleben und mitzufiebern, ob es nun wirklich heißt: Happy ever after!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2020

Dranbleiben lohnt sich!

Das neunte Haus
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Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte ...

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie. Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.

„Das neunte Haus“ von Leigh Bardugo hat mich fasziniert und begeistert.
Die Autorin hat hier wirklich eine komplexe Welt voller Magie erschaffen, die sich in das alt-ehrwürdigen Yale einbettet. In Yale gibt es die neun Häuser. Jedes von ihnen praktiziert eine andere Art Magie. Magie die jeder erlernen kann. Dazu kommen noch Geister, Rituale und vieles Anderes, was man in Yale nicht erwarten würde. Gleichzeitig bleibt aber auch der Geldadel und die Macht durch Geld nicht unthematisiert.
Teil dieser Geschichte sind viele verschiedene, recht komplexe Charaktere. Es hat für mich, bei der ein oder anderen Figur, manchmal doch länger gebraucht, bis ich das Gefühl hatte sie einschätzen zu können. Mit Alex hat die Autorin eine starke Hauptfigur mit vielen Ecken und Kanten entworfen. Sie ist kein wirklicher Antiheld aber tendiert schon in diese Richtung. Besonders ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen.
Die Geschichte um die neun Häuser, den Mordfall und die Verschwörung ist wunderbar verworren. Ich habe bis zum Schluss mitgerätselt und lag ein ums andere Mal mit meinen Vermutungen daneben. Eine herrliche Lesefreude, für jeden der gerne was zum miträtseln hat.
Trotz des Fantasythemas kommt dieses Buch recht erwachsen daher und bedient sich nicht eines absichtlich locker gehaltenen Schreibstils, nur weil die Geschichte auf einem Campus spielt. Dieses Buch bietet eine Story zum mitdenken.
Mein einziger Kritikpunkt ist der Beginn. Der Leser wird direkt mitten in die Geschichte geworfen und mit vielen Zeitsprüngen konfrontiert. Es fehlt an Kontext und Möglichkeit, sich einzuordnen. Deswegen: Dranbleiben lohnt sich! Je weiter man liest und um so mehr Informationen man bekommt, um so logischer wird die ganze Sache. Auch wenn der Beginn sich etwas zieht und mehr Verwirrung als alles andere stiftet, lohnt es sich einfach weiterzulesen, sich darauf einzulassen und im Endeffekt ein geniales Fantasybuch zu entdecken.
Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch und kann es jedem Fantasyfan nur weiterempfehlen. Übrigens ist schon mindestens eine Fortsetzung geplant.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2020

Eine Geschichte mit Schmunzel-Garantie!

Mein Herz, dein Herz und die Pferde
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TV News-Queen und Workaholic Bernice Milers hat mal wieder etwas angestellt. Sie flieht vor ihrem Chef und kehrt zurück nach Montana. Unerwartet ist nicht nur die Hilfe, die sie auf der Sweet Water Ranch ...

TV News-Queen und Workaholic Bernice Milers hat mal wieder etwas angestellt. Sie flieht vor ihrem Chef und kehrt zurück nach Montana. Unerwartet ist nicht nur die Hilfe, die sie auf der Sweet Water Ranch bekommt, sondern auch die Begegnung mit einem Cowboy, den sie einst geliebt und nie vergessen hat. Dean ist sofort wieder an ihrer Seite, sitzt mit ihr einen Blizzard in einer Berghütte aus und bringt sie zu seinen Leuten ins Blackfeet-Reservat.
Unter dem Pseudonym Natty Who versteckt Bernice sich, um gegen ihren Chef zu recherchieren. Doch in der Weite der Prärie warten andere Abenteuer. Sie verliert eine ganze Ponyherde, gerät in einen illegalen Viehtrieb und startet mit den Blackfeet, Freunden und ihrer Familie den Marsch für etwas Verlorenes. Denn jeder hat etwas verloren, was es wert ist, gefunden zu werden. Findet Bernice das, was ihr Herz sucht? Kann sie es wagen, sich noch einmal in Dean zu verlieben? Vorsichtig muss sie sein, denn bei dieser Jagd ist sie die gejagte Jägerin.

„Mein Herz, dein Herz und die Pferde“ ist der zweite Band der Rocky-Mountain-Girls-Reihe von Tina Wolff. Den ersten Band der Reihe muss man nicht kennen aber es lohnt sich, denn diese Bücher beinhalten so viele wunderbare Menschen und Orte, bei denen man sich einfach auf ein Wiedersehen freut.
Auch in diesem Fall werden wir mitten in der Geschichte, von einer uns bekannten jungen Dame, empfangen. Bernice hat schon fleißig in Band 1 mitgemischt und auch jetzt ist sie voller Tatendrang. Sie hat sich weiterentwickelt und so war es für mich, als hätte ich eine gute Bekannte nach ein paar Jahren wiedergetroffen.
Mir hat gefallen, dass man sofort merkt, dass Bernice in einem Dilemma steckt und sich einfach nur nach Zuhause sehnt. Sie rutscht im Laufe des Buchs von einem Abenteuer ins andere, was mich zum Lachen, Kopf schütteln, mitfiebern und mitfühlen gebracht hat.
Ihre Ankunft auf der Sweet Water Ranch hat mich ins Träumen gebracht. Auch hier ist das Wiedersehen groß, wenn man Band 1 gelesen hat. Ich liebe die Beschreibungen der Ranch und auch die Szenen mit den Pferden. Der Autorin gelingt es, sehr nah an der Pferderealität zu schreiben, ohne dabei wie Wendy zu klingen. Schon nach wenigen Seiten war der Schmunzelfaktor sehr hoch.
Neben den wunderbaren Landschafts- und Tierbeschreibungen (die es nicht genug geben kann), begegnen uns auch in diesem Buch viele wunderbare Figuren. Einige kennen wir schon und dürfen erfahren, wie sie sich entwickelt haben und andere sind neu. Das Tollste finde ich ist, wie unterschiedlich alle sind. Sei es Cody, der lustige Australier auf der Ranch oder Deans Leute alias „Der verrückteste Haushalt der Great Plains“ aber auch die Teilnehmer des Laufs. Alle sind sehr eigen aber auch warmherzig, mit ihrer eigenen kleinen Geschichte und einem riesen Zusammenhalt und das macht diese Reihe so geborgen und besonders.
Für mich sind die Bücher von Tina Wolff wunderbare Pferdebücher für Erwachsene, die ihr Pferdemädchen nie verabschiedet haben. Die Bücher sind gefüllt mit wunderbaren Pferdeszenen, Landschaften und tollen Figuren. Die Geschichten gehen ans Herz und bringen mich zum Schmunzeln. Eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 17.03.2020

Überraschend gut!

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch – und das bis heute, obwohl aus den Anwesen längst Internate geworden sind. Von alledem ahnt Alice ...

Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch – und das bis heute, obwohl aus den Anwesen längst Internate geworden sind. Von alledem ahnt Alice nichts, als sie für eine Summer-School nach Chesterfield kommt. Die Zeichen auf den Handgelenken ihrer Mitschüler fallen ihr nicht auf, dafür fesselt der charmante, wenn auch undurchschaubare Vincent umso mehr ihre Aufmerksamkeit. Sein Lächeln lässt sie alles um sich herum vergessen – bis Alice eines Morgens eine ihrer Mitschülerinnen versteinert im Wald entdeckt und auch auf ihrem eigenen Handgelenk das Symbol einer Schachfigur auftaucht.

Von Stella Tack kannte ich bisher nur „Kiss me once“ aber noch kein Buch aus dem Fantasy-Genre. Bei „Night of Crowns“ habe ich mich daher einfach mal überraschen lassen.
Der Autorin ist hier ein wirklich spannendes Buch gelungen, welches mich schnell in seinen Bann gezogen hat.
Alice ist eine sympathische Hauptfigur, auch wenn sie manchmal ein bisschen naiv ist aber auch das macht sie aus. Leider bleiben ihre Freunde außerhalb der Internate sehr blass, da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Dafür konnte ich mir die anderen Mitschüler in den Internaten gut vorstellen. Begleitet wird sie von dem Kater Curse. Er ist mein Highlight unter den Figuren. Er ist frech und witzig und füllt seine wichtige Rolle in der Geschichte gut aus. Das waren mitunter meine Lieblingsunterhaltungen.
Das ganze Spielthema hat Stella Tack sehr gut durchdacht und entworfen. Klar, man könnte bemängeln, dass nur Grundpfeiler wie z.B. die Figuren aus dem Schach übernommen wurden und das Spielfeld ein Wald und kein Brett ist aber ich finde gut erklärt, warum es an Schach angelehnt ist und so wie es umgesetzt wurde, fand ich es umso faszinierender. Das Sahnehäubchen ist die Kraft, mit der jede Figur ausgestattet ist. Welche das sind, werde ich nicht verraten.
Ich habe Alice gerne dabei begleitet, wie sie versucht das Spiel zu verstehen, zu erkennen wer Freund und wer Feind ist und was es mit dem Fluch auf sich hat.
Ich finde das Buch einfach klasse! Eine Qual ist es, dass wir jetzt noch neun Monate auf Band zwei warten müssen!

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